Nachrichten Aktuelles vom Hessenschach - Neuer Frankfurter Stadtmeister
22.06.2005 - +++ Deutsche Blitz- Mannschaftsmeisterschaft in Wattenscheid +++ Omri Schlesinger erneut Frankfurter Stadtmeister +++ 4er Pokal ohne vollständige Ergebnismeldung +++ SEN-EC: Europas Top Senioren in Bad Homburg +++ 30. Juni ist letzter Termin für An-,Ab-,Ummeldungen +++
IM Boris Margolin
Direkt hinter der Schachabteilung des Deutschen
Fussballmeisters und noch vor dem Deutschen Mannschaftsmeister im
Schach gelandet: bei so einer Konstellation könnte man auch mit
dem vorletzten Platz zufrieden sein. Doch IM Margolin, IM Reschke,
FM Haakert und FM Schlamp, mit diesem Team wurde der SV Oberursel
auch Ende Februar in Bad Homburg Hessischer Blitzmeister, zeigten
sicherlich ihre Stärke und landeten unter 25 weiteren Teilnehmern
in der Wattenscheider Stadthalle auf Platz 11, gesandwiched von
Bayern München und Werder Bremen. Gewonnen hat überraschend der
Gastgeber, der SV Wattenscheid. Gerne würde ich einige Details zum
Besten geben, aber außer ein paar Textfetzen ist nichts im
Internet zum Event zu finden. Einzig eine komplette (sorry, aber
vom Inhalt bzw Aufbereitung her auch armselige) Tabelle ist zu
finden. Für eine Deutsche Meisterschaft, auch wenn es "nur"
Blitzen ist, eine Schande! Hier der Link zu Tabelle, vielleicht
kommt da ja auch noch etwas umfangreicheres dort zu Stande:
http://www.schachverein-wattenscheid.de/aktuell.html
FRANKFURTER STADTMEISTERSCHAFT ENTSCHIEDEN
Linke Hand - Rechte Hand: Omri Schlesinger bei der Pokalübergabe durch
Hans-Dieter Post.
Foto Hessischer Schachverband
Omri Schlesinger vom SC Steinbach konnte in der letzten und
entscheidenden Partie gegen FM Bernd Röschlau am vergangenen
Montag den noch fehlenden Punkt zum erneuten Titelgewinn nach 12
Jahren machen und ist der neue Frankfurter Stadtmeister im Schach
des Jahres 2005. Herzlichen Glückwunsch! Schlesinger profitierte
zwar wie schon in der Vorschlußrunde gegen FM Robert Schlamp von
den letztlich vergeblichen und schließlich sogar überzogenen
Gewinnversuchen seines Gegenübers, doch tut dies seiner Leistung
keinen Abbruch. Wie schon im Vorjahr konnte sich so ein Nicht-
Titelträger gegen seine fünf FIDE- geprüften Mitbewerber
durchsetzen. Er blieb im Feld mit zum Schluß 132 Teilnehmern zudem
ungeschlagen und gab nur ein Remis gegen Thorsten Lehner vom TuS
Dotzheim ab.
"Schon wieder Zweiter...". So oder ähnlich könnte der
Seufzer des IM Stefan Solonar von der VSG Offenbach geklungen
haben, als er den Ausgang der Spitzenpartie beobachtete. Im
vergangenen Jahr wurde er nur hauchdünn geschlagen, diesmal,
bedingt durch die Niederlage gegen FM Schlamp, wurde es sogar ein
halber Punkt. Den nächsten Titel nach dem Hessenpokal konnte sich
Daniel Malek sichern. In der Endabrechnung nach Wertung Dritter,
ist der angehende FIDE Meister aber der beste Spieler eines
Vereines des Bezirks Frankfurt und somit der neue Einzelmeister
der Saison 2004/05! Er ließ u.a. den Internationalen Meister
Stefan Reschke und den zweifachen Hessenmeister FM Bernd Röschlau
vom gleichen Verein um einen halben Punkt hinter sich und wird
sich so auch über den Gewinn dieser internen Meisterschaft des SV
Oberursel freuen!
Bester unter 20 teilnehmenden Senioren wurde Thomas Schwenkreis
von der SG 2000 in der FTG. Er konnte 5 Partien gewinnen, verlor
nur zwei und konnte sich so um einen halben Punkt von seinen
ärgsten Verfolgern, Dr.Rudolf Benninger vom SC Heusenstammm und
Helmut Escher vom SV Oberursel, absetzen. Bester Jugendlicher
wurde Samuel Minor vom TuS Dotzheim, der in diesem Jahr den Spieß
umdrehte und die Wertung vor Julian Rubel vom SC Steinbach gewann.
Beste der vier teilnehmenden Frauen wurde Veronika Kind vom
brandenburgischen SV Glück-auf-Rüdersdorf, die mit 4,5 Punkten
knapp nach Wertung vor Verena Rotermund vom Schachklub Vorwärts
Orient Mainz landete. In den Ratingklassen siegte Razaul Kabir von
den Schachfreunden Frankfurt in der Kategorie bis DWZ 2100, Kurt
Rätsch gewann die Klasse bis DWZ 1900. Roy Genis von der SG
Dietzenbach siegte bei den Spielern bis DWZ 1700 und in der
vierten Kategorie, unter DWZ 1500, siegte der Neu-Gießener
Christoph Driftmann. Den Sieg in der Kategorie "Bestes 4er Team"
trug wie in den Vorjahren der SV Oberursel davon, neu war der das
Preisgeld in Empfang nehmende Team Captain Daniel Malek als
punktbester Spieler.
Veronika Kind
Thomas Schwenkreis
Zweiter in dieser Wertung wurde Hessenmeister SC Steinbach, und
Dritter und damit Empfänger des letzten Geldpreises, wurde die
Mannschaft vom SC Patzer Bornheim. Neben den fast dreißig
Geldpreisen kamen auch etwa 20 Sachpreise in die Verteilung.
Außerdem erhielten alle bis auf ganz wenige Ausnahmen eine
Portraitaufnahme von sich, sodaß außer den Partieformularen auch
mal ein anderes Andenken mitgenommen werden konnte. Doch nicht nur
deswegen versprachen viele auch im kommenden Jahr wieder dabei zu
sein, einige drohten sogar die Aktivierung weiterer Klubmitglieder
zur Teilnahme an! Die aktuelle Berichterstattung im Internet mit
allen Tabellen, abspielbaren Partienotationen (Dank an Frank
Zimmermann für die Erfassung!), Fotos und schlußendlich auch die
Hinterlegung der DWZ Auswertung beim DSB nur wenige Stunden nach
der Siegerehrung bieten den Teilnehmern ein gutes bis sehr gutes
Preis/Leistungsverhältnis.
Und nicht nur Spieler, sondern auch
Zuschauer kamen zuhauf zum Wettkampf und entspannten nach einem
harten Arbeitstag am Rande der Veranstaltung bei einer freien
Partie. Die bekannteren unter den Gästen: GM Sergey Galdunts, der
HSV Vorsitzende Harald Balló, die Chess Tigers Vorstände Schmitt
und Drebes, und sogar ein Blaublütiger soll gesichtet worden
sein.... aber zumindest wenige bis gar keine Ehefrauen oder
Lebensgefährtinnen. Wahrscheinlich vertrauen die der Internet-
Berichterstattung. Aber vielleicht waren auch mehr Teilnehmer als
in der Spielerliste ausgewiesen letztendlich dabei.....
Der Bezirk Frankfurt ist jedenfalls zufrieden eine solche
Veranstaltung anbieten zu können und Jahr für Jahr mehr für dieses
Turnier zu begeistern. Logistisch verlangt diese Art der
Durchführung von den Organisatoren etwas mehr als von regulären
Open, da an sieben Montagen jeweils alles auf- und abgebaut sein
will. Aber es ist machbar! Die Leichtathletikhalle in
Frankfurt-Kalbach, sicherlich nicht als Schachstadion konzipiert,
bietet trotzdem für die Spieler und Veranstalter ansprechende
Voraussetzungen. Ob dieser Standort nach sieben Jahren gehalten
werden kann, wird sich erst in den kommenden Wochen oder gar
Monaten zeigen. Nun denn, am Wochenende werden die letzten
Notationen auf der Turnierseite im Internet zu finden sein, und
auch die neuesten Fotos sind dann dort verfügbar. Und das alles
unter
Der Schatzmeister wird dieses Turnier lieben! Kampflose
Partien, verspätete oder gar keine Ergebnismeldung. Da rollt der
Rubel in die Kassen des Verbandes! Das bißchen, das immerhin schon
eingetroffen ist, steht im Ergebnisdienst zur Kenntnisnahme
bereit.
Schon über 220 Teilnehmer, davon fast Dreiviertel mit ELO Zahl,
45 Titelträger der FIDE, 26 Nationen! GM Uhlmann, GM Klovans, GM
Westerinnen und auch die ehemalige Weltmeisterin GM Nona
Gaprindashvili aus Georgien; da sind Legenden am Start und
natürlich auch die engere europäische, deutsche und hessische
Spitze im Seniorenschach. Der Ratingschnitt liegt bei knapp 2000,
die Top Spieler haben mehr als 2500 ELO! Doch auch Spieler, die
nicht an dieses Leistungsniveau heranreichen, nehmen die
Gelegenheit wahr, um ganz nahe bei den Teilnehmern und der
ehemaligen Weltspitze zu sein. Ein Vergleich mit den bisherigen 4
Vorläufern zeigt, das lediglich noch ein paar Nationen fehlen, um
neue Maßstäbe zu setzen und alle Rekorde zu brechen. Der große
lichtdurchflutete und klimatisierte große Saal des Kurhauses in
Bad Homburg verspricht angenehmste Turnierbedingungen, der
Internationale Schiedsrichter Christian Krause sorgt für die
ordnungsgemäße Durchführung! Anders als bei den Vorläufern wird
zudem viel Wert auf die Bereitstellung von Informationen auf der
Turnierseite im Internet gelegt. Die Teilnehmerliste, zum
Beispiel, ist stets aktuell:
Am kommenden Wochenende ist lediglich das Jugen-Open in
Erlensee im Kalender zu finden, und danach eben die
Europameisterschaft der Senioren in Bad Homburg. Die zweite Runde
des Viererpokals findet am letzten Juni Sonntag statt und der
Turnierleiter wünscht sich schon jetzt mehr Disziplin bei der
Meldung der Ergebnisse!