04.04.2014 - Am Montag vor einer Woche endete im Chess Tigers Training Center in Bad Soden die 4. B9 Chess960 Rally nach insgesamt 12 Turnieren. Höchste Zeit, endlich den Sieger und die Preisträger zu feiern! Allen voran dominierte der Internationale Meister Sven Telljohann die Serie. In drei seiner acht gespielten Turniere kam der Schönecker gar mit perfektem Score ins Ziel und erzielte letztlich fast 90 Prozent der möglichen Punkte. Zweiter der Gesamtwertung wurde Vereinskollege FM Michael Stockmann, welcher keines der Turniere ausließ. Rang 3 sicherte sich IM Stefan Reschke, welcher nach langer Krankheit beim kreativen Schach langsam doch stetig zu alter Stärke findet. Die erste Ratingklasse (RK) gewann Ralf Seickel, RK II schnappte sich Hausherr Hans-Walter Schmitt, RK III ging an Thomas Meisegeier, welcher seinen Gewinn sogleich in das Startgeld für die nächste Chess960-Serie investierte. Einen besonderen Erfolg hatte noch FM Behrang Sadeghi zu berichten. Er konnte zwar nur an vier Turnieren teilnehmen und somit keinen Preis gewinnen, aber dafür wurde er in der Zwischenzeit stolzer Vater einer Tochter namens Gwendolyn. Wir gratulieren nochmals ganz herzlich! Endstand & Bilder... Turnierseite
02.04.2014 - Nach dem Kandidatenturnier ist vor der WM. Ab wann und mit wem genau Viswanathan Anand die erneute Vorbereitung auf Weltmeister Magnus Carlsen beginnen wird, dürfte der Inder in Bälde entscheiden. (UPDATE: Anands Kommentar dazu bei The New Indian Express) Im Moment darf er sich in seiner Glanzleistung von Khanty-Mansiysk sonnen. Als einziger Spieler ungeschlagen, während die Konkurrenz jeweils mindestens zwei Niederlagen quittieren musste, bewies Anand, dass auch altes Eisen bei guter Pflege nicht rosten muss. Unbekümmert wirkte das Spiel des Ehren-Chess Tigers, und genau diese Leichtigkeit wünschen wir ihm für das Rematch mit Norwegens Schachgenie. Auch, wenn unsere Freunde von ChessBase am gestrigen 1. April den WM-Kampf auf einer Ölplattform an der norwegischen Küste wissen wollten, der wahre Spielort ist wohl noch in der Schwebe. Derweil ist der WM-Herausforderer in seiner Heimat gelandet und gab in Chennai eine von seinem Sponsor und Partner NIIT organisierte Pressekonferenz. NIIT hatte vor der WM 2013 die Aktion "Wish4Vishy" ins Leben gerufen und setzt diese nun (via Twitter @Wish4Vishy) fort. So wurden einige Bilder von der Pressekonferenz gepostet, welche wir in der Folge für Sie aufbereitet haben. Auf diesem Wege bekommen Sie (vermutlich zum ersten Mal) auch den Vater Anand mit seinem Sohn Akhil zu sehen. Noch mehr interessante Fakten, Zitate, Bilder und Insider-Wissen erhalten Sie über den Blog "Chess in Tweets" von unserem Eric van Reem. Hier geht's lang... Chess in Tweets
29.03.2014 - Viswanathan Anand steht eine Runde vor dem Ende des Kandidatenturniers als Sieger fest. Zwar stellte ihn Sergey Karjakin mit den weißen Steinen vor gehörige Probleme, doch Anands Nerven hielten und er verteidigte sich ausgesprochen stark. Währenddessen lief es am Nachbarbrett für Levon Aronian ganz mies gegen Dmitry Andreikin. Der Russe wusste natürlich, dass der Armenier siegen musste und brauchte nur zu warten, bis dieser die Stellung überzog und verlor. Ab diesem Zeitpunkt war klar, dass Anand ein Remis genügen würde, um morgen eine extrem entspannte Schlussrunde spielen zu können. Selbstverständlich suchte Karjakin so lange wie nur irgend möglich nach Endspieltricks, aber der 15. Schachweltmeister ließ sich nicht mehr ins Bockshorn jagen. Nach rund 6 Stunden Spielzeit und 91 Zügen sah Karjakin ein, dass er auch in diesem Jahr keine WM spielen wird. Nur noch statistischen beziehungsweise monetären Wert hat der heutige Sieg von Vladimir Kramnik gegen Veselin Topalov. Der Bulgare stellte im 45. Zug die Partie ein und gab seinem Gegenüber die Genugtuung, sich für den Verlust in der ersten Turnierhälfte gerächt zu haben. Und nein, einen Handshake gab es wieder nicht. Widmen wir uns lieber erfreulicheren Dingen:
28.03.2014 - Der erste kritische Blick unseres Autors Hans-Dieter Post geht in seinem jüngsten Newsletter gen hessische Mannschaften in den obersten Ligen - also Bundesliga, 2. Ligen und Oberligen. Was geschehen muss, damit die Griesheimer im deutschen Oberhaus bleiben dürfen, erfahren Sie im weiteren Text. Derweil hat der SV 1920 Hofheim bei der hessischen Blitzmannschaft-Meisterschaft einen lupenreinen Hattrick geschafft. Zum dritten Mal in Folge erblitzen sie sich den Titel. Pech hatte der SC Heusenstamm im Pokalfight gegen die OSG Baden-Baden. Gegen die stark favorisierten Meister musste man sich nach einem 2:2 erst im Blitz geschlagen geben. Und nochmals Blitz: FM Jochen Wege hat im Bezirk 5 Frankfurt die Blitz-Einzelmeisterschaft gewonnen. Das fünfrundige 17. Gießener Open wurde etwas überraschend Beute von Heiko Schäfer aus Potsdam. Abschließend folgen wieder allerlei Termine - auf den wichtigsten weisen wir nochmals ausdrücklich hin: Am 28. April startet die Frankfurter Stadtmeisterschaft 2014 - wieder mit Titelverteidiger GM Igor Khenkin! Zum Newsletter 6/2014... Homepage "Schach in Hessen"
27.03.2014 - Viel hat nicht gefehlt, dann wäre das Kandidatenturnier mit der heutigen Runde 12 schon so gut wie entschieden gewesen. Gegen Dmitry Andreikins Kopie von Carlsens Caro-Kann bei der WM 2013 erhielt Viswanathan Anand eine ausgezeichnete Stellung und hätte beinahe auch gewonnen. Doch das Gegenspiel des findigen Russen beeindruckte den 15. Weltmeister doch etwas mehr als nötig, und so stimmte er lieber einem Remis zu. Da Levon Aronian gegen Vladimir Kramnik ebenefalls nicht über ein Remis hinaus kam, Sergey Karjakin Gleiches gegen Shakhriyar Mamedyarov ereilte, und Peter Svidler gegen Veselin Topalov unterlag, kann sich Anand weiterhin komfortabel an der Spitze halten. Rechnerisch ist natürlich noch Einiges möglich, aber so langsam darf der amtierende Weltmeister seine erneute Vorbereitung auf den Inder beginnen. Ergebnisse, Tabelle, Bilder & Partien... Turnierseite Chess in Tweets
26.03.2014 - Mindestens ein Mal muss es bei so einem starken Feld passieren, dass es keinen Sieger gibt. Alle vier Partien der 11. Runde des Kandidatenturniers endeten unentschieden, wobei es heute genauso unfair wäre wie in den Runden zuvor, Friedfertigkeit zu unterstellen. Natürlich war Viswanathan Anand mit einem Schwarzremis gegen Vladimir Kramniks Katalanisch nicht unzufrieden, zumal sich an den Nebenbrettern ebenfalls wenig wahre Action ergab. Lediglich Veselin Topalov machte es gegen Sergey Karjakin unnötig spannend. Er gestattete dem Russen im Endspiel ein aussichtsreiches Qualitätsopfer für zwei starke Freibauern, aber schließlich konnte der Bulgare eine Festung errichten. Diese unblutige Runde kommt nur Anand zu Gute, welcher einen guten Schritt näher am Turniersieg ist. Allerdings warten besonders in den Runden 13 und 14 mit Karjakin und Svidler noch zwei "direkte" Konkurrenten auf den Inder. Morgen um 10 Uhr startet Runde 12, wieder mit GM Klaus Bischoff live auf ChessBase als Ihr Kommentator. Ergebnisse, Tabelle, Bilder & Partien... Turnierseite Chess in Tweets
25.03.2014 - Die zehnte Runde des Kandidatenturniers ähnelte stark der fünften. Nur Peter Svidler gewann seine Partie - dieses Mal gegen Vladimir Kramnik, und Viswanathan Anand behält die alleinige Tabellenführung. Es hätten heute sehr gut alle vier Partien ohne Sieger enden können, aber Kramnik verpatzte mit 32.Td4?? auch die letzten WM-Hoffnungen und musste Svidler an sich vorüberziehen lassen. Anand und Shakriyar Mamedyarov teilten in einem weiteren h3-Najdorf ebenso den Punkt wie auch Sergey Karjakin und Dmitry Andreikin sowie Levon Aronian und Veselin Topalov. Aronian vermochte, zwar gehörigen Druck auf seinen bulgarischen Gegenüber aufzubauen, aber dieses Mal drehte er nicht durch und wahrt mit dem Remis noch Chancen auf den Turniersieg. Die allerbesten Aussichten hat natürlich Viswanathan Anand, denn der eine Punkt Vorsprung in der Tabelle auf den Armenier ist im Grunde 1,5 wert. Bei Punktgleichheit wäre Anand nämlich durch den direkten Vergleich der Sieger. Runde 11 beginnt morgen wie immer um 10 Uhr. Auf ChessBase wird GM Klaus Bischoff diese und alle restlichen Runden für Sie live kommentieren. Ergebnisse, Tabelle, Bilder & Partien... Turnierseite Chess in Tweets
23.03.2014 - Die heutige 9. Runde des Kandidatenturniers hätte aus Sicht des 15. Weltmeisters Viswanathan Anand nicht besser laufen können. Während er nach einem Najdorf-Sizilianer (mit 6.h3) Veselin Topalov die ewige Schwäche e6 zugefügt hatte, konnte der Inder parallel zuschauen, wie seine ärgsten Konkurrenten um den Turniersieg in turbulenten Partien in die Mangel gerieten. Levon Aronian hatte Schwarz gegen Shakhriyar Mamedyarov und verlor in einer taktisch geführten Partie als Erster den Überblick. Zu diesem Zeitpunkt war auch schon klar, dass Sergey Karjakin endgültig aus dem Winterschlaf erwacht ist, denn er setzte Vladimir Kramnik aus der Eröffnung heraus schwer zu. Vermutlich stellte der 14. Weltmeister bereits im 7. Zug einfach einen glatten Bauern ein, den er nie wieder sah. Nach langem Kampf musste er Karjakin zu dessen zweiten Sieg in Folge gratulieren. Geht da etwa noch was bei dem einstigen Tabellenschlusslicht? In der Zwischenzeit hatte Anand seinen positionellen Vorteil in einen materiellen umgewandelt und das Damenendspiel mit Mehrbauer für sich entschieden. Dass die Partie Dmitry Andreikin gegen Peter Svidler (ebenfalls Najdorf mit 6.h3) remis endete, wird für den Ausgang des Turniers nebensächlich sein, beide Spieler sollten keine Chance mehr auf den Gesamtsieg haben. Vishy Anand führt mit 6/9 vor Aronian 5/9 und drei 4,5lern namens Kramnik, Karjakin und Mamedyarov. Die Freude über den morgigen Ruhetag dürfte auf Spielerseite allenthalben groß sein - frische Ideen müssen her, wenn man Weltmeister werden oder zumindest (wieder) gegen Carlsen spielen will! Ergebnisse, Tabelle, Bilder & Partien... Turnierseite Chess in Tweets
22.03.2014 - Am Montag ist das Duzend voll. Das 12.Chess960-Turnier, der vor vier Jahren gestarteten besonderen Jahresserie, jeweils im ersten Quartal eines Jahres ausgetragen, geht zu Ende mit der Ermittlung der letzten Sieger und der Ratinggewinner. "Best of Eight" lautet die Formel. "The Final Countdown" der schwedischen Rockband - nein, nicht "ABBA" diesmal - sondern "Europe" - mit dem Liedschreiber Joey Tempest kreiierten den Ohrwurm und viel passenderen Titel. Die 11.Chess960-Rally hatte die folgenden Startpositionen: 265 / 606 / 338 / 766 / 925 / 086 / 356. "Best of Eight" lautet die Formel!
Doch dies ist an diesem Wochenende nicht das echte Highlight, sondern die Jahreshauptversammlung des Bezirk 5, der die Chess960-Förderung seit dem Jahre 2010 intensiv betreibt. Zuerst nur der Chess Tigers Schach-Förderverein 1999 e.V. und nach der Gründung des Chess Tigers Training Center am 16.Februar 2010 auch der ganze Bezirk 5 mit Hans-Dieter Post als Turnierleiter und Thorsten Ostermeier als Vorsitzender.
Der seit dem Vorjahr amtierende HSV-Präsident Ostermeier hatte mit seiner neutralen bis "pro" Haltung in Sachen "Ehrenpräsidentschaft" seines Vorgängers Harald Balló im HSV, die Gefühle der Vereinsvertreter des Bezirks zum Wallen gebracht angesichts der "schlechten Performance" des abgewählten "Altpräsidenten". Nach hitziger Debatte stand auf der "Pro-Seite" nur noch einer. Die überwältigenden Mehrheit der Vertreter votierte für ein klares "Nein" mit sachlichen Argumenten und diese werden auch einer breiteren Öffentlichkeit auf der HSV-Jahreshauptversammlung vorgestellt. "Schwamm drüber" förderte meist die Untätigkeit und Eitelkeiten der Handelnden in der Vergangenheit", dies soll nicht weiterhin belohnt werden, sondern die AktivPosten, die offenen Streiter fürs Schach und dessen Zukunft in Spitze und Breite sollten belohnt werden; auf ihre Kompetenz in Vorständen sollte keinesfalls verzichtet werden. Wir wollen vor allem dem Projekt "Verein und Schule" eine deutliche Stimme geben, nicht "doktorierenden Dopingjägern" und "Berufs-Dampfplauderern" in unserer Mitte dulden oder gar als Vorbilder auszeichnen! und noch viel mehr ... Zur Ausschreibung, Preisen, Ergebnissen und Tabellen
22.03.2014 - Wer sich um 10 Uhr noch etwas schlaftrunken die Partien der 8. Runde des Kandidatenturniers geöffnet hat und gespannt auf das Spitzenduell zwischen Levon Aronian und Viswanathan Anand schaute, wird spätestens nach dem dritten Zug von Weiß hellwach gewesen sein. 1.c4 c6 2.Sf3 d5 3.Db3!? habe er noch nie gesehen, gab Anand zu, und so musste er beinahe wie beim Chess960 selbst eine Eröffnung erfinden. War 3.Db3 noch keine Neuerung, 3...d4!? ist es laut der aktuellen Megabase auf jeden Fall. Mit weiter 3.e3 c5!? bot Anand ein Gambit an, welches Aronian tatsächlich annahm (siehe Diagramm). Ob sich das Anand Gambit durchsetzen wird, ist fraglich. Nicht, weil es schlecht ist, aber es wird wahrscheinlich nicht viele Nachahmer der weißen Spielweise geben. Aronian sprach sogar breit grinsend davon, nahezu auf Verlust gestanden zu haben. Davon wollte der 15. Weltmeister aber nichts wissen und sah eher Kompensation für den Bauern. Allerseits freute man sich in der Folge auf einen packenden Kampf um die Tabellenführung, aber plötzlich vollführten beide Spieler eine Vollbremsung und wiederholten nach knapp 1,5 Stunden Spielzeit die Züge. Einige Zeit später hatten sich Veselin Topalov und Shakhriyar Mamedyarov nach einem durchaus spannenden Najdorf-Sizi in ein ausgeglichenes Turmendspiel getauscht. Remis Nr. 3 produzierten Vladimir Kramnik und Dmitry Andreikin in einer eher selten gespielten Variante im Slawen. Zwischenzeitlich opferte der 14. Weltmeister zwei Bauern und musste letztlich zufrieden sein mit dem halben Punkt. Die längste Partie spielten Peter Svidler und Sergey Karjakin. Erstmals im laufenden Wettbewerb wurden mehr als 60 Züge gespielt, und es sah lange so aus, als könne Karjakin seinen ersten Sieg erzielen. Aber Svidler rettete sich in ein haltbares Endspiel mit ungleichfarbigen Läufern. Doch dann bot er seinem Gegner eine phantastische Möglichkeit, per Qualitätsopfer zu gewinnen, und die ließ sich Karjakin nicht entgehen. Nach 82 Zügen und knapp 6,5 Stunden Spielzeit durfte er endlich den ersten vollen Punkt notieren. Damit dürfte sich der Kreis der möglichen Turniersieger auf das Trio Anand, Aronian und Kramnik geschrumpft haben. Ergebnisse, Tabelle, Bilder & Partien... Turnierseite Chess in Tweets
21.03.2014 - Mit der heutigen 7. Runde des Kandidatenturniers ist exakt die Hälfte geschafft, und einige Spieler müssen sich mit sehr hoher Wahrscheinlichkeit spätestens jetzt von allen Hoffnungen auf ein WM-Match gegen Magnus Carlsen verabschieden. Andere dagegen dürfen sich glücklich schätzen, noch im Rennen zu sein. Allen voran haben Viswanathan Anand und Levon Aronian mit 4,5 Punkten die Nase vorn. Während der Inder gegen Peter Svidler remisierte, gelang dem Armenier (mit Schwarz!) gegen Sergey Karjakin der bereits dritte Sieg im Wettbewerb. Ebenfalls dran ist auch Vladimir Kramnik, aber der heutige Sieg gegen Shakhriyar Mamedyarov war mehr als glücklich. Am Rande der Niederlage ließ sich der russische Hüne reich beschenken und einen niedergeschlagenen Shak zurück. Ähnlich wie der Aseri dürfte sich Veselin Topalov fühlen, der aus der Eröffnung heraus von Dmitry Andreikin überspielt wurde. Der Russe gab damit die roterne Laterne an Karjakin ab, dessen WM-Träume geplatzt sein dürften. Es müsste schon ein Wunder geschehen, wenn der nächste WM-Herausforderer nicht Anand, Aronian, Kramnik oder Svidler lauten würde. Entsprechend ist zum Auftakt der Rückrunde mit vertauschten Farben morgen das Duell Aronian gegen Anand die Top-Partie. Ab 10 Uhr können Sie die Partien wieder live verfolgen. Bei ChessBase kommentieren GM Dr. Karsten Müller und IM Oliver Reeh das Geschehen. Zur Halbzeit steht es in Sachen Siegen übrigens 11:2 für Weiß. Die einzigen Schwarzsiege schafften die führenden Anand und Aronian. Ergebnisse, Tabelle, Bilder & Partien... Turnierseite Chess in Tweets
19.03.2014 - Die sechste Runde des Kandidatenturniers lief aus Sicht des Tabellenführers nicht perfekt, aber doch sehr gut. Viswanathan Anand selbst stellte sich dem berüchtigten Berliner Endspiel von Sergey Karjakin, doch mehr als einen symbolischen Vorteil in Form der aktiveren Aufstellung war aus seinem Gegner nicht heraus zu pressen. Folgerichtig reichte man sich im 33. Zug die Hände. Selbiges geschah zwischen Veselin Topalov und Vladimir Kramnik (leider) nicht. Weder vor noch nach der Partie konnten die beiden Vorbilder für Tausende von jungen Schachfans die Größe aufbringen, diese kleine Geste zu vollziehen. Beeindruckender war dafür die Partie selbst. Ohne Übertreibung kann man davon sprechen, dass der bulgarische FIDE Weltmeister von 2005 den 14. Weltmeister aus Russland in der Luft zerriss. Bei der anschließenden Pressekonferenz erschien nur Topalov, was Kramnik gemäß den Turnierregeln (Paragraph 3. 12. 2) zumindest eine Standpauke, wenn nicht eine Geldstrafe einbringen könnte. (Update: Später erschien Kramnik zu einer "Single-PK".) Schwerer wiegen allerdings die gelassenen Federn, denn Kramnik fällt somit auf 50 Prozent zurück, während Topalov endlich bei 50 Prozent ist. Gerupft wurde auch Anand-Verfolger Peter Svidler und zwar von Shakhriyar Mamedyarov. Na ja, eigentlich lief Svidlers Holländer ganz gut, und er machte bis zu einem gewissen Punkt Vieles richtig, aber dann setzte für rund 20 Minuten sein Gehirn aus (O-Ton Svidler), und schwupps stand er auf Verlust. Ähnlich erging es auch Dmitry Andreikin gegen Levon Aronian. Doch im Gegensatz zu Svidler konnte sich dessen Landsmann erbittert verteidigen und so gerade noch ein haltbares Turmendspiel mit Minusbauer erreichen. Wenig später musste Aronian einsehen, dass er die Chance auf die geteilte Tabellenführung für heute verspielt hatte. Anand führt nun vor dem morgigen Ruhetag mit 4/6 vor Aronian mit 3,5. Am Freitag steht die letzte Runde der ersten Turnierhälfte an, und ich erkläre spontan das Duell Svidler gegen Anand zum Kracher des Tages. Ach ja, wer nicht selbst mitzählt: Mittlerweile steht es 9:1 für Weiß! Ergebnisse, Tabelle, Bilder & Partien... Turnierseite Chess in Tweets
18.03.2014 - Auch nach der fünften Runde des Kandidatenturniers hat Viswanathan Anand die alleinige Führung inne. Der Inder hatte Schwarz gegen Dmitry Andreikin und teilte den Punkt. Das taten auch Sergey Karjakin und Shakhriyar Mamedyarov, indem sie aus der Eröffnung heraus in ein reines Schwerfigurenendspiel abwickelten. Mehr Spannung kam im Verfolgerduell zwischen Vladimir Kramnik und Levon Aronian auf. Der 14. Weltmeister suchte sein Glück in einem Königsangriff, der auch prima aussah, aber erstens verteidigte sich der Armenier ausgezeichnet per Damenopfer, und zweitens verpasste Kramnik an ein oder zwei Stellen den besten Zug. Das Turmendspiel mit Minusbauer stellte Aronian nicht mehr vor wirkliche Probleme. Auch in der Partie Peter Svidler gegen Veselin Topalov wäre ein Remis wohl das gerechte Ergebnis gewesen, aber in einer von beiden Seiten schlecht gespielten Partie (O-Ton Svidler plus Kopfnicken Topalov) machte Topi den letzten Fehler, und der verliert bekanntlich. Vishy Anand bleibt also in Führung, aber die Gruppe der direkten Verfolger ist auf drei Spieler angewachsen. Aronian, Kramnik und Svidler sind nur einen halben Zähler zurück. In der sechsten Runde kommt es unter anderem zum Duell Topalov gegen Kramnik. Da war doch was... Ergebnisse, Tabelle, Bilder & Partien... Turnierseite Chess in Tweets
17.03.2014 - Zwei Entscheidungen fielen in der vierten Rundes des Kandidatenturniers. Nachdem zuerst Viswanathan Anand und Vladimir Kramnik sowie Sergey Karjakin und Veselin Topalov mehr oder weniger spannend jeweils den Punkt geteilt hatten, schlug Shakhriyar Mamedyarov den World Cup-Zweiten Dmitry Andreikin und gab die rote Laterne an selbigen weiter. Das Highlight des Tages war ganz klar die Partie zwischen Levon Aronian und Peter Svidler. In der Leib und Magen-Variante des Armeniers kannte sich der russische Grünfeld-Experte bestens aus und spulte die Eröffnung entsprechend runter, aber im 22. Zug hatte Aronian ein knackiges Läuferopfer auf f7 in petto, über das man trefflich streiten kann. Ein mageres Bäuerchen bekam er im Tausch, aber dafür blieben auch zwei verbundene Freibauern im Zentrum und ein offener schwarzer König. Nach und nach marschierten die Bauern auf Svidler zu, bis dieser nur noch die Rettung in ein schlechteres Endspiel bei gleichem Material sah. Es folgte die stärkste Phase des Weltranglistenzweiten, in welcher er schließlich entscheidend den gegnerischen Monarchen aufs Korn nahm. Somit führt weiterhin Anand, welcher nun mit Kramnik und Aronian die dicksten Brocken als direkte Verfolger hat. Nach wie vor ist das Turnier fest in weißer Hand. Aktuell steht es 6:1 für die Anziehenden in Sachen Siege, der einzige Punkt für die dunkle Seite gelang Anand. Eine sehr schöne Twitter-Zusammenfassung der 4. Runde gibt es auf Eric van Reems Chess in Tweets! Ergebnisse, Tabelle, Bilder & Partien... Turnierseite Chess in Tweets
Chess960 Chess960 spielen mit Vergnügen ... Sieben Runden Schweizer-System und danach noch schön essen und trinken gehen und dabei diskutieren über Khanty-Mansiysk
16.03.2014 - Die elfte und vorletzte Runde steht heute Abend auf der Tagesordnung, dabei stehen nicht nur die Startpositionen 001 - 960 auf dem Spielplan, sondern auch die mögliche Qualität der unterschiedlichen Gegner. Vom Kreisklassenspieler bis zum Bundesligaspieler inklusive Titelträger mit einer IPS (Individual Player Strength) von 1300 - 2400 Punkten.Sportlich ist die ganze Vielfalt der Schachspieler anzutreffen. Sieben spannende Partien fordern Konzentration und um diese hoch zu halten ist für Drinks und Snacks bestens gesorgt. Heißer Kaffe & Tee, gekühlte Getränke, Wasser, Säfte, Cola und Fanta, Flens und Bitburger stehen genauso zur Verfügung, wie die Pizza oder Pasta um die Ecke, die aber auch gebracht werden können und selbst nach der Siegerehrung um 22:30 Uhr ist der Weg nicht weit zu den Restaurants La Cucina, Altes Wirtshaus, Gran Sasso, S-Bar oder "noch e´ Stündche". Die 10.Chess960-Rally hatte die folgenden Startpositionen: 733 / 350 / 368 / 096 / 881 / 164 / 268. und noch viel mehr ... Zur Ausschreibung, Preisen, Ergebnissen und Tabellen
15.03.2014 - Schon aus der Eröffnung heraus lief es in der dritten Runde des Kandidatenturniers für Shakhriyar Mamedyarov als Weißer gegen Viswanathan Anand nicht gut, doch selbst der 15. Weltmeister zeigte sich im Anschluss überrascht, wie leicht er letztlich gewann. Rasch übernahm der Inder in einem Angenommenen Damengambit die Initiative und überspielte den Aseri ohne wirklichen Widerstand. Dieser Sieg beschert Anand erneut die alleinige Führung, denn alle anderen Begegnungen endeten unentschieden. Pünktlich nach dem 30. Zug reichten sich zunächst Dmitry Andreikin und Sergey Karjakin die Hände. Etwas später musste auch Veselin Topalov gegen Levon Aronian einsehen, dass seine einst schöne Stellung nur ein Remis ergab. Den größte Spannungsbogen lieferte das russische Duell zwischen Peter Svidler und Vladimir Kramnik. Ersterer setzte seinem Landsmann schwer zu und erarbeitete sich ernsthafte Chancen auf einen vollen Zähler, doch im Zeitnotduell vor der ersten Zeitkontrolle ließ er Luft rein. Den 40. Zug schaffte der 14. Weltmeister mit nur noch 2 Sekunden auf der Uhr, und Svidler wähnte sich offensichtlich auf der Siegerstraße. Aber Kramnik fand mit 45...f5! und 46...Tf6!! (siehe Diagramm) die sensationelle Computerlösung, um alle weißen Drohungen zu parieren und schließlich den halben Punkt zu sichern. Am Sonntag dürfen sich die Spieler erholen, bevor am Montag Runde 4 ansteht. GM Klaus Bischoff wird wieder für Sie live auf ChessBase kommentieren. Und nicht vergessen, zwischendurch mal auf Chess in Tweets zu klicken! Ergebnisse, Tabelle, Bilder & Partien... Turnierseite Chess in Tweets
14.03.2014 - Nach zwei Runden und acht gespielten Partien zeichnet sich beim Kandidatenturnier ein erster Trend ab: Weiß gibt den Ton an! Bei bisher vier entschiedenen Begegnungen gewann jeweils der Anziehende. Heute kamen Levon Aronian, Vladimir Kramnik und Peter Svidler in den Genuss. Ersterer ließ Shakhriyar Mamedyarov keine Chance, Kramnik brachte sich gegen Sergey Karjakin mit einem Qualitätsopfer auf die Siegerstraße, und Svidler tanzte Dmitry Andreikin aus. Das einzige Remis des Tages leisteten sich Tabellenführer Viswanathan Anand und Veselin Topalov. Sie spielten bis zu den blanken Königen. Somit gibt es in Khanty-Mansiysk nun drei Führende, aber bei noch zwölf ausstehenden Runden, können auch die derzeitigen Schlusslichter noch ganz nach oben schielen. Runde 3 beginnt am Samstag wieder um 10 Uhr und wird bei ChessBase live von GM Klaus Bischoff für Sie kommentiert. Ergebnisse, Tabelle, Bilder & Partien... Turnierseite Chess in Tweets
14.03.2014 - In seinem jüngsten Newsletter bringt uns unser Hans-Dieter Post zunächst von der Landesklasse bis zur Hessenliga auf den aktuellen Stand der Dinge. Die Auf- und Abstiegskandidaten haben sich herauskristallisiert und kämpfen nun um ihre Ziele. Manch ein Team kann den Gang in die nächst niedrigere oder auch höhere Klasse gar nicht mehr vermeiden, aber in allen Ligen herrscht noch massig Spannung. Es folgt ein Report über die Erfolgsgeschichte des Pfalz Open in Neustadt an der Weinstraße, welches in diesem Jahr nicht weniger als 433 Schachfreunde zur Teilnahme an dem A- und B-Turnier bewog. Den Abschluss des heutigen Newsletters machen die Terminankündigungen für die kommende Zeit. Wer in Hessen Schach spielen möchte und kein Turnier findet, ist eindeutig selber schuld! Newsletter Nr. 5/2014... Homepage "Schach in Hessen"
13.03.2014 - Er ist zu alt, er ist zu schwach, er ist zu satt... Was kann man seit einiger Zeit nicht alles über Viswanathan Anand lesen und hören. In der ersten Runde des WM-Kandidatenturniers im russischen Khanty-Mansiysk gab der 15. Weltmeister auf seine Art die passende Antwort, indem er in überzeugender Manier mit Levon Aronian die aktuelle Nr. 2 der Weltrangliste schlug. Dies bedeutet für den Inder zugleich die alleinige Tabellenführung, denn die restlichen drei Duelle der Auftaktrunde endeten unentschieden. Kurz und unspannend machten es Dmitry Andreikin und Vladimir Kramnik. Die beiden Russen blitzten wohlbekannte Nimzoindisch-Theorie herunter und waren nach 32 Zügen und weniger als 1,5 Stunden bereits fertig. Im zweiten russischen Duell des Tages bauten sich Sergey Karjakin und Peter Svidler in einem Sizilianer jeweils bedrohlich auf, aber dann wurden doch nur die Züge wiederholt. Shakhriyar Mamedyarov schien von Veselin Topalovs Spielanlage überrascht und mühte sich vergeblich, den Bulgaren unter Druck zu setzen. Letztlich wickelte der Aseri ins Remis ab. Damit ist Anand vom Start weg der Gejagte, morgen ab 10 Uhr hat er Schwarz gegen Topalov. Mit Kramnik versus Karjakin und Svidler versus Andreikin warten zudem wieder zwei russische Leckerbissen auf die Fans, während Aronian mit Weiß gegen Mamedyarov sicherlich versuchen wird, die heutige Niederlage umgehend auszugleichen. Bei ChessBase werden Sie GM Karsten Müller und IM Oliver Reeh live durch die Partien begleiten.
Update: Unser Eric van Reem hat pünktlich zum Start des Turniers den Blog "Chess in Tweets" eröffnet, in welchem er zu jeder Runde aktuelle Tweets bekannter Schachspieler und -experten sammelt. Prädikat: Sehr unterhaltsam! Ergebnisse, Tabelle, Bilder & Partien... Turnierseite
Chess960 Meine denkwürdige Partie - Wettbewerb Der Schüler Samuel Weber lernt offensichtlich am schnellsten und erreicht mit 5 Punkten aus 7 Partien seine beste IPS (Individual-Player-Strength) mit 1928! Turnierleistung 2193!
08.03.2014 - Offensichtlich ist der junge Mann vom SC Flörsheim kein Theoriefetischist, sondern ein richtiger Schachspieler, er weiss wo die Figuren hin gehören, wie die Bauernstruktur dazu sein sollte, wie angegriffen werden kann bei gleichmaßen wichtigen Verteidigungsideen und das Wichtigste: "Ich habe keine Angst auf unbekanntem Terrain". Vielleicht könnte man dies als wichtigste Maxime dieser modernen "Art" Schach zu geniessen, wirklich einmal in einem Forum von Experten diskutieren lassen, auch im Sinne der neuen Schulschach-Euphorie. "Die Klassiker" Peter Paul Rubens und Rembrandt van Rijn gegen "Die Modernen" Pablo Picasso und Salvatore Dali? und das ganze übertragen ins Schach! Gespielt wurden in der 9.Chess960-Rally die folgende Faschingsspezial-Startpositionen: 111 / 222 / 333 / 444 / 555 / 666 / 777. mehr Bilder, mehr Ideen, mehr Informationen .. Zur Ausschreibung, Preisen, Ergebnissen und Tabellen