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Hintergrund 4. Partie: Anand pragmatisch - Topalov prinzipiell
Psychologische Situationen wiederholen sich in WM-Kämpfen - egal ob man mit Schwarz oder Weiß spielt
29.04.2010 - Die psychologischen Situation bei der 3. und der 5. Partie des vorherigen WM-Kampfes zwischen Viswanathan Anand und Vladimir Kramnik in Bonn 2008 wiederholte sich hier in Sofia beim laufenden WM-Kampf in der 2. und 4. Partie - allerdings mit Schwarz und nicht mit Weiß. Die selbsternannten Wettkampfpsychologen von damals attestierten mehrheitlich dem Russen Kramnik, dass das Festhalten an der weißen Spielführung in Bonn der ursächliche Grund gewesen sei, dass der ganze Wettkampf verloren ging. Der mit Weiß spielende Herausforderer konnte nicht glauben, dass der Gegner sich besser mit dem Stellungstyp auskannte, und so hatte er nach der 3. auch die 5. Partie spektakulär verloren. Aus dem Schock heraus verlor er auch noch die 6. Partie mit Schwarz, weil keine Zeit war - ohne Ruhetag dazwischen -, zur gewohnten Zuversicht zu finden. Dieser Keulenschlag brachte ihn nach der 6. Partie aussichtslos mit 4,5:1,5 ins Hintertreffen. Dem bulgarische Herausforderer Veselin Topalov ist jetzt Ähnliches widerfahren mit dem prinzipiellen Festhalten an der Bekämpfungsweise der Katalanischen Eröffnung in der 2. und 4. Partie, allerdings hat er sich mit Schwarz zwei Nullen eingefangen und steht heute in der 5. Partie vor der Gewissensfrage mit Weiß spielend, alles auf eine riskante Partie zu setzen, weil Vishy Anand in der 6. und 7. Partie wieder seinen "furchterregenden" Aufschlag 1.d4 ... Katalanisch zeigen darf. Ob die Drehscheibe wieder a3 (Dame oder Springer) heißt, ist nicht vorauszusagen, aber Starrsinn kann öfter mal zur Verbissenheit führen und ehe man sich umgeguckt hat, ist wieder eine Null dazukommen! Der pragmatische Weltmeister aus dem Lande des Inders Mahatma Gandhi, Viswanathan Anand, hat keine Schwierigkeiten, auch am Freitag dem Grünfeldinder eine Pause zu gönnen, schätzen viele Insider - von Weichei oder Angsthase reden die einen, von Erfahrung oder Weisheit die anderen.

Vertrauen, Anspruch, Bescheidenheit und Leistungskraft sind die dominierenden Faktoren, wenn ein Team aus schachlichen und organisatorischen Helfern ein gemeinsames Ziel erreichen will. Den "Frontmann" so in Szene zu setzen und zu unterstützen, dass er alles Vorbereitete zum richtigen Zeitpunkt abrufen kann und seine höchste Leistung während des WM-Wettkampfs bringt, ist das einzige Ziel des Teams. Auch dann, wenn der Start dem Chef mal daneben geht. Manchmal kann man ja schon in den letzten Jahren den Eindruck gewinnen, dass die Manager der großen Schachspieler der Gegenwart die eigentlichen Superstars und tiefgründigen Strategen sind. Bei Aruna, Managerin und Ehefrau, sieht das bedeutend anders aus, weil Eitelkeiten und Imponiergehabe ihr fremd sind, sondern Sachlichkeit und Bescheidenheit. Diese Ausstrahlung leben die "Anands" dem ganzen Team vor. Demut und Anstand lassen sich wunderbar mit Leistungskraft und Siegeswillen kombinieren.

Das Anand-Team fühlt sich sichtlich wohl im Sofioter Hilton. Das moderne Gebäude, im Jahr 2000 fertiggestellt, bietet alles, was man so braucht, wenn man vier Wochen auf sein zu Hause verzichtet. Das gilt nicht nur für seinen Vielflieger, bzw. diesmal Auto reisenden Weltmeister Vishy Anand mit Managerin und Ehefrau Aruna, sondern auch für sein komplettes Team. Ein bisschen heimisch fühlen kann man sich in der globalisierten Welt der Hiltons bei dieser WM in Sofia 2010, der vorhergehenden in Bonn 2008 oder zum neunten Mal seit 2001 bei der Chess Classic in Mainz. Das fünf Sterne Haus mit Wellnessbereich, Bodybuilding Area, Sauna, Schwimmbad, Türkisches Dampfbad, Restaurant und Businesslounge lässt nichts vermissen. Das große City Center in der Nähe, der angrenzende Park und das indische, das japanische, das italienische und bulgarische Restaurant in der Nähe, lassen neben dem tageweise wechselnden Themenküche des Hilton Restaurants "Seasons" keine Eintönigkeit oder gar Lagerkoller aufkommen. Ein Stück Internationalität des Hilton macht es dem Team einfach, sich in der bulgarischen Heimat des Herausforderers Topalov wohlzufühlen und die Hauptstadt Sofia unterstützt dies mit ihrer 7000-jährigen Historie.

Die Auswahl der vierten Tür der Alexander Newski Kathedrale zeigt den Seiteneingang auf der rechten Seite des Hauptportals und hat zwei Personen als Abbildungen im Kopfbogen! Der Weltmeister liegt in Führung nach dem zweiten Weißsieg.

Impressionen vom WM-Match in Sofia und Umgebung

Die vierte der zwölf Türen in der Alexander Newski-Kathedrale

4.Partie: das Handgeben vor der Partie wurde bisher nicht vergessen

... nach fünf Minuten Blitzlichtgewitter schließt sich der Gaze-Theatervorhang und der Kampf kann endgültig beginnen, die Spieler können die Zuschauer nicht mehr erkennen, aber die Zuschauer sehen Monitor und Spieler ganz gut!

4.Partie: Vishy Anand erklärt noch einmal die Partie ...

Veselin Topalov macht einen ganz anderen Eindruck

Das Hilton in Sofia - Hotel des Anand-Teams

Eine typische Aussicht aus einem Exekutive-Zimmer

Unser Fotograf Christian Bossert um 6:00 Uhr früh auf dem Hiltondach bei der Arbeit. In allen vier Himmelsrichtungen kann man über Sofia sehen

Christian Bossert sitzend auf einer der vielen Bänke im Park

5:55 Uhr: eine bezaubernde Aussicht auf das Zentrum von Sofia
oben rechts die "gülden" glänzende Kuppel der Alexander Newski Kathedrale - etwa 250m vom WM-Spielort des Sofioter Military Clubs entfernt

Aussicht in Richtung Süden

Der volle Sonnenaufgang - Richtung Osten

Der Mond-Aufgang am frühen Abend bei vielen Menschen merkt man die Wirkung des Vollmondes

Bick aus dem Park in Richtung Hilton

minibreaks - jeden Woche ein Top-Angebot

Restaurant Seasons - jeden Abend ein Themen-Buffet

Chess Tigers

Published by Chess Tigers on Tour

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