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Gashimov Memorial 2015 startet gleich mit einem Kracher
Anand vs. Carlsen in Runde 1
16.04.2015 - Nach der heutigen Eröffnungsfeier beginnt morgen offiziell der Spielbetrieb beim Shamkir Chess 2015, welches auch als Gashimov Memorial bekannt ist. Am 14. Januar 2014 verstarb mit nur 27 Jahren der aserbaidschanische Großmeister und Weltklassespieler Vugar Gashimov (Bild) an einem Hirntumor und hinterließ in der Schachwelt eine nicht zu füllende Lücke. Ihm zu Ehren wurde noch im gleichen Jahr in Shamkir ein Weltklasseturnier veranstaltet, welches in diesem Jahr seine zweite Auflage erfährt. Am Start sind die Weltmeister Carlsen, Anand und Kramnik sowie die Topspieler Caruana, Giri, So, Vachier-Lagrave, Mamedyarov, Mamedov und Adams. Letzterer ersetzt den erkrankten Radjabov. Mit einem ELO-Schnitt von 2773 wird hauchdünn die Turnierkategorie 22 um 3 lächerliche Pünktchen verpasst. Der Preisfonds ist mit 100.000,- Euro sehr gut gefüllt. Gespielt wird jeweils ab 12 Uhr. Zum Auftakt kommt es gleich zur Spitzenpaarung Anand versus Carlsen - mit Weiß für den Erstgenannten. In der Folge finden Sie weitere Informationen zum Turnier und zu den Spielern sowie alle Paarungen und einige Bilder der Eröffnungsfeier.

Offizielle Turnierseite

Am 01. November 2014 hat ein neuer Jahrgang der Chess Tigers Universität mit 3 neuen Kursen begonnen!

Kostenlose Probelektionen und weitere Informationen:
Chess Tigers Universität - Jahrgang 2014


Vugar Gashimov (* 24. Juli 1986 in Baku, † 11. Januar 2014 in Heidelberg)
bei der Chess Classic Mainz 2010


Allgemeine Informationen
Das Shamkir Chess 2015 findet vom 16. bis 26. April im Haydar Aliev Centre in Shamkir statt. Veranstalter sind der Aserbaidschanische Schachverband und die Synergy Group

Der Turnierschnitt beträgt 2773, was der Turnierkategorie 21 entspricht.

Gespielt wird ein einrundiges Turnier mit zehn Spielern, und die Bedenkzeit ist 120 Minuten für 40 Züge plus 60 Minuten für weitere 20 Züge. Ab Zug 61 haben die Spieler 15 Minuten plus 30 Sekunden pro Zug für den Rest der Partie.

Rundenstart ist täglich um 12 Uhr, lediglich die letzte Runde beginnt eine Stunde früher. Der einzige Ruhetag wird am 22. April eingelegt.

Sollten am Ende zwei Spieler punktgleich den ersten Platz belegen, wird ein Tiebreak gespielt. Zunächst werden zwei Schnellpartien mit 10'+3'' ausgetragen. Gibt es noch keinen Sieger, wird das Ganze mit 5'+3'' wiederholt. Endet auch das Match unentschieden, muss der "Sudden Death" entscheiden, in welchem Weiß 6 Minuten erhält und dafür gewinnen muss, während Schwarz nur 5 Minuten bekommt, ihm aber ein Remis zum Turniersieg reicht.

Sollten mehr als zwei Spieler punktgleich den ersten Platz belegen, entscheiden in der Reihenfolge die höhere Zahl der Siege, dann der direkte Vergleich und schlussendlich die Sonneborn-Berger-Wertung.

Der Preisfonds beläuft sich auf 100.000,- Euro, die sich wie folgt verteilen:

1. 30.000,-
2. 20.000,-
3. 15.000,-
4. 10.000,-
5. 8.000,-
6. 6.000,-
7. 4.000,-
8. 3.000,-
9. 2.500,-
10. 1.500,-

Alle weiteren Informationen liefert die Turnierseite.


Die Spieler

Sven Magnus Øen Carlsen (24)
Norwegen
ELO 2863
16. Weltmeister

Viel gespielt hat der amtierende Weltmeister in diesem Jahr noch nicht, aber die beiden Turniere, an denen er teilgenommen hat, beendete er als Sieger. Beim berühmten Tata Steel in Wijk aan Zee siegte er mit 9/13, und bei der GRENKE Chess Classic in Baden-Baden besiegte er den deutschen Top-Spieler Arkadij Naiditsch in einem packenden Tiebreak. Natürlich ist er auch in Shamkir der Favorit.


Viswanathan Anand (45)
Indien
ELO 2791
15. Weltmeister

Mit der Rolle des "Turnier-Seniors" kommt der indische Superstar mittlerweile bestens zurecht. Vishy zeigte sich zuletzt bei der Zurich Chess Challenge sehr gut erholt vom verlorenen WM-Match und gewann in der Schweiz das klassische Turnier. Nach dem Schnellschach musste er trotz bester Zweitwertung mit Hikaru Nakamura in einen kurzfristig angesetzten Tiebreak, den der Amerikaner für sich entschied. In Shamkir spielt Vishy das erste Mal - wir drücken unserem Ehrentiger die Daumen. Go, Vishy!


Vladimir Borisovich Kramnik (39)
Russland
ELO 2783
14. Weltmeister

Auch der in Paris lebende russische Hüne hat 2015 noch wenig Spielpraxis. Lediglich bei der Zurich Chess Challenge schlug Kramnik auf und wurde mit einer hundertprozentigen Remisquote im Hauptturnier Dritter. Im Schnellschach drehte er dann deutlich auf und wäre beinahe noch für den Gesamtsieg in Frage gekommen. Mal schauen, ob er in Shamkir auch bei normaler Bedenkzeit mal wieder glänzen kann.


Fabiano Luigi Caruana (22)
Italien
ELO 2802

Italiens bester Spieler aller Zeiten hat bisher ein gebrauchtes Schachjahr erwischt. Beim Tata Steel wurde die Nummer 2 der Weltrangliste „nur“ Siebter und bei der Zurich Chess Challenge gar Letzter, aber nicht nur er erinnert sich garantiert auch noch an seinen phantastischen Triumph beim Sinquefield Cup 2014, den er klar vor Carlsen gewann. Wenn Caruana seine kleine Formkrise wieder im Griff hat, ist er definitiv ein Favorit auf den Turniersieg in Shamkir!


Anish Giri (20)
Niederlande
ELO 2790

Der junge Niederländer mit russisch-nepalesischen Wurzeln ist in der absoluten Weltspitze angekommen und nimmt gar Kurs auf die 2800. Oft ist der jüngste Spieler eines Turniers der Gejagte, aber die Konkurrenz weiß längst, dass der junge Mann ein Supergroßmeister ist und so auch „bespielt“ werden muss. Das Ziel ist klar: Weltmeister werden! Auf sein Abschneiden in Shamkir sind viele Experten und Fans sehr gespannt.


Wesley Barbasa So (21)
USA
ELO 2788

Nur wenig älter als Giri ist So ebenfalls in die Phalanx der Supergroßmeister vorgestoßen. Jüngste Erfolge sind seine Siege beim Millionaire Chess Open und der geteilte zweite Rang beim Tata Steel 2015. Geboren auf den Philippinen wechselte So Ende 2014 zum U.S.-Verband, machte aber jüngst bei den U.S.-Meisterschaften negative Schlagzeilen, als er nach 6 Zügen eine Partie verlor, weil er sich – wenngleich völlig harmlose – Notizen am Brett machte und dies trotz zweimaliger Verwarnung des Schiedsrichters nicht unterließ. Dass die Gründe für dieses absurde Verhalten in privaten Problemen mit seiner Mutter und dem Verlassen der Webster University liegen, gestand So selbst öffentlich.


Maxime Vachier-Lagrave (24)
Frankreich
ELO 2762

MVL ist im gleichen Alter wie der amtierende Weltmeister, wartet aber als aktuelle Nummer 11 der Weltrangliste noch auf seinen ganz großen Auftritt. Das „ internationale Wohnzimmer“ des Franzosen steht in Biel, wo er schon drei Mal (2009, 2013 & 2014) das stets stark besetzte GM-Turnier für sich entschied. Ebenso oft gewann er auch die Französische Meisterschaft (2007, 2011 & 2012). Schwer zu sagen, ob er ganz oben wird mitmischen können - das Talent jedenfalls ist zweifelsohne vorhanden.


Shakhriyar Hamid oglu Mammadyarov (30)
Aserbaidschan
ELO 2754

Am 12. April wurde Shak 30 und ist momentan die Nummer 13 der Weltrangliste. Er ist eigentlich ein viel besserer Mannschafts- als Einzelspieler, wie seine zahlreichen Medaillen mit der Nationalmannschaft Aserbaidschans beweisen. Zudem sind seine Einzelergebnisse extremen Schwankungen ausgesetzt, was ihn bisher daran hinderte, nach Höherem zu streben. Das Gefühl sagt, er wird auch in Shamkir nicht um Platz 1 mitspielen, aber viele interessante Partien beisteuern.


Michael Adams (43)
England
ELO 2746

Mickey kann auf eine lange und erfolgreiche Turnierkarriere zurückblicken, die auch heute noch ihre leuchtenden Momente hat. 2004 kam er dem WM-Titel so nah, dass er ihn schon fast in Händen hielt, aber im Finale unterlief ihm im Tiebreak gegen Rustam Kasimdzhanov ein Malheur und er verlor denkbar knapp. Bei den Kollegen ist er wegen seiner ruhigen und freundlichen Art besonders beliebt und wegen seiner ausgesprochenen Geduld und Rechenkraft am Brett gefürchtet.


Rauf Mamedov (27)
Aserbaidschan
ELO 2651

Mamedov ist ein starker Großmeister der erweiterten Weltklasse, der seine Meriten wie Landsmann Mamedyarov hauptsächlich in der Nationalmannschaft Aserbaidschans schaffte. In Shamkir darf er natürlich als Landsmann und Freund von Vugar Gshimov mitspielen, wenngleich er befürchten muss, als Punktelieferant für die Elite herhalten zu müssen. Aber das ist auch DIE Gelegenheit, das Turnier seines Lebens zu spielen Am Tag der letzten Runde wird Mamedov 28 Jahre alt - mal schauen, ob es was zu feiern gibt.


Paarungen


Impressionen Eröffnungsfeier
Screenshots vom Livestream

Gedenkminute für Vugar Gashimov

FIDE Präsident Kirsan Ilyumzhinov

Nicht jeder lauschte aufmerksam

Dann schon eher den Worten von Gashimovs Vater...

...die nicht nur Vugars Bruder berührten

Hier ahnten Anand und Carlsen noch nicht, dass sie
gleich zum Auftakt gegeneinander spielen müssen

Doch als Vishy die Nummer 4 zog, war der Kracher
perfekt, denn Carlsen hatte zuvor die 7 erwischt

Etwas "Aserbaidschaaaaan" musste natürlich auch sein

Zum Abschluss stellten sich die Spieler allesamt einer kurzen Fragestunde der Journalie

Natürlich wurde Wesley So auf das Geschehen bei der U.S.-Meisterschaft angesprochen, doch dieses Mal ging er bei seiner Antwort nicht darauf ein - besser ist das!



Mike Rosa

Published by Mike Rosa

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