Nachrichten Post vom Hessenschach 2014 Nr. 6 Aktuell, informativ und direkt - Alles Wissenswerte rund ums Schach in Hessen
28.03.2014 - Der erste kritische Blick unseres Autors Hans-Dieter Post geht in seinem jüngsten Newsletter gen hessische Mannschaften in den obersten Ligen - also Bundesliga, 2. Ligen und Oberligen. Was geschehen muss, damit die Griesheimer im deutschen Oberhaus bleiben dürfen, erfahren Sie im weiteren Text. Derweil hat der SV 1920 Hofheim bei der hessischen Blitzmannschaft-Meisterschaft einen lupenreinen Hattrick geschafft. Zum dritten Mal in Folge erblitzen sie sich den Titel. Pech hatte der SC Heusenstamm im Pokalfight gegen die OSG Baden-Baden. Gegen die stark favorisierten Meister musste man sich nach einem 2:2 erst im Blitz geschlagen geben. Und nochmals Blitz: FM Jochen Wege hat im Bezirk 5 Frankfurt die Blitz-Einzelmeisterschaft gewonnen. Das fünfrundige 17. Gießener Open wurde etwas überraschend Beute von Heiko Schäfer aus Potsdam. Abschließend folgen wieder allerlei Termine - auf den wichtigsten weisen wir nochmals ausdrücklich hin: Am 28. April startet die Frankfurter Stadtmeisterschaft 2014 - wieder mit Titelverteidiger GM Igor Khenkin!
Einfach besser trainieren!
Schach lernen und die Spielstärke stetig und bequem am heimischen PC steigern dies bietet Ihnen die Chess Tigers Universität und baut ihr Angebot beständig aus. Vom Grundschulkind bis zum ambitionierten Turnierspieler, wir decken mit unseren erfahrenen Lehrern GM Artur Jussupow, GM Dr. Karsten Müller, GM Klaus Bischoff, GM Michael Prusikin, IM Dr. Erik Zude, FM Uwe Kersten,FM Christian Schramm, Timo Schönhof und Mike Rosa kostengünstig die gesamte Breite des Schachtrainings ab. Mit 50 Kursen und mehr als 2.000 Lektionen lehren wir alles, was das Schachspielerherz begehrt. Von den Regeln, über grundlegende Prinzipien, Strategie, Taktik, Eröffnungen, Endspiel, vollständig analysierte Partien und sogar Chess960 haben wir alles in unserem umfangreichen Portfolio. Und so geht's: Chess Tigers Universität - Überblick
Newsletter Hessenschach Nr. 6/2014
Hessische Klubs in Bundes- und Oberligen
BUNDESLIGA
Es soll wohl einfach nicht sein: Auch am sechsten Bundesliga-Wochenende gelang dem SV Griesheim kein weiterer wichtiger Sieg, um das Thema Klassenerhalt mit Nachdruck angehen zu können. Seit der überaus erfolgreichen Doppelrunde zum Saisonstart lässt man alle Punkte liegen. Diesmal konnte wenigstens noch ein Punkt gesichert werden und gegen den Tabellenzweiten ist das aller Ehren wert!
Nur 5 Vereine haben noch echte Chancen auf den Abstieg, leider gehört Griesheim zu den heißesten Anwärtern. Mal sehen: Der FC Bayern wird noch drei Spiele verlieren, und bleibt bei 7 Punkten. Die Starkenburger könnten einen Pflichtsieg im Hessenduell gegen Viernheim durchaus einplanen, diese können die Klasse nicht mehr halten. Dann müsste aber ein Unentschieden, besser noch ein Sieg entweder gegen Bremen oder Hamburg her. Das soll gehen?
Ein weiterer ernster und genau genommen gefährlichster Konkurrent um den Nicht-Abstieg sind mal wieder die Sfr. Berlin. Und auch die planen im direkten Kampf um die Berliner Meisterschaft die Punkte gegen Tegel wohl schon ein. Das wäre dann eigentlich schon das Aus für ein weiteres Griesheimer Erstliga-Jahr.
2. BUNDESLIGA WEST
Eine Runde vor Schluss hat sich der SV Wiesbaden, im Halbfinale mit einem Befreiungsschlag, das heißt Sieg gegen Koblenz, alle Chancen erhalten, den Klassenerhalt aus eigener Kraft zu schaffen. Ein Unentschieden im Finale gegen den ebenfalls vom Abstieg bedrohten Düsseldorfer SK würde nicht reichen, ein Sieg muss her!
2. BUNDESLIGA SÜD
Während der SV Hofheim nach dem Sieg gegen Schöneck noch Chancen auf die Vize- Meisterschaft hat, was aber schlussendlich so gut wie Viertletzter ist, werden Neuberg und Schöneck wohl gemeinsam den Weg in die Oberliga antreten müssen. Eine geringe Chance hat jeweils einer der beiden Klubs noch drin zu bleiben, aber Wetten ohne Gewinnchance macht zu oft keinen Spaß.
OBERLIGA OST Staffel B
Aus der 2. Liga wären somit 3 Absteiger zu erwarten, da Plauen aus der Ostgruppe als Solcher bereits feststeht. In einer streng geheim gehaltenen Turnierordnung findet sich zum Thema Abstieg bei ungeraden Teilnehmerzahlen (Danke an Walter Schmidt, Bad Homburg) die aktuelle Regelung, dass ohne Stichkämpfe nach konsolidierter Rangliste der beiden Staffeln A und B der fehlende Absteiger ermittelt wird. Das wäre dann aktuell Hoyerswerda oder Jena (oder Brett vorm Kopp?).
Gießen und Oberursel haben mit den beiden Themen Aufstieg und Abstieg persönlich nichts mehr zu tun, aber entscheiden drüber, wen es erwischen wird. In der Doppelrunde zum Abschluss treffen diese beiden Teams auf den aktuellen Tabellenführer Mörlenbach, sowie den Letzten Offenbach.
Mörlenbach darf sich keinen Ausrutscher erlauben und muss beide Kämpfe gewinnen, um aufzusteigen. Kassel, aktuell mit zwei Punkten Rückstand, aber den wesentlich besseren Brettpunkten Zweiter, wird sich gegen Jena und Liebschwitz, und dass sind im Wesentlichen die gegen den eigenen Abstieg gerichteten Hoffnungen von Oberursel und Brett vorm Kopp, den Weg nach oben versuchen offen zu halten.
Schade, das wäre sicher ein spannendes Finale an zentraler Stätte geworden!
Zum dritten Mal in Folge gewinnt der SV Hofheim, der FC Bayern des Mannschaftsblitz in Hessen, diesen eigentlich recht beliebten Wettbewerb und fährt wie schon so oft zur Deutschen. Herzlichen Glückwunsch und viel Erfolg!
Zweiter wurden die Schönecker Schachfreunde, die den Kampf um den Turniersieg lange offen hielten. Ein Garant für diese harte Gegenwehr war FM Michael Stockmann, der alle seine Partien gewinnen konnte. Wahrscheinlich unerreicht, auf jeden Fall sehr selten!
Platz drei ging an den Blitz- Mannschaftsmeister des Bezirks Frankfurt, den SK 1858 Gießen.
Darüber hinaus ist nur noch bekannt, das 23 Teams teilnahmen, und man mit den vorgegebenen Rahmenbedingungen des gastgebenden SC Gelnhausen sehr zufrieden war. Eine weitere Werbung in deren eigener Sache, zum Schnellturnier in ein paar Wochen wieder vor Ort zu sein.
Kritik gegenüber dem Verband ist nicht gerne gesehen, aber auch nicht gerade verboten. Warum kamen also nur 23 Mannschaften?
Gelnhausen liegt doch relativ zentral, zumindest autobahnnah, und lockte vor 5 Jahren noch 27 Mannschaften an.
Laut Ausschreibung gibt es 28 Startplätze zu vergeben, dazu kommen Freiplätze für besonders ambitionierte Teams und Ausrichter.
Aber es gab auch erstmals ein Startgeld, dass erhoben wurde. Wobei 20 Euro nicht die Welt sind, aber für Mannschaften, die sich "qualifiziert" haben, auch nicht das richtige Signal. Der Preisfonds ist dagegen nicht gerade üppig, denn die ausgeschriebenen 260 Euro würden 13 Mannschaften decken.
Der Verband macht also "Gewinn". Muss das sein? Beziehungsweise, ist das so viel, dass es sein muss?
Traditionell kollidieren solche Meisterschaften des Verbandes seit einigen Jahren mit anderen seiner oder anderer Aktivitäten, hier dem Kadertraining des eigenen Leistungskaders, der natürlich, obwohl im Vorstand vertreten, kein Vetorecht hat oder es nicht wahrnimmt. Wiesbaden (qualifiziert) und Heusenstamm (freiplatzwürdig), beide in der Zwischenrunde des Deutschen Vereinspokals gebunden, hatten keine wirkliche Chance bekommen teilzunehmen. Das konnte keiner wissen? Hoffen wir dann lieber auf ein frühzeitiges Ausscheiden?
Weder wurde im Vorfeld der Veranstaltung etwas über den Teilnehmerstand berichtet, noch direkt im Nachgang offiziell zum Endergebnis mitgeteilt. Ist das einer solchen Veranstaltung, einer Landesmeisterschaft, angemessen?
Ist es eventuell auch dem Turniersieger Hofheim unangenehmen darüber zu berichten, oder etwa dem Veranstalter selbst auch? Auf keiner Seite im Internet ließ sich mehr als 24 Stunden nach Ende der Meisterschaft etwas zum Ausgang ermitteln. Ist das das richtige Signal an die Aktiven?
Eine Recherche bei den üblichen Verdächtigen ergab dann, hier der SK Bad Homburg, den man findet, wenn man den direkten Weg sucht und auch weiß, dass sie teilgenommen haben, eine abfotografierte Tabelle und ein paar Worte zum Turnier.
Etwas schicker, dankend dem Bad Homburger Fotografen, dann hier:
Heusenstamm im Pokal erst gegen Deutschen Meister raus
Der SC Heusenstamm mühte sich redlich in der Zwischenrunde in Ladenburg, und er gab alles gegen den Deutschen Seriensieger der Schach- Bundesliga, auch wenn die wahren Granden an anderen Stätten der Welt im Einsatz waren. Doch auch die Daheimgebliebenen der OSG Baden-Baden waren nicht zu schlagen:
1 FM Zuyev 2390 - GM Dautov 2606 ½:½
2 IM Klundt 2341 - GM Döttling 2590 ½:½
3 IM Solonar 2345- GM Schmalz 2531 ½:½
4 Prudlo 2106 - IM Drabke 2470 ½:½
- alle nach langem Spiel Remis, und im Blitzen knapp die Sensation verpasst: 0 - 4. Schade!
Der SV Wiesbaden hatte etwas weniger "Glück", denn er bekam es in Porz nur mit der SG Nordhorn-Blanke zu tun, während an dem Nebentischen Solingen auf die Gastgeber traf; und ebenfalls verlor.
FM Jochen Wege ist der neue Blitz Champion im Bezirk Frankfurt
49 Teilnehmer bei der Blitz-Einzelmeisterschaft im Bezirk Frankfurt bedeuten Nachkriegsrekord (wahrscheinlich), auch wenn leicht geschummelt wurde:
Nur 33 Teilnehmer waren direkt dem Bezirk Frankfurt zuzuordnen, der Rest waren Gäste aus anderen Bezirken, oder auch solche auf der Durchreise; es war eben auch Bundesliga am gleichen Wochenende am Start.
Für die Spieler war es jedenfalls ein gutes Training für die eine Woche später stattfindende Hessische Blitz-Mannschaftsmeisterschaft, und keiner der Teilnehmer verließ das 19-rundige Schweizer-System Blitz frühzeitig.
FM Jochen Wege vom SC Brett vor'm Kopp Frankfurt heißt erstmalig der Blitz Champion des Bezirks, der den dreimaligen Meister der letzten drei Jahre, IM Boris Margolin vom SV Oberursel, auf den zweiten Platz verdrängte.
Dritter wurde der Jugendliche Robert Baskin vom TuS Makkabi Frankfurt.
Vor den Dreien platzierte sich ein Trio FIDE-Meister, die nicht dem Bezirk Frankfurt angehören: Nikita Meskovs von der SG Speyer-Schwegenheim gewann das Turnier, sein Klubkamerad Toms Kantans belegte knapp dahinter Rang zwei. Bester Hesse wurde dahinter Igor Zuyev vom SC Heusenstamm.
Das 17. Gießener Open konnte nicht an die alten Glanzzeiten mit vielen internationalen Titelträgern im Teilnehmerfeld glänzen, jedoch schaffte man auf Anhieb wieder ein Turnier mit 60 Spielern an den Brettern.
Wie üblich bei nur 5 Runden und im Verhältnis dazu vielen Teilnehmern kamen zwei Spieler auf den ersten Platz, und hatten auch nicht gegeneinander gespielt:
Heiko Schäfer aus Potsdam holte wie Patrick Winter aus Marburg 4,5 Punkte, aber konnte die bessere Buchholzwertung für sich verbuchen.
Dritter des Gesamtfeldes, und damit bester Gießener, wurde Erwin Michael Dios, der ebenfalls eine mit besserer Wertung und 4 Punkten ein Gruppe von 5 Verfolgern anführt.
Denis Mager vom TuS Makkabi, der als leichter Favorit galt, verlor in der Vorschlussrunde gegen den Turniersieger und landete auf Platz 9.
Turnierleiter Arvin hat eine Menge Material, inklusive Fotos, bereits auf der Webseite veröffentlicht und wartet auf Klicks:
Am letzten März- Wochenende steht nun die achte und damit vorletzte Runde der hessischen Mannschaftskämpfe auf dem Programm.
Und, wie kann es anders sein, parallel dazu das Finale im Goldenen Springer, dem hessischen Pokalwettbewerb.
Der April beginnt mit den Schlussrunden und damit Entscheidungen der Bundes- und Oberligen.
Vom 11.-19. April wird in der Bad Homburger Jugendherberge im sogenannten Zentralen Lager der Hessischen Schachjugend wieder deren Landesmeister ermittelt.
Die seit Jahrzehnten an Ostern ausgespielten Hessenmeisterschaften des Verbandes sucht man vergeblich an Ostern, die finden ab sofort um Christi Himmelfahrt statt.
Dafür geht vom 22. bis 26.April in Hofheim das Frühjahrsopen in die 2. Aufnahme, diesmal etwas weniger parallel zu den Deutschen Mannschaftskämpfen, und direkt anschließend an das Neckar Open, das just einen Tag davor endet und schon jetzt 750 Voranmeldungen ausweist! Die Karawane zieht weiter, warum nicht ins Rhein-Main-Gebiet?
Die 10. Offenen Hessischen Seniorenmeisterschaften starten noch während der letzten Runde des Hofheimer Opens, da ist also noch Optimierungsbedarf, zumal auch die Schlussrunde der Hessischen Mannschaftskämpfe, wo es für einige noch um etwas geht, ebenfalls in dieses Wochenende fällt.
Abseits dieser Terminnöte beginnt am 28. April, wie gewohnt am letzten Montagabend des vierten Monats, die Offene Frankfurter Stadtmeisterschaft. Herzlich willkommen!
Gruß
Euer
Hans D. Post
Hans-Dieter Post ist seit über 25 Jahren Turnierleiter des Schachbezirks Frankfurt und war jahrelanger Turnierleiter der Chess Classic Mainz. Der IT-Experte entwickelte für das größte Schnellschachturnier der Welt eigens eine digitale "Open-Maschine", welche weltweit bei Turnierorganisatoren Aufmerksamkeit erregte. Immer mehr hessische Turniere rüsten mit Turnierleiter Post auf und wurden stets mit einem merklichen Plus an Teilnehmern - sowohl in der Spitze als auch in der Breite - gesegnet.
Was genau das Postsche System zu bieten hat, können Sie einem in diesem Jahr geführten Interview (siehe unten) mit Hans-Dieter Post entnehmen. Seine Hingabe sowohl für das traditionelle Schach wie auch für Chess960, aber auch seine regionale Verbundenheit, spornen den Chess Tiger zudem immer wieder an, mit seiner eigenen Webseite nebst regelmäßigem Email-Newsletter aktuell, informativ und direkt über die aktuellen Ereignisse im hessischen Schach zu berichten und die Werbetrommel für kommende Turniere zu rühren.
Und nun wird er dies auch über die Webseite der Chess Tigers tun. Noch schneller erhalten Sie die neuesten hessischen Schach-Nachrichten nur, wenn Sie den kostenlosen Newsletter direkt bestellen.