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„Wenn Siebenjährige 70-Jährige fordern“
Artikel zum RAMADA Cup im Höchster Kreisblatt
26.10.2011 - Der Schachsport und die Stadt Bad Soden am Taunus können gut miteinander. In dem malerischen Heilbad am Südhang des Taunus lässt es sich gut leben, das weiß nicht zuletzt der amtierende Schachweltmeister Viswanathan Anand. Der Inder hat dort sein deutsches Domizil und Trainingslager. Davon profitiert auch der Schachclub Bad Soden, der jüngst Erwähnung im Höchster Kreisblatt fand. Anlässlich der Vorrunde der Deutschen Amateurmeisterschaft in Bad Soden widmete die Zeitung dem Nachwuchsspieler Max Leo Deppe einen Artikel. Leo ist 11 Jahre alt und trainiert im Bad Sodener Chess Tigers Training Center. Gut möglich, dass er dort die Figuren in der Hand hatte, mit welchen Champion Anand seine Titelverteidigung 2010 in Sofia vorbereitete...

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Wenn Siebenjährige 70-Jährige fordern
Nur die Leistung zählt, wenn sich beim Schach die Gegner gegenübersitzen

In Bad Soden trafen sich mehr als 200 Spieler aus ganz Deutschland zur ersten Runde der deutschen Amateur-Meisterschaften.

Gesucht wurden die besten sechs Spieler aus sechs Gruppen, die sich mit ihrer Platzierung für das Endturnier im Juni 2012 in Halle qualifizieren konnten. Dort werden die Plätze für die deutsche Einzelmeisterschaft ausgespielt, wo sich die Sieger mit der nationale Elite messen dürfen. Für die 27 Schachspieler aus den Main-Taunus-Vereinen SVG Eppstein, SC Eschborn, Sfr. Kelkheim, SC Sulzbach, SV Hofheim, SC Flörsheim, SC Hattersheim, SC König Nied sowie vom SC Bad Soden erfüllten sich die Hoffnungen aufs Finale nicht. Keiner der hiesigen Spieler konnte das Ticket für Sachsen-Anhalt lösen.

Gespielt wurde in sechs Gruppen, die sich absteigend in den Wertungszahlen der Spieler unterschieden. Personell am stärksten vertreten an den Tischen im Ramada Hotel war der SC Bad Soden mit sechs Teilnehmern. Der Vorsitzende des Schachclubs, Roland Bettenbühl, freute sich besonders über die jungen Nachwuchsspieler, die der älteren Konkurrenz beinahe den Rang abliefen. "Unsere Jungen haben sich um 40 Punkte verbessert, während die Erfahrenen unter ihren Möglichkeiten spielten."

Da war zum Beispiel der elf Jahre alte Leo Deppe aus Neuenhain, der sich mit 2,5 Punkten in die Rangliste der Gruppe F einordnete, noch vor seinem Freund und Vereinkamerad Ruben Rittenberger (2 Punkte). Die jungen Schachspieler traten in der Gruppe mit der niedrigsten DWZ (Deutsche Wertungszahl) an und konnten in den Spielen gegen ihre erwachsenen Gegner viele wertvolle Erfahrungen sammeln. "Diese werden die Jugendlichen mit Sicherheit weiter bringen", prophezeite Organisator Dr. Dirk Jordan. Auch er war von der Leistung des Bad Sodener Nachwuchses angetan. Deppe bekam es in der ersten Runde mit Heinz-Jürgen Schröter vom Schachverein Horrem aus Nordrhein-Westfalen zu tun. Zwar unterlag der Main-Taunus-Meister im Blitzschach der U12 bei seinem Debüt bei den deutschen Amateur-Meisterschaften dem erwachsenen Gegner, "der Leo hätte aber auch gewinnen können", sagte Trainer Hans-Walter Schmitt. Er kennt sich in seinem Sport bestens aus, und weiß, dass ein Fehler jede Partie entscheiden kann. "Ich habe in der Eröffnung zu schnell gespielt", hatte Leo Deppe sein Manko gegen Schröter selbst analysiert.

Aufgewecktes Talent

Max Leo Deppe (11)

Mit dem aufgeweckten jungen Mann hat der SC Bad Soden einen talentierten Spieler in seinen Reihen, auf dem einige Hoffnungen ruhen. Deppes Mutter Tatjana stammt aus der russischen Schach-Hochburg St. Petersburg, mit Vater Jens liefert sich der Schüler der Albert-Einstein-Schule in Schwalbach gerne und oft spannende Duelle. "Es ist toll, hier ist viel los, das macht Spaß", fand Leo Deppe auch Gefallen am besonderen Ambiente der Amateur-Meisterschaften. In der dritten Runde konnte der Nachwuchs-Spieler gegen Matthias Schwarz aus Hünstetten seinen ersten Sieg feiern.

Den ersten Erfolg eine Main-Taunus-Spielers bei diesem Qualifikationsturnier hatte Kurt Fredershausen schon nach der Startpartie gegen die siebenjährige Maxima Schreer vom SV Hofheim in der Tasche. "Trotzdem muss man gegen junge Gegner aufpassen. Für die ist ein Sieg gegen einen Älteren hoch motivierend. Wir selbst sind dann natürlich deprimiert", meinte der Bad Sodener. Er konnte mit Platz 21 zufrieden sein. Schon zum vierten Mal bei den Amateur-Meisterschaften dabei, wusste Fredershausen, der schon seit mehr als 60 Jahren Schach spielt, von vielen Partien zu berichten, in denen erfahrene Spieler gegen den jüngsten Nachwuchs Federn lassen mussten.

Genau solche Partien machen für Bettenbühl das Besondere im Schach aus. "Es wird bei uns nichts getrennt, nur die Leistung zählt. Hier werden Generationen verbunden, jung und alt, Mann und Frau können gegeneinander antreten", warb der Bad Sodener für seinen Sport. Auch für Werner Kümmel vom SC Bad Soden steht der Spaß am Spiel im Vordergrund. Der Sulzbacher, der mit 1289 Punkten die höchste DWZ der am Turnier teilnehmenden Bad Sodener besaß, wollte Druck gar nicht erst aufkommen lassen. "Es ist schön, dass das Turnier hier in der Nähe ist", meinte er. Kümmel landete hinter Leo Deppe auf Rang 28.

Gelungener Auftakt

Zufrieden mit dem Start der Meisterschaften, kündigte Dr. Dirk Jordan an, dass Bad Soden auch im nächsten Jahr die Auftaktveranstaltung zugesprochen werden soll. "Das hat rundherum sehr gut funktioniert", lobte der Chef des Organisationsteams die Zusammenarbeit mit Vereinen, Stadt und Hotel.

Nicht von ungefähr hält sich Weltmeister Viswanathan Anand mehrere Monate im Jahr im beschaulichen Bad Soden auf und treibt junge und alte Schachspieler der Region alleine durch seine Anwesenheit zu ihren besten Leistungen an.

Artikel im Höchster Kreisblatt

Artikel in der "Bad Sodener Zeitung"
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Homepage Schachclub Bad Soden

SC Bad Soden 9 - ein junges Team!

Bericht zum RAMADA Cup von Hans-Walter Schmitt



Mike Rosa

Published by Mike Rosa

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