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Chess960
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Erste Computer Weltmeisterschaft im Chess960!
31.12.2004 - Im Rahmen der Chess Classic Mainz 2005 wird die WNCA die erste Computer Weltmeisterschaft im Chess960 (Fischer Random Chess, FRC, Fischer Schach) austragen. Die Weltmeisterschaft wird am 11. und 12. August 2005 in der Rheingoldhalle in Mainz stattfinden und wird von den Frankfurt Chess Tigers e.V. organisiert.
Der erste offizielle Computer-Weltmeister im Chess960 wird durch ein 7-rundiges Turnier nach Schweizer System ermittelt

Der erste offizielle Computer-Weltmeister im Chess960 wird durch ein 7-rundiges Turnier nach Schweizer System ermittelt. Die Startaufstellung der Figuren wird – wie beim FiNet Chess960 Open - nach dem Zufallsprinzip ermittelt und erst fünf Minuten vor Beginn jeder Runde bekannt gegeben. Die Zeitkontrolle für die Partien beträgt 25 Minuten plus 10 additive Sekunden pro Zug, genau wie bei dem Wettkampf um die Weltmeisterschaft im Chess960 zwischen Peter Swidler und Zoltan Almasi, der ebenfalls im Rahmen der Chess Classic Mainz 2005 stattfinden wird.

 

„In den letzten Monaten haben bereits einige namhafte Programmierer zu verstehen gegeben, dass Sie unbedingt in Mainz dabei sein wollen“, sagte Eric van Reem, einer der Initiatoren des Events und Chefredakteur von Computerschaak, Niederlande. Auf jeden Fall wird Richard Pijl mit seinem Programm The Baron teilnehmen. Der Niederländer konnte mit seinem starkem Programm bei der Chess Classic Mainz 2004 dem Chess960 Vize-Weltmeister Levon Aronian in einem Exhibition Match über zwei Partien ein Unentschieden abringen. In der neuesten Version wird The Baron bei dem Kampf um den Titel mit Sicherheit ein heißer Favorit sein.

 

Preisfonds

Im Gegensatz zu vielen anderen Computer-Turnieren haben die Chess Tigers für die erste offizielle Computer-Weltmeisterschaft einen Preisfonds ausgelobt, der über EURO 3 000 beträgt. Der Preisfonds wird auf die ersten sieben Platzierungen wie folgt verteilt:

 

  1. Platz: € 1000
  2. Platz: € 600
  3. Platz: € 500
  4. Platz: € 400
  5. Platz: € 300
  6. Platz: € 200
  7. Platz: € 100

 

„Die Verteilung des Preisfonds soll das Turnier gerade für interessierte Amateure spannend machen“ sagt Hans-Walter Schmitt von den Chess Tigers. „Jeder Amateur, der für die WM ein Chess960-fähiges Programm auf die Beine stellt, soll auch eine Chance auf einen Teil des Preisfonds haben. Außerdem bieten wir jedem Programmierer, der sein Programm an der Veranstaltung teilnehmen lässt und selbst bedient, kostenlose Unterkunft im Hotel Hilton in Mainz. Selbstverständlich können die Teilnehmer alle hochkarätige Veranstaltungen der Chess Classic Mainz 2005 kostenlos besuchen, wie den Kampf um die Krone im Chess960 und die Titelverteidigung von Vishy Anand im klassischen Schach, der in Mainz seinen Titel schon siebenmal erfolgreich verteidigt hat.“ informiert Hans-Walter Schmitt.

 

Gerade das Ambiente der Chess Classic macht eine Teilnahme an dem Event für viele Programmierer interessant. Die Computer-WM findet an den gleichen Tagen und in unmittelbarer Nähe des FiNet Open statt, an dem in 2004 unter anderem die 2700er Top Ten Spieler Ruslan Ponomariov, Alexander Grischuk, Alexander Morozevich und Etienne Bacrot teilnahmen. Für qualifizierte Kiebitze ist also ausreichend gesorgt.

 

„Wir glauben, dass diese Computer-Weltmeisterschaft die Chess Classic Mainz 2005 auf ideale Weise abrundet. Jetzt bieten wir unseren Besuchern nicht nur den Kampf um die Weltmeisterschaft der Chess960-Menschen, sondern auch den Wettkampf um den offiziellen Titel des Computerweltmeisters im Chess960“ betont Hans-Walter Schmitt. Und darüber hinaus soll im Rahmen Programm – wie schon bei der Chess Classic Mainz 2004 – wieder ein Match „Mensch gegen Maschine“ statt finden. Die Pläne laufen auf ein jährliches Match bester Mensch gegen bestes Programm hinaus, so dass alle Varianten abgedeckt sind.

 

„Und zusätzlich wird die Veranstaltung dafür sorgen, die Qualität der Chess960 Engines weiter zu verbessern und damit einen weiteren Beitrag zur Verbreitung von Chess960 leisten. Aber auch andere Software-Tools, wie ein PGN-Viewer und eine Chess960 Datenbank mit leistungsfähigen Suchfunktionen sind in der Entwicklung“ informiert Schmitt weiter. Es gibt noch viel zu tun – packen wir’s an.

 

Programmierer, die an dieser Veranstaltung teilnehmen möchten, wenden sich bitte per Email an Mark Vogelgesang (mark.vogelgesang@chesstigers.de) oder an Eric van Reem (eric.vanreem@chesstigers.de).

 

Mark Vogelgesang

Published by Mark Vogelgesang

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