Zu den Youth Classic bitte hier klicken...
Zur DSEM Chess960 bitte hier klicken...
Zu den Youth Classic Simultans...
Zum Geburtstagsvideo Vishy Anand...
Top Turniere
TopTurniere
Nachzügler
10.01.2006 - Der Gewinner des Dortmunder Sparkassen-Turniers und zurzeit bestplatzierter Deutscher in der FIDE-Weltrangliste GM Arkadij Naiditsch rückt beim Corus-Schachturnier in Wijk aan Zee nach. Er ersetzt den aus privaten Gründen nicht teilnehmenden Niederländer Friso Nijboer. Nijboer hatte sich zum Rückzug aus dem Turnier aufgrund eines familiären Trauerfalls entschieden.

GM Arkadij Naiditsch bei den Chess Classic Mainz
Foto: Eric van Reem

Arkadij Naiditsch gilt schon seit einiger Zeit als eines der hoffnungsvollsten Nachwuchstalente im deutschen Schach.

Und diese Hoffnungen hat der gebürtige Lette zuletzt beim Dortmunder Sparkassen-Turnier bestätigt, als er als Aussenseiter den Gesamt-Turniersieg vor dem neuen FIDE-Weltmeister Topalov, Bacrot, dem Chess960-Weltmeister Peter Svidler und dem Niederländer  van Wely erringen konnte.

Mit diesem Achtungserfolg - in der Schachwelt durchaus vergleichbar mit dem überraschenden Sieg des Tennis-Hero Boris Becker in Wimbledon - bestätigte Naiditsch seine ansteigende Form.

Diese führte ihn nunmehr mit 2657 ELO-Punkten auf Rang 46 der FIDE-Weltrangliste.

Doch mit seiner Teilnahme am Corus-Chess-Turnier ist Naiditsch in die starke B-Gruppe eingeteilt und nimmt dort in der Setzliste Rang 2 ein - hinter dem Jungstar aus Tschechien, David Navarra.

"Local Hero Loek" van Wely

Nicht geglückt ist es Naiditsch, den "Local Hero Loek", den holländischen Mannschafts-Europameister Loek van Wely aus der Gruppe A zu verdrängen.

Zu stark ist die Popularität des Holländers und Veranstalter lieben natürlich - zu recht - ihre heimischen Zugpferde in einem solch attraktiven Turnier.

Wir erinnern uns: Bei den Titelkämpfen in Göteborg gewannen die Niederländer sensationell den Titel als Mannschafts-Europameister im Schach. Im abschliessenden Match gegen Polen gewannen sie mit 2,5:1,5 und erzielten insgesamt 15 Mannschaftspunkte.

Das Team um Großmeister Jan Timman blieb als einzige Mannschaft ungeschlagen und siegte vor Israel (14 Punkte) und Frankreich (13). Das deutsche Quartett erreichte Platz acht.

So kommt es eben im holländischen Badeort Wijk an Zee nicht zu einem direkten Duell Naiditsch - Wely. Doch das Fernduell und die Gesamtplatzierung in diesem Weltklasse-Turnier wird einigen Aufschluss geben, ob die Leistungskurve des Dortmunder Naiditsch nur ein Strohfeuer war oder ob sie ihn weiter in Gipfelnähe der Weltrangliste führen wird. Schließlich steht in Deutschland ja bald die Expedition zum "Mount Olymp", der Schacholympiade in Dresden an, und dann ist ein starkes einheimisches Team dringend erforderlich.

Gerhard Kenk

Published by Gerhard Kenk

Dieser Artikel wurde 2138 Mal aufgerufen.


Impressum     Datenschutz
Copyright © 2026 - Chess Tigers Schach-Förderverein 1999 e.V. / CT