TopTurniere London Chess Classic startet furios Kein Remis in Runde 1!
01.12.2012 - Eigentlich müsste sich Organisator Malcolm Pein ein dickes Loch in den Bauch freuen, denn einen besseren Auftakt für ein Top Turnier gibt es nicht. Keine der vier Partien der ersten Runde bei der 4. London Chess Classic endete unentschieden, was nur als das allerbeste Omen für den weiteren Turnierverlauf gelten kann! Den Anfang machte Vladimir Kramnik gegen eine sich veropfernde Judit Polgar. Hikaru Nakamura legte mit einer inspirierenden Eröffnungsbehandlung gegen Levon Aronian nach. Magnus Carlsen geriet gegen Luke McShane mal wieder(!) schwer unter Druck, doch dieses Mal wendete die norwegische Nummer 1 der Weltrangliste das Blatt noch und siegte. Den Abschluss rundete Michael Adams in einem echten Geduldsspiel gegen Gawain Jones ab. Weltmeister Viswanathan Anand hatte heute frei und sichtlich Freude beim Co-Kommentieren. Die zweite Runde beginnt am Sonntag um 15 Uhr. Den heutigen und auch alle weiteren Berichte runden die wirklich schönen Bilder von Ray Morris-Hill ab.
Einfach besser trainieren!
Schach lernen und die Spielstärke stetig und bequem am heimischen PC steigern dies bietet Ihnen die Chess Tigers Universität und baut ihr Angebot beständig aus. Vom Grundschulkind bis zum ambitionierten Turnierspieler, wir decken mit unseren erfahrenen Lehrern GM Artur Jussupow, GM Dr. Karsten Müller, GM Klaus Bischoff, GM Michael Prusikin, IM Dr. Erik Zude, FM Uwe Kersten, Timo Schönhof und Mike Rosa kostengünstig die gesamte Breite des Schachtrainings ab. Mit über 40 Kursen und mehr als 1.600 Lektionen lehren wir alles, was das Schachspielerherz begehrt. Von den Regeln, über grundlegende Prinzipien, Strategie, Taktik, Eröffnungen, Endspiel, vollständig analysierte Partien und sogar Chess960 haben wir alles in unserem umfangreichen Portfolio. Und so geht's: Chess Tigers Universität - Überblick
Allgemeine Informationen
Die vierte Auflage der London Chess Classic findet vom 01. bis 10. Dezember im Olympia Conference Centre statt. Gespielt wird ein Rundenturnier mit neun Spielern. In jeder Runde hat ein Teilnehmer "frei" und wird als Co-Kommentator fungieren. Mit einem ELO-Schnitt von 2751 (basierend auf den ELO-Zahlen November 2012) wird die Turnierkategorie 21 erreicht.
Rundenstart ist täglich um 15 Uhr unserer Zeit, lediglich in der vierten (17 Uhr) und neunten Runde (13 Uhr) ändert sich die Startzeit. Der einzige Ruhetag wird am 05. Dezember eingelegt.
Die Bedenkzeit beträgt 2 Stunden für 40 Züge, 1 Stunde für 20 Züge und 15 Minuten + 30 Sekunden pro Zug für den Rest der Partie.
Der Preisfonds beläuft sich auf 130.000 EUR, die sich wie folgt verteilen: Sieger: 50.000 EUR, Zweiter: 25.000 EUR, Dritter: 20.000 EUR, Vierter: 15.000 EUR, Fünfter: 10.000 EUR, Sechster:10.000 EUR
Weiterhin werden insgesamt 30.000 EUR an Sonderpreisen für die beste Partie einer Runde (je 1.000 EUR) und Prämien für jede gewonnene Partie gezahlt. Sollten beispielsweise 21 Partien entschieden werden, ist jeder Sieg 1.000 EUR wert.
Pro Sieg gibt es drei Punkte und pro Remis einen Punkt. Sollten am Ende zwei oder mehr Spieler die gleiche Punktzahl aufweisen, entscheiden in der Reihenfolge die folgenden Kriterien: 1. Zahl der gewonnenen Partien, 2. Zahl der mit Schwarz gewonnenen Partien, 3. Direkter Vergleich
Sollte dies keinen Sieger hervorbringen, wird eine Armageddon-Partie gespielt, in welcher Weiß 6 Minuten und Schwarz 5 Minuten erhält. Zusätzlich gibt es 2 Sekunden Bonus pro Zug. Weiß muss gewinnen, Schwarz genügt ein Remis.
Apropos Remis: Es ist den Spielern nicht gestattet, ohne Zustimmung des Schiedsrichters Remis zu vereinbaren. Dieser wird nur bei einer dreimaligen Zugwiederholung, der 50 Züge-Regel oder einer offensichtlichen Remisstellung zustimmen. Im Zweifel hat Veranstalter und Turnierdirektor IM Malcolm Pein das letzte Wort.
Kein Zweifel, hier geht es um Schach und neun absolute Weltklassespieler
Brav warteten die Stars in der ersten Reihe auf ihren Auftritt
Vorher gab es etwas klassische Musik von Jason Kouchak am Klavier...
...und Alf Wilhelm Lundberg an der Gitarre
Dann endlich gab es klassisches Schach der Extraklasse für das Publikum
Kommentiert von GM Daniel King...
...und Weltmeister Viswanathan Anand
Vladimir Kramnik schraubte seinen persönlichen Score in klassischen Partien gegen Judit Polgar auf +13(!) hoch
Hikaru Nakamura überraschte Levon Aronian in der Eröffnung, brachte den Armenier damit in Zeitnot und nutzte dann eiskalt den taktischen Fehler im 26. Zug
Luke McShane brachte Magnus Carlsens Berliner Mauer gehörig ins Schwanken, doch der Norweger konnte den Spieß doch noch umdrehen
Michael Adams knete Gawain Jones so lange, bis dessen Widerstand (endlich) brach