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Post vom Hessenschach 2013 Nr. 12
Aktuell, informativ und direkt - Alles Wissenswerte rund ums Schach in Hessen
27.06.2013 - Der heutige Newsletter unseres Hans-Dieter Post befasst sich nach dem Ende aller Mannschaftswettbewerbe ausschließlich mit beendeten und bald startenden Turnieren. Allem voran ist natürlich der Bericht zur Frankfurter Stadtmeisterschaft das Highlight. Nicht nur den lupenreine Titel-Hattrick von GM Igor Khenkin feiert unser Autor ausgiebig. Und Achtung: Der Spielort ändert sich ab 2013! Nicht minder ehrgeizig wie die Meister von heute gingen die 110 Meister von morgen beim bereits 24. Erlensee Schüler- und Jugendopen an den Start und machten sich und ihre Eltern stolz. Beim Schnellschachturnier in Langen gewann mal nicht FM Igor Zuyev. Dieser musste denkbar knapp hinter Sieger FM Michael Stockmann mit Rang 2 zufrieden sein. Beinahe zu bescheiden vermeldet Post, dass er zum ersten Mal Deutscher Meister wurde! Sie lesen ganz richtig, mit dem Team der Chess Tigers (GM Klaus Bischoff, FM Hartmut Metz, Hans-Walter Schmitt & Thomas Meisegeier) gewann er bei der 2. Deutschen Chess960 Schnellschachmeisterschaft die Teamwertung! Herzlichen Glückwunsch! Zum Abschluss folgen allerlei Turniervorschläge für den Juli und den August. Das Highlight ist natürlich das Karl-Mala-Gedenkturnier in Frankfurt-Griesheim.

Homepage "Schach in Hessen"

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Newsletter Hessenschach Nr. 12/2013

Frankfurter Hattrick für GM Igor Khenkin

Obwohl es der Frankfurter Bezirk dem zweimaligen Champion nicht leichter gemacht hatte, ließ dieser trotzdem keinen Zweifel am dreimaligen Turniersieg hintereinander aufkommen: GM Igor Khenkin stellte erneut seine Klasse unter Beweis und siegte sich souverän durch das Frankfurter Championat.

Das hört sich vielleicht leicht an, aber der Sieg wurde ihm nicht geschenkt: im Schlussrundenduell gegen Samuel Minor musste Khenkin gewinnen, da ein Remis nur zum zweiten Platz gereicht hätte. Doch die Überraschung blieb aus. Minor gelang es allerdings zweimal im Turnier die jeweils schönste Partie zu spielen, und auch zu gewinnen. Auch ein netter Erfolg!

2011 gewann Khenkin parallel zur FSM die Deutsche Einzelmeisterschaft, 2012 ging es dann zur Schach Olympiade, und 2013? Da heißen die nächsten Gegner jetzt Kramnik, Caruana, Leko, Wang Hao und Andreikin und zusammen mit der deutschen Spitze bildet der Frankfurter Stadtmeister das Teilnehmerfeld bei den Dortmunder Schachtagen.

Herzlichen Glückwunsch für den Dreier in Frankfurt und recht viel Erfolg in Dortmund!

Erstmals überhaupt seit 1900 spielen dann auch zwei Großmeister im Turnier mit: der Stadtmeister von 2007, damals noch IM Leonid Milov, schaffte es immerhin als Weißer dem Seriensieger einen halben Punkt abzunehmen und wurde damit Vizemeister.

Auf dem dritten Platz, und nur im Stadtmeister- Duell dem alten und neuen Meister unterlegen, landete der Champion des Jahres 2006, FM Georg Legde. Da er für den SK 1858 Gießen spielt, und dieser ein Klub im Bezirk 5 ist, wurde Legde auch der neue Meister des Bezirks Frankfurt!

Und ein weiterer ehemaliger Stadtmeister landete auf Rang 4: FM Ryhor Isserman vom SK Bad Homburg, der letzte Champion vor Khenkin. Er nahm Milov den zweiten halben Punkt ab und damit auch dessen Chance auf den zweiten FSM- Titelgewinn. Isserman war gleichzeitg der beste Senior im Feld.

In die Top 10 spielte sich noch der Stadtmeister von 2004, FM Oliver Uwira vom SK König Nied.

2009 debütierte ein 10-jähriger bei der Frankfurter Stadtmeisterschaft, und schaffte es damals immerhin schon abschließend in die obere Tabellenhälfte. Vier Jahre weiter ist er schon Achter: Denis Mager vom TuS Makkabi, vielleicht einmal ein neuer Frankfurter Stadtmeister?!

Und vor vierzig Jahren gewann ein Twen aus Kelsterbach die Frankfurter Stadtmeisterschaft, diesmal wurde es für Gerhard Orwatsch vom SC Butzbach Platz 17; ein geteilter Platz 8 - 19!

Es nehmen wenig Frauen an der Stadtmeisterschaft teil, aber dieses Schicksal teilt man mit anderen Turnieren. Beste Frau im Feld wurde jedenfalls Esther Imelmann vom SC König Nied.

Das Turnier Max1500 gewann der für den SC 1933 Somborn startende Joachim Neuhaus mit dem gleichen Score wie Stadtmeister Khenkin, denn er gab ebenfalls nur ein Remis ab.

10 Ratinggruppen zu je mindestens 3 Geldpreisen und 4 weitere Geldpreise in Teamwertungen addierten sich im Preisfonds auf über 4.000 Euro, und machen so die Frankfurter Stadtmeisterschaft auch aus dieser Sicht zu einem der attraktivsten Turniere in der Umgebung.

Die Teilnehmer kämpften sich jeweils an Montagabenden, von Ende April bis Mitte Juni, ausgenommen Pfingstmontag, durch die sieben Runden.

Diese organisatorische Einschränkung macht es möglich zu behaupten, das sich nur Spieler aus der Region im Feld befinden. Das sich dabei die Spielstärke trotzdem vom Hobbyspieler bis zur erweiterten Weltspitze erstreckt, und auch schon mal bis zu 180 Teilnehmer erreicht, ist sicherlich deutschlandweit für eine Bezirksmeisterschaft ein Unikum!

Nach 15 Jahren in der Leichtathletikhalle in Frankfurt Kalbach, oder Sport- und Freizeitzentrum, wie man sich gerne offiziell nennt, ist Schluss im Nordosten Frankfurts und die Frankfurter Stadtmeisterschaft wird im kommenden Jahr ganz im Westen der Stadt, in Höchst, stattfinden.

Gerade die Klimaanlage in den Saalbauten der Stadt Frankfurt wird man nach der letzten Schlussrunde zu schätzen wissen.

Tabellen, Ergebnislisten, Fotos, alle Partienotationen(!) und vieles mehr aus über 110 Jahren FSM finden sich auf der Turnierseite der FSM


110 Schüler und Jugendliche beim 24. Erlensee Open

Sebastian Specht (U16) vom SC Obertshausen heisst der Sieger "über Alles" beim 24.Schüler- und Jugendopen in Erlensee. Er setzte sich in der gemeinsam ausgetragenen Turnierklasse U16-U20 mit sechs Siegen und einer Niederlage alleine an die Spitze der Endtabelle. Der zweitplatzierte Jan Füssel von der VSG Offenbach wurde hier der beste Jugendliche in der U20-Wertung bei insgesamt 21 Teilnehmern.

Christopher Bach vom SC Rödermark setzte in seiner Altersklasse U14 noch einen halben Punkt drauf und gewann dort vor 19 weiteren Jugendlichen.

Die U12 wurden von Kim Owen Pommeranz vom SC Großwelzheim und Florian Karl vom SK Langen dominiert, bei denen die Drittwertung erst die Reihenfolge an der Spitze ergab. Weitere 10 Jugendliche hatten gegen die beiden keine Chance.

Die mit 37 Jugendlichen stärkste Gruppe war die U10 und wurde von Tim Lehmann vom SV Lahn Limburg gewonnen.

Und schließlich 19 Jugendliche gingen in der U8 an den Start, wobei am Ende Markus Kirchner vom 1.Hainstädter SC am meisten glänzen konnte.

Tabellen und Bilder gibt's dann hier: Turnierseite


2. Deutsche Chess960 Schnellschachmeisterschaft in Waldbronn

Mittlerweile wird auch um den deutschen Meistertitel im Chess960 gekämpft, wenngleich auch erst mal nur im Schnellschach.

In diesem Jahr gewann IM Mikhail Zaitsev von der SG Bochum den Titel im Einzel, vor dem erneuten Vizemeister GM Klaus Bischoff aus Frankfurt.

Zusammen mit FM Hartmut Metz, Hans-Walter Schmitt, Thomas Meisegeier und Hans-Dieter Post gewann der Großmeister allerdings dann noch die Mannschaftswertung des Turniers, und damit sind diese fünf Chess Tiger der 1.Deutsche Mannschaftsmeister im Schnellschach Chess960!

Turnierseite


Schach im Juli und August

Der Juli hält in Hessen noch drei Open im Kalender bereit:

Los gehts am ersten Wochenende mit dem Heinerfestpokal, gleichzeitig die Aktivschachmeisterschaft des Bezirks Starkenburg. Das beliebte Zwei-Tages-Turnier am Rande eines Darmstädter Volksfestes umfasst bereits über 70 vorangemeldete Teilnehmer, wobei natürlich Platz und Zeit für wesentlich mehr Anmeldungen ist.
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Am 11. Juli schließlich beginnt das 16. Karl-Mala-Open in Frankfurt Griesheim. Erwartet werden deutlich über 200 Teilnehmer und zahlreiche Titelträger haben sich bereits in die Liste eingetragen.
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Nach einem Wochenende Pause schließlich endet der Juli mit den Vellmarer Schachtagen, wo in 3 Gruppen nach Spielstärke im 5.Internationalen Open der gastgebende SK Vellmar zu 7 Runden einlädt.
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Wer bisher die Hessischen Blitz- auch auch die Schnellschachmeisterschaft im Jahresverlauf vermisste, dem sei gesagt, das diese doch stattfinden werden. Inoffiziell hört man, dass beide Anfang August und an verschiedenen Wochenenden ausgetragen werden sollen, wobei schon feststeht, dass das Blitzen in Frankfurt stattfinden wird. An den schwierigen Ausschreibungen wird noch gefeilt, die sollen aber noch vor den Turnieren erscheinen. :-)

Im Vergleich dazu geradezu überhektisch geht's dagegen schon seit Monaten bei den Vorbereitungen für das Open am Biebricher Schlosspark zu. Die viel zu frühe Ankündigung füllt nun fast zwei Monate vor Turnierbeginn gut Zweidrittel der möglichen Teilnehmerplätze.

Zur 25.Auflage des 1981 erstmals ausgetragenen Wiesbadener Opens haben sich einige ehemalige Sieger angekündigt, darunter die GMs Schmittdiel und Rekordsieger Gutman.

Ein vollklimatiserter Saal, eine eingespielte Organisation und schließlich der am Turnierareal angrenzende Biergarten haben in nur 3 Jahren einen bemerkenswerten Ruf erreicht!
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Der August und auch die Saison 2012/2013 endet dann mit dem fünfrundigen Eschborner Open. Dieses Turnier ist gleichzeitig als Bezirksmeisterschaft Maintaunus ausgeschrieben.
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Gruß

Euer
Hans D. Post


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Hans-Dieter Post ist seit über 25 Jahren Turnierleiter des Schachbezirks Frankfurt und war jahrelanger Turnierleiter der Chess Classic Mainz. Der IT-Experte entwickelte für das größte Schnellschachturnier der Welt eigens eine digitale "Open-Maschine", welche weltweit bei Turnierorganisatoren Aufmerksamkeit erregte. Immer mehr hessische Turniere rüsten mit Turnierleiter Post auf und wurden stets mit einem merklichen Plus an Teilnehmern - sowohl in der Spitze als auch in der Breite - gesegnet.

Was genau das Postsche System zu bieten hat, können Sie einem in diesem Jahr geführten Interview (siehe unten) mit Hans-Dieter Post entnehmen. Seine Hingabe sowohl für das traditionelle Schach wie auch für Chess960, aber auch seine regionale Verbundenheit, spornen den Chess Tiger zudem immer wieder an, mit seiner eigenen Webseite nebst regelmäßigem Email-Newsletter aktuell, informativ und direkt über die aktuellen Ereignisse im hessischen Schach zu berichten und die Werbetrommel für kommende Turniere zu rühren.

Und nun wird er dies auch über die Webseite der Chess Tigers tun. Noch schneller erhalten Sie die neuesten hessischen Schach-Nachrichten nur, wenn Sie den kostenlosen Newsletter direkt bestellen.

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Interview mit Hans-Dieter Post vom 20.01.2011



Hans-Dieter Post

Published by Mike Rosa

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