26.07.2006 - +++ Karl-Mala-Open: Landestrainer Reschke bricht in GM Phalanx ein +++ Hessischer 4er Pokal: Halbfinale steht fest +++ Entdeckt Garry Kasparov Schach neu? +++ Spielerpassstelle muss pausieren +++
Karl-Mala-Open:
Landestrainer Reschke bricht in GM Phalanx ein
Stefan Reschke
In einem internationalen Klassefeld, davon alleine in der absoluten
Spitze sieben Großmeister aus 6 Nationen, konnte der A- Trainer und
Internationale Meister Stefan Reschke aus Frankfurt seine Spielstärke im
Bereich der Schachprofis unter Beweis stellen und erreichte ungeschlagen
einen ausgezeichneten dritten Platz vor über 230 weiteren Teilnehmern
beim 10.Karl-Mala-Open, ausgetragen im Bürgerhaus des Frankfurter
Stadtteils Griesheim.
Selbst dem Amateurlager angehörend, überraschte der Kadertrainer des
hessischen Schachverbandes die beiden Großmeister Ikonnikov aus Russland
und Kalinitschew aus Georgien mit exaktem Spiel und konnte remisieren,
konterte zudem in der wichtigen Vorschlußrunde den GM Anwärter Leonid
Milov aus Nürnberg in einer ihm besser bekannten Variante gnadenlos aus
und trug den wichtigen Sieg davon, der ihm letztlich sogar gute Chancen
auf den Gesamtsieg einbrachte.
Dass daraus letztlich nichts wurde, lag an Lettlands Nummer 1, GM
Daniel Fridman, der, den Frankfurter zur Schlußrunde im Nacken spürend,
alles daran setzte, um seine eigene Partie zu gewinnen; was ihm auch
gelang. Fridman siegte so ebenfalls ungeschlagen mit 6,5 Punkten aus 7
Runden sicherte sich den alleinigen ersten Platz. Gerade noch nach
Wertung konnte sich der ukrainische GM Sergej Ovsejevitsch am
Frankfurter vorbei auf Platz 2 mogeln, doch in der Schlußrechnung sind
eben mehr Großmeister hinter als vor Reschke platziert! Alle weiteren
Platzierungen, die insbesondere aus hessischer und Frankfurter Sicht zur
Freude Anlass bieten, sind der Turnierseite des Veranstalters zu
entnehmen. Neben den Tabellen, Fotos werden in einigen Tagen folgen, ist
auch bereits die offizielle DWZ Auswertung einzusehen. Das ganze beginnt
man am besten bei:
Die Veranstalter aus dem Frankfurter Westen gaben sich auch in der
10.Auflage alle Mühe, um dem Ruf, eines der wichtigsten Schach Open
Deutschlands zu sein, Rechnung tragen zu können. Der Rückgang in der
Teilnehmerzahl, ein Wermutstropfen für jeden Veranstalter, ist sicher
auch darauf zurückzuführen, das Deutschland nicht gerade arm an
hochrangigen Schachevents ist und es dazu immer mehr werden. Doch das
Team um Cheforganisator Ralph Blum wird auch in den kommenden 10 Jahren
fest in die Pedale treten, um das primäre Ziel, das Gedenken an Karl
Mala, weiter hoch zu halten.
Hessischer 4er Pokal: Halbfinale steht fest
Nicht jeder zählt Open- Turniere zu seiner Leidenschaft, immerhin
muss man auch ein langes Wochenende dafür opfern können. Der Hessische
Pokal für 4er Mannschaften, leider parallel zu Karl-Mala stattfindend
(aber es gingen meines Wissens auch keine Verlegungswünsche ein), bietet
auch Wettkampfschach und dafür nur an einem Sonntag. In dieser Runde
mussten die 4 Teilnehmer für das Halbfinale ermittelt werden und es kam
zu teils überraschenden Ergebnissen. So konnte sich der SV Wiesbaden,
zwar nur knapp nach Wertung, aber eben doch gegen einen der Favoriten
auf den Gesamtsieg, den SV Oberursel durchsetzen. Ebenfalls raus ist FB
Mörlenbach/Birkenau, die ohne ihren in Griesheim beschäftigten
Hessenmeister GM Vitali Kunin antreten mussten. Schöneck gewann im
Odenwald mit 2,5-1,5. Auch ein Unentschieden und knapper Sieg nach
Berliner Wertung reichte dem SC Springer Bad König zum Weiterkommen als
Gast bei der SG Eppstein. Und das wie im Tennis ein 6:0, 6:0 Sieg nach
Sätzen auch ein hartes Stück Arbeit auf gleichem Niveau gewesen sein
kann, bestätigte die Fuldaer Ergebnismeldung, die den 4:0 unterlegenen
Spielern des SK Niederbrechen ein hartes Ringen um das Weiterkommen
bescheinigt. Wie es weitergeht? Steht hier:
Schach- Frührentner Garry Kasparov wird gegen Ende August an einem
Einladungsturnier in Zürich teilnehmen und u.a. soll Chess960 dabei
gespielt werden. Hmhh, Mitte August finden doch im Rahmen der Chess
Classic die Weltmeisterschften in dieser Disziplin statt, und
Hans-Walter Schmitt wäre sicherlich nicht der Ober- Chesstiger, wenn er
dem Vorruheständler nicht schon ein Offerte zur Teilnahme zwecks
Training überreicht hätte.
Für den WM Titel ist es zwar zu spät, aber für so ein kleines FiNet-
Open mit einer ganzen Horde an GMs bis in die absolute Weltspitze hinein
ist doch immer Platz im Kalender, oder Garry?! Genaue Zahlen sind noch
nicht bekannt, aber wie man hört liegt der Schnitt der Top-10-Spieler
bei etwas unter 2700. Für ein Open sicher nicht schlecht, um nicht zu
sagen: außergewöhnlich! Und gerade deshalb würde auch aus dieser Sicht
ein Sahnehäubchen ganz gut passen. Zeit, das sich was dreht!
Das Anmeldekarussel dreht sich in den letzten Tagen vor dem Beginn
der Chess Classic Mainz bekanntlich immer schneller, und wenn Kasparov
meldet, dann bekommt man es hier sicher als erstes mit:
auch nach dem Passlauf (Mitte Juli) habe ich verschiedentliche
Neuanmeldungen, aber auch Abmeldungen von Spielern bekommen. Da mit dem
Passlauf nun die Mitgliederverwaltungssoftware gewechselt wurde und
zugleich eine neue Datenbank eingesetzt wird, deren Daten aus der alten
Datenbank durch die Softwarefirma des neuen Programms übernommen werden,
dauert es noch einige Zeit (1. Augusthäfte), bis ich die neue Version
bekomme und dann dort die An- und Abmeldungen durchführen kann. Jede
Änderung, die ich vorher mit dem alten Programm vornähme, müsste ich mit
dem neuen wiederholen.
Hans-Dieter Post
Ich bitte Sie deshalb, für etwaige noch anstehende
Mannschaftsmeldungen, auch die von den Vereinen nach dem 15.07.2006
gemeldeten Spieler zu akzeptieren, die noch nicht in den
Mitgliedslisten, die ich Ihnen zugeschickt habe, erwähnt werden. Lassen
Sie sich von den Vereinen stattdessen die Meldung an mich übermitteln,
so dass Sie gewiss sein können, dass die Spieler angemeldet wurden. In
Zweifelsfällen, in denen unsicher ist, ob die Spieler eventuell in der
zu Ende gehenden Saison woanders gespielt haben und nicht abgemeldet
wurden, bin ich gerne bereit, auch vorher den Spielerstatus zu
ermitteln. Haben Sie aber bitte Verständnis dafür, dass ich nicht die
ganze Arbeit zweimal machen möchte.
Mit freundlichen Grüßen, Rainer Blanquett, Spielerpassstelle /
Mitgliederverwaltung
So dann schwitzt mal noch schön, und keine Bange, ab Dezember soll es
wieder kälter werden!