11.04.2006 - +++ 59.Hessische Einzelmeisterschaft eröffnet +++ Aktuelles vom Osterkongress +++ Aktuelles zu Auf- und Abstieg bei den Mannschaftskämpfen +++ DWZ Auswertung läßt noch auf sich warten +++ Frankfurter Stadtmeisterschaft beginnt in 2 Wochen +++
59.HESSISCHE
EINZELMEISTERSCHAFTEN
Offenes MEISTERTURNIER
Ahmad Wahedi
Foto: Hartmut Metz
Mit 14 Teilnehmern wurde das 59. Meisterturnier des Hessischen
Schachverbandes am vergangenen Samstag in seine erste Runde geschickt,
und niemand zweifelt so richtig an einer erfolgreichen Titelverteidigung
des Vorjahressiegers IM Vitali Kunin, der für die Freibauern
Mörlenbach-Birkenau aus dem Bezirk Bergstraße an den Start geht.
Mittlerweile sind schon drei von neun Runden absolviert und die einzig
strahlend weiße Weste im Turniersaal ist die des Deutschen Vizemeisters,
der in Darmstadt wohnt und mit seinem Odenwälder Klub in diesem Jahr den
Aufstieg in die 2.Bundesliga realisieren konnte.
Kunin schlug in der
Auftaktrunde den FM André Lisanti vom TSV Schott Mainz, in Runde zwei
den angehenden FIDE Meister Ahmad Siar Wahedi vom SC Steinbach und heute
auch die Spitze aus dem Leistungskader des Hessischen Schachverbandes,
Jens Koller vom SV Oberursel. Morgen, zum Auftakt der Doppelrunde,
wartet der Referent für Leistungssport des Verbandes und vierfache
Hessenmeister Uwe Kersten auf den designierten Internationalen
Großmeister. Keine leicht Nuss also, die es zu knacken gilt! Kersten
führt mit einem ganzen Punkt Abstand zusammen mit Koller und Lisanti das
Verfolgerfeld an, hat aber schon in der heutigen Partie gegen die Nummer
Zwei aus dem Starterfeld, FM Horst Alber von den Sfr.Schöneck, einen
wichtigen Sieg einfahren können.
Julian Geske
Mit einem Score von 50% liegt das Nachwuchstalent Julian Geske vom SV
Hofheim noch sehr gut im Rennen. Ein Sieg ist dem Wildcard-Inhaber
bislang nicht gelungen, doch konnten auch FM Bewersdorff vom TSV Schott
Mainz und Daniel Malek vom SV Oberursel trotz ELO- Überlegenheit keine
Vorteile über ein Remis hinaus erzielen.
22 Teilnehmer bedeuten einen Negativrekord für die letzten Jahre im
Starterfeld des Meisterturniers der Senioren und keiner der 9
Titelträger aus den bisherigen 18 Jahren ist am Start. Diese traurige
Zwischenbilanz musste auch Seniorenwart Helmut Escher am Kongresstag
ziehen und ein Grund ist sicherlich die in wenigen Tagen beginnende
Offene Hessische Seniorenmeisterschaft in Bad Sooden-Allendorf. So wird
es auf jeden Fall einen neuen Meister geben, der zum ersten Mal den
Titel erringen wird. Nach 3 Runden führen die ELO- Granaten des Feldes,
Siegfried Böhm vom Kasseler SK und Ludwig Czech von der VSG Offenbach
zusammen mit dem Hessenmeister von 1971, Seniorenwart Helmut Escher, die
Tabelle mit 2,5 Punkten an.
http://www.hessischer-schachverband.de/hsv/20052006/hem/50hem_mts_03.htm
ALLGEMEINES TURNIER A
In zwei Qualifikationsturnieren werden die Aufsteiger ins
Meisterturnier des kommenden Jahres ermittelt. Diese beiden Turniere
unterscheiden sich durch Anzahl der Runden und Bedenkzeit voneinander
und bieten somit die Möglichkeit zur passenden Auswahl. Während das
B-Turnier erst am Mittwoch beginnt und knapp 80 Teilnehmer in der
Meldeliste ausweist, startete das A- Turnier auch schon am Samstag mit
zunächst 33 Teilnehmern. Zur morgigen 4.Runde treffen die beiden
verbliebenen 100%er, Fabian Bietz von der Schachjugend Herborn und
Sebastian Gramlich vom SC König Nied, aufeinander und einer oder beide
werden Federn lassen müssen.
http://www.hessischer-schachverband.de/hsv/20052006/hem/50hem_ata_03.htm
OSTERKONGRESS
Turnierdirektor Markus Busche (Mitte) beim
Mensch-Maschine-Duell zwischen GM Zoltan Amasi (rechts) und
Shredder-Schöpfer Stefan Meyer-Kahlen (links).
Foto: Eric van Reem
Auf dem traditionell eine Woche vor Ostern stattfindenden
Osterkongress konnte Verbandspräsident Harald Balló fünf neue Mitglieder
im Vorstand begrüssen. Neuer Schatzmeister wurde Markus Busche vom SC
Frankfurt-West.
Der selbständige Steuerberater aus Bad Soden,
Vorsitzender seines Klubs und Turnierdirektor der Chess Classic Mainz
ist der ideale Nachfolger für den aus beruflichen und privaten Gründen
vorzeitig aus dem Amt scheidenden Ulrich Dächert, der von allen Seiten
Lob und Dank für seine in den wenigen Jahren geleistete Arbeit erhielt.
Zum Schriftführer und Nachfolger von Prof. Matthias Willems wurde Rolf
Huss aus Fulda gewählt. Auch Willems tritt wegen zeitlicher Überlastung
von seinem Amt zurück und es wird für seinen Nachfolger Bürde und
Herausforderung zugleich sein, dessen präzisen Stil und vor allem
Geschwindigkeit bei der Abfassung der Protokolle zu erreichen.
Ebenfalls
aus beruflichen Gründen musste der langjährige Referent für Ausbildung,
Kolja Alexander Lotz, von seinem Amt zurücktreten. Auch ihm dankte
Harald Balló für seine geleisteten Dienste und freut sich auf die
zukünftige Mitarbeit von Mirko Humme von den Königsjägern Hungen in
diesem Amt. In Abwesenheit schließlich wurde Frank Roeberg als Referent
für Frauenschach reaktiviert und übernimmt das Amt von Birgit Petri, die
ebenfalls mangels Zeit dieses wichtige Aufbauamt nicht mehr stemmen
kann. Abgeschafft wurde das Ressort Marketing, seit Einführung besetzt
mit Horst Werwatz aus Heusenstamm, und künftig ersetzt durch einen
Referenten für Internet und Neue Medien.
Die Wahl der Kongressmitglieder fiel auf Hans-Dieter Post aus
Oberursel, der Mitte der neunziger Jahre anfing die ersten Seiten mit
Verbandsnachrichten im Internet zu beschreiben und mittlerweile einen
wichtigen Informationskanal für den Verband geöffnet hat. Neben der
Weiterführung der bisherigen Aufgaben, zu denen auch dieser Newsletter
zählt, werden zukünftig konzeptionelle Beschreibungen der Aufgaben
dieses Amtes gehören. Schließlich soll mit diesem Vorstandsamt auch ein
Signal an die Vereine und Bezirke gehen und die Wichtigkeit dieser
Aufgaben unterstreichen. Weitere Details zum Kongress, der wie die
Turniere selbst an Teilnehmern mangelt, wird es in im Kürze vorliegenden
Protokoll geben.
AUF- UND ABSTIEG BEI DEN MANNSCHAFTSKÄMPFEN
Aus der 2.Liga steigen mit Oberursel und Chemnitz zwei Mannschaften
in die Oberliga Ost ab, die die beiden Aufsteiger aus dieser Klasse in
die 2.Liga egalisieren werden. Um die 4 Aufsteiger aus den 4
Landesverbänden Sachsen, Sachsen-Anhalt, Thüringen und Hessen in die
Oberliga kompensieren zu können, werden nur die beiden Staffelletzten
absteigen müssen. Dazu muss der SC Steinbach gegen Sömmerda noch einen
Stichkampf durchführen, da beide absolut punktgleich gemeinsam auf dem
vorletzten Platz rangieren. Dieser eine entscheidende Kampf findet am
30.April in Bebra statt. Steigt dann neben der FTG auch noch Steinbach
ab, hat dies natürlich zur Folge, das die Hessenliga einen zusätzlichen
Absteiger in die Verbandsliga abgibt und auch Bensheim ebenfalls noch
den Weg in diese Klasse antreten muss.
DWZ AUSWERTUNG DER HESSISCHEN STAFFELN
Während ein Großteil der Bezirke seine Wettkämpfe längst
abgeschlossen hat und somit auch die DWZ Auswertung bereits durchgeführt
werden konnte, sorgen die möglichen Stichkämpfe in der Staffeln des
Verbandes für eine Hängepartie bei der Ermittlung der neuen
Wertungszahlen.
FRANKFURTER STADTMEISTERSCHAFT
Hans-Dieter Post
Am letzten Montag im April, also heute in 14 Tagen, beginnt im LAZ
Kalbach wieder die Offene Frankfurter Stadtmeisterschaft. Erwartet
werden wie in den Jahren zuvor deutlich über 100 Teilnehmer, die
aufgrund der Austragung, eine Runde pro Woche jeweils montags abends,
einen Champion aus dem Rhein-Main-Gebiet küren werden. Top Favorit wie
in den Jahren zuvor ist der A-Trainer des DSB und Kadertrainer des
Verbandes, IM Stefan Reschke aus Frankfurt-Zeilsheim.
Ihm besonders schwer machen werden es Ryhor Issermann vom SC Eschbach
im Usinger Land und FM Behrang Sadeghi von der SG Turm Idstein, und mit
Roland Loos vom bayrischen TSV Wacker Neutraubling hat sich ein weiterer
Spitzenspieler im FM- Format auf die Jagd nach dem Titel gemeldet. Die
Meldeliste ist jedoch noch längst nicht geschlossen und so werden in den
kommenden Tagen noch Eintragungen in die täglich aktualisierte
Teilnehmerliste erwartet. Ausschreibung, Anmeldeformular und weitere
Details gibt es unter
http://www.hessischer-schachverband.de/fsm.htm