Nachrichten Betrugsverdacht überschattet Bundesliga-Start GM Falko Bindrich schlägt sich selbst
22.10.2012 - Als bei der gestrigen Live-Übertragung der 2. Runde der Schachbundesliga nach nur zehn Zügen beim Duell Eppingen gegen Katernberg an Brett 7 der Sieg für GM Sebastian Siebrecht gegen GM Falko Bindrich (Bild: Georgios Souleidis) verkündet wurde, glaubten viele noch an ein simples Handyklingeln des B-Kaderspielers. Leider verdichteten und bestätigten sich später Gerüchte, dass sich Bindrich tatsächlich verdächtig oft schon in der Eröffnungsphase auf die Toilette zurückzog und dabei auch noch sein Handy/Smartphone bei sich hatte. Der alarmierte Schiedsrichter Dieter von Häfen stellte Bindrich daraufhin zur Rede und forderte selbigen auf, sein Telefon vorzuzeigen. Dieser verweigerte dies jedoch trotz guten Zuredens seines Mannschaftsführers Hans Dekan und ließ von Häfen keine andere Wahl, als die Partie für Siebrecht zu werten. Bereits am Samstag war GM Pavel Tregubov das gleiche Verhalten bei seinem Gegner Bindrich aufgefallen. Der Russe verlor die Partie und Mülheim Nord zugleich den Mannschaftskampf mit 3,5:4,5. Daher wird Mülheim wohl Protest gegen das Ergebnis einlegen - Ende offen. Auf der Webseite des SC Eppingen wird Falko Bindrich übrigens nach wie vor als "Matchwinner" gegen Mülheim gefeiert... UPDATE: Diese Meldung ist mittlerweile verschwunden! Unter dem Titel "Muss das sein?" beschreibt der Webmaster der Schachbundesliga-Homepage, Georgios Souleidis, nochmals, was geschah.
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Muss das sein? Die 2. Runde der Schachbundesliga liefert einige Schlagzeilen, davon eine, die die Gemüter auch in den kommenden Wochen erhitzen wird...
Von Georgios Souleidis
In der 2. Runde der Schachbundesliga wurde der sportliche Verlauf durch einen unappetitlichen Vorfall überschattet. Am Spielort Mülheim musste der Schiedsrichter, Dieter von Häfen, den Spieler Falko Bindrich wegen begründeten Betrugverdachts nullen. In seiner Partie gegen Sebastian Siebrecht weilte der Eppinger, obwohl am Zug, auf Toilette.
(Anmerkung der CT-Redaktion:) Nach den Zügen 1.c4 e5 2.Sc3 Sf6 3.Sf3 Sc6 4.a3 e4 5.Sg5 De7 6.e3 h6 7.Sh3 g5 8.Dc2 Lg7 9.Sg1 0-0 10.Sge2 soll sich Bindrich auf die Toilette begeben haben, obwohl er am Zug war. Danach wurde die Partie abgebrochen und für Siebrecht gewertet.
Da dieses Verhalten bei Bindrich schon am Vortag mehrmals aufgefallen war, ging ihm der Schiedsrichter hinterher und fragte ihn, ob er ein Mobilgerät bei sich tragen würde. Der Spieler bejahte die Frage, weigerte sich jedoch es auszuhändigen, obwohl sein Mannschaftsführer, Hans Dekan, ihn darum bat und obwohl Dieter von Häfen darauf hinwies, dass er die Partie weiterlaufen lassen würde, wenn deutlich wird, dass auf dem Mobilgerät keine Anzeichen eines Betrugs festzustellen sind. Dem Unparteiischen blieb ob der ablehnenden Haltung Bindrichs keine Wahl, als den Katernberger Spieler Sebastian Siebrecht zum Sieger zu erklären.
Die Entscheidung des Schiedsrichters wird durch die Turnierordnung des Schachbundesliga e.V. (Paragraph 5.3.4) gedeckt.
Hans Dekan, der genau wie der gesamte Klub SC Eppingen einen hervorragenden Ruf innerhalb der Schachbundesliga genießt, zeigte sich am Sonntag Abend noch dermaßen mitgenommen, dass er keine Stellungnahme abgeben wollte. Der Verein wird sich beraten und sich innerhalb einer angemessenen Zeit zum Vorfall öffentlich äußern.
Stellung bezieht dagegen der SV Mülhein Nord, der gegen das Resultat vom Samstag, 3,5:4,5 gegen Eppingen, Protest einlegte, wie man diesem Bericht entnehmen kann.