Nachrichten Aktuelles vom Hessenschach - Die Würfel sind gefallen
21.03.2006 - +++ Deutsche Amateurmeisterschaft in Bad Soden +++ Mannschaftskämpfe in den Bundes- und Oberligen +++ Mannschaftskämpfe in den Hessischen Staffeln +++ Hessische Einzelmeisterschaften +++
DEUTSCHE
AMATEURMEISTERSCHAFT in Bad Soden
Letzte Chance für Amateure
Die erfolgreiche Turnierserie 2005/2006 zur Deutschen
Amateurmeisterschaft neigt sich dem Ende entgegen. Alle Amateure mit
einer DWZ von 0 bis 2300 haben nur noch eine Chance, sich für das Finale
in Halle vom 11.-13. Mai in einer der fünf Wettkampfklassen
(unterschieden nach DWZ-Gruppen) zu qualifizieren. Jetzt am Wochenende
vom 24.-26. März findet die fünfte Vorrunde im RAMADA-TREFF Hotel in Bad
Soden bei Frankfurt statt. Das Hotel ist vorbereitet auf einen großen
Ansturm von Schachspielern und hat einen riesigen Turniersaal für bis zu
400 Teilnehmer parat gestellt. Es gibt diesmal also keinen Platzmangel.
Das bedeutet, auch Kurzentschlossene können noch einsteigen und
mitspielen, um Deutscher Amateurmeister 2006 zu werden. Lassen Sie sich
die Gelegenheit also nicht entgehen und spielen Sie mit. Alle
Informationen finden Sie auf der Homepage des RAMADA-TREFF Cups 5³. Dort
gibt es auch die schnelle Online-Meldemöglichkeit. Jörg Schulz, DSB
http://www.5hoch3-cup.de/bad_soden/
MANNSCHAFTSKÄMPFE
So einigermaßen hat sich der Rauch verzogen für die hessischen Teams
in den Spielklassen oberhalb des Landesverbandes, und auch wenn man noch
im finstren Tal wandelt, scheint mir der Weg doch einigermassen
gesichert. Die anderen sind einfach schlechter.....
2.Bundesiga Ost
Mit dem wichtigen 5,5- Sieg gegen Nickelhütte Aue haben sich die
Schachfreunde Schöneck den Klassenerhalt redlich verdient. Es ist zwar
noch nicht so ganz klar, aber mit einer "normalen" Leistung, das kann
sogar eine knappe Niederlage gegen Schlußrundengegner und
Tabellennachbar SK Passau sein, reicht es im Kampf gegen den Abstieg. In
der Endabrechnung wird es somit hoffentlich bei einem Absteiger aus
dieser Staffel in die Oberliga Ost bleiben, sodaß dem Hessischen
Schachverband ein vermehrter Abstieg in die Hessenliga erspart bleibt.
2.Bundesliga West
GM Jörg Hickel, SV Hofheim 1920
Erwischt hat es hier, und das stand eigentlich schon seit der letzten
Runde fest, den SV Oberursel. Gegen Remagen lief erwartungsgemäß nichts
und lediglich 4 Remis standen in der Schlußabrechnung auf der
Habenseite. In der kommenden Runde kann man sich mit einem Sieg gegen
einen "großen Namen" noch einen schönen Ausstand erspielen, aber dann
hat die Oberliga die Taunusstädter zurückgewonnen.
Der SV Hofheim hätte
für sich sicherlich gerne mehr erwartet, aber realistisch betrachtet ist
der dritte Platz in der Westgruppe keine schlechte Visitenkarte.
Der
5,5- Sieg gegen Porz II ist zwar für diese Tabellenkosmetik notwendig
gewesen, aber letztlich haben sich die Hofheimer gegen die Nachfolger in
der Tabelle keine Blöße gegeben und Durchsetzungsvermögen gezeigt. In
der Ostgruppe hätte es sicherlich zu mehr reichen können.
OBERLIGA
OST Staffel B
Da es allem Anschein nach bei zwei Absteigern aus der 2.Bundesliga in
die Oberliga Ost bleiben wird, entspannt sich etwas die Situation am
Tabellenende. Die hessischen Lokalpatrioten aus Frankfurt Bockenheim,
bereits abgestiegen, lassen noch einmal 8 Korken knallen, füllen damit
die Kasse der Oberliga und das Punktekonto vom jetzt Tabellensiebten
Hungen/Lich, die damit, auch bei einer noch ausstehenden Doppelrunde, so
ziemlich unabsteigbar geworden sind.
Helfen wird dabei sicherlich, das Meisterkandidat Brett vorm Kopp
Frankfurt gegen zwei Abstiegskandidaten, Erfurter SK II und erst recht
Medizin Erfurt, in die vollen gehen muss. Gegen Steinbach, aktuell
Achter, gab es vor einer Woche nur ein 4-4, was zwar denen auch die
Klasse halbwegs sicherte, aber den Mörlenbachern die Chance zum
Gleichziehen gab. Und diese griffen zu! Gegen 7 Mediziner gab es in
Erfurt für die Odenwälder zwar nur einen äußerst knappen 4,5 Erfolg,
aber jetzt hat man alle Chancen auf die 2.Liga. Der SV Wiesbaden hat
sich im Stadtduell gegen Dotzheim auch die beiden letzten fehlenden
Punkte gegen den Abstieg gesichert, und rangiert auf Platz 3;
punktgleich, aber mit der besseren Brettpunktanzahl vor der VSG
Offenbach und eben Dotzheim auf Rang 5. Griesheim tankt sich durch gegen
Medizin Erfurt und hat nach allem normalen Ermessen nichts mehr mit
einem Abstieg zu tun, steht zudem wenigstens in der oberen
Tabellenhälfte.
HESSENLIGA
Noch steht eine ganze Runde aus, aber der eine Weg nach draußen ist
einigermaßen klar vorgegeben: Biebertal und Limburg steigen ab, Bensheim
müsste gegen den aktuellen Dritten Gießen schon noch gewinnen, um auch
einen Hauch einer Chance zu haben. Insofern ist für die 4er Bande mit
einem Punkt Vorsprung vor Bensheim, das sind Oberursel 2, Fulda,
Eppstein und Dettingen, die große Anspannung nicht unbedingt mehr
gegeben. Da spielen eben auch die Brettpunkte eine Rolle. Viel
spannender ist es dagegen noch im Meisterrennen. Im Main-Taunus Duell
gab Hofheim überraschend schnell ein 4-4 gegen Eppstein ab. Im Kampf um
Platz Eins spielt das keine besondere Rolle, man muss eh' gegen
Tabellenführer Schöneck 2 gewinnen. Gießen und Marburg auf Platz 3 bzw.
4 spielen in der Schlußrunde noch um Bronze, aber ob das wirklich
zieht?! Da geht also noch einiges, während in den Klassen darunter die
Saison beendet ist (vorbehaltlich möglicher Stichkämpfe versteht sich!)
http://www.hessischer-schachverband.de/hsv/20052006/mk/50hl_09.htm
VERBANDSLIGA
NORD
Der SK Gießen 1858 II hat seine Schäfchen mit dem dritten 4-4 der
Saison in Kassel bei Caissa sicher eingefahren und ist Staffelsieger der
Verbandsliga Nord. Herzlichen Glückwunsch an die ungeschlagene
Mannschaft um Peter Rudolph! Absteigen muss neben Hermannia Kassel, die
seit Saisonbeginn schon nicht mehr das Tableaux zieren auch definitiv
Anderssen Wetzlar. Für den Achten aus Bad Hersfeld wird es wohl noch
einen Stichkampf in Darmstadt geben.
http://www.hessischer-schachverband.de/hsv/20052006/mk/50vln09.htm
VERBANDSLIGA
SÜD
Ulrich Bonnaire,
Frankfurt-West
Der SC Frankfurt-West hat sich nach einem eher mäßigen Saisonauftakt
und der Schreckniederlage aus der siebten Runde gut erholt gezeigt und
mit zwei Siegen in den letzten beiden Runden alles klar gemacht für den
Staffelsieg und Aufstieg in die Hessenliga. Mannschaftsführer Ullrich
Bonnaire und seinem Team kann man jedenfalls gratulieren!
Hier stand schon in der letzten Runde der Aufsteiger fest. Dem Team
Kasseler SK 1876 II um Mannschaftsführer Harry Wüstenhube einen
herzlichen Glückwunsch zum Aufstieg in die Verbandsliga! Von dort
absteigen werden eine eventuell zwei Mannschaften, sodaß die beiden
Tabellenletzten Bad Hersfeld 2 und Rochade Hünfeld eventuell noch den
Tabellenachten Fulda 2 in die Bezirksoberliga mitnehmen werden.
http://www.hessischer-schachverband.de/hsv/20052006/mk/50lkn09.htm
LANDESKLASSE
WEST
Der SK Niederbrechen hat es geschafft und steigt erstmals in seiner
Vereinsgeschichte in die Verbandsliga auf. Nach DWZ war man keinesfalls
als Favorit in die Saison gestartet, aber das ist ja auch keine
Bedingung für den Meistertitel. Herzlichen Glückwunsch nach Brechen und
an den Teamcaptain Dirk Egenolf! In dieser von drei Bezirksoberligen
gespeisten Klasse steigen Lindenholzhausen, Makkabi Wiesbaden und Hungen/Lich
2 wieder ab.
http://www.hessischer-schachverband.de/hsv/20052006/mk/50lkw09.htm
LANDESKLASSE
OST
Jochen Ellrich, SK Bad Homburg 1927
17 lange Jahre musste man auf den nächsten Sieg einer Landesklasse
warten und endlich, endlich hat es mal wieder geklappt. Damals stieg man
noch direkt in die Hessenliga auf, heute geht es erst mal in die
Verbandsliga.
Aber Aufstieg ist Aufstieg, und Meisterschaft ist
Meisterschaft und somit ein herzlicher Glückwunsch an den SK Bad Homburg
1927 und seinen Mannschaftsführer Jochen Ellrich! Absteigen müssen FTGs
zweite Mannschaft und auch der SV Maintal.
http://www.hessischer-schachverband.de/hsv/20052006/mk/50lko09.htm
LANDESKLASSE
SÜD
Auch wenn es in dieser Klasse noch einen offenen Protestfall gibt,
dem Meisterteam SV Griesheim(DA) 2 ist der Titel nicht mehr zu nehmen,
da wurde zu souverän für den Rest durchgepunktet. Endlich ist die zweite
näher an die erste rangerückt und ein herzlicher Glückwunsch geht an
Mannschaft und Teamleiter Dr. Kenneth Holmlund nach einer überlegenen
Saisonleistung. Auch hier besteht der Unterbau aus drei Bezirksoberligen
und eine minimale Chance ist für einen vierten Absteiger gegeben. Ein
Entrinnen jedenfalls gibt es für Gersprenz, Weiterstadt und auch
Breuberg. Und Bürstadt ist erst mal Schachforum- Fan!
http://www.hessischer-schachverband.de/hsv/20052006/mk/50lks09.htm
ABSCHLIESSEND......
...sei für die beendeten Staffeln auf jeden Fall der Hinweis
gestattet, dass ein Blick in die veröffentlichten Einzelergebnisse
erfolgen sollte. Diese sind unmittelbare Grundlage für die DWZ
Berechnung, die zügig nach der letzten Runde der Hessenliga erfolgen
wird! Reklamationen, die deutlich danach eingehen, werden nur begrenzt
berücksichtigt werden.
HESSISCHE
EINZELMEISTERSCHAFTEN
Hans-Dieter Post
Im Meisterturnier des Verbandes stehen zwar noch nicht alle
Teilnehmer fest, aber es deutet alles darauf hin, das es zum ersten Male
nach 1966/67 und 1963/64 wieder eine Titelverteidigung geben wird! Die
Ernennung zum Internationalen Großmeister ist für den aktuellen
hessischen Einzelmeister Vitaly Kunin nur noch eine Formalität, und nach
der aktuellen Teilnehmerliste führt er als deutlicher Favorit die
Setzliste an. Mit fast 2300 ELO ist der Schnitt aber gar nicht mal so
übel und es wird trotz allem kein Spaziergang werden.
http://www.hessischer-schachverband.de/hsv/20052006/hem/50hem_mth_rating.htm
In den vorgeschalteten Allgemeinen Turnieren A und B, die sich
voneinander hauptsächlich durch Dauer und Rundenzahl unterscheiden,
werden noch die meisten Teilnehmer in den kommenden Tagen erwartet.
Alles fiebert natürlich der Vorrunde zur Deutschen
Amateurmeisterschaft in Bad Soden entgegen, und 400 Plätze lassen dort
auch für Kurzentschlossene noch Spielraum bei der Entscheidung zum
Mitmachen. Aber egal ob Bad Soden, Marburg oder beides: nicht zu lange
warten!