07.04.2006 - +++ Hessische Einzelmeisterschaften in Marburg ab Samstag +++ Frankfurter Stadtmeisterschaft beginnt am 24.April +++ SV Hofheim ist Hessischer Mannschaftsmeister +++ Steinbach zittert um Oberliga- Klassenerhalt +++ Entscheidung in den Bundesligen +++
Im Jubiläumsjahr des SK Marburg 1931 laden die beiden Schachvereine
SK Marburg und Marburger SV gemeinsam zur Hessenmeisterschaft 2006 in
die Universitätsstadt Marburg an der Lahn ein.
Vitali Kunin
Am kommenden Samstag beginnen in Marburg die 59.Hessischen
Einzelmeisterschaften des Hessischen Schachverbandes. Hauptaugenmerk
bildet sicherlich wieder das Offene Meisterturnier des Verbandes, in dem
ein designierter Internationaler Großmeister versucht seinen im Vorjahr
errungenen Titel zu verteidigen. IM Vitali Kunin von den Freibauern
Mörlenbach führt ein 14- köpfiges Teilnehmerfeld an und der Deutsche
Vizemeister bringt mit seinen 2510 ELO Gewicht einen ordentlichen Teil
zum Ratingdurchschnitt von fast 2300 ELO selbst mit. Alle weiteren
Details zum Teilnehmerfeld sind unter dem Link
http://www.hessischer-schachverband.de/hsv/20052006/hem/50hem_mth_rating.htmzu finden
Die Qualifikation zum Turnier im kommenden Jahr, sofern man nicht
selbst schon mehr als 2300 ELO oder zumindest den FM- Titel hat,
erreicht man über vorderste Plätze im Allgemeinen Turnier A oder B, die
sich im Wesentlichen nur in der Bedenkzeit und der Anzahl der zu
spielenden Runden unterscheiden. Die wohl besten Chancen sich ganz vorne
festzusetzen haben die ELO stärksten Teilnehmer, Benjamin Rücker vom SK
1858 Gießen im Turnier A, und Peter Lüchtemeier vom Kasseler SK 1876 im
Turnier B. Das länger dauernde, härtere Turnier A weist einen
Teilnehmerschnitt von 1945 TWZ bei momentan 31 gemeldeten Spielern auf,
das Turnier B bringt es zur Zeit auf 1737 bei doppelt soviel Akteuren.
Auch hier sind alle Details unter den Links
Die Senioren finden in einem separaten Turnier ihren Meister heraus,
wobei Siegfried Böhm vom Kasseler SK 1876, Ludwig Czech von der VSG 1880
Offenbach und Alois Schreyer vom SC Steinbach die besten Chancen auf
diesen und für alle ersten Titel eingeräumt werden können. Auch hier
natürlich ein weiterführender Link für die weiteren Details:
Über diese und alle weiteren Veranstaltungen, Osterkongress am
kommenden Sonntag, Blitzturniere gegen Ende dieser Meisterschaften, wird
auf den Internetseiten des Verbandes unter -->
http://www.hessischer-schachverband.de/hemberichtet werden.
FRANKFURTER STADTMEISTERSCHAFTEN wieder im LAZ Kalbach
"Anlässlich seines 25jährigen Jubiläums hat der Frankfurter
Schachklub beschlossen, zur Hebung des Schachlebens von jetzt ab
alljährlich eine Schach-Meisterschaft von Frankfurt zum Austrag zu
bringen" Dieser 1899 in einigen Schachzeitungen und sicherlich auch in
der Frankfurter Presse veröffentlichten einleitende Teil der
Ausschreibung zur ersten Frankfurter Stadtmeisterschaft ist noch heute
Ansporn es immer wieder zu tun und so findet auch per Montag, den 24.
April 2006 wieder der nächste Kampf um die Meisterschaft von Frankfurt
statt. Bereits zum achten Mal in Folge findet das Turnier in der großen
Leichtathletikhalle in Frankfurt-Kalbach statt, gespielt wird wie in den
Vorjahren auf der Galerie und im Meisterraum. Die Meldeliste ist
natürlich noch bis zum Startschuß geöffnet, und wer sich einen Eindruck
aus den Vorjahren verschaffen möchte, findet neben einer Menge
Partienmaterial auch eine Masse an Fotos, Partienmaterial, Tabellen und
jede Menge weitere Zahlen auf der Webseite zu diesem Turnier unter -->
http://www.hessischer-schachverband.de/bezirk-5-frankfurt/fsm_historie.htm
HESSISCHE MANNSCHAFTSMEISTERSCHAFTEN
Während in allen Klassen darunter die Staffelsieger schon feiern
konnten, gingen die Spieler in Hessens Königsklasse, der Hessenliga, zur
11. und entscheidenden Runde an die Bretter. Aller guten Dinge sind
drei, und man glaubt es kaum, aber der SV Hofheim kam nach starker
Leistung gegen die Sfr.Schöneck mit der allerletzten Chance, dem
direkten Vergleich, zur insgesamt dritten Mannschaftsmeisterschaft in
der Vereinsgeschichte. Klingt irgendwie komisch, aber obwohl der
erfolgreichste hessische Vertreter der jüngeren Vergangenheit es auch
mehrfach bis in die Bundesliga gebracht hat, so wenig Chancen hatte er
dadurch auch zum Schnapp nach diesem Titel. Aber natürlich: Herzlichen
Glückwunsch nach Hofheim! Einsam an der Spitze in dieser Statistik
übrigens, da wird sich für die nächsten Jahre nicht viel dran ändern,
die Königsspringer Frankfurt mit 12 Titeln, der absolut erfolgreichste
hessische Klub überhaupt, aber schon seit Jahren nicht mehr im Rennen.
Noch Ausbauen können die Schachfreunde Frankfurt ihren zweiten Platz in
dieser Liste, der immerhin durch 9 Titel gestützt wird. Und alle
weiteren Sieger gibt es unter: -->
http://www.hessischer-schachverband.de/50mk_historie.htm
OBERLIGA OST Staffel B
Beendet wurden auch die Wettkämpfe in der Oberliga Ost Staffel B, und
hier hier gelang es kurz vor Torschluß noch dem hartnäckigen Verfolgern
aus Mörlenbach-Birkenau den lange, lange führenden SC Brett vorm Kopp
noch den Titel zu entreissen. Herzlichen Glückwunsch in den Odenwald und
viel Erfolg in der 2.Bundesliga! Absteigen muss die SG 2000 in der FTG,
und nach einem "Dumm-gelaufen"- Wochenende warten wohl noch
Relegationskämpfe auf den SC Steinbach. Zum Abschluß noch ein Bericht
vom Vorsitzenden des FB Mörlenbach zu den entscheidenden Wettkämpfen
seiner Spieler vom Wochenende:
Freibauern schaffen doch noch den Aufstieg in die 2. Bundesliga
Mit einer zähen Kampfleistung erfüllte sich die erste Mannschaft des
Schachclubs Freibauer Mörlenbach-Birkenau ihren größten Wunsch und
schaffte doch noch sensationell den Aufstieg in die 2. Bundesliga. Vier
Runden vor Schluss schien der Tabellenführer BvK Frankfurt schon fast
uneinholbar davongeeilt. Am Ende hatten jedoch die Freibauern im
Saisonfinale den deutlich längeren Atem. Vor der letzten Doppelrunde am
ersten Aprilwochenende trennte nur noch ein Brettpunkt die beiden
Mannschaften. Nach Mannschafspunkten hatten die Freibauern zum
Tabellenführer aufgeschlossen. Grund genug für die Freibauern in ihrem
Samstagsspiel gegen Hungen-Lich die beste Mannschaft an die Bretter zu
schicken. Nachdem Sergey Galdunts und Sebastien Peter an Brett 1 und 3
über ein Unentschieden nicht hinauskamen, sah es lange Zeit nach einem
sehr umkämpften Wettkampf aus. Erst nach dem Sieg von Michael Schäfer an
Brett 6 neigte sich die Waagschale langsam aber bedächtig den Freibauern
zu. Paulus Wohlfart und Heiko Schneider (Brett 5 und 4) konnten nach 4
Stunden eine beruhigende 4:1 Führung herausspielen. Einen kurzen
Rückschlag gab es durch die erste Saisonniederlage von Christian Böhmer
an Brett 7. Der Tagessieg war komplett, als es Vitali Kunin an Brett 2
gelang, dem wohl wildesten Spieler von Hungen-Lich den ganzen Punkt
abzuknöpfen. Der Sieg hätte noch höher ausfallen können, wenn Peter
Klings in Gewinnstellung nicht gestrauchelt wäre und noch in ein Remis
einwilligen mußte.
Nach Ende der Begegnung stellte sich heraus, dass die Freibauern mit
diesem 5.5 zu 2.5 Sieg zum erstmal in der Saison die Tabellenspitze
erklimmen konnten. Im Fernduell hatte BvK Frankfurt gegen die
abstiegsbedrohten Mannschaft von Medizin Erfurt dem Druck nicht
standhalten können und mit 2:6 deutlich verloren.
Juniorenweltmeisterin Elisabeth Pähtz spielt
Chess960:
FiNet-Open Chess Classic Mainz
Direkt am darauffolgenden Sonntagmorgen ging es dann in der letzten
Runde gegen die Mannschaft von ESV Lok Sömmerda. Vor der Saison war
diese Mannschaft als einer der Geheimfavoriten gehandelt worden, da sie
an den ersten vier Brettern die wohl stärkste Aufstellung in der Liga
insgesamt aufbieten können.
So spielt am 1. Brett die amtierende
Juniorenweltmeisterin Elisabeth Pähtz. An Brett 3 und 4 treten zwei
erfahrene Schachgroßmeister an. Mit dieser starken Aufstellung waren die
Thüringer bereits am Samstag gegen den Gastgeber aus Griesheim angereist
und hatten nach langem Kampf unglücklich mit 3.5 zu 4.5 verloren.
Sicherlich nicht unbeeindruckt vom Vortag und noch müde nach dem langen
Kampf und kurzer Nacht, kam es nach Wettkampfbeginn an einigen Brettern
zu Remisangeboten, die die Freibauern annahmen, da sie dadurch dem
Gesamtsieg immer näher kamen. Am Ende ergab sich ein 4:4, das die Weschnitztäler uneinholbar die Tabellenführung sicherte. Zum ersten Mal
in der Vereinsgeschichte stand damit der Freibauer Mörlenbach Birkenau
als Meister der nach der Wende 1990 neugeschaffenen Oberliga Ost fest.
Der Aufstieg in die zweite Bundesliga hat sicherlich viele Wurzeln.
Neben dem unermüdlichen Einsatz der Stammspielern, die teilweise sehr
grosse Entfernungen aus der Schweiz, Frankreich und Russland zurücklegen
mußten, trugen auch die zum Einsatz gekommenen Ersatzspieler Torsten
Bitsch, Markus Frei und Uwe Recker mit einigen wichtigen Punkten zum
Gesamterfolg bei. Unerwähnt darf auch nicht die unschätzbare
Unterstützung durch die Gemeinde Mörlenbach bleiben, die nicht nur mit
dem Bürgerhaus Mörlenbach eine exzellente Spielstätte für die
Heimspiele der Freibauern zur Verfügung stellte. José Ortiz-Rodriguez,
SC FB Mörlenbach-Birkenau
2.BUNDESLIGA WEST
Hofheim schaffte mit einem 6-2 Sieg über Gerresheim, profitierend von
der Niederlage der Emsdetter, noch den Sprung auf den nach
Mannschaftspunkten geteilten 2.Platz in der Gruppe West. Der zweite
hessische Vertreter in dieser Staffel, der SV Oberursel, verabschiedet
sich mit einer Niederlage gegen Aljechin Solingen aus dem Bereich der
2.Bundesliga und muss in die Oberliga zurück.
2.BUNDESLIGA OST
Hans-Dieter Post
Na also, geht doch: mit einem Schlußrundensieg in Passau machten die
Schönecker Schachfreunde alles klar und haben ein weiteres Ticket für
ein zusätzliches Jahr in der 2.Bundesliga gelöst.
1.BUNDESLIGA
Auch hier ist alles gelaufen, kein Nachsitzen für Stichkämpfe um den
Titel, der SC Baden-Oos hat endlich sein langersehntes Ziel erreicht und
ist Deutscher Mannschaftsmeister geworden. Glückwunsch! Das schönste an
dieser Liga ist natürlich, das keine hessischen Klubs absteigen können!
Oder nur äußerst selten!
So, dann wünsche ich schon mal allen Teilnehmern an den
Landesmeisterschaften in Marburg viel Erfolg und noch eine schöne
Restwoche!