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Aktuelles Tagesschach 28/11 - Giri bester Niederländer
Zhaoqin beste Niederländerin
Caruana gewinnt in Indien
Rybka nicht mehr und nie wieder Weltmeister(?)
06.07.2011 - Zwei sehr souveräne Sieger sahen die diesjährigen Dutch Championships 2011 in Boxtel. Während Peng Zhaoqin bei den Frauen kaum eine Wahl hatte, als das Dutzend in Sachen nationale Titel voll zu machen, hatte es Sieger Anish Giri bei den Männern mit starker Konkurrenz zu tun. Dennoch siegte er mit zwei Punkten Abstand und deklassierte so die Konkurrenz. Unterdessen konnte Fabiano Caruana beim ersten Airports Authority of India (AAI) International Grandmasters Chess Tournament ebenfalls einen schönen Triumph für sich verbuchen. Der Italienier hatte letztlich einen vollen Zähler mehr als der nächste Verfolger auf dem Konto. Völlig ohne Spiel musste zuletzt Computer-Weltmeister Rybka erfahren, wie man (alle) Titel verlieren kann. Angeblich soll Programmierer Vasik Rajlich bei der Konkurrenz kopiert haben und alle seine Titel verlieren. Ob er sich das gefallen lässt?

Boxtel (NED) - Vom 25. Juni bis 05. Juli fanden die Dutch Championships 2011 statt. Mit am Start war auch der frischgebackene 2700er Anish Giri. Der Wahl-Niederländer wurde während des Turniers 17. Jahre jung (28. Juni) und machte sich mit dem Titel des niederländischen Meisters selbst das beste Geschenk. Nachdem Wouter Spoelman zu Beginn das Tempo bestimmt hatte, legte Giri einen fünfrundigen(!) Schlussspurt hin, wobei er besondere Qualität im Umgang mit den schwächeren bzw. außer Form befindlichen Gegnern an den Tag legte. Die Plätze 6 bis 10 wurde allesamt Opfer des Jungstars. So wundert es auch nicht, dass Giri am Ende zwei satte Punkte Vorsprung auf den Zweitplatzierten Turniersenior Ivan Sokolov vorzuweisen hatte. Dazu kommt eine Performance von rund 2850, welche ihm weitere wertvolle 16 ELO-Punkte einbringt. Dritter wurde Ernst Sipke punktgleich mit Robin Swinkels und Friso Nijboer. Besonders enttäuscht hat erneut Jan Smeets. Einst ein Kandidat für die 2700+ muss der Chef(?) von Jan Gustafsson nun eher um die 2600+ bangen.

Parallel zu den Männern spielten auch die niederländischen Frauen die nationale Meisterin aus. Wie schon in den letzten 10 Jahren dominierte die klare Favoritin Peng Zhaoqin äußerst souverän und siegte mit drei Punkten Vorsprung vor Anne Haast (2.) und Martine Middelveld (3.). Es war der elfte(!) Triumph in Serie der gebürtigen Chinesin und der zwölfte Titel insgesamt.

Offizielle Veranstaltungsseite


Dutch Championships 2011 - Männer

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Dutch Championships 2011 - Frauen

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Der klare Sieger Fabiano Caruana erhält seine Trophäe von Mr. V P Agrawal, Vorsitzender der Airport Authority of India

Bild © Delhi Chess Association

Neu-Delhi (IND) - Vom 21. Juni bis 02. Juli fand in der indischen Hauptstadt mit dem Airports Authority of India (AAI) International Grandmasters Chess Tournament zum ersten Mal in der Geschichte Indiens ein Turnier der Kategorie 17 (ELO-Schnitt über 2650) statt. Sechs starke Großmeister spielten ein Doppelrundiges Turnier. Am Start waren der italienische 2700er Fabiano Caruana, die amtierende Weltmeisterin Hou Yifan, Viktor Laznicka, Krishnan Sasikiran, der amtierende indische Meister Parimarjan Negi, die tschechische Nummer 2 Viktor Laznicka, die indische Nummer 2 Krishnan Sasikiran und der beste Spieler der Philippinen Wesley So. Insgesamt ging es um einen Preisfonds von USD 24.500,-. Etwa zur Halbzeit übernahm ELO-Favorit Caruana die Führung und gab sie bis zum Schluss nicht mehr her. In der vorletzten Runde musste er zwar seine einzige Niederlage (gegen Laznicka) hinnehmen, doch mit einem sicheren Remis zum Abschluss sicherte sich der junge Italiener den Löwenanteil am Preisfonds und einen schmucken Pokal für die heimische Sammlung. Die Performance um die 2800 wird ihm die nötigen ELOs bringen, um in die Top 20 der Welt vorzudringen. Zweiter wurde Lokalmatador Sasikiran vor Laznicka auf Rang 3. Enttäuscht wird sicherlich die Weltmeisterin gewesen sein. Sie wurde chancenlos Letzte.

AAI 2011

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Vasik Rajlich 2009 in Mainz mit dem Pokal für den Gewinn der Chess960 Computer-WM

Es war einmal ein Fischlein, das wurde von seinem Herrn liebevoll in einem Aquarium gehalten und lernte Tag für Tag mehr über das Schachspielen. Es wurde groß und stark - so stark, dass es bald sämtliche Schachprogramme der Welt besiegte. Es wurde mehrfach Weltmeister sowohl im traditionellen Schach als auch im Chess960 und der Nachwuchs wurde tausendfach an Schachspieler in der ganzen Welt verkauft. Doch es zogen über die Jahre immer dickere und dunklere Wolken über dem Aquarium auf. Nicht nur, dass die Konkurrenz merklich aufholte, sie bot und bietet ihre Rechenwunder auch noch gratis zum Download an! Zudem pfiffen die Spatzen bereits seit geraumer Zeit von den Dächern, dass das Fischlein eigentlich nur eine genetisch manipulierte Version zweier anderer Rechenmonster sei. Sie nennen sich Fruit und Crafty und behaupten, dass der Papa von Fischlein Rybka tumb kopiert und danach erfolgreich gepimpt haben soll.

Genug der Märchenstunde, denn obwohl das Thema zu derlei Scha(ch)bernack förmlich einlädt, es ist zumindest für die Beteiligten ein ernstes Thema! So ernst, dass die International Computer Games Association (ICGA) nun vor wenigen Tagen an die Öffentlichkeit ging und verkündete, dass Rybka und damit natürlich "Erfinder" Vasik Rajlich all' seine seit 2006 errungenen WM-Titel aberkannt bekommt, die Preisgelder zurückzahlen soll und auch von künftigen Weltmeisterschaften ausgeschlossen ist. Rybka soll erwiesen ein Klon von den bereits erwähnten Fruit von Fabien Letouzey und Crafty von Professor Robert Hyatt sein. Die ganzen Fakten übersichtlich und informativ aufgearbeitet finden Sie in englischer Sprache in dem unten folgenden ChessVibes-Artikel.

Ein öffentliches Statement von Vasik Rajlich ist bisher nicht bekannt. Gut vorstellbar, dass sich der Amerikaner im Moment lieber mit einem Anwalt unterhält. Schwer vorzustellen, dass er diese Entscheidung der ICGA hinnehmen wird.

Artikel bei ChessVibes.com

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Rybka-Forum

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Homepage Fruit



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Mike Rosa

Published by Mike Rosa

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