Nachrichten Glücklicher Spieltag am Tegernsee – Baden-Baden verteidigt Bundesliga-Tabellenführung
14.11.2005 - Schon am Samstag, in der Runde gegen Eppingen taten wir uns sehr schwer. Michal Krasenkow griff gegen Georg Meier fehl und gab auch sofort auf. Eine Partie, die Michal noch einen Tag später ständig beschäftigte. Immer wieder sah man ihn die kritische Stellung aufbauen. Unser Spitzenspieler an diesem Wochenende, Etienne Bacrot und Philipp Schlosser konnten ihre Partien überzeugend gewinnen.
Peter Heine Nielsen OSC Baden-Baden
Lange kämpfen musste
Peter Heine Nielsen. In seiner ersten Partie für OSC Baden-Baden stand
er gegen Youngster Arik Braun lange verdächtig.
Nachdem sich Arik's
Springer am Damenflügel aber etwas verlaufen hat, konnte Peter Heine
kontern und sogar noch den vollen Punkt einfahren.
Da die weiteren
Partien im Remishafen endeten stand am Ende ein 5 : 3 Sieg. Fazit am
Samstagabend: Etwas Glück, eine große Portion Kampfgeist, gute Nerven
und eine kleine Überraschung: Werder Bremen verliert mal mit 3,5 : 4,5.
Brauchte man schon
am Vortag gute Nerven, so ist es im Spitzenspiel gegen TV Tegernsee noch
kritischer geworden. Am Anfang sah es noch gut aus, aber in der vierten
Stunde wendete sich das Blatt.
Rustem Dautov konnte gegen Hertneck seine
unangenehme Position in der Zeitnotphase nicht halten und verlor. Dies
konnte jedoch durch Alexei Shirov umgehend ausgeglichen werden. Nun
zeichnete sich aber ab, dass bei Philipp Schlosser die Probleme immer größer
werden.
Sergei Movsesian
Nachdem wir uns an den Brettern 1 und 3 bis 5 jeweils mit Remis
zufrieden geben mussten, lagen unsere Hoffnungen bei den kleinen
Vorteilen von Sergei Movsesian.
Im Großmeisterdeutsch spricht man dann
von „praktischen Chancen“. Am achten Brett mussten wir dann tatsächlich
dem Gegenüber Stefan Bromberger gratulieren und es begann das große
Zittern.
Theoretisch war die Stellung bei Sergei Movsevian
gegen Stefan Kindermann wohl in der letzten Stunde immer wieder Remis,
aber am Brett und unter dieser Anspannung doch für Stefan Kindermann
sehr, sehr schwierig zu spielen. Und Sergei versuchte alles.
Mit wenigen Sekunden
verbleibender Bedenkzeit auf beiden Seiten gewann Sergei im Endspiel Turm gegen Springer die
Leichtfigur und somit die Partie.
Sicher, der Ausgang
war glücklich, aber der Nervenbelastung wurde in kritischen Situationen
standgehalten und der Kampfgeist hat gestimmt. Am Ende steht als
Ergebnis die Verteidigung der Tabellenspitze. Unsere Position hat sich
nicht verschlechtert, eher im Gegenteil (Porz hat gegen Solingen schon
zum zweiten Mal verloren). Wir bedanken uns bei Herrn Leckner und seinem
Team für die gute Organisation und bei den Teams von Eppingen und
Tegernsee für die faire Spielatmosphäre.