19.03.2005 - Noch hat Bobby Fischers Odyssee nicht die Zeitdauer des klassischen Homer-Epos der Antike erreicht - und vielleicht zeichnet sich bald ein Ende ab. Am Freitag erklärte das Parlament von Island, dass es dem Ex-Schach-Weltmeister Bobby Fischer, der seit Juli letzten Jahres in einem japanischen Gefängnis festgehalten wird, die isländische Staatsangehörigkeit verleihen würde. Dies berichteten zahlreiche internationale Nachrichtenagenturen wie CNN, Reuters oder Japan Today. Der 62jährige Amerikaner wird aufgrund eines US-Haftbefehls gesucht und in Japan festgehalten, weil er bei seinem Re-Match gegen den damaligen Gegner Boris Spassky, gegen ein UN-Embargo gegen das frühere Jugoslawien verstossen hätte. mehr
19.03.2005 - Ein Festprogramm in allerbester Komposition erwartet die hessischen Schachfreundeunde und -interessierte eine Woche vor Ostern. Die VSG Offenbach 1880, unter Führung ihres agilen Vorsitzenden Harald E. Balló - gleichzeitig Vorsitzender des Hessischen Schachverbandes -, hat zum 125-jährigen Jubiläum in das feine Arabella Sheraton eingeladen. Dr. Ernst Strouhal, Professor an der Universität für angewandte Kunst in Wien wird der Hauptredner zum Thema "Schach und Aufklärung" sein. mehr zur Ausschreibung... zu den Startpositionen und Regeln...zu der Anmeldeliste...
19.03.2005 - Das Regelwerk ist definiert, der Grand Prix Turnierkalender verabschiedet und die 7 Turniere mit insgesamt 10.000 zu vergebenden GP-Punkten liegt jetzt vor. Nur wo und wann das Finale gespielt wird ist noch offen. Zur Diskussion steht ein geschlossenen 7-rundiges Turnier mit den acht führenden Spieler der GP-Liste 2005 oder ein 5-rundiges KO-Turnier mit je zwei Partien und den führenden 32 Spielern. Das erste Jahr wird ein Test- und Entwicklungsjahr sein, dass allen Beteiligten die Schönheit und Spannung des Chess960 zeigen soll, wobei jetzt schon der Dank an die Sponsoren Gerling Lebensversicherungs-AG und der FiNet AG für den Aufbau der Turnierserie geht. mehr zu den Berliner Ergebnissen... zu den Details der Auswertungen...
18.03.2005 - War das letzte Bundesliga-Wochenende schon von Dramatik geprägt, so packten die Akteure heuer schon wieder etwas drauf! Was der OSC Baden-Baden nicht wußte: die Porzer wurden im Pokalkampf gegen die Schönecker so gut weich geklopft (die Schönecker Niederlage sieht nur dem Ergebnis nach nach einem überlegenen Porzer Sieg aus), dass Werder Bremen eine Woche später überhaupt keine Mühe hatte, mal eben so mit 6 : 2 über den designierten Meister drüberzurutschen. Lange Gesichter bis hinunter zum Parkettfußboden in der Hofheimer Stadthalle. Am gleichen Samstag hielten sich unsere Hofheimer alle Chancen auf einen Klassenerhalt offen durch einen knappen Sieg gegen Mitabstiegskonkurrent Erfurt und hatten am Sonntag sogar Werder Bremen am "Wickel".
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17.03.2005 - Kasparov schreibt im Wall Street Journal über Rücktritt, Motive, Einschätzung der Lage und Perspektiven! Die Nr.1 des Weltschachs nimmt Abschied vom professionellen Turnierschach. Nachdem Bessel Kok, Schachmacher und langjähriger Begleiter in der Highend-Schachszene ausführlich zu Wort kam, ist am 14.März im Wall Strett Journal in "seiner" Kolumne eine Darstellung aus der Sicht des großen Meisters erschienen und mitunter ein "Muss" als Literatur für jeden Schachinteressierten. mehr
16.03.2005 - Am kommenden Wochenende erscheint zu allen Chess Tigers Kursen wie gewohnt die 21. Lektion. Danach wird der Universitätsbereich der Chess Tigers eine kurze Osterpause einlegen und sich dann am 02.04.2005 mit der 22. Lektion zurückmelden. Ab der nächsten Lektion werden Sie künftig zusätzlich über die Chess Tigers Homepage von dem Erscheinen der nächsten Lektion informiert.
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16.03.2005 - Noch bis kommenden Freitag, den 18. März ist die preisgünstige Anmeldung per Überweisung möglich. Also schnell entscheiden, und die günstigen Konditionen nutzen. Ganz kurz Entschlossene können sich natürlich nach wie vor bis zum Turniertag am Donnerstag, dem 24. März, direkt vor Turnierbeginn um 17 Uhr noch anmelden. Am Samstagabend des 26. März kommt es ab 20.00 Uhr zu einer Premiere im Chess960. mehr zur Turnierseite... ... Anreise, wie kommt man am besten nach Deizisau
14.03.2005 - Die Ankündigung von Garry Kasparov, künftig keine professionellen Schachturniere mehr zu spielen folgte einem früheren Verzicht auf die weitere Teilnahme am WM-Modus, der im Jahre 2002 von Turnierorganisator und Schachmacher Bessel Kok orchestriert wurde. Heute nimmt Bessel Kok in einem Exklusiv-Interview mit den Chess Tigers Stellung zur aktuellen Lage im Weltschach und dem Handlungsbedarf der FIDE. (English Version of the interview is also available below)
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Nachrichten Stilvolles Selbstmatt Kasparovs Charakter war seine Stärke und Schwäche zugleich
13.03.2005 - Der beste Schachspieler aller Zeiten hat aufgegeben. Der Rücktritt von Garri Kasparow kam überraschend, auch wenn der 41-Jährige zuletzt immer seltener ans Brett gegangen war und die Gegner nicht mehr nach Belieben auseinander nehmen konnte. Dass das „Ungeheuer von Baku“ mit entsprechender Motivation noch alle in Schach hält, hat der gebürtige Aserbaidschaner mit dem neunten Sieg bei seinem Lieblingsturnier in Linares bewiesen.
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Nachrichten Kasparow verlässt für immer sein Wohnzimmer 41-Jähriger tritt nach neuntem Sieg in Linares zurück / Konzentration auf Buchprojekte und politischen Kampf gegen „Diktator Putin“
12.03.2005 - Die Emotionen übermannten Garri Kasparow. Der beste Schachspieler aller Zeiten machte seine letzten Züge im spanischen Linares, dem „Wimbledon des Schachs“, bevor er sein Geheimnis lüftete. Ohne diese aufrührenden Momente hätte der 41-Jährige gegen den Bulgaren Wesselin Topalow leicht das Remis erzwungen. Doch Kasparow war in einer ausgeglichenen Stellung nicht mehr Herr seiner Sinne und wickelte ohne Not in ein verlorenes Bauernendspiel ab. Im 30. Zug reichte der Russe zum Zeichen der Aufgabe die Hand über das Brett und erklärte seinen Rücktritt vom Profi-Schach. mehr
12.03.2005 - Leider, leider hat es in der Deutschen 4er Pokalmeisterschaft nicht geklappt mit dem Sensationssieg und obwohl Porz nicht mit der allerersten Garnitur angetreten ist, waren unsere Schönecker chancenlos im Pokalkampf. 4 zu 0 hieß es am Ende und man merkt doch sehr deutlich, daß Porz in dieser Saison heiß auf das Double ist.
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10.03.2005 - Unerhört spannend ging es heute in Linares zur Sache. Der Bulgare Veselin Topalov zog alle Register und kann mit dem Anti-Sveshnikov Aufbau die Nr.1 der Weltrangliste in nur 30 Zügen zur Aufgabe zwingen. Im Fotofinish setzt sich damit der Bulgare gemeinsam mit Kasparov an die Spitze der Tabelle und gewinnt endlich ein Grand Slam Turnier - zum Sieger wird aber Kasparov erklärt, weil er dreimal mit Schwarz gewonnen hat und Topalov nur einmal. Vishy Anand eröffnet seine Partie ungewöhnlich mit 1.d4 und überzieht genau wie vorgestern die Remisstellung und muß die erste Niederlage gegen Mickey Adams quittieren. Der symphatische Ungar Peter Leko erhält den Schachfriedenspreis und realisiert wirklich nach langem Kampf sein zwölftes Remis im zwölften Spiel in Linares und bleibt als einziger ungeschlagen.
Traurige Nachricht:
Frustriert von der Weltschachsituation kündigt die No1 GARRY KASPAROV seinen Rücktritt vom Turnierschach an - er möchte sich mehr konzentrieren auf Bücher schreiben und hin und wieder ein "Fun" Turnier spielen (Rapid Chess oder gar Chess960)? mehr zu den historischen Ergebnissen zur Live-Übertragung...
09.03.2005 - Die ganze Schachwelt freute sich auf dieses Super-Elefanten-Treffen mit der Hoffnung: "Hoffentlich passiert was Außergewöhnliches, etwas Außerirdisches, ..." um danach dann die Forderung aufstellen zu können: "Wir wollen nach zehn Jahren einen Rückkampf zur damaligen PCA-Weltmeisterschaft in New York 1995, die Kasparov nach Führung von Anand in der 9.Partie noch sicher mit +3 gewann". Wie würde es heute aussehen, wenn die fast 42-jährige Nr.1 auf die 35-jährige Nr.2 treffen würde, im Kampf auf 16 Partien. Es wäre der Wettkampf: "Wer ist der stärkste Spieler der Welt"? Letztendlich war heute das diplomatische Remis in Ordnung, denn es ermöglicht morgen eine Endrunde der Superlative zwischen der Nr.3 Topalov und der Nr.1 Kasparov! "Wir wollen Euch kämpfen sehen...", bitte, bitte, bitte... mehr zur Turnierseite... zur Live-Übertragung...
08.03.2005 - Viswanathan Anand versucht seinen Mannschaftskollegen vom OSC Baden-Baden im Capablanca-Stil zu schlagen. Adams attackiert ernsthaft Garry Kasparovs Najdorf Sizilinaner mit dem Englischen Angriff und greift zuerst im 22.Zug und schließlich im 26.Zug fehl und muss sofort aufgeben. Veselin Topalov schlägt Kasimdzhanov in einer sehneswerten Partie. Mit zwei zentralisierten Türmen im Mittelspiel (26.Zug) auf d4 und d5 läßt er dem arg gebeutelten Fide-Weltmeister Kasimdzhanov nicht den Hauch einer Chance. "Wir wollen Euch kämpfen sehen" wird oft gesungen in den Fußballstadien. Heute erfüllten die Schachprofis in Linares alle Wünsche der Schachfans - was ein wundervoller Tag für das Hochleistungsschach - es geht doch! mehr zur Turnierseite... zur Live-Übertragung...
Unterhaltung Der Steinitz der Weisen (13)
08.03.2005 - Auf ihrem Weg zum Superturnier nach Linares streift die Chess Tigers Family die Hauptstadt Berlin. Im Bürgersaal des Spandauer Rathauses lernen sie dabei zwei wichtige Neuerungen kennen: Denise Hopper, das süße Mädchen mit den langen Ohren, und einen Kerl, der sich selbst und anderen beweisen möchte - egal mit welchen Mitteln - dass er ein "Taktikmonster" ist. Diesmal ein gefährliches Abenteuer vom Berliner Fränk Stiefel aus Berlin. zur 13. Folge...
Unterhaltung Ein Fall für den Fuchs: Ein interessanter 90min Krimi bei SAT.1 am 30.März 2005
07.03.2005 - "Die Schachfiguren sind dankbar, wenn sie auf die richtigen Felder gestellt werden!" Der Leitsatz, von Aron Nimzowitsch in seinem Klassiker "Mein
System" postuliert, wird nicht von allen Zeitgenossen respektiert. So
stehen Schachspieler, die dem neuen Chess960 mit seiner zufallsbedingten
Auslosung der Startaufstellung huldigen, durchaus mit den
Nimzowitsch-Grundsätzen auf Kriegsfuß. Einen schweren
Kampf mit den klassischen Schachregeln haben gelegentlich auch
Werbeleute, Fotografen oder Filmproduzenten.
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06.03.2005 - Eine lange Tradition hat der Kampf um den mittleren Tisch in den Katakomben des Anibal Hotels des "Schachmachers" Don Luis Rentero - ein großer Mehrzweckraum mit gedämpftem Licht. Da dieser Saal von vielen sichtbehindernden Säulen getragen wird, kann man nur von priviligierten Sitzplätzen aus alle drei Tische auf der 20cm hohen Bühne einsehen. Dem mittleren Tisch kommt dabei die größte "Einsicht" zu und es wird von Kennern des Turniers darüber gesprochen, dass der 1996 abgeschlossene 10-Jahres Vertrag zwischen Don Luis und dem Weltmeister - Manager Owen Williams - Garry Kasparov diesen mittleren Tisch auf Leb'zeit garantiert. Er bekommt immer den Zentralplatz ohne Ansicht der Tabellenposition oder demokratischer Spielregeln. Die meisten Zuschauer können ihn hier am mühelosesten sehen und das ist einer Nr.1 absolut angemessen. Aber was passiert, wenn der Boss spielfrei hat? [19:37 Uhr] mehr zur Turnierseite... zur Live-Übertragung...
05.03.2005 - Alle haben sich redlich bemüht zu gewinnen oder nicht zu verlieren. Der Trend ist so wie er ist, wenn keiner der "Elefanten" einen Fehler macht oder den Bogen überspannt, dann ist das logische Ergebnis remis. Gespannt darf man sein auf das erste Turnier in Sofia / Bulgarien, im Mai diesen Jahres, wo es den Spielern untersagt sein wird während der Partie miteinander zu reden. Es kann also keiner das unbeliebte "Wörtchen" flüstern oder schreiben sie es dann ganz einfach auf ihr Partieformular und zeigen es den Gegnern? Das Remis ist und bleibt ein natürliches Ergebnis zwischen gleichstarken Spielern, bzw. Meistern - nur kurze Angst-, Freundschafts- oder Taktikremisen wollen wir nicht sehen... oder? mehr zur Turnierseite... zur Live-Übertragung...
04.03.2005 - Die Konstellation war heute so, dass die normalen Top10-Gefechte des Bulgaren Veselin Topalov gegen den Inder Vishy Anand und der Ungar Peter Leko gegen den Engländer Michael Adams eine klare Remisausrichtung mit der Russischen Verteidigung hatten, sollte aber Weiß im Angriff zu viel riskieren, würden die Konterchancen für Schwarz bieten. Beim Fide-Weltmeister Rustam Kasimdzhanov gegen Ex-Braingames-Weltmeister Kasparov stand ein ganz anderes Thema zur Debatte, - Kampf war angesagt - Garry tauschte früh den Turm gegen zwei Figuren und schob einen gefährlichen Freibauern nach e3, der den Läufer auf f2 deckte. Mit riesigem Zeitvorsprung begann er seinen Gegner aus Uzbekistan systematisch auseinander zu nehmen - das Ganze nicht ganz ohne Risiko, wie Experten kolportierten. Der Boss ist wieder zurück und sprüht vor Angriffslust. mehr zur Turnierseite... zur Live-Übertragung...
04.03.2005 - Ryann Connell berichtet in der japanischen Zeitung Mainichi Daily News vom 2. März 2005 exklusiv über die neuesten Entwicklungen um den inhaftierten Ex-Schach-WM Bobby Fischer. Jetzt wurde der Besuch von Bobby Fischers langjährigem Freund aus Island ohne Angabe von Gründen abgelehnt. mehr