Nachrichten Aktuelles vom Hessenschach - Milov gewinnt Schnellschachmeisterschaft
16.07.2005 - +++ IM Milov gewinnt Offene Hessische Schnellschach- Einzelmeisterschaft +++ Neues Excel Formular für Mitgliedermeldungen +++ Nächste HSV Entscheidung: 4er Pokal +++ Schiedsrichter- Rundbrief aus dem Bezirk 3 +++ 75 Jahre SV Lahn Limburg mit Lebendschach- Vorführung +++
IM Leonid Milov Foto: Thilo Gubler
IM Leonid Milov vom SC Noris Tarrasch Nürnberg ist der Sieger
der letzten Entscheidung dieser Saison in einem Einzelturnier des
Hessischen Schachverbandes. Er siegte im 17.
Werner-Adolar-Falck-Gedenkturnier, diesen Beinamen trägt die
Hessische Schnellschachmeisterschaft bekanntlich seit Einführung
im Jahre 1989, mit großem Vorsprung, nämlich 1.5 Punkten, blieb
ungeschlagen und remisierte nur viermal.
Er löst IM Anatoli Donchenko ab, der im Vorjahr gewann und
heuer zwar nur auf Platz 4 landete, aber zweitbester Hesse wurde.
Donchenko erreichte damit auch die beste Platzierung in der
Seniorenwertung. Alleiniger Zweiter wurde der polnische
Neu-Griesheimer Lech Sopur, der 9.5 Punkte erreichte und dabei
dreimal aufgeben mußte. Er gewann auch in der vergangenen Woche
die Bezirksmeisterschaften von Starkenburg in der gleichen
Disziplin.
Für ihn selbst nicht, aber für den großen Rest doch
überraschend sicherte sich Ahmad Siar Wahedi vom SC Steinbach mit
9 Punkten und der besten Wertung aus dieser Gruppe den dritten
Platz und damit auch das Recht zur Teilnahme an der Deutschen
Schnellschach- Einzelmeisterschaft. Herzlichen Glückwunsch! Wahedi
startete furios mit 5 aus 5 und konnte noch zwei Remisen
nachschieben. Doch in den Runden 8 und 9 zündeten IM Klundt und FM
Schnitzspan nacheinander seine Bremssysteme und ließen den
Highflyer ein wenig Richtung Boden der Tatsachen trudeln. Ein
kurzes Zwischenhoch und der Schlußrundensieg gegen Holger Rasch
hoben ihn aber letztlich auf den Bronzeschild.
Julia Schlein beim ORDIX-Open 2003
Foto: Thilo Gubler
Einmal mehr die Beste der Frauen wurde Julia Schlein, ebenfalls
vom SC Steinbach, und sie erhält damit das Recht zur Teilnahme an
der Deutschen Schnellschachmeisterschaft der Frauen. Sie landete
in der Endabrechnung mit einem ausgeglichenen Punktekonto auf
Platz 38.
Bester Jugendlicher wurde Moritz Nazarenus von den Schönecker
Schachfreunden, der 7,5 Punkte erreichten konnte. Die
Sonderrangliste des erfolgreichsten Remis Spielers, eine
Sonderkategorie zu Ehren des Namensgebers, schloß Kayvan Rafiee
vom Kasseler SK zu Ende als Klassenbester ab. Auf sein Konto
gingen insgesamt 7 Remis. Erstaunlich, das sich bei der geringen
Teilnehmerzahl noch 4 weitere Ratinggruppen einteilen ließen.
Bester unter 1600 wurde Waldemar Geringer vom SC Eppertshausen.
Bei den U1800 sicherte sich Hannes Rasche von den Sfr.Kelkheim die
abschließende Spitzenposition. Bester mit einer Rating unter 2000
wurde Tomislav Stojadinovic vom SK Gießen. Und in der Kategerie
unterhalb der Meisterklasse, d.h. Rating kleiner 2200, erreichte
Frank Rosenberger vom SC Springer Bad König überzeugend den ersten
Platz.
Leider fanden nur 70 Spieler den Weg nach Bommersheim in die
Mehrzweckhalle, wo seit 1997 bei nur einer Ausnahme die
Meisterschaften stattfinden. Kamen in früheren Jahren im Schnitt
deutlich über 100 Spieler, so zieren in den letzten 3 Jahren
Negativrekorde die Teilnehmerlisten. Mit 4 Internationalen
Meistern und 7 FIDE Meistern war genügend Qualität im Feld
vorhanden, aber es fällt doch auf, das zum Beispiel vom Gastgeber
gerade mal 6 Spieler, aber kein Stammspieler der Zweitliga-
Mannschaft am Start war.
Aber auch nach Mitgliederzahl größere Klubs ließen ein großes
Potential einfach zu Hause: Hofheim (4 Teilnehmer), Steinbach (4),
aber auch Bad Soden, Bad Homburg oder Frankfurt West brachten
zusammen nicht mal einen einzigen Spieler an die Bretter. Addiert
man die aktiven Spielberechtigungen dieser 5 Klubs, kommt man
alleine auf über 400 Einträge.
Ist der Weg zu weit, die Luft zu stickig, die Berichterstattung
zu schlecht oder zu wenig Fotos auf der Webseite, der Preisfond zu
gering oder 13 Runden = 13 Stunden an 2 Tagen zuviel Schach?
Verbesserungsvorschläge, auch von denen die mal kamen und nun
nicht mehr dabei sind, würden mich schon interessieren. Nur Mut!
Mit dem Hessischen 4er Pokal steht die letzte Entscheidung in
dieser Saison an. Am kommenden Wochenende geht es schon ins
Viertelfinale. Für die Ergebnismeldung steht die folgende e-Mail
Adresse bzw. Telefonnummer zur Verfügung.
Diese neuen Kontaktadressen werden also auch für die kommende
Saison und die regulären Mannschaftskämpfe verwendet werden und es
lohnt sich diese schon mal zu merken!
Telefonisch werden ab sofort keine(!) weiteren Auskünfte über
die Stände in anderen Begegnungen gegeben, sondern lediglich die
Resultate entgegen genommen. Der früheste Zeitpunkt für einen
kompletten Überblick wird dann unmittelbar nach Runden-Ende bzw.
spätestens gegen 22 Uhr im Ergebnisdienst sein.
SCHIEDSRICHTER - RUNDBRIEF Bezirk Lahn/Eder
Aus dem Bezirk 3 kommt eine Initiative mit der Versendung eines
Schiedsrichter Newsletters, der in den letzten Ausgaben die
aktuellen FIDE Regeln beleuchtete und brandaktuell auf den
sogenannten "Mobiltelefon-Paragraph" eingeht. Sehr lesenswert,
auch ohne Ambitionen auf die höheren Weihen des Schiedsrichters zu
haben. Erreicht wird das ganze unter
UND NOCH EINE VORAUSSCHAU FÜR DIE KOMMENDEN
WOCHEN....
-- 75 Jahre SV Lahn Limburg mit Lebendschach- Aufführung
Der SV Lahn Limburg wird im Rahmen seiner Jubiläumsaktivitäten
am kommenden Samstag eine Schachpartie mit lebenden Figuren in
historischen Kostümen auf dem Schloßplatz/Schloßhof von Limburg
aufführen.
-- Viertelfinale im Hessischen 4er Pokal am kommenden Sonntag