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Post vom Hessenschach 2013 Nr. 17
Aktuell, informativ und direkt - Alles Wissenswerte rund ums Schach in Hessen
20.10.2013 - Die neue Saison der Mannschaftskämpfe ist allenthalben gestartet, und unser Hans-Dieter Post schaut in seinem jüngsten Newsletter mit der hessischen Brille auf der Nase, wie sich "seine" Teams zum Auftakt in den Bundes- und Oberligen geschlagen haben. Wie es sich gehört, beginnt er mit Ladies first und ist mit den Ergebnissen der Friedberger Burgfräuleins nicht wirklich zufrieden. Das Gegenteil ist bei den Griesheimern der Fall, die sich mit einem Sieg und einem Viervier in der Schachbundesliga zurück meldeten und damit Verfolger Nr. 1 der übermächtigen Baden-Badener sind. Und wer es noch immer nicht mitbekommen hat: Am 4. November beginnt im Chess Tigers Training Center in Bad Soden die 4. Frankfurter Chess960 Stadtmeisterschaft, welche unser Autor nicht nur leiten sondern auch mitspielen wird. Und Sie? Kurz und knackig kommt ferner die Meldung, dass IM Klaus Klundt Hessischer Schnellschachmeister der Senioren wurde. Zum Abschluss hat Post noch einige interessante Termine für Sie.

Homepage "Schach in Hessen"

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Newsletter Hessenschach Nr. 17/2013

Frauen-Bundesliga gestartet

Die Vizemeisterinnen der Bundesliga aus dem Vorjahr von den Friedberger Schachfreunden begannen die neue Bundesligasaison mit mäßigem Erfolg.

Die plangerechte Doppelrunde in der Kreisstadt, die im Bürgerhaus des Ortsteils Dorheim ausgetragen wurde, war möglicherweise nicht ganz der gewünschte Auftakt im Sinne einer Wiederholung des Vorjahreserfolgs.

Zunächst wurde gegen Halle nur ein Unentscheiden erspielt, und auch das Ergebnis vom Sonntag gegen Großlehna, ein knapper 3,5- Sieg, war im Hinblick auf zu erreichende Spitzenplätze nicht förderlich.

Doch die eigentliche Spaßbremse für den weiteren Saisonverlauf war ein vorgezogener Wettkampf an gleicher Stelle. Denn zuvor nutzten Friedberg und Bad Königshofen für den Freitag noch die Gelegenheit ihre Begegnung, die sonst im Laufe der Saison stattfinden würde, vorzuspielen.

Obwohl Team Friedberg wie ihre Gegnerinnen nur ersatzgeschwächt antraten, gab es eine deutliche 1 - 5 Niederlage für die Wetterau und lässt die Ziele der Burgfräuleins, wenn sie sich denn an einem Erfolg des Vorjahres orientieren sollten, korrekturbedürftig werden.

Fazit: Nicht nur ein Meister hat es schwer, seinen Titel zu verteidigen, sondern auch ein Zweiter hat mehr Luft nach hinten als noch vorne.

Frauenbundesliga


Von den Bundes- und Oberligen

BUNDESLIGA
Diesmal wollen es die Starkenburger wohl wissen und begannen die neue Saison der Schachbundesliga mit einem starken 6,5-1,5 Sieg in der Metropole gegen die Gastgeber vom Hauptstadtklub König Tegel.

Schon am darauf folgenden Sonntage hatte man Gelegenheit, sich für einige bittere Niederlagen der letzten Zeit revanchieren zu können, denn die Sfr. Berlin waren mal wieder vorgesetzt. Das Viervier ist letztlich eine deutliche Verbesserung gegenüber den vergangenen Zeiten, doch der Spielstand kurz vor Schluss, Griesheim führte, und eine computerunterstützte Betrachtung der verbliebenen zwei Stellungen zu dieser Zeit gaben allen Anlass auf einen weiteren Sieg.

Platz 2 nach der ersten Doppelrunde ist für einen begnadigten Absteiger kein schlechter Start und lässt durchaus hoffen.

Viernheimer Spieler haben bekanntlich eine doppelte Landesbürgerschaft vorzuweisen, gehören politisch korrekt nach Hessen und fachsportverbandlich nach Baden. Das schreit dann schon nach Reisepartnerschaft mit Griesheim und damit direkt vergleichbaren Auftritten.

Viernheim wurde zwar nicht vom DSB, aber dafür von den eigenen Mitgliedern begnadigt, eine Saison in der kostenintensiven höchsten Spielklasse mitzuhalten.

Immerhin sprang schon einmal wenigstens ein Punkt gegen Tegel heraus, denn am Tag davor hatten die Berliner Schachfreunde den Knappe-Siege-bringen-auch-zwei-Punkte-Modus ausgepackt.

Homepage Schachbundesliga


2. BUNDESLIGA WEST
Vielleicht eine halbe Schippe zuwenig aufgelegt hatte der freiwillig aus der 1.Liga abgestiegene SV Wiesbaden gegen Bad Godesberg, und so kam statt eines möglichen Sieges nur ein Viervier in die Starttabelle.

2. Bundesliga West


2. BUNDESLIGA SÜD
Das Auslassen des 2500er Trios von Brett 2-4 war möglicherweise der falsche Ansatz von Hofheims Gegner Böblingen, um erfolgreich in die neue Saison zu starten. Oder nimmt man den Main-Taunus-Klub bundesweit nicht mehr ernst? Der knappe Sieg bringt zumindest einen Platz in der oberen Tabellenhälfte, und wenn sich an der Ergebnisstrategie nichts ändert, reicht das ja auch für den Aufstieg.

Schönecks Saisonstart ist dagegen weniger verheißungsvoll, kaum hat die Saison angefangen, mit einer 3-5 Niederlage gegen Baden-Baden, findet man sich auf einem Abstiegsplatz wieder.

Und auch für Hessens Zweitliganeuling Neuberg beginnt die Saison ernüchternd: das deftige 2-6 in Buchen muss auch erstmal verdaut werden.

Das ist jetzt zwar sehr unpopulär, aber ich fürchte die Oberliga wird im kommenden Jahr wieder mehr Zuwachs aus Hessen bekommen, als nur den neuen Landesmeister!

2. Bundesliga Süd


OBERLIGA OST Staffel B
Womit wir beim Thema wären: so dünn war die Oberliga noch nie mit hessischen Mannschaften besiedelt, und man denke nur zurück an die Zeit, wo sogar die Staffel A aus Platzgründen hessische Teams verkraften musste ("Erbarmen!").

Sei's drum: Hessenmeister Heusenstamm hat Brett vorm Kopp, Teil des Establishments dieser Spielklasse, glatt überrollt und ist nach Brettpunkten der erste Tabellenführer der neuen Saison.

Und es gab doch noch mehr rein hessische Paarungen: so zog auch Mörlenbach in Offenbach mit 5-3 vom Leder, und Gießen schickte Oberursel mit nur 3,5 Punkten im Gepäck wieder nach Hause. Adieu Aufstieg?!

Dann geht's auch schon gemischt weiter, denn Zweitligaabsteiger Kassel musste nach Erfurt und nahm aber von dort auch zwei Mannschaftspunkte mit. Geht doch (wieder)!

Bleiben noch die Paarungen Jena gegen Liebschwitz, mit 2,5-5,5, und Halle gegen Sangershausen, das letztere mit 5 Punkten für sich entschieden.

Fazit: es ist hier nicht alles goldisch hessisch, was da oben mit an der Tabellenspitze glänzt, aber der relevante Teil schon!

2. Bundesliga Süd


4. Offene Frankfurter Chess960 Stadtmeisterschaft

Bereits zum 4. Mal werden ab Anfang November die Offenen Frankfurter Stadtmeisterschaften im Chess960 in ihre erste Runde gehen. Und wer weiß, vielleicht wird zum ersten Male ein "echter" Frankfurter Stadtmeister den Titel erringen können.

Titelfavorit ist nach ELO und DWZ der Schachtrainer und FM Christian Schramm, der schon im Jahre 2008 den Sieg in der klassischen Variante schaffte.

Sein Malus könnte die mangelnde Chess960 Praxis sein, doch was heißt das schon? Eröffnungstheorie gibt es beim Chess960 keine, doch wer Stellungen gut beurteilen kann, und das müssen ja nicht immer nur möglichst viele Bauern und Figuren auf den Zentrumsfeldern sein, der wird auch bei diesem Schach erfolgreich sein.

Die Schachregeln sind beim Chess960 nicht anders als beim "richtigen" Schach, nur die Grundstellung der Figuren weicht ab. Und wer schon einmal mit vertauschtem König-Dame-Pärchen eine Partie spielen musste, wird zustimmend nicken, das sich dadurch nicht grundlegend das Spiel an sich ändert. Oder?!

Die Turnierbedingungen sind von Chess Tigers Qualität, das heißt Holzbretter und Figuren nebst elektronischen Uhren kommen in schachgerechtem, gehobenem Ambiente zum Einsatz. Man kann auch unter schlechteren Bedingungen wettkampfnah üben!

Ach ja: die Abkürzung zur Ausschreibung und Anmeldung ist hier:
Webseite Frankfurter Chess960 Stadtmeisterschaften

Sehen Sie auch die Ankündigung der Chess Tigers.


Hessische Senioren-Schnellschachmeisterschaft

Neuer Hessischer Schnellschachmeister der Senioren wurde übrigens IM Klaus Klundt vom SC Heusenstamm, vor Anatoly Donchenko (SK 1858 Gießen) und dem Deutschen Meister der Senioren, FM Ryhor Isserman (SK Bad Homburg 1927).


Noch mehr Schach, aber schnell, bitte!

An diesem Wochenende stehen ja für die meisten wieder die Mannschaftskämpfe in den Spielklassen des Verbandes und der Bezirke an, aber es gibt eben auch die Möglichkeit sich zwischendurch zu dehnen und zu strecken:

Unter der Überschrift Galeriepokal bietet der SK Gießen im 155. Jahr seinen Bestehens Ende Oktober ein Jugendturnier, sowie Anfang November ein offenes Schnellschachturnier an. Gespielt wird in einem Einkaufszentrum, wo es dann auch verlockende Preise und eben Pokale gibt. Infos dazu gibt es hier:
Homepage SK 1858 Giessen

Ebenfalls Anfang November veranstalten die Schachfreunde Schöneck in Oberdorffelden für Schüler und Jugendliche ein Schnellschachturnier:
Homepage Schachfreunde Schöneck

Und die Bad Vilbeler Schachfreunde laden Mitte November zum 28. Mal bereits zur Stadtmeisterschaft im Schnellschach in die Kurstadt ein:
Homepage Schachfreunde Bad Vilbel 1985


Euer
Hans D. Post


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Hans-Dieter Post ist seit über 25 Jahren Turnierleiter des Schachbezirks Frankfurt und war jahrelanger Turnierleiter der Chess Classic Mainz. Der IT-Experte entwickelte für das größte Schnellschachturnier der Welt eigens eine digitale "Open-Maschine", welche weltweit bei Turnierorganisatoren Aufmerksamkeit erregte. Immer mehr hessische Turniere rüsten mit Turnierleiter Post auf und wurden stets mit einem merklichen Plus an Teilnehmern - sowohl in der Spitze als auch in der Breite - gesegnet.

Was genau das Postsche System zu bieten hat, können Sie einem in diesem Jahr geführten Interview (siehe unten) mit Hans-Dieter Post entnehmen. Seine Hingabe sowohl für das traditionelle Schach wie auch für Chess960, aber auch seine regionale Verbundenheit, spornen den Chess Tiger zudem immer wieder an, mit seiner eigenen Webseite nebst regelmäßigem Email-Newsletter aktuell, informativ und direkt über die aktuellen Ereignisse im hessischen Schach zu berichten und die Werbetrommel für kommende Turniere zu rühren.

Und nun wird er dies auch über die Webseite der Chess Tigers tun. Noch schneller erhalten Sie die neuesten hessischen Schach-Nachrichten nur, wenn Sie den kostenlosen Newsletter direkt bestellen.

Homepage "Schach in Hessen"

Interview mit Hans-Dieter Post vom 20.01.2011



Hans-Dieter Post

Published by Mike Rosa

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