11.12.2006 - +++ 2. Bundesliga und Oberliga Ost, 4. Runde +++ Kein hessisches Team mehr im DSB Pokal dabei +++ C-Trainer-Lehrgang 2007 - Veranstalter gesucht +++ Vorrunde Deutsche Amateurmeisterschaft in Kassel
Gruppe West
Mit einer derben Niederlage schließt der SV Hofheim das Jahr 2006 ab: in
der zweiten Liga gab es im Heimspiel gegen Sfr.Gerresheim eine 2,5
Niederlage. Lediglich, oder immerhin, Remis erreichten die GMs Hickl und
Ginsburg, IM Brendel sowie die FMs Buchal und Burkart. Aufgeben mussten
die beiden Zude- IMs als auch IM Pirrot. Der Aufstieg ist damit nicht
weg, aber doch nicht mehr so greifbar wie nach einem möglichen Sieg. Da
fehlte die Bestbesetzung! Lesen Sie dazu auch den Bericht von IM Dr. Erik Zude:
Rabenschwarzer Tag für Hofheim I
Die vierte Runde der laufenden 2. Bundesliga Saison ist uns völlig aus den Händen geglitten. Auf dem Papier waren wir zwar klarer Favorit, aber trotz großem Kampfgeist mussten wir nach 6 Stunden eine völlig verdiente Niederlage einstecken, auch wenn es an dem einen oder anderen Brett anders hätte ausgehen können. Den Schachfreunden Gerresheim ist es gelungen, ihre elomäßig deutlich unterlegenen Bretter gut ins Trockene zu bringen -- um dann auch an den übrigen Brettern zu dominieren! Da lief leider nichts für uns.
IM Dr. Erik Zude
FM Stephan Buchal legte zunächst mit Schwarz gegen FM Ulrich Dresen ein sauberes Auftragsremis hin. Ein bekanntes Dauerschach in Stephans bevorzugtem Königsfianchetto, das Dresen wohl mindestens billigend in Kauf genommen hat und Stephan schlecht vermeiden konnte. FM Patrick Burkart verteidigte sich mit den schwarzen Steinen umsichtig gegen den, wie Ulrich Dresen, sehr auf Sicherheit bedachten Thomas Lemanczyk. Nach der Eröffnung hatte Patrick die etwas schlechtere Struktur, so dass auch hier das baldige Remis als "gut gelaufen" verbucht werden konnte. IM Oliver Brendel wurde von Thorsten Kober mit einer sehr originellen Eröffnungsbehandlung konfrontiert. Kober fianchettierte mit Schwarz seinen Königsläufer und setzte Oliver die Bauernstruktur a5-b5-c6-d7-e6-f5 vor, gegen dessen d4 und e5. Das sah sehr gut und vielversprechend aus für uns, aber als die Zeit knapp wurde und die Verwicklungen kamen, nahm Oliver lieber das Remis-Angebot Kobers an.
Schlimmer traf es aber IM Dieter Pirrot. Wie üblich hat er mit Weiß starken Druck gemacht. FM Christoph Nogly wählte im Zweispringerspiel eine Seitenvariante, aber sein Bauernopfer hielt Dieter nicht davon ab, selbst nach Angriffsmöglichkeiten Ausschau zu halten. Dann passierte aber das Unfassbare: Dieter produzierte den ersten einzügigen Einsteller seiner Karriere! Allerdings nicht ganz im Stile Kramniks, immerhin konnte Dieter noch aufgeben. IM Arno Zude hatte sich gegen die Drachenariante von IM Dmitry Stets im Theoriegestrüpp verirrt. Für nur eine Qualität zerrüttete dieser Arnos Königsstellung, ohne inzwischen selbst matt zu werden. Als Arnos Angriff versandete, bedeutete das auch schon die Niederlage. Seine geschwächte Königsstellung hielt dem Gegenangriff von Stets nicht stand. Minus 2. Bei noch 3 verbliebenen Partien wurde dann bald klar, dass heute keine Mannschaftspunkte mehr drin waren. Ich selbst hatte zwar einen soliden Mehrbauern in einem Turm- und Läuferendspiel, die ungleichfarbigen Läufer gaben Viacheslav Savchenko aber gute Remischancen. GM Gennadi Ginsburg hatte vorher schon ein Remisangebot von IM Andrey Orlov abgelehnt und versuchte nun mit Schwerfiguren und ungleichen Läufern im Angriff zu gewinnen. Gennadis Uhr gab aber zu wenig Zeit her, und nach einer hektischen und langen Abwicklung waren die Schwerfiguren weg, und auch einer von Gennadis Bauern. Aber immerhin noch Remis. GM Jörg Hickl war nach anscheinend gut überstandener Eröffnung doch noch unter starken Druck geraten. IM Yuri Solodovnichenko machte sich nichts draus, gegen Jörgs Philidor-Verteidigung nichts Greifbares heraus geholt zu haben, und schickte einfach seinen f-Bauern auf die Reise. Dass dieser ungehindert bis f6 kam und den schwarzen Königsläufer einsperrte, war bestimmt nicht Teil von Jörgs Planungen. Ab hier spielte Jörg mit einer gefühlten Minusfigur. Irgendwie passierte dann aber ein Wunder und Jörg entkam in ein Remis, sehr zur Verblüffung seiner Mannschaftskameraden.
Bis dahin hatten wir kein Glück, oder sagen wir, zu wenig davon. Jetzt kam aber auch noch Pech dazu. Oder war es Gerechtigkeit? Meine Partie war bis kurz vor Schluss wechselhaft verlaufen, will sagen, einige beiderseitige Übersehen ließen die Partie meistens zwischen Gewinn für mich und Ausgleich pendeln. Als wir beide noch 5 Minuten hatten, war es wieder einmal ein Gewinn für mich. Dummerweise guckte ich noch einmal "kurz rein", in der Absicht, nach der geplanten Zugfolge dann das Mitschreiben einzustellen, nur um dann festzustellen, dass ich "plötzlich" nur noch knapp 2 Minuten übrig hatte! Ich weiß ehrlich nicht, wo die Zeit geblieben ist. Das Ende der Partie möchte in diesem Zusammenhang nicht kommentieren. Minus 3!
Also insgesamt ein rabenschwarzer Tag für Hofheim 1!
Eine kalte Dusche für uns. Schwamm drüber. Immerhin zeigt dieser Mannschaftskampf, dass auch die Außenseiter gute Chancen haben. Vielleicht gelingt uns ja eine Überraschung gegen Godesberg? Daumen drücken!
Gruppe Ost
Auch Schöneck muss sich nach der Heim-Niederlage gegen Dresden andere
Ziele als den Aufstieg setzen. Zwar ist bei diesem 2,5-5,5 ein Sieg von IM
Telljohann auf hessischer Seite zu vermelden, jedoch kamen leider nicht
sieben, sondern nur noch 3 Remis von den IMs Konopka und Petr sowie FM
Schaack hinzu. Die Niederlagen der FM Quadriga bestehend aus Alber,
Ortmann, Marchio und Timpel sorgten dann auch nicht gerade für einen
Höhepunkt am Jahresende. Schade!
Gruppe Süd
Insofern konnte Mörlenbach das Niveau halten (<- Sarkasmus, sorry!) und
lieferte die vierte Niederlage in Folge ab. Da hebt man sich wohl das
wahre Können für den grandiosen Schlussspurt um den Klassenerhalt für
das kommende Jahr auf, oder?! Gegen den FC Bayern München kann man
verlieren, jedenfalls hört sich das besser an als gegen Bebenhausen.
Doch leider gewinnen die dann auch gleich noch hoch: Remis erzielten
jedenfalls Treffert, Boehmer und Frei, während GM Galdunts, Schneider,
Schaefer, Wohlfart und Klings alles an die Großkopferten ablieferten.
aber nächstes Jahr, 2007, .....
OBERLIGA OST, Staffel B
Griesheim ist "nur" noch Co-Tabellenführer in dieser Staffel. Zwar
gewann man 5-3 gegen Team 2 des Erfurter SK, doch gelang Emport Erfurt
gleichzeitig bei Brett vorm Kopp Frankfurt ein deutlicherer 6,5- Sieg,
sodaß nun erst mal das Alphabet über die erste Zeile der Tabelle
entscheidet.
Steinbach, obwohl schon drei Punkte hinter der Spitze, konnte sich nach
einem 5-3-Heimsieg gegen Medizin Erfurt alleine auf den dritten Platz
ein festliches Geschenk machen.
Hungen/Lich und Offenbach belegen nach ihrem Viervier die Plätze 4 und 5
der Tabelle, BvK wird mit dem 6.Platz nur mit der Platzierung in der
oberen Tabellenhälfte zufrieden sein können. Dotzheim führt nach dem
relativ überraschenden Sieg gegen Oberursel vor diesen die zweite Hälfte
der Tabelle an.
Hofheim II muss nach der Niederlage gegen den SV Wiesbaden diesen den
Vortitt auf Platz Neun der Tabelle lassen.
Positiv aus hessischer Sicht, das die beiden Erfurter Klubs, Medizin und
SK 2, die für den Abstieg reservierten Plätze zieren.
DSB Pokal für Vereinsmannschaften
Leider hat es auch den hessischen Pokalsieger der vergangenen Saison,
die Schachfreunde Schöneck, erwischt und sie sind aus dem laufenden
Wettbewerb mit einer kanppen 1,5:2,5 Niederlage gegen den Klub der
Kölner Schachfreunde ausgeschieden.
C-Trainer-Lehrgang 2007
2007 wird erneut ein C-Trainerlehrgang angeboten. Die Kosten belaufen
sich für den Erwerb der C-Trainer-Lizenz 350,- Euro sowie die
Verlängerung der Lizenz (nach 4 Jahren) 80,- Euro!
Für die folgenden Termine werden noch Vereine gesucht, die Interesse
haben, sich als Veranstaltungsorte zur Verfügung zu stellen. Es ist
übrigens kein Hindernis, wenn ein Verein nur eine oder zwei
Blockveranstaltungen ausrichten kann! Interessierte Vereine melden sich
bitte bis zum 15.01.2007!
Termine:
28.04. bis 01.05.2007: Dauer 8.00 bis 18.30 Uhr 17.05. bis 20.05.2007: Dauer 8.00 bis 18.30 Uhr 07.06. bis 10.06.2007: Dauer 8.00 bis 18.30 Uhr 23.06 und 24.06.2007: Dauer 8.00 bis 18.30 Uhr
Die komplette Ausschreibung inkl. Veranstaltungsorte und
Lehrgangsinhalte folgt in der Rochade Ausgabe 02/2007 bzw. kann beim
Referenten für Ausbildung Mirko Humme abgerufen werden.
Ausbildung@Hessischer-Schachverband.de
Deutsche Amteurmeisterschaft in Kassel, Vorrunde
Hans-Dieter Post
Weit über 200 Teilnehmer haben bereits in Kassel für die 2.Vorrunde zur
Deutschen Amateurmeisterschaft gemeldet, noch ist fraglich, ob man die
Höchstmarke von vor zwei Jahren erreichen kann.