Nachrichten Das letzte Duell der Giganten? Am Wochenende wird die deutsche Meisterschaft entschieden
13.03.2012 - Geht man davon aus, dass sowohl die OSG Baden-Baden als auch der SV Werder Bremen ihre restlichen Kämpfe gewinnen, dann fällt am kommenden Wochenende im Bremer Weserstadion im direkten Duell der Giganten die Entscheidung, wer Deutscher Mannschaftsmeister 20011/12 wird. Einen klaren Favoriten auszumachen, ist auch in diesem Jahr unmöglich, was am Samstag 14 Uhr erneut einen hochklassigen und äußerst spannenden Showdown verspricht. Natürlich lassen sich beide Teams in puncto Aufstellung nicht in die Karten schauen, doch dafür haben die Werderaner kürzlich ein interessantes Statement zu ihrer schachlichen Zukunft abgegeben. Demnach könnten wir für absehbare Zeit in dieser Saison das letzte Duell um die Meisterschale zwischen Bremen und Baden-Baden erleben. Ein Grund mehr, sich das live anzuschauen!
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Wie IM Georgios Souleidis in seiner Ankündigung auf der Webseite der Schachbundesliga darlegt, sind die bisher neun Bundesliga-Duelle zwischen dem 6-fachen Serienmeister Baden-Baden und Bremen seit Jahren das Nonplusultra der Liga, wobei die OSGler mit vier Siegen, drei Unentschieden und zwei Niederlagen bisher die Nase mehr oder weniger deutlich vorn haben. In diesem Jahr haben wir die für die Liga klassische Situation, dass Baden-Baden mit einem Mannschaftspunkt vor den Werderanern führt, was sehr stark dafür spricht, dass der Sieger am Samstag auch den Titel gewinnt.
Kurz vor dem alles entscheidenden Highlight dieser Bundesligasaison überrascht der SV Werder Bremen mit einer Pressemitteilung, die (leider) den Verdacht nahelegt, dass der Verein in Sachen Schach künftig nicht mehr die Klasse haben wird, auch weiterhin um den Titel mitzuspielen. Doch das Beste wird sein, Sie lesen selbst:
Werders Schachabteilung stellt sich neu auf
Mit einem neuen Konzept wird das Schach-Bundesligateam von Werder Bremen in die Spielzeit 2012/2013 starten. Grundlegende Änderung: Der künftige Bundesliga-Kader wird aus 8 Profis (von Werder I) sowie 8 Amateuren (von Werder II) bestehen.
Die Gründe für diese Entscheidung sind vielschichtig. Unsere bisherigen Bestrebungen, attraktives Spitzenschach in der höchsten deutschen Spielklasse zu vermarkten, haben sich unter den aktuell unbefriedigenden Rahmenbedingungen der Schach-Bundesliga leider als wenig fruchtbar erwiesen. Es ist uns unter diesen Umständen nicht gelungen, unser über viele Jahre erfolgreiches Bundesligateam als Zugpferd für den Schachsport zur Geltung zu bringen.
Wir haben uns daher entschlossen, in der Bundesliga zukünftig als Saisonziel nicht mehr die Meisterschaft anzustreben. Mit einer umgestalteten ersten Mannschaft wollen wir nun einen Mittelweg beschreiten und eine engere Verknüpfung zwischen dem Amateur- und dem Profibereich des Vereins erreichen. Unsere Entscheidung erfolgte in enger Abstimmung mit unserem Hauptverein, der die Schachabteilung weiterhin großzügig unterstützen wird.
Diesem Strategiewechsel zufolge werden wir unseren Fokus mehr auf den Amateurbereich und insbesondere auf die Nachwuchsarbeit richten. Die angesichts der Umstrukturierung frei werdenden Ressourcen wollen wir zur Stärkung der Arbeit in diesen Bereichen verwenden. Angestrebt wird ein umfassenderes Spiel- und Trainingsangebot, um für Interessenten im nordwestdeutschen Raum - insbesondere aus dem bremischen Umfeld – attraktiver zu werden.
Ein Ziel ist es, talentierte Spieler an das Leistungsniveau der 2. oder 1. Bundesliga heranzuführen. Als wesentliche Verbesserung soll ab kommender Saison erstmals ein hauptamtlicher Trainer in Vollzeit mit dem Schwerpunkt Nachwuchsförderung tätig werden. Darüber hinaus wollen wir weitere Turniere für die Spieler aus unserem Verein anbieten, unter anderem 2013 ein internationales Turnier (Normenturnier) in Bremen.
Auf die laufende Saison haben diese Entscheidungen keinerlei Auswirkungen. Alle bei uns im Verein - ob Spieler oder Funktionäre - wollen das bisherige Projekt Bundesliga erfolgreich abschließen.
Vorstand der Abteilung Schachsport im SV "Werder" von 1899 e. V. Bremen
Der letzte Satz dieser Pressemitteilung verspricht - quasi als Abschiedsgeschenk an die Fans - ein packendes "Finale". Pilgern Sie also mit so vielen Schachfreunden wie nur möglich am Samstag in die Businesslogen des Weserstadions und werden Sie Zeuge des vielleicht letzten Duell der Giganten! Wer einem der Stars der Bremer Mannschaft übrigens ganz nahe kommen möchte, hat schon am Donnerstag die Gelegenheit, wenn Top-GM Laurent Fressinet in den Werder-Clubräumen, Hemelinger Straße (Eingang zum Vereinsheim, 1.Stock) ein Simultan gegen 25 Gegner gibt.
Und zum Abschluss hier noch alle Paarungen des kommenden Bundesliga-Wochenendes:
Samstag 14 Uhr
SV Werder Bremen - OSG Baden-Baden
Turm Emsdetten - SG Trier
USV Dresden - SG Solingen
König Tegel - SC Remagen
SC Eppingen - SV Wattenscheid
SV Hockenheim - Hansa Dortmund
Hamburger SK - Mülheim Nord
SF Berlin - SF Katernberg
Sonntag 10 Uhr
OSG Baden-Baden - Turm Emsdetten
SG Trier - SV Werder Bremen
SG Solingen - König Tegel
SC Remagen - USV Dresden
SV Wattenscheid - SV Hockenheim
Hansa Dortmund - SC Eppingen
Mülheim Nord - SF Berlin
SF Katernberg - Hamburger SK