TopTurniere London Chess Classic - Carlsen, Kramnik und McShane siegen Hauchdünne Führung für den Briten
10.12.2011 - Absolute Hochspannung an der Tabellenspitze der London Chess Classic 2011! Gleich drei Spieler führen zwei Runden vor dem Ende, wobei Luke McShane derzeit nach Drittwertung (Schwarzsiege) ganz knapp vor Magnus Carlsen und Vladimir Kramnik die Nase vorn hat. Der Brite besiegte in der siebten Runde Nigel Short in einer packenden Königsgambit-Partie, während die beiden anderen Landsleute im Wettbewerb unfreiwillig der Konkurrenz Schützenhilfe leisteten. Schlimm erwischte es Michael Adams gegen Carlsen, als er im 35. Zug einen Springer einstellte. David Howell wehrte sich gegen Kramnik zwar etwas hartnäckiger, aber letztlich verbuchte der Russe einen verdienten Sieg. Kein Blut floss dagegen zwischen Levon Aronian und Viswanathan Anand. Sie trennten sich nach 25 Zügen friedlich. Morgen kommt es unter anderem zum Showdown an der Spitze zwischen McShane und Kramnik und zum Duell der Giganten Anand gegen Carlsen.
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Allgemeine Informationen
Die London Chess Classic findet vom 03. bis 12. Dezember bereits zum dritten Mal statt. In diesem Jahr wurde die Teilnehmerzahl des einrundigen Rundenturniers bewusst ungerade gehalten. So hat jeder Spieler einen weiteren Ruhetag beziehungsweise eine Runde, in welcher er live die Partien der Konkurrenz mitkommentiert.
Die Bedenkzeit beträgt 120 Minuten/40 Züge + 60 Minuten/20 Züge + 15 Minuten + 30 Sekunden/Zug ab dem 61. Zug. Remisangebote sind nur über den Schiedsrichter gestattet. Für einen Sieg gibt es 3 Punkte und für ein Remis 1 Punkt.
Mit einem ELO-Schnitt von 2748 wird die Turnierkategorie 20 erreicht. Rundenstart ist täglich um 15:00 Uhr unserer Zeit. Lediglich am Nikolaustag wird erst um 17:00 Uhr gestartet und in der Schlussrunde bereits um 13:00 Uhr. Der einzige gemeinsame Ruhetag wird am 07. Dezember eingelegt.
Für den Fall, dass am Ende mehrere Spieler punktgleich vorne sind, bestimmen der Reihe nach die folgenden Kriterien den Turniersieger: die meisten Gewinnpartien, die meisten Gewinnpartien mit Schwarz, direkter Vergleich und Armageddon-Blitz
Wer die Partien gerne in deutscher Sprache live kommentiert haben möchte, kann täglich GM Klaus Bischoff auf dem Fritzserver von ChessBase lauschen. Am Wochenende ist Bischoff in der Bundesliga aktiv, weshalb am Samstag FM Julian Zimmermann einspringt. Für Sonntag ist bisher noch kein Ersatz bekannt.
Das Duell um Platz 2 und 3 in der Weltrangliste zwischen Levon Aronian und Viswanathan Anand endete rasch friedlich
Mit Daniel King und Lawrence Trent analysierten Lev und Vishy im Anschluss ihre Partie
Magnus Carlsen mit etwas Glück erfolgreich gegen Michael Adams
Hier hatte Adams zuletzt 35...Sb6-c4?? gespielt und Carlsen durfte in der Analyse nochmals zeigen, warum dies ein ganz schlimmer Fehler war
Vladimir Kramnik ließ zeitgleich David Howell keine Chance
Doch so richtig führend ist nur er - Luke McShane
Viktor Korchnoi war geradezu entzückt, weil Nigel Short Königsgambit spielte
Mit großer Freude schüttelte der 80-Jährige einige Fallen aus dem Ärmel, die man kennen muss
Unzählige Spieler seien bereits auf dieses Motiv hereingefallen, wusste er
Später musste Hikaru Nakamura zuschauen, wie er von Platz 1 auf 4 in der Tabelle abrutschte. Auf seine Zusammenarbeit mit Garry Kasparov angesprochen, gab der Amerikaner an, dass es dabei nahezu ausschließlich um das Eröffnungstraining gehe.