Zu den Youth Classic bitte hier klicken...
Zur DSEM Chess960 bitte hier klicken...
Zu den Youth Classic Simultans...
Zum Geburtstagsvideo Vishy Anand...
Nachrichten
Nachrichten
Geglückter Einstand in der 2. Liga West
SV Hofheim besiegt SF Lohmar
23.11.2005 - Nach einer Reihe von Spielzeiten in anderen Klassen kehrte die Hofheimer 1. Mannschaft für die neue Saison in die 2. Bundesliga West zurück. In der wohl stärksten der vier zweiten Ligen lieferte sie einen geglückten Einstand, der nicht so spannend ablief, wie es der knappe Endstand von 4,5:3,5 vermuten lassen könnte. Die Gäste aus Lohmar waren ohne drei ihrer Großmeister angereist, was den Hofheimern trotz des krankheitsbedingten Ausfalls von GM Stanislav Savchenko deutliche Elo-Vorteile an fast allen Brettern verschaffte.

Am schnellsten ging IM Dieter Pirrot an Brett 8 zur Sache, der eine Aljechin-Verteidigung zertrümmerte. Sein Gegner versuchte noch, den Angriff durch ein Figurenopfer abzumildern, erhielt dafür aber nicht genügend Kompensation und musste als Erster aufgeben.

Gleichermaßen erfolgreich waren der zukünftige IM Erik Zude mit einer "Tarrasch-Verteidigung im Anzug" und IM Gennadi Ginsburg gegen eine Französische Verteidigung, die beide starke Partien spielten und ihre Gegner an den Brettern 4 und 2 überzeugend schlugen.

Den Reigen der Hofheimer Weißsiege vervollständigte Stephan Buchal an Brett 6. Seine Initiative schien schon zerronnen, und die Kiebitze und wohl auch der Gegner erwarteten Springer- und Bauernabtäusche mit völligem Ausgleich bei ungleichen Läufern. Aber Stephan tauschte überraschend seinen Läufer und baute mit Turm und Springer ein Mattnetz auf, das seinen Gegner Material und die Partie kostete.

Damit stand es also 4:0 für Hofheim, und die anderen Partien sahen auch nicht schlecht aus. Dann aber ging in der Zeitnotphase fast alles schief. GM Jörg Hickl fühlte sich krank und hatte am Vorabend überlegt, abzusagen, aber das ging ja nicht, da Stanislav auch schon fehlte. In der schwerblütigen Partie an Brett 1 unterlief ihm dann ein Konzentrationsfehler, der ihm zwar einen Bauern, seinem Gegner aber einen unparierbaren Königsangriff einbrachte. IM Oliver Brendel griff in Zeitnot in einer beiderseits sehr taktisch geführten Partie fehl, und der zukünftige GM Sergei Krivoshey überschritt kurz vor Toresschluss die Zeit.

Damit blieb es IM Arno Zude an Brett 5 vorbehalten, den Mannschaftssieg zu sichern. Zwischendurch schien er Chancen auf Vorteil zu bekommen, ließ sich dann aber durch drohendes Gegenspiel von Springer und Dame verwirren. (Später sah Fritz dazu gar keinen Anlass.) Jedenfalls blieb am Ende der Zeitnotphase nur ein minimaler Vorteil im Turmendspiel übrig, der keiner Seite Grund zum Weiterspielen gab -- remis.

Insgesamt also der erwartete und erhoffte Sieg; nicht so souverän, wie es möglich gewesen wäre, aber doch verdient. Wo wir in der ungewohnten Liga stehen, ist dadurch aber noch nicht so klar. Mehr Orientierung dürfte die 2. Runde am 13. November gegen Aufstiegsaspirant Emsdetten geben.

Arno Zude

Published by Mark Vogelgesang

Dieser Artikel wurde 2089 Mal aufgerufen.


Impressum     Datenschutz
Copyright © 2026 - Chess Tigers Schach-Förderverein 1999 e.V. / CT