06.05.2010 - Die neunte Partie der laufenden Schachweltmeisterschaft war nicht nur die bisher längste, sie war auch die am meisten umkämpfte. Zum ersten Mal wählte Weltmeister Viswanathan Anand nicht die Katalanische Eröffnung, stattdessen stand alsbald ein Nimzoinder auf dem Brett. Mit 18.Sh3 brachte Anand den ersten neuen Zug und gab im weiteren Verlauf die Dame für zwei Türme. Schon bald sollte sich herausstellen, dass er damit über großen Vorteil verfügte, aber dann entwischte ihm der gegnerische König und die Partie begann quasi neu. Anand steckte nicht auf und erneut gelang es ihm, gewinnträchtigen Vorteil zu erlangen. Doch es sollte heute einfach nicht sein. Im entscheidenden Augenblick verpasste der Inder den finalen K.O.-Schlag und dieses Mal konnte sich der Herausforderer endgültig ins Remis retten. Nach 83 Zügen reklamierte Topalov, dass er zum dritten Mal die Stellung würde wiederholen können und hatte sich letztlich ein glückliches Remis erstritten.