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Pressespiegel: Die Chess Classic Mainz 2005 - Stand 26. Juli 2005
26.07.2005 - Aktuelle Berichte in Print- und Online-Medien über die Chess Classic Mainz 2005, Chess960 und mehr. GM Vishy Anand im Interview: Über Kasparovs Rücktritt und seinen Zweikampf mit Topalov um die Schach-Weltspitze. Eine Zusammenfassung der wichtigsten Meldungen.
     Anand im Interview: Ist Kasparov als Politiker so gut wie als Schachspieler?

In einem englisch-sprachigen Interview mit Vijay Parthasarathy äussert sich Vishy Anand über Kasparovs Karriere-Ende, seine Ambitionen in der Politik und seinen derzeitigen Zweikampf mit Topalov über die Führungsposition im Weltschach.

"Bereits früh im Jahr 2002 geschah etwas seltsames mit Kasparov. Das WM-Wiedervereinigungs-Agreement von Prag sollte eigentlich den Russischen Champion wieder zurück in die Schachwelt bringen, aber die Wiedervereinigungspläne verliefen letztlich im Sand. Kasparov erweckte den Eindruck, daß er sich in seine eigene Welt zurückziehen würde. Er reduzierte seine Schach-Verpflichtungen zusehends. Im Januar 2005 letztlich führe dieser Rückzug zu Kasparovs Ankündigung vom Karriere-Ende."

"Zum gegenwärtigen Zeitpunkt entwickelt sich die Rivalität zwischen mir und Topalov sehr intensiv. Deshalb vermisse ich Kasparov eigentlich überhaupt nicht in einem wettbewerbsträchtigen Sinne, denn ich hatte überhaupt keine Zeit, um über seine Rücktrittsentscheidungen lange nachzudenken".Zum kompletten Interview >>>hier

     Warum soll ich Schach spielen?

16.7.2005. Warum soll ich Schach spielen? "Weil dieser Sport das strategische Denken fördert und das Gedächtnis schult", sagt Jens Beutel, Oberbürgermeister der Stadt Mainz und Schachbegeisterter seit vielen Jahren. "Das sind Eigenschaften, die im Alltag hilfreich sind. Zudem, weil es für geistige Beweglichkeit bis ins hohe Alter sorgt. Außerdem bereitet Schach einfach viel Spaß", fügt der ehemalige Rheinhessenmeister hinzu.

Wie viele Rheinhessen betreiben die Sportart? Im Jahr 2004 waren 1026 Schachspieler in 28 rheinhessischen Vereinen aktiv. Dabei beweist Mainz, dass es nicht nur Landes- sondern auch Schachhauptstadt ist: Mit dem Schachverein Mombach, dem Schachclub Finthen, den Schachfreunden Mainz und den Schachabteilungen des SC Lerchenberg, TSV Schott Mainz, Vorwärts Orient und Theresianum Mainz sind hier die meisten Spieler vertreten. Aber auch in Bingen, Alzey oder Worms kennt man Rochade, Rösselsprung und Bauernopfer. Man muss allerdings nicht zwingend im Verein über dem Brett grübeln. Beutel meint: "Schach kann man auch am Strand spielen, in der Grünanlage, überall." >>>mehr

     "Ich spiele Chess 960, weil..."

20.07.2005 In Dortmund wurde Peter Svidler Vierter. Spricht man über Svidler, wird nur selten erwähnt, dass auch er Schachweltmeister ist. Weltmeister im Chess960, der Variante des Schachs, bei der die Aufstellung der Figuren vor der Partie ausgelost wird. Auf der Webseite der Chess Tigers, die sich der Förderung dieser Form des Schachs verschrieben haben, erklärt er, warum er gerne so spielt. Auch Ex-Weltmeister Anatoli Karpov und der ehemalige Trainer von Kasparov, Alexander Nikitin erklären dort ihre Liebe für Chess960. Wer diese Art Schach selbst einmal versuchen will, kann das am 11. und 12. August im FiNet Open tun, das im Rahmen der Chess Classics Mainz ausgetragen wird.  >>> zu Chessbase

     Chess960 Turnier beim SK Herzogenaurauch in Franken.

Eine ungewöhnliche Schachart ist „Chess960“. Hier wird vor Beginn der Schachpartie ausgelost, wo die Figuren auf der Grundreihe stehen sollen. Alle Turnierteilnehmer beginnen mit dieser für sie völlig anderen Anfangsformation. Timm Eichstädt kam in diesem vom Schachklub erstmals ausgetragenen Turnier am besten zurecht und errang mit 6,5 Punkten aus sieben Partien ungeschlagen die „Chess960“-Krone. Zweiter im Achterfeld wurde mit 4,5 Zählern Martin Glitz, der Dr. Manfred Habermann mit vier Punkten knapp auf Platz drei verwies. Chess960 heisst übrigens deshalb so, weil es 960 mögliche Anfangsstellungen auf dem Schachbrett bei dieser Schachvariante gibt. >>>mehr

     Abwesender "Tiger" feiert Erfolg in Dortmund.

Viswanathan Anand verzichtete auf die Teilnahme bei den Dortmunder Schachtagen und gab am Samstag in seiner Heimat lieber eine Wohltätigkeitspartie zugunsten indischer Kinder - trotzdem gehörte er zu den Siegern des Turniers. ein Bericht von Hartmut Metz in der "Tageszeitung" vom 18.7.2005 >>>mehr

       "U wie Unzicker?" - Der Münchner Schach-Großmeister feiert 80. Geburtstag


 

München - Der Schach-Meister weilte 1951 in Jugoslawien, um Simultanvorstellungen mit einer Urlaubsreise zu verbinden. Auf dem Heimweg sollte er nach Ljubljana fahren, um das jugoslawische Team mit nach Krefeld zu nehmen. Dort stand der erste Länderkampf nach dem Krieg an. Vom Bahnhof aus wollte der deutsche Nationalspieler im Hotel "Union" den ortsansässigen slowenischen Schachverband telefonisch von seinem Eintreffen in Kenntnis setzen. "Ich bin hier. Mein Name ist Unzicker", gab er durch die Leitung. "Wie?", schallte es zurück, "können Sie das bitte buchstabieren?" Wolfgang Unzicker: "U . . ." Woraufhin sich sein Gesprächspartner rückversicherte: "U wie Unzicker?" "Ich bin Unzicker.." Hartmut Metz im Münchner Merkur vom 24.6.2005  >>>mehr

     Selbst ein Schwachkopf macht es besser als Ilumschinow - Kasparow ist an seiner eigenen kläglichen Diplomatie gescheitert. Anatoli Karpow im Interview

Anatoli Karpow versteht es immer noch, für Schlagzeilen zu sorgen. Engagiert betreibt der Unicef-Botschafter Werbung für unter Jodarmut leidende Kinder, seine weltweit rund 50 Schachschulen – und in eigener Sache: Anatoli Karpow soll endlich den ungeliebten Präsidenten des Schach-Weltverbandes FIDE, Kirsan Iljumschinow, vom Thron stoßen. Die Europäische Schach-Union (ECU) baut die Legende zum Gegenspieler des Kalmücken auf. Obwohl der 54-jährige Ex-Weltmeister inzwischen seltener Gast in der Turnierarena ist, macht ihm Schach aber immer noch sehr viel Spaß, bekennt der Russe im Interview mit Hartmut Metz. Am 9. und 10. August (jeweils ab 16 Uhr) nimmt Karpow daher bei der Gala zum 80. Geburtstag von Wolfgang Unzicker in der Mainzer Rheingoldhalle teil. Außer dem Münchner Jubilar sind Viktor Kortschnoi und Boris Spasski mit von der Partie. >>>mehr

Gerhard Kenk

Published by Gerhard Kenk

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