06.03.2005 - Eine lange Tradition hat der Kampf um den mittleren Tisch in den Katakomben des Anibal Hotels des "Schachmachers" Don Luis Rentero - ein großer Mehrzweckraum mit gedämpftem Licht. Da dieser Saal von vielen sichtbehindernden Säulen getragen wird, kann man nur von priviligierten Sitzplätzen aus alle drei Tische auf der 20cm hohen Bühne einsehen. Dem mittleren Tisch kommt dabei die größte "Einsicht" zu und es wird von Kennern des Turniers darüber gesprochen, dass der 1996 abgeschlossene 10-Jahres Vertrag zwischen Don Luis und dem Weltmeister - Manager Owen Williams - Garry Kasparov diesen mittleren Tisch auf Leb'zeit garantiert. Er bekommt immer den Zentralplatz ohne Ansicht der Tabellenposition oder demokratischer Spielregeln. Die meisten Zuschauer können ihn hier am mühelosesten sehen und das ist einer Nr.1 absolut angemessen. Aber was passiert, wenn der Boss spielfrei hat? [19:37 Uhr] mehr zur Turnierseite... zur Live-Übertragung...
05.03.2005 - Alle haben sich redlich bemüht zu gewinnen oder nicht zu verlieren. Der Trend ist so wie er ist, wenn keiner der "Elefanten" einen Fehler macht oder den Bogen überspannt, dann ist das logische Ergebnis remis. Gespannt darf man sein auf das erste Turnier in Sofia / Bulgarien, im Mai diesen Jahres, wo es den Spielern untersagt sein wird während der Partie miteinander zu reden. Es kann also keiner das unbeliebte "Wörtchen" flüstern oder schreiben sie es dann ganz einfach auf ihr Partieformular und zeigen es den Gegnern? Das Remis ist und bleibt ein natürliches Ergebnis zwischen gleichstarken Spielern, bzw. Meistern - nur kurze Angst-, Freundschafts- oder Taktikremisen wollen wir nicht sehen... oder? mehr zur Turnierseite... zur Live-Übertragung...
04.03.2005 - Die Konstellation war heute so, dass die normalen Top10-Gefechte des Bulgaren Veselin Topalov gegen den Inder Vishy Anand und der Ungar Peter Leko gegen den Engländer Michael Adams eine klare Remisausrichtung mit der Russischen Verteidigung hatten, sollte aber Weiß im Angriff zu viel riskieren, würden die Konterchancen für Schwarz bieten. Beim Fide-Weltmeister Rustam Kasimdzhanov gegen Ex-Braingames-Weltmeister Kasparov stand ein ganz anderes Thema zur Debatte, - Kampf war angesagt - Garry tauschte früh den Turm gegen zwei Figuren und schob einen gefährlichen Freibauern nach e3, der den Läufer auf f2 deckte. Mit riesigem Zeitvorsprung begann er seinen Gegner aus Uzbekistan systematisch auseinander zu nehmen - das Ganze nicht ganz ohne Risiko, wie Experten kolportierten. Der Boss ist wieder zurück und sprüht vor Angriffslust. mehr zur Turnierseite... zur Live-Übertragung...
TopTurniere Deutscher Mannschaftspokal - Viertelfinale
04.03.2005 - Am kommenden Wochenende entscheidet sich, welche vier Mannschaften die Endrunde der deutschen Pokal-Mannschaftsmeisterschaft erreichen. Die Begegnungen des Viertelfinales lauten Hamburger SK - Post SV Hannover, SG Porz - Sfr. Schöneck, SF Neukölln - Erfurter SK und OSC Baden-Baden - Karlsruher SF. Am Samstag, den 05. März 2005 wird das badische Derby ab 14 Uhr live übertragen. zur Live-Übertragung...
03.03.2005 - Mit Hochdruck und Akribie gingen heute die Weißspieler Kasparov gegen Leko, Vallejo Pons gegen Kasimdzhanov und Adams gegen Topalov zu Werke. Ex-Weltmeister Garry Kasparov zog alle Register in einem schon mehrmals diskutierten Abspiel des geschlossenen Sizilianers gegen den in Brissago 2004 Kramnik unterlegenen Vize-Weltmeister Peter Leko - remis nach 31 Zügen. Auch Adams und Topalov lieferten sich ein heißes Gefecht - remis nach 48 Zügen. Allein der Fide-Weltmeister Rustam Kasimdzhanov - angereist mit Sekundant Dr.Robert Hübner - mußte sich dem in diesem Turnier "außer Form spielenden" Francisco Vallejo Pons beugen - bravo Paco, eine Partie voller Elan und voller Fehler, besser gesagt Ungenauigkeiten, aber erfrischend unterhaltsam und für die spanischen Fans Balsam auf die wunde Seele. mehr zur Turnierseite... zur Live-Übertragung...
02.03.2005 - Viele Anhänger dieses großartigen Turniers glaubten an einen stürmischen Mittwoch nach dem ersten regulären Ruhetag. Aber selbst der als stürmischer Angreifer bekannte Garry Kasparow konnte aus seinem Spanier mit Weiß nichts herausholen und akzeptierte Topalovs Remisofferte nach Ta8 im 21.Zug. Der einzige Spanier im Feld, Francisco Vallejo Pons, ist dermaßen verunsichert, dass er erstmal ein tristes Weißremis nach unspektakulärer Abtauschorgie in einem c4/c5 Engländer nach 13 (dreizehn) Zügen fabrizierte. Bei Adams gegen Anand wurde wenigstens aggressiv in einem Najdorf Sizilianer eröffnet, aber Vishy Anand mit Schwarz konnte spielend leicht ausgleichen und nach Damentausch im 28.Zug wurde auch hier die Friedenspfeife geraucht. mehr zur Turnierseite... zur Live-Übertragung...
28.02.2005 - Jahrelang sind sie um die Welt getingelt und begegneten sich - doch zu einem regulären Match hat es nie gereicht. Die beiden Kontrahenten gingen sich irgendwie aus dem Weg, obwohl sie sich in der FIDE-Weltrangliste immer näher kamen. Zur Zeit trennen nur 18 ELO-Punkte die Nummer 1 von der Nummer 2 der Welt. Ganz klar, die Rede ist von Garry Kasparov und Vishy Anand. Wurde Vishy Anand bei dem viel publizierten Prager Wiedervereinigungsplan im Mai 2002 im Herausforderungsmodus nicht berücksichtigt, so treffen sie nun - die Schachwelt hat lange genug gewartet - im direkten klassischen Schach-Zweikampf endlich aufeinander. [21:00 Uhr] mehr zur Turnierseite... zur Live-Übertragung...
27.02.2005 - Wahrscheinlich kümmert sich Don Luis Rentero nicht so viel um die deutsche Literaturgeschichte. Trotzdem hat er als langjähriger Schachmacher des Linares-Turnier einige Verhaltens-Grundsätze übernommen, wie sie dem "Ritter mit der eisernen Hand", dem aus Goethes Schauspiel bekannten Götz von Berlichingen zugeschrieben werden. Don Luis Rentero ist konsequent - gegen frühe Remis-Schieberei und allzu leicht vereinbarte Nicht-Angriffs-Pakte der Weltklasse-Schachspieler. Auch die diesjährige Neuauflage des Turniers entpuppte sich bisher als Remis-Ernte. In der heutigen fünften Runde kamen Topalov und Anand gegen vermeintlich schwächere Gegner nicht über ein Remis hinaus. Doch ein kämpferischer Kasparov mit Sieg über Adams bewahrte Rentero vor einer Aufregung [22:00 Uhr] mehr zur Turnierseite... zur Live-Übertragung...
26.02.2005 - Die südlichste spanische Region Andalusien ist mit Naturschönheiten, geschichtlichen Sehenswürdigkeiten und bezaubernden Städten wahrlich reich gesegnet, doch der Austragungsort des Linares Schach-Turniers gehört nicht unbedingt in diese Hitliste des Kultur-Tourismus. Dieses Manko der ehemaligen Minenstadt Linares zu beseitigen war der Traum des Multi-Millionärs Luis Rentero - seine Visionen wurden von der örtlichen Gemeindeverwaltung ideell unterstützt, für die reichliche Ausstattung mit "Dolares", der Weltwährung der Profischachspieler sorgt aber der Supermarkt-Tycoon. mehr zur Turnierseite... zur Live-Übertragung...
25.02.2005 - Der Götterdämmerungsspezialist und Komponist Richard Wagner hätte sich keine bessere Dramaturgie ausdenken können als die Schachmacher um Luis Rentero im diesjährigen GM-Turnier in Linares (Spanien). Im doppelrundigen Turnier treffen Kasparov, Anand, die Nr. 3 der Weltrangliste Topalov und der beinahe Weltmeister Peter Leko, der im Brissago-WM-Match gegen Kramnik am Ende punktgleich stand aber nicht über den Titelverteidiger-Bonus verfügte, aufeinander.
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24.02.2005 - Einer der größten "Schachmacher" aller Zeiten, Senior Luis Rentero hatte sicher seine helle Freude am Kampf der beiden Schachgiganten Anand und Topalov, denn sie befolgten seine Devise: "Schach ist Kampf". Lange wogte dieser Sizilianer nach Vorbild des argentinischen Grand Senior, Miguel Majdorf, hin und her, bis der "Tiger von Madras" in ein gewonnenes Endspiel überleiten konnte und es filigran nach Hause brachte. Auch Garry Kasparov und Rustam Kasimdzhanov lieferten sich ein Kampf auf Biegen und Brechen bis am Schluß nichts mehr zu machen war. Nur Adams gegen Leko machten sich einen gemütlichen Nachmittag und rauchten bereits nach 18 Zügen die Friedenspfeife... mehr zur Turnierseite... zur Live-Übertragung...
23.02.2005 - Sieben Teilnehmer kämpfen doppelrundig um den Sieg. Insider sprechen vom Kasparov Format, weil die 12 Runden von 4 Ruhetagen begleitet werden und genügend Erholungspausen bieten, um sich gewissenhaft auf jeden Gegner einzustellen und vorzubereiten. Garry Kasparow (41 Jahre, Russland, Nr.1), Viswanathan Anand (35 Jahre, Indien, Nr.2), Michael Adams (33 Jahre, England, Nr.7) Veselin Topalov ( 29 Jahre, Bulgarien, Nr.3), Rustam Kasimdzhanov (25 Jahre, Uzbekistan, Nr.25), Peter Leko (25 Jahre, Ungarn, Nr.5) und Francisco Vallejo Pons (22 Jahre, Spanien, Nr.18) kämpfen um den Lorbeerkranz und um den ersten Preis von 100.000 Euro bei einem üppig gefüllten Preistopf. mehr zur Turnierseite... zur Live-Übertragung...
23.02.2005 - Spannend und kompromisslos ging es in der letzten Runde an der Spitze des Feldes zu. Mit der Farbverteilung von 5 x Schwarz und 4 x Weiss hatte nur Emil Sutovsky das bessere Ende im Reigen der Spieler mit 6,5 Punkten (+4), alle anderen hatten je 5 x Weiß und 4 x Schwarz und wurden damit auf die Plätze 2-5 verwiesen. Auch der deutsche Arkardij Naiditsch konnte sich mit 2 Siegen gegen Lastin und Altmeister Tseshkovsky in den letzten zwei Runden noch in die Geldränge spielen - klasse gemacht. mehr zur Turnierseite... zur Live-Übertragung...
22.02.2005 - Eine äußerst spannende Schlußrunde kündigt sich an. Kharlov führt mit 6,5 Punkten und hat Schwarz gegen Akopian und die beiden Verfolger Ivanchuk und Volkov führen die weißen Steine gegen Bacrot und Sutovsky. Mit 5,5 Punkten lauern neun Spieler noch auf ihre geringen Chancen: Akopian, Motylev, Malakhov, Eljanov, Bacrot, Sutovsky, Bologan, Khalifman und Radjabov. mehr zur Turnierseite... zur Live-Übertragung...
22.02.2005 - Brillante Weißsiege von Andrei Kharlov gegen Vladimir Malakhov und Vassily Ivanchuk gegen Hua Ni sind die Highlights des 7.Spieltages. Außer den Arbeitssiegen von Eljanov gegen Yue Wang 1:0 und Volkov gegen Fillipov 1:0 wurden alle Spitzenbegegnungen remis, nach teilweise heftigen Kämpfen und durchaus jenseits der 40 Züge - bravo, die Jungs haben das Thema verstanden oder liegt es doch an dem vortrefflich in der Spitze gefüllten Preisfonds: 1.Preis 30.000,- USD / 2. 17.000,- / 3. 10.000,- / 4. 5.000,- / 5. 3.000,- / 6.-10. 2.000,- / 11.-15. 1.200,- / 16.-20. 800,- und 21.-30. 500,- Auch hier in Moskau spürt man ein wenig den amerikanischen Einfluß beim Preisfonds: "Winner takes it all" ist die Devise. mehr zur Turnierseite... zur Live-Übertragung...
21.02.2005 - Auch für Schachspieler gelten 60 Jahre als magische Altersgrenze: Mit
ihrem runden Geburtstag werden sie in die Altersgruppe der Senioren
aufgenommen und können fortan - zumindest nach dem biologischen Alter -
auch Turniere unter ihres gleichen spielen.
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21.02.2005 - Die Zeit ist reif, um für Schach die „Ghetto“ Grenzen in Richtung Transparenz für Sponsoren, Teilnehmer und Medien durchlässiger zu machen. Der Analyst Tim M. Relta wird in Zukunft die kritischen Faktoren bei Schach Open genauestens beobachten, auswerten und in Tabellenform die besten 100 Turniere vergleichen – alle benötigten Zahlen und Werte sind freizugänglich! Mit drei Buchstaben und drei Ziffern werden die wichtigsten Kriterien definiert und wer AAA >1,50 erreicht ist ganz oben in der Skala der Bewertung. Die Veranstalter, beziehungsweise die Sponsoren und Teilnehmer dieser Veranstaltungen werden sich „oben auf“ fühlen können. Andere Veranstalter können aber auch versuchen, wie im berühmt berüchtigten STANDARD&POOR’S S&P Rating das „Triple A“ mit gewissen Massnahmen zu erlangen … Hier die ersten 10 Auswertungen aus dem letzten Jahr und auch der Blick in die Zukunft. mehr
20.02.2005 - Der in Moskau lebende Moldavier Victor Bologan wollte es unbedingt gegen Sergey Volkov wissen. Mit den weißen Steinen quälte er in der längsten Partie des Tages im Aeroflot A1-Open 90 Züge lang seinen sich zäh verteidigenden Gegner Volkov, dabei schien es, dass er mehrmals den einfachen Gewinn ausließ - aber was für ein Kampf! Außer dem Franzosen Etienne Bacrot und dem Chinesen Ni versuchten alle ihre Position vor den letzten 3 anstehenden Runden mit anspruchsvollem Spiel zu verbessern. Trotzdem gab es an der Spitze des Feldes fünf Remisen und nur marginale Bewegungen. Arkardij Naiditsch spielte wieder eine mutige Schwarzpartie, mußte aber bei der ersten Zeitkontrolle der bessere Technik seines Gegners Postny aus Israel Tribut zollen. mehr zur Turnierseite... zur Live-Übertragung...
TopTurniere Frauen-Bundesliga live aus Baden-Baden!
20.02.2005 - Die Samstags-Runde ging klar an die beiden badischen Vertreter aus Karlsruhe und Baden-Baden. Dabei gewann der OSC Baden-Baden mit 5:1 unerwartet deutlich gegen den USV Halle. Die Karlsruher Schachfreunde behielten gegen Leipzig mit 3,5:2,5 knapp die Oberhand, dieser Sieg geriet allerdings nie in Gefahr. Heute tauschen die Badener ihre Gegner: Baden-Baden gegen Leipzig und Karlsruhe gegen Halle. Und alles wieder live! Wie üblich am Bundesliga-Sonntag schon ab 9 Uhr! Mitten in der Nacht, wie aus Spielerkreisen immer wieder zu vernehmen ist... zur Live-Übertragung...
20.02.2005 - Der sensationell hohe Preisgeldtopf spornt einige Titelträger an "Sekt oder Selters" zu spielen, andere versuchen mit Remisgeschiebe sich in den vorderen Rängen zu halten, um auf keinen Fall leer auszugehen. Der 1.Platz mit 30.000 $ dotiert hat auch noch eine weitere attraktive Zusatzkomponente, nämlich die, beim berühmten Einladungsturnier, den 33.Dortmunder Schachtagen vom 8.-17.Juli 2005, einen der begehrten 10 Startplätze zu bekommen. Neben dem WM im traditionellen Schach Vladimir Kramnik, dem Vize-WM Peter Leko, den Großmeistern Topalov und Swidler kommen noch weitere sechs Schach-Koryphäen zum Einsatz. Mal sehen wer den Platz hier in Moskau erkämpft. mehr zur Turnierseite... zur Live-Übertragung...