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Anand-Interview in Spielfilmlänge bei ChessBase
Der Weltmeister im Interview mit Frederic Friedel
Rustam Kasimdzhanov im Interview mit Georgios Souleidis
19.05.2010 - Das Beste, was einem Sport-Journalisten passieren kann, ist nach einem beendeten Event den Sieger interviewen zu dürfen. Doch Interview ist nicht gleich Interview! Diversen bekannten Köpfen der Schach-Journalie stand Weltmeister Viswanthan Anand bisher in den Tagen seit seiner Titelverteidigung Rede und Antwort und gewährte mehr oder weniger tiefe Einblicke, doch die wirklich sensationellen Hintergründe zu seiner Vorbereitung und der WM selbst gab er nur seinem Freund Frederic Friedel. Am vergangenen Montag führten Friedel und Großmeister Jan Gustafsson auf dem Fritz-Server von ChessBase ein Live-Interview mit Anand, welches letztlich über 70 Minuten dauerte. Zum ersten Mal deckte der Champion in der Öffentlichkeit die ganze Wahrheit über sein WM-Team auf und bezeichnete es selbst als "Human Cluster". Eine Anspielung auf Meldungen, die besagen, Veselin Topalov habe ein mit 112 Kernen ausgestatteter Computer Cluster zur Verfügung gestanden. Neben diesem Interview in Spielfilmlänge möchten wir Ihnen noch das Gespräch ans Herz legen, welches der Redakteur der Schachbundesliga-Seite, Georgios Souleidis, mit Anands Sekundanten Rustam Kasimdzhanov nach der zwölften Partie in Sofia führte. Der Usbeke gibt Auskunft darüber, was es bedeutet WM-Sekundant und zugleich selbst ein Top-GM zu sein und beschreibt die WM aus seiner Sicht. Sehr empfehlenswert!

Frederic Friedel kennt
Anand seit 23 Jahren

Mit Magnus Carlsen und Anish Giri als Sparringspartner, Garry Kasparov als Ratgeber und Vladimir Kramnik als überraschenden Helfer während des Matches bewies Anand, dass selbst ein Verbund von "Super-Computern" sowie die Tatsache, dass seinem Herausforderer allem Anschein nach die jetzt erst erscheinende vierte Rybka-Version bereits zur Verfügung stand, nicht ausreicht, um gegen die besten menschlichen Schachgehirne der Welt zu bestehen! Natürlich verfügte auch der Inder über erstklassige Hardware - aus dem Hause Hiarcs -, doch wie Anand selbst sagt, bedeutet das (leider) nicht, dass diese Rechner dann auch das ausspucken, was man gerne sehen möchte. Tja, ganz so einfach, wie sich das viele Kiebitze vorstellen, ist eine WM-Vorbereitung offensichtlich nicht. Ja, es war ganz sicher auch eine Materialschlacht, doch selbst mit der schier unvorstellbaren Rechenleistung der genutzten Computer ist es noch immer nicht möglich, einfach 24 Stunden die Schachprogramme alles ausrechnen zu lassen und die Ergebnisse danach auswendig zu lernen. Entschieden wurde die Weltmeisterschaft auf dem Brett und gewonnen wurde sie von dem besseren Spieler!

Den ersten Teil des Interviews, welches Vishy Anand aus Madrid per Telefon gab, kann man bei ChessBase nachlesen und bei YouTube wurde ein kurzer Teil veröffentlicht. Wer das komplette Interview sehen möchte, braucht einen Account für den Fritz-Server und sollte entweder Premium-Mitglied sein oder 50 Dukaten (5,- Euro) investieren.


Das komplette Interview auf dem Fritz-Server anschauen

Zuerst in den Raum "Premium Videos ansehen"
gehen und dann auf "Live" klicken ...

... danach unter dem Reiter "Partien" das Interview doppelt klicken ...

... und das beste WM-Interview 2010 genießen!


Videoausschnitt des Interviews bei YouTube

Der erste Teil des Interviews in Textversion bei ChessBase


Interview mit Rustam Kasimdzhanov

Rustam Kasimdzhanov

Und wer gerne wissen möchte, wie das Leben eines WM-Sekundanten aussieht und was ein solcher zu tun hat, der sollte sich unbedingt das soeben unter dem Titel "Ein Sekundant sein" auf schachbundesliga.de erschienene Interview von Georgios Souleidis mit Rustam Kasimdzhanov zu Gemüte führen! Einst selbst FIDE-Weltmeister sieht sich Kasimdzhanov nicht als Untergebener des Weltmeisters, sondern vielmehr als Freund und Kollege. Für ihn ist Viswanathan Anand der beste Spieler - möglicherweise aller Zeiten. Nach seinem persönlichen Nutzen aus dieser Zusammenarbeit gefragt, erklärt Kasim, dass man vor allem die Augen offen halten muss:

"... von Vishy das zu lernen, was er anbieten kann, ist sehr viel. Es ist auch leicht, weil Vishy als Person sehr offen ist und er hält sich nicht zurück wenn es um Schachanalysen oder ums Schachspielen geht. Er ist sehr großzügig mit Ideen und Analysen. Wenn z.B. Journalisten mit ihm reden, gibt er viele Varianten. Er sagt auch, was er gesehen und nicht gesehen hat. Und wenn man richtig zuhört und die Augen offen hält, dann bringt das einen weiter. Ich habe das auch nach dem Match in Bonn gespürt. Ich hatte plötzlich diese neue Lust und Energie Schach zu spielen. Schach ist nicht nur reine Klasse, Lust gehört auch dazu."

Das vollständige Interview findet sich unter dem folgenden Link.

Ein Sekundant sein




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Mike Rosa

Published by Mike Rosa

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