Nachrichten Chess960 Grand Prix Finale in Bad Soden: Beim 1.Main-Taunus-Cup werden 5.000,- Euro und 1500 Punkte ausgespielt
19.09.2005 - Vom 1.-3.Oktober 2005 laden der Schachclub Bad Soden und die Chess Tigers erstmals zum Chess960 Turnier nach Bad Soden am Taunus in die Hasselgrundhalle ein. Die befreundeten Vereine SC Bad Soden, SC Frankfurt-West und der SC Hattersheim haben sich gemeinsam für die Austragung dieses innovativen Turniers stark gemacht und bilden eine in Schachkreisen selten gesehene Solidarität für die Förderung des Schachs.
Natürlich unterstützen da auch die Chess Tigers
maßgeblich und nicht wenige profunde Kenner der Rhein-Main-Taunus
Schachhistorie halten die Konstellation tauglich, dass hier eine zweite
„Chess Classic“ entstehen könnte, die ja leider im Jahr 2000 ihr letztes
spektakuläre Turnier mit der kompletten Top Ten der Welt in Bad Soden in
der Main-Taunus-Region veranstaltete, ehe sie dann aus bekannten Gründen
in die Rheingoldhalle nach Mainz ausweichen musste.
Alexander Nikitin
Dass die Chess Classic zum bedeutendsten
Schachturnier der Welt im Schnellschach aufgestiegen ist zeigt den Mut
der Verantwortlichen, Innovationen vor allem unter dem Aspekt der
Kundenfreundlichkeit einzusetzen.
Der von der Taunus Sparkasse, der
Mainova AG gesponserte und von zahlreichen Bad Sodener Förderern
unterstützte 1.Main-Taunus-Cup soll eine ständige Einrichtung am
Oktoberanfang in der Main-Taunus-Region werden und ein wichtiger
Baustein in der Entwicklung von Fischers Random Idee dem Chess960 sein,
dessen Bedeutung mehr dem kreativen intuitiven Schachspiel und weniger
der wissenschaftlichen Überfrachtung der Eröffnungstheorie im
traditionellen Schach zu Gute kommt. Die Chess Tigers möchten hier eine
Brücke bauen und die „Wenigzeitinhaber“ wieder zum Schach zurückzuholen.
Der erste Trainer von Garry Kasparov, Alexander
Nikitin, sagte mit seinem glasklaren Sachverstand: " Wir werden viel
früher als viele denken übergehen müssen zu Random Chess (Chess960),
weil dort das Schachbrett der Ort intellektueller Auseinandersetzungen
und nicht der Reproduktion konkreter Eröffnungskenntnisse ist." (Quelle:
Interview in SCHACH 1/05, S. 64).
Bürgermeister Norbert Altenkamp (links) mit GM Viswanathan Anand bei einem
Empfang der International Punjabi Society in Bad Soden
Bad Soden am Taunus hat in seinem
schachbegeisterten Norbert Altenkamp einen Bürgermeister, der nicht nur
gerne das Vereins- und Jugendschach beim SC Bad Soden fördert, sondern
auch großes Interesse hat mit diesem Turnier viele Gäste nach Bad Soden einzuladen.
Hier sieht man die Parallelen zu Mainz, wo auch
der Oberbürgermeister Jens Beutel entscheidenden Anteil an der Chess
Classic Mainz ab 2001 hat. Der Kreis schließt sich, wenn man die
Aktivitäten der ein Teil des Jahres in Bad Sodener lebenden Nr. 1 der
Weltrangliste, Viswanathan Anand und des Chess Tigers Vorstandsvorsitzenden
Hans-Walter Schmitt mitberücksichtigt.
Mit dem German Grand Prix Finale erreicht das
Bad Sodener Turnier auch eine hohe sportliche Bedeutung, denn es geht
auch um den Gesamtsieg der ersten Serie dieser Art in Deutschland. Nach
den vier Turnieren in Berlin, Offenbach, Deizisau und Mainz gibt es noch
insgesamt 9 Spieler die die Chance auf den Gesamtsieg haben. Bisher
haben GM Viesturs Meijers (230 Punkte) und der Lokalmatador Fidemeister
Tillmann Vogler (213) gemeldet, aber auch der Frankfurter GM Klaus
Bischoff (150), der Berliner IM Rainer Polzin (120) und der
Württemberger Josef Gheng (100) könnten wohl den zur Zeit zweitbesten
Chess960 Spieler der Welt und FiNet Open Sieger 2005, GM Levon Aronian (IPS
2752) noch abfangen.
Chess960-Weltmeister Peter Svidler (links) zeigt
Computer-Weltmeister Stefan Meyer-Kahlen ("Shredder") wie es geht:
"d4 gewinnt - ganz bestimmt...."
Chess960 Weltmeister Peter Svidler (IPS 2755) und
der öfters in Bad Soden weilende Nr.1 der Weltrangliste Viswanthan Anand
werden von 27.September bis 18.Oktober 2005 versuchen in San Luis,
Argentinen den Fide-WM Titel zu gewinnen und sind deshalb nicht von der
Partie.
Beim German Grand Prix Finale zählt natürlich
nicht nur der Sieg, sondern auch die folgenden Plätze, viele Teilnehmer
haben auch in den Ratingklassen R1, R2, R3 sowie den Sonderklassen,
Damen, Senioren, U60, U40, U20 und U14 Chancen auf den Sieg oder gute
Platzierungen. Zum Beispiel konnte der bekannte Prof. Eckhardt Freise
(1.Jauch-Millionär) bei der Chess Classic Mainz in seiner Ratingklasse
50 Punkte einsacken und ist mit insgesamt 62 Punkten Führender, und er
hat in Bad Soden gemeldet. 384 Spieler haben bisher in den vier
Turnieren teilgenommen, davon haben insgesamt 171 Spieler insgesamt 4986
Punkte erhalten und liegen zwischen 250 bis 2 Punkten.
Wenn Sie sich in der Praxis einmal mit dem Pro &
Contra des Chess960 auseinandersetzen wollen, dann haben Sie eine
wunderbare Gelegenheit dies im idyllischen, mitten in Deutschland
liegenden, Bad Soden am Taunus (nahe Frankfurt) an drei Tagen vom
1.-3.Oktober 2005 zu tun. Gönnen Sie sich das Erlebnis "Fischers Idee"
mit einer langen Zeitkontrolle 60min Basiszeit plus 30sek additive Zeit
pro ausgeführtem Zug zu erfahren, doch vorsichtig: "Diese Art Schach zu
spielen kann süchtig machen" - von Anfang an ist das Schachbrett, ihre
eigene Partie, voller neuer Kombinationen und Sie können dabei "Urheber"
ganzer Partien werden und müssen sich nicht durch das Reproduzieren der
Theorievarianten anderer Vordenker quälen.
Melden Sie sich an unter
http://www.schachclub-badsoden.de/sc_01_einladung_1MTC.html
oder wenn Sie noch leichtes Unbehagen spüren und sich nicht gleich an
die Königsklasse des Schachs (WM Peter Svidler) herantrauen, schauen Sie
einfach mal zu, wie sich Freunde oder Bekannte beim Turnier so
schlagen...
25 Preise / 5.000,- Euro Preisgeld sind von
unseren Sponsoren TaunusSparkasse und Mainova AG garantiert.
Organisation: ein gemeinsames Turnier des SC Bad Soden, SC
Frankfurt-West, SC Hattersheim und Frankfurts Schach-Förderverein Chess
Tigers - so können wir gemeinsam Gutes fürs neue Schach tun! Vielleicht
entsteht ja hier die zweite Chess Classic nach 1994. Mit Ihrer Teilnahme
unterstützen Sie uns am meisten und überzeugen unsere Sponsoren am
besten!