Nachrichten Post vom Hessenschach 2013 Nr. 13 Aktuell, informativ und direkt - Alles Wissenswerte rund ums Schach in Hessen
22.07.2013 - Wie zu dieser Zeit üblich dreht sich aktuell in den hessischen Schach-Newslettern unseres Hans-Dieter Post alles um beendete und kommende Turniere in der Sommerzeit. Den Anfang macht die Meldung vom Überraschungssieger beim 22. Heinerfest-Schachpokal. Gleich acht Meisterspieler mussten sich hinter dem titellosen Thomas Leiter in die Endtabelle einreihen. Mehr Erfahrung mit Turniersiegen hat da schon GM Vyacheslav Ikonnikov. Zum dritten Mal konnte er das Karl Mala Gedenkturnier im Frankfurter Stadtteil Griesheim für sich entscheiden - und zwar hauchdünn! Sämtliche (und das sind sehr viele!) Bilder des Turniers machte übrigens unser hauseigener Turnierfotograf und -Reporter Mike Rosa. Bereits zum 25. Mal findet am 03. August in Frankfurt die Hessische Schnellschachmeisterschaft statt, welche allgemein hin auch als "Werner-Adolar-Falck-Gedenkturnier" bekannt ist. Nicht nur die Veranstalter wünschen sich, dass die Teilnehmerzahl endlich wieder angemessene Höhen erreicht. Zum Abschluss finden Sie wieder eine Liste mit weiteren Turnieren in der nächsten Zeit. Wer beispielsweise am wieder erblühten Schlosspark-Open in Wiesbaden teilnehmen will, muss schon jetzt befürchten, nur noch auf der Warteliste zu landen.
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Newsletter Hessenschach Nr. 13/2013
Thomas Leiter: Sieger des 22. Heinerfestturniers
22 mal bereits wurde das Schnellschach-Open in Darmstadt ausgetragen, die zeitliche und räumliche Nähe zum Heinerfest ergaben den konsequenten Turniernamen.
Weniger folgerichtig war dagegen der Zieleinlauf verglichen mit der Startrangliste, denn es setzte sich nach 9 Runden ungeschlagen der titellose und auf Platz 6 eingeordnete Thomas Leiter vom SC Turm Breuberg gegen immerhin 8 Titelträger und insgesamt 134 Konkurrenten durch.
Seine 6 Siege und 3 Remis blieben in Summe unerreicht von den anderen und machten ihn gleichzeitig zum Bezirksmeister im Schnellschach von Starkenburg!
Die aus 6 Teilnehmern bestehende Verfolgergruppe wurde schlussendlich von Lutz Fritsche vom SV Koblenz angeführt, der sich vor dem ehemaligen Roßdorfer und jetzigen Mainzer Constantin Göbel durchsetzte, der wiederum die Jugendwertung gewann.
Die Jugendlichen, beim zweitägigen Heinerfestturnier sind das die maximal 19-jährigen, stellen fast ein Drittel der Teilnehmer und sind somit mit ausschlaggebend für die sich in diesem Jahr ergebende Rekordteilnehmerzahl.
Die frühzeitige Ausschreibung, das eingespieltes Organisationsteam, sowie die vor, während und nach dem Turnier aktuelle Berichterstattung, nicht zu vergessen die reichhaltige Verpflegung während des Turniers, könnten durchaus auch zu den Erfolgsfaktoren gezählt werden!
Er war einfach wieder dran! Nach 2009 und 2011 war der Sieg des russischen GMs Vyacheslav Ikonnikov beim 16. Karl-Mala-Open einfach die logische Konsequenz.
Aber es war hauchdünn! Denn sechs Spieler dürfen sich Co-Sieger nennen, und es folgen der mehrfache Hessenmeister und GM Vitali Kunin auf Rang 2, der Deutsche Meister und GM Daniel Fridman auf Rang 3, der ukrainische GM Yuri Solodovnichenko auf 4, der Hessische Referent für Leistungssport, auch mal Hessenmeister, FM Uwe Kersten auf 5 und schließlich der bereits zweimal in Griesheim siegreiche IM Anatoly Donchenko vom SK 1858 Gießen auf Rang 6.
Simon Keller von den Sfr. Neuberg war siegreich im B-Turnier, und an seine sechs Siege und das Remis kam keiner der 105 Teilnehmer auf Tuchfühlung. Marco Stegner vom SC Landskrone führt die Nächstbesten an, Sven Schellen von Sfr. Frankfurt wurde punktgleich Dritter; beide mit 5,5 Punkten.
Daniel Fridman (3.), Vyacheslav Ikonnikov (1.) & Vitali Kunin (2.)
Der Internetauftritt des Turniers wurde komplett überarbeitet und bietet neben einer gefälligeren Navigation auch ein Mehr an Informationen, hat aber auf jeden Fall noch Optimierungsbedarf.
Die Teilung in zwei Turniere hat dem Karl-Mal-Open gut getan! Die 300-Teilnehmer-Marke wurde nur knapp verfehlt, andererseits waren auch nicht mehr viel freie Plätze zu vergeben.
Fast 190 Teilnehmer im erstmals ausgetragenen A-Open sind für 7 Runden schon noch etwas viel, gar nicht auszudenken, wie es ausgegangen wäre, wenn auch noch die über 100 Teilnehmer aus dem B-Open ein gemeinsames Teilnehmerfeld gebildet hätten.
Dem Namensgeber hätte das sicherlich gefallen, und es steht den Namensnehmern gut zu Gesicht, das Gedenken an einen Förderer des Griesheimer Schachs nicht nur zu benutzen, sondern auch nachhaltig zu fördern.
...wurde 1989 vom Hessischen Schachverband die Landesmeisterschaft im Schnellschach eingerichtet. Sogar ein besonderer Ehrenpreis unter diesem Namen wurde an den erfolgreichsten, remisfreudigsten Spieler ausgelobt.
20 Jahre lang fand das Turnier entweder in Oberursel statt, wo Falck lange Jahre spielte, oder in Kalbach, wo er fast ebenso lange sein Zuhause hatte.
Dann hatte man nicht mehr zwingend den Eindruck, ob das Gedenken wirklich noch eine Rolle spielt. Das Turnier tingelte durch Hessens Lande, eine "Stammkundschaft" ließ sich so nicht mehr weiter entwickeln, die Teilnehmerzahlen gingen drastisch zurück.
Dem Namensgeber hätte das mit Sicherheit nicht gefallen, aber gewundert hätte er sich auch nicht.
Nun, bis vor Kurzem gab es noch nicht einmal eine Ausschreibung öffentlich einzusehen, und man muss sich schon wundern, wie man 1.800 Euro Preisfonds aus den Startgeldern realisieren möchte.
Was wahrscheinlich niemand so recht weiß, ist, das nicht nur das 25-Jährige in diesem Jahr ansteht, sondern auch der 1.000 Teilnehmer erwartet werden kann.
Es wäre dem Turnier zu wünschen, dass es wenigstens zum Silberjubiläum wieder die Aufmerksamkeit findet, die ihm eigentlich zustehen sollte. Und damit auch das Andenken an Werner Adolar Falck wieder etwas mehr an Konturen gewinnt.
Hans-Dieter Post ist seit über 25 Jahren Turnierleiter des Schachbezirks Frankfurt und war jahrelanger Turnierleiter der Chess Classic Mainz. Der IT-Experte entwickelte für das größte Schnellschachturnier der Welt eigens eine digitale "Open-Maschine", welche weltweit bei Turnierorganisatoren Aufmerksamkeit erregte. Immer mehr hessische Turniere rüsten mit Turnierleiter Post auf und wurden stets mit einem merklichen Plus an Teilnehmern - sowohl in der Spitze als auch in der Breite - gesegnet.
Was genau das Postsche System zu bieten hat, können Sie einem in diesem Jahr geführten Interview (siehe unten) mit Hans-Dieter Post entnehmen. Seine Hingabe sowohl für das traditionelle Schach wie auch für Chess960, aber auch seine regionale Verbundenheit, spornen den Chess Tiger zudem immer wieder an, mit seiner eigenen Webseite nebst regelmäßigem Email-Newsletter aktuell, informativ und direkt über die aktuellen Ereignisse im hessischen Schach zu berichten und die Werbetrommel für kommende Turniere zu rühren.
Und nun wird er dies auch über die Webseite der Chess Tigers tun. Noch schneller erhalten Sie die neuesten hessischen Schach-Nachrichten nur, wenn Sie den kostenlosen Newsletter direkt bestellen.