Nachrichten 15. Int. Neckar-Open mit Rekordbeteiligung Pressechef IM Georgios Souleidis berichtet
23.04.2011 - Mit einer Rekordbeteiligung begann das 15. Int. Neckar-Open in Deizisau. Vom 21. bis zum 25. April messen 753 Schachspieler ihre Kräfte im Gemeindehaus. Damit untermauerte das Neckar-Open seine Vormachtstellung als größtes offenes Schachturnier in Deutschland. Die Veranstaltung ist nicht nur in der Breite, sondern auch in der Spitze hervorragend besetzt. Unter den 406 Teilnehmern in der A-Gruppe befinden sich gleich 111 Titelträger. Der Favorit auf den Sieg ist Etienne Bacrot. Der Franzose ist mit einer Elozahl von 2718 die Nr. 25 der Weltrangliste. Hinter ihm folgt Arkadij Naiditsch. Die deutsche Nr. 1 ist zum dritten Mal hintereinander am Start. Im Rennen um den Turniersieg werden auch arrivierte Großmeister wie Viktor Erdös, Alon Greenfeld oder Vladimir Epishin ein Wörtchen mitreden. Traditionell ist das Neckar-Open bei den jungen Spielern sehr beliebt. Die deutsche Garde ist mit David Baramidze, Arik Braun, Sebastian Bogner, Falko Bindrich und dem deutschen Meister Niclas Huschenbeth vertreten. Einige interessante Spielerinnen finden sich ebenfalls im Feld, unter ihnen die deutschen Nationalspielerinnen Melanie Ohme und Sarah Hoolt.
Allgemeine Informationen
Der Gesamtpreisfonds der Veranstaltung beläuft sich auf nochmals erhöhte 15.000,- Euro, von denen 3.000,- für den Sieger des A-Open reserviert sind. Doch auch im B-Open für Spieler mit einer Rating unter 2000 warten auf den Sieger 1.000,- Euro, und der Sieger des C-Open (DWZ unter 1400) darf sich noch über 250,- Euro freuen. Daneben gibt es natürlich wieder zahlreiche Platzierungs-, Rating- und Sonderpreise, so dass theoretisch jeder Teilnehmer die Chance auf einen Gewinn hat. In den drei Hauptturnieren werden 9 Runden Schweizer System mit der Bedenkzeit 2 Stunden für 40 Züge plus 30 Minuten für den Rest der Partie gespielt. Auch in diesem Jahr stellen die Chess Tigers wieder ihr hochwertiges Spielmaterial in Form von Holzbrettern und -figuren nebst den digitalen Schachuhren der Firma DGT zur Verfügung und sorgen so für einen besonderen Flair im Spielsaal.
Die ersten acht Bretter werden live ins Internet übertragen und zweimal am Tag gibt es zu den jeweiligen Runden eine halbstündige LIVE-Radiosendung, welche von Pressechef Georgios Souleidis moderiert wird.
Top-Favoriten nach drei Runden vorn
Die erste von neun Runden verlief nicht ohne Überraschungen. Die größte gelang Robert Herzwurm aus Euskirchen. Der 37-jährige erwischte den ungarischen Großmeister Tamas Banusz auf den falschen Fuß und gewann sehenswert im Mattangriff. Einen namhaften Gegner besiegte auch Frieder Smolny. Der Amateur aus Ulm schlug IM Davit Lobzhanidze. Zu ehrenvollen Remisen gegen nominell stärkere Gegner kamen Holger Scherer, Thomas Imhof, Nicholas Paltrinieri und Markus Lechermann.
Die Top-Favoriten auf den Turniersieg, Etienne Bacrot und Arkadij Naiditsch, gaben sich bislang keine Blöße und liegen mit drei Punkten an der Spitze. Diese ist nach drei Runden naturgemäß sehr breit. 23 weitere Spieler liegen noch bei 100%. Bei einem in der Breite und Spitze aber so starken Feld wie in Deizisau blieben auch am 2. Spieltag nicht die Überraschungen aus. In der 3. Runde erwischte es die Nr. 4 des Turniers, Vasily Yemelin. In seinem Bestreben aus einem ausgeglichenen Endspiel einen vollen Punkt zu erzielen, überzog er die Stellung und verlor die Partie. Nutznießerin war die Polin Joanna Majdan-Gajewska, die nominell stärkste Frau beim 15. Int. Neckar-Open. Mit Kristyna Havlikova sorgte eine weitere Dame im Feld für eine Überraschung. Die Tschechin luchste dem Openspezialisten Vladimir Epishin einen halben Punkt ab. Erfreulich aus deutscher Sicht ist das bisherige Abschneiden einiger junger Spieler. Arik Braun, David Baramidze und Niclas Huschenbeth erfüllten die bisherigen Hoffnungen und liegen bei drei Punkten.
Ein Highliht war am Karfreitag das traditionelle Kinder- und Jugendopen. 158 Nachwuchsspieler nahmen bei der 11. Auflage dieses schönen Turniers teil. Auf sechs Gruppen verteilt kämpften die Kinder und Jugendliche um Pokale, Schachbücher und verschiedene Trainings-DVDs. Im Vordergrund stand aber natürlich der Spaß am königlichen Spiel.
Impressionen der ersten beiden Tage von FM Christian Bossert
Etienne Bacrot hat das Ziel fest im Blick
Arkadij Naiditsch erinnert sich...
WGM Joanna Majdan-Gajewska schlug in Runde 3 GM Vasily Yemelin
Stammgast GM Vladimir Epishin
Full House - da lacht das Organisatoren-Herz!
Und täglich grüßt das Murmeltier: "Wo spiele ich?"
"Ich ziehe erst, wenn die Kamera weg ist!"
Das A-Open - Teil 1
Das A-Open - Teil 2
"Alle Springer fliegen hooooch!"
"Ich steh' gut, ich steh' gut, ich steh' gut!"
"Naaa, heute schon was vor?" - "Ja, matt setzen, hihi!"
Organisator Sven Noppes und seine Rasselbande vom Jugendopen
Pressechef Georgios Souleidis posiert für den Fotografen - so viel Zeit muss sein!