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Hintergrund 6.Partie: Katalanische Denkweisen
2,5 Punkte aus 3 Partien mit Weiß sind ein glänzendes Ergebnis, aber gut genug für den Weltmeister aus Indien?
03.05.2010 - Eine Kardinalfrage bleibt immer aktuell und ist auch heute wieder in der 7.Partie des WM-Kampfes Anand-Topalov in Sofia von hoher Aufmerksamkeit und höchstem Spekulationgrad begleitet für jeden selbsternannten Experten und professionellen Berichterstatter. Spielen sie die Katalanische Eröffnung noch einmal oder kommt etwas ganz Neues aufs Brett. Der Pragmatiker Anand neigt sicher eher nun zum Wechsel auf eine neue Hauptline, alternativ könnte aber sein Sekundanten-Team nach der Erfahrung der 6.Partie etwas Neues in der Linie erarbeitet haben, sodass man sich den "prinzipiellen" Topalov erstmal zurechtgelegt hat und heute mit Präzision und Filligranität nachbearbeiten möchte. Offensichtlich lebt ein WM-Zweikampf von der Duplizität dieser kriegsähnlichen Strategie, manche nennen es ja einfach nur "List". Das der Weltmeister aus Indien mit seinen kurzschrittigen und wendigen Springern das Grundprinzip der weißen Spielführung der Katalanischen Eröffnung verletzt hat und sein g2-Monster zu früh austauschte wird kein Experte ihm verübeln. "Quod licet Iovi, non licet bovi" zu deutsch: „Was dem Jupiter erlaubt ist, ist dem Rindvieh nicht erlaubt“ oder frei übersetzt "Was den Göttern erlaubt ist, ist den Ochsen noch lange nicht" mag sich der ein oder andere von uns zum Trost im Geheimen denken. Aber Grundschule bleibt Grundschule, trotz aller nützlichen modernen Hilfsmittel. Zuletzt konnte Topalov dank seines katalanischen Gegenläufers auf h3, das Bauernminus leicht kompensieren. Anands Springerroute über das Schachbrett mit 13 Zügen in Folge hat in jedem Fall einen neuen Rekord in der WM-Geschichte aufgestellt. Hochspannung ist hoffentlich im Sofioter Military Club unabdingbar nötig und in der Partie wünschenswert wenn sich die Spieler zum 7. Gefecht gegenübersitzen.


Wieder ein interessanter Artikel in der "Zeit" von Ulrich Stock

Einem Ritt auf der Rasierklinge gleich, konnten die weißen Kreuzritter ihre Wendigkeit mit mutigem Auftauchen in der Tiefe des gegnerischen Lagers und freschem Tanzen vor den langschrittigen Läuferkanonen nicht die notwendige Provokationen erzielen, um das bulgarische Heer mit seinem schwarzem Turmpaar an den "Aufhaltsamen Aufstieg" des Bäuerleins auf b3 so zu binden, dass der Gegenangriff über die zweite Reihe mit der kurzschießenden Kanone auf h3 aufzuhalten gewesen wäre. Eher musste hier der Weiße präzise verteidigen, das Bäuerlein opfern, um wenigstens sicher in den Remishafen zu kommen. Entäuschung darf da für den Weißspieler nicht aufkommen, sondern eher die Erkenntnis, dass man mit zwei Volltreffern ein aussergewöhnliches Ergebnis erzielt hat. Für den Schwarzspieler ist nachvollziehbar, dass eine große Erleichterung verspürt wird, aber Unaufmerksamkeit und Überheblichkeit scheint fehl am Platze, wenn so etwas wie Gewissheit sich breitmacht, dass die Probleme der "Katalanischen" gelöst seien. Und jetzt wird die Kraft des Sekundantenteams zu Tage treten oder ein Geniestreich des Meisters wird entscheiden - Intuition und Erfahrung!

Die Auswahl der sechsten Tür der Alexander Newski Kathedrale zeigt den Seiteneingang auf der rechten Seite des Hauptportals und hat eine Person als Abbildungen im Kopfbogen - allerdings um 90 Grad versetzt! Der indische Weltmeister konnte nicht nachweisen, dass sein weißes Springerpaar dem schwarzen Läuferpaar überlegen war.

Impressionen vom WM-Match in Sofia und Umgebung

Die sechste der zwölf Türen in der Alexander Newski-Kathedrale

Die Schachwelt steht ab 15:00 Uhr in Sofia und 14:00 Uhr im Chess Tigers Training Center in der Brunnenstraße 9 in Bad Soden am Taunus (Mitteleuropäische Sommerzeit) wieder vor einer interessanten Anwort, die die Spieler Anand und Topalov geben möchten.

6.Partie: exakt 15:00 Uhr geht es mit dem Handschlag los

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Published by Chess Tigers on Tour

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