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Deutscher Schachbund darf Kotainy nicht bestrafen
27.09.2013 - Als am 03. August im A-Open des Sparkassen Chess-Meetings in Dortmund der deutsche IM Jens Kotainy mit einem vibrierenden Handy erwischt wurde, machten die Organisatoren kein langes Federlesen und warfen den schon länger unter Betrugsverdacht stehenden Hohenlimburger aus dem Turnier. Der mittlerweile im westfälischen Hagen lebende Beschuldigte stritt ziemlich wenig überzeugend ab und musste zumindest eine Zeit lang abwarten, wie ihn der Deutsche Schachbund zu sanktionieren gedachte. Allerspätestens seit Vorgestern darf Kotainy diesbezüglich durchatmen, denn wie der DSB jüngst bekannt gab, fehlen ihm die rechtlichen Mittel. Warum dies so ist, was noch passieren könnte und was private Turnierveranstalter künftig beachten sollten, teilt Ihnen Präsident Herbert Bastian in der Folge persönlich mit.

Homepage DSB

(Bild © Georgios Souleidis)

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Erklärung des DSB vom 25. September 2013

Während des 41. Sparkassen-Chessmeetings in Dortmund kam es wegen des begründeten Verdachtes der Verwendung unerlaubter technischer Hilfsmittel im A-Open* zur Einschaltung der Ermittlungsbehörden und zum Ausschluss des in Führung liegenden Spielers Jens Kotainy. Mittlerweile konnten nach dem ausführlichen Bericht des zuständigen Schiedsrichters auch die Akten der Staatsanwaltschaft eingesehen und der Fall eingehend geprüft werden. Aufgrund der bestehenden Rechtslage wird dieser Vorfall keine Sperre durch den Deutschen Schachbund nach sich ziehen können.

Wie das Schiedsgericht des DSB in einem früheren Fall festgestellt hat, bedarf es hierzu einer einzelvertraglichen Unterwerfungserklärung des Spielers unter die Regularien des DSB, die der Turnierveranstalter nicht vorgenommen hat. Da es sich um ein privat ausgerichtetes Turnier gehandelt hat, kann nicht von einer konkludenten Unterwerfung ausgegangen werden. Der gesamte Sachverhalt wurde der Ethics Commission der FIDE gemeldet, die nun über Maßnahmen zu entscheiden hat.

Um weiteren Vorfällen dieser Art vorzubeugen, empfiehlt das Präsidium des Deutschen Schachbundes allen Turnierveranstaltern zwei Sofortmaßnahmen. Erstens sollte künftig ein generelles Verbot, elektronische Kommunikationsgeräte in ein Turnier mitzubringen, in die Turnierausschreibungen aufgenommen werden. Zweitens sollte mit der Anmeldung zum Turnier eine Unterwerfungserklärung unter das Sanktionssystem des Deutschen Schachbundes durch die Spielerinnen und Spieler zwingend als Voraussetzung für die Zulassung unterschrieben werden. Hierzu wird demnächst auf der Website des Deutschen Schachbundes ein Mustertext zum Download veröffentlicht.

Zwar lässt sich auch dadurch ein technischer Betrug nicht vollständig ausschließen, aber das Risiko für die potenziellen Täter wird deutlich erhöht. Jens Kotainy hat inzwischen seine Teilnahme an der Deutschen Schnellschachmeisterschaft in Gladenbach zurückgezogen. Ganz abgeschlossen ist der Fall für den DSB aber noch nicht: Die Kommission Leistungssport wird über die Auswirkungen auf eine Zusammenarbeit mit dem Deutschen Schachbund beraten, und zwar insbesondere darüber, ob Jens Kotainy im C-Kader verbleiben kann. Eine Entscheidung darüber wird in den nächsten Wochen getroffen.

Herbert Bastian
Präsident

Quelle: Homepage DSB


Frühere Chess Tigers-Meldungen zum Thema:

Bad Vibrations in Dortmund vom 03. August 2013



Mike Rosa

Published by Mike Rosa

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