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Hintergrund 5.Partie: Bei Dunkelheit das Denken anhalten
Zwölf Minuten stockfinstere Nacht überprüfen die Belastungsfähigkeit der Spieler
02.05.2010 - "Im Dunkeln ist gut Schunkeln" heißt es im Volksmund und deutet auf eine frivole Situationshandlung hin, die die Nichtssehenden mit seiner augenzwinkernden Phantasie alleinlässt. Wenn aber Schachveranstaltern, ja in diesem Fall Schach-WM Organisatoren vom Alptraum eines Stromausfalls heimgesucht werden, ist "Coolness in the Darkness" angezeigt und dies bewiesen die Verantwortlichen in Sofias Military Club in hohem Maße. Wie wenn das Meistern dieser Situation akribisch und prophylaktisch trainiert worden wäre, wirkt es auf den ein oder anderen erfahrenen Kenner. Oder es ist doch nur für die Military Club Hausmeisterei in Sofia der Normalfall. Nicht die Überlast durch zusätzliche Klimaanlagen, Bühnenscheinwerfer oder hunderte von Computer waren die Ursache. Die planmäßige Abschaltung vom Military Club und drei Ministerien in der näheren Umgebung, die einem Stromversorger zuzuordnen sind, wären die Ursache gewesen. Am nächsten Tag zu Beginn der 6.Partie wurde dies von Insidern kolportiert. Die Organisatoren haben sich dann auch unmittelbar in bulgarischer Sprache bei den Spielern und der Fide entschuldigt. Eine noble Geste vom Präsidium der bulgarischen Schachfederation mit Stephan Sergiev und Silvio Danailov an der Spitze. Der Nobelpreisträger Prof. Robert Mundell aus Kanada war heute Ehrengast und machte den 1.Zug für den weißspielenden Topalov.


Interessanter Artikel in der "Zeit" von Ulrich Stock

Ein Backup-System abgesichert von einem elektrizitätsunabhängigen Dieselaggregat wurde flugs angeschafft, um weitere Vorfälle dieser Art zu verhindern, vielleicht auch Nacht-Kameras oder leuchtstarke Petroleumlampen oder intensiv lichtspendenden Kerzen kommen in Frage. Das Einzige was unentwegt weiterlief, war die DGT-XL Uhr, weil Sie genau wie die tragbaren Kameras durch eigene Batterien angetrieben wurden. Der Weltmeister, der am Zug war, musste die Schiedsrichter daraufhinweisen, dass es doch schön wäre, wenn sie die Uhr stoppen würden. Gespenstig wurde das Geschehen aus dem Zuschauerraum beobachtet, wie sich die fast unsichtbar schehmenhaften Figuren hin und her huschten ohne ein Wort zu sprechen. In diese Dunkelheit hinein wurde nach etwa drei bis vier Minuten das Schauspiel illuminiert von den zwei Taschenlampen der Schiedsrichter.

Äußerst Bemerkenswert konnte man beobachten, wie unaufgeregt und konzentriert die Spieler Anand und Topalov auf das wiederkommende Licht auf der Bühne warteten und auch die Zuschauer in aller Demut und Verständnis auf den Sitzen ausharrten. Bemerkenswert auch die überlegte Handlungsweise der Saalordner, als die pfiffigsten der pfiffigen Fotografen unter den Journalisten aus dem Pressezentrum in den Spielsaal rannten und versuchen wollten diese einmalige Situation der Schach-Weltgeschichte auf ihrem digitalen Speichermedium zu verewigen: "No flash please". Nach gut 12 Minuten kam das Licht wieder und nach 35 Minuten die Anzeige der Züge inklusive der Live-Übertragung. Insgesamt eine hervorragende Leistung der Organisatoren. Der am Zug befindliche schwarzspielende Weltmeister Anand machte seinen ersten Zug nach der Dunkelheit nach gut 20 Minuten und die Partie wurde ohne Fehler weitergespielt. Eine großartige Leistung der Spieler und der restlichen Beteiligten. Kompliment und großes Dankeschön, dass aus dieser Situation kein Skandal entstand! Welche Überraschungen wird uns diese WM noch neben dem Schachbrett bescheren?

Die Auswahl der fünfen Tür der Alexander Newski Kathedrale zeigt den Seiteneingang auf der linken Seite des Hauptportals und hat eine Person als Abbildungen im Kopfbogen! Der indische Weltmeister übersteht mit Schwarz die "dunkle" Attacke in Bulgariens Hauptstadt im Military Club.

Impressionen vom WM-Match in Sofia und Umgebung

Die fünfte der zwölf Türen in der Alexander Newski-Kathedrale

5.Partie: alles ganz normal auf der Bühne zu Beginn um 15:00 Uhr

5.Partie: der Vorhang schließt sich um 15:05 Uhr

Um 15:32 Uhr sah es "dunkel" aus unmittelbar nach der "planmäßigen" Stromabschaltung im Military Club, gespenstig sah es dann aus nachdem die Schiedsrichter bewaffnet mit kleinen Taschenlampe die Spieler auf der Bühne suchten.

Die zuständige Behörde: das Energieministerium

5.Partie: die aufzeichnenden Kameras vor der Bühne

Der hervorragende Blindspieler Viswanathan Anand zeigt keine Wirkung durch die Dunkelheit...

... ebenso zeigt sich Veselin Topalov aufgeschlossen.

Die Schiedsrichter Nikolopolous und Stubenvoll in extremer Situation

Nobelpreisträger Prof. Robert Mundell & Organisator & Manager Silvio Danailov

Aus Germany im Team Anand: Christian Bossert & Hans-Walter Schmitt

Schwarze Produkte ...

... auch aus Deutschland!

Chess Tigers

Published by Chess Tigers on Tour

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