TopTurniere WM 2012 - 3:3 zur Halbzeit Ruhetag am Samstag
18.05.2012 - Zum dritten Mal wurde heute bei der Schach-WM in Moskau mit Boris Gelfand als Weißer die Slawische Verteidigung probiert und zum dritten Mal erreichte der Herausforderer nichts. Viswanathan Anand glich früh und ohne große Mühe aus und machte damit (vielleicht endgültig?) klar, dass der Israeli so nicht auf Sieg spielen kann. Nach nicht ganz drei Stunden und 29 Zügen wurde das Remis unterzeichnet. Das Highlight der sechsten Partie war somit leider der Besuch des 13. Weltmeisters Garry Kasparov, welcher sich in einer Pressekonferenz und beim Gastauftritt bei der Live-Kommentierung nicht sehr positiv zu dem bisherigen Matchverlauf äußerte. Er gab zudem zu Bedenken, dass Gelfand seit 1993 nicht mehr gegen Anand gewonnen habe und jedes Remis schon ein Erfolg sei. Kein gutes Omen für die zweite Hälfte des Matches, aber glücklicherweise hat auch Kasparov die Weisheit nicht mit Löffeln gefressen. Übrigens, wer sich noch erinnert: Die WM 1995 in New York zwischen Anand und Kasparov begann damals mit acht(!) Remisen! Am Samstag jedenfalls haben die Spieler in Moskau ihren nächsten Ruhetag, bevor Gelfand am Sonntag erneut mit Weiß aufschlagen darf.
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Name
NAT
ELO
1
2
3
4
5
6
7
8
9
10
11
12
Total
Perf.
+/-
V. Anand
IND
2791
½
½
½
½
½
½
-
-
-
-
-
-
3.0
2727
-1
B. Gelfand
ISR
2727
½
½
½
½
½
½
-
-
-
-
-
-
3.0
2791
+1
Boris Gelfand (2727) vs. V. Anand (2791) WM 2012, Moskau - Partie 6 (D45 - Slawisch)
1.d4 d5 2.c4 c6 3.Sc3 Sf6 4.e3 e6 5.Sf3 a6 6.Dc2
6.b3 bevorzugte der Herausforderer in seinen ersten beiden Weißpartien.
13.Sxd5!? Lxd4 14.Sc7+ lautet ein interessanter Vorschlag von GM Erwin l'Ami. Allerdings kann man davon ausgehen, dass beide Seiten diese Idee bereits kannten. 14...Kf8 15.Sxe6+ (Nach 15.Sxa8?! Le5 steht es Schwarz besser.) 15...fxe6 16.exd4 Vermutlich ist die Stellung völlig ausgeglichen, aber die ungleiche Materialverteilung hätte durchaus (mehr) Spannung versprochen.
14.Lf3 0–0N Schwarz bietet mit seinem ersten neuen Zug ein (natürlich vorbereitetes) Bauernopfer an.
14...Td8 ist der bisher zumeist gespielte Zug. z. B. 15.b3 0–0 16.Lb2 Tc8 17.Sxd5 Lxd5 18.Lxd5 Lxe3 19.De2 Sxd5 20.Txd5 Lg5 21.Te5 Df6 22.Te1 h6 23.h4 Dg6 24.hxg5 Tc2 25.De3 Txb2 26.gxh6 Dxh6 27.Dxh6 gxh6 28.T5e2 Txe2 29.Txe2 Tc8 ½–½ Lenic (2623) - Rublevsky (2678), Aix-les-Bains 2011
15.Sxd5 Sxd5 16.Lxd5 Lxd5 17.Txd5 Tac8 18.Ld2 Weiß gibt den Mehrbesitz ohne Gegenwehr wieder her.
18.De2 war eine wichtige, aber wohl weniger gute Alternative, um den Mehrbauern zu verteidigen. 18...De4 19.Dd3 (19.Df3?! Dxf3 20.gxf3 Tfd8 21.Txd8+ Txd8 und Schwarz hätte (noch mehr) Kompensation für den Bauern.) 19...Dxd3 20.Txd3 Tfd8 21.Txd8+ Txd8 22.Kf1 Td1+ 23.Ke2 Th1=
18...Lxe3 19.Lc3 Lb6 20.Df5 De6
21.Df3
21.Dxe6!? ist interessant, bringt Weiß aber nichts ein. 21...Lxf2+! 22.Kh1 (22.Kxf2?? fxe6+–+) 22...fxe6 23.Td7 e5! (23...Tf7?? 24.Txf7 Kxf7 25.Tf1+–) 24.Lxe5 Tf7 25.Txf7 Kxf7 26.Tf1 Kg6=
22...Dc6 23.h5 Tfd8 Nun tauschen sich die Damen, was das Remis noch wahrscheinlicher macht.
24.Txd8+ Txd8 25.Dxc6 bxc6 26.Te1 Kf7 27.g4 Ld4 28.Tc1 Lxc3 29.Txc3 Td4 Mit Remisangebot, welches akzeptiert wurde.½-½