TopTurniere Olympia 2012 - Souveräner Auftakt der Deutschen Chaos bei den Übertragungen und der Ergebnismeldung
28.08.2012 - Mit einem ungefährdeten 3,5:0,5 gegen Neuseeland hat die deutsche Nationalmannschaft in Istanbul einen guten Start hingelegt. Während Arkadij Naiditsch, Daniel Fridman und Jan Gustafsson ihre Gegner sicher im Griff hatten, ließ Igor Khenkin seinen Gegenüber FM Nicolas Croad aus gewinnträchtiger Stellung ins Remis entwischen. Bei den Frauen war der Ausgang des Matches gegen die sehbehinderten Spieler der IBCA (International Braille Chess Association) lange unklar, womit wir auch gleich schon beim größten Problem der ersten Olympia-Runde sind. Zahlreiche Bretter konnten offenbar nicht (korrekt) übertragen werden, so auch die Partie von Marta Michna. So mussten die Fans lange damit leben, dass es 2:1 für Deutschland stand, nachdem Elena Levushkina und Melanie Ohme sicher gewonnen und Elisabeth Pähtz leider verloren hatte. Letztlich meldete die offizielle Turnierseite zur allgemeinen Erleichterung, dass Michna und damit auch das deutsche Frauenteam gewonnen hatte. Neben den nicht übertragenen Partien ist es ferner sehr ärgerlich, dass die offizielle Live-Seite eine Menge unglaublicher Ergebnisse meldete, die zumindest in der Summe schlicht nicht stimmen können bzw. mittlerweile schon korrigiert wurden. Einige überraschende und belegte Einzelergebnisse gibt es dennoch zu vermelden. So verlor Emil Sutovsky gegen IM Andrei Obodchuk vom Team IPCA (International Physically Disabled Chess Association) ebenso wie Loek van Wely gegen IM Tze-Meng Mok aus Malaysia.
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Allgemeine Informationen
Die 40. Schacholympiade 2012 findet bis zum 09. September in Istanbul statt. In beiden Wettbewerben werden 11 Runden nach Schweizer System gespielt in denen die Mannschaften jeweils mit 4 Spielern antreten. Jedes Team darf zudem einen Ersatzmann bzw. eine Ersatzfrau melden.
Die Bedenkzeit wird 90 Minuten/40 Züge plus 30 Minuten für den Rest sowie 30 Sekunden/Zug ab dem ersten Zug betragen. Es gilt "Zero tolerance", was bedeutet, dass jeder Spieler zu Rundenbeginn an seinem Brett sein muss. Remisangebote sind nicht vor dem 30. Zug gestattet.
Rundenstart ist täglich 14:00 Uhr unserer Zeit, lediglich die letzte Runde beginnt bereits um 10:00 Uhr. Zwei Ruhetage werden am 2. und 8. September eingelegt.
ChessBase überträgt die Partien auf dem hauseigenen Fritz-Server, während GM Klaus Bischoff ebendort täglich ab ca. 14:30 Uhr live kommentiert. Wer keinen Account bei ChessBase hat und dennoch die Kommentare hören möchte, kann dies auf der Homepage des Deutschen Schachbundes tun.
Titelverteidiger ist im Open die Ukraine und bei den Frauen Russland.
Alexander Grischuk im Gespräch mit Kapitän Yury Dokhoian, und auch Sergey Karjakin und Evgeny Tomashevsky haben noch Klärungsbedarf
Titelverteidiger Ukraine: Alexander Moiseenko, Pavel Eljanov und Andrei Volokitin - es fehlt Spitzenbrett Ruslan Ponomariov
Medaillenfavorit Armenien mit Sergei Movsesian, Vladimir Akopian, Gabriel Sargissian und Tigran Petrosian
Judit Polgar spielt natürlich im Open für Ungarn
Titelverteidiger bei den Frauen: Natalia Pogonina, Valentina Gunina, Alexandra Kosteniuk und Tatiana Kosintseva
Langer Name und extrem cool - IM Jose Lisandro Munoz Santana von der Dominikanischen Republik versteckte seine Augen vor Alexander Grischuk
Der türkische Minister für Jugend und Sport Suat Kilic führte im Open den ersten Zug aus - FIDE Präsident Kirsan Ilyumzhinov und der Präsident des türkischen Schachverbandes Ali Nihat Yazici genießen den Augenblick
Nein, in Istanbul sind nicht die Stühle ausgegangen, hier können Zuschauer freie Partien spielen!
Nach rund 5 Stunden liefen hauptsächlich noch die Partien, in denen die Favoriten in Schwierigkeiten verkehrten
So hatte der russische Top-GM Evgeny Tomashevsky gegen FM William Puntier aus der Dominikanischen Republik einen überraschend schweren Stand
Letztlich musste Tomashevsky glücklich über das Remis sein
Auch der titellose Stanley Chumfa aus Sambia setzte dem Chinesen Wang Yue lange Zeit schwer zu
Gekreuzte Zeigefinger = Remis?
Man sieht dem Chinesen seine Begeisterung darüber an...
Algis Shukualiev aus Kirgisistan knöpfte dem Ungar Zoltan Almasi einen Halben ab