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Aktuelles Tagesschach 09/11 - WM 2012 in Chennai?
Liem Quang erneut siegreich beim Aeroflot Open
Ehsan Ghaem Maghami stellt neuen Simultan-Rekord auf
11.02.2011 - Kürzlich flatterte mal wieder ein "Offener Brief" durch die Lüfte - dieses Mal meldete sich die FIDE zu Wort und wollte ihre Sicht der Dinge zum Rückzug Londons als WM-Stadt darlegen. Doch schon könnte mit Chennai ein neuer Austragungsort gefunden sein, aber mehr als Gedankenspiele dieser Art hat es wohl bisher noch nicht gegeben. Wir haben die wichtigsten Quellen und Links für Sie zusammengestellt. Derweil hat Liem Quang Le nach vier Runden beim Aeroflot Open 2011 in Moskau seinen vierten Sieg zu Buche stehen. Dieses Mal schlug er den WM-Kandidaten Gata Kamsky. Unterdessen hat in seiner Heimat der Iraner Ehsan Ghaem Maghami einen neuen Weltrekord im Simultanschach aufgestellt. Dieser muss von Guinness World Records zwar noch bestätigt werden, aber das sollte wohl nicht allzu lange dauern. Doch schon meldet sich die übertrumpfte Konkurrenz zu Wort und kündigt noch größere Heldentaten an.

Der Weltschachverband FIDE hat jüngst in Person von Vize-Präsident Israel Gelfer auf den Rückzug der Chess Promotion Ltd. vom WM-Match 2012 reagiert und zwar - wie soll es anders sein? - in Form eines "Offenen Briefes". Darin erklärt Gelfer recht ausführlich den Standpunkt der FIDE und schiebt - wie nicht anders zu erwarten - Malcolm Pein den schwarzen Peter zu. Dabei geht es um (zu viele) Änderungen im Vergleich zu den Verträgen des WM-Matches in Sofia, um Steuern und immer öfter wird der Name Magnus Carlsen in die Waagschale geworfen. Hatte die Chess Promotion Sponsoren damit geködert, dass es 2012 zu einem Duell zwischen Anand und dem Norweger kommen würde und haben diese Geldgeber nach dem Rückzug Carlsens schlicht das Interesse verloren? Dazu gesellen sich erste Spekulationen, Indien - genauer Chennai - hätte Interesse daran, die nächste Weltmeisterschaft auszurichten. Anand selbst steht der Idee, in seiner Geburtsstadt (Chennai hieß früher Madras) natürlich positiv gegenüber, seine Heimat war stets ein gutes Pflaster für ihn. Was jetzt genau Sache ist, ob London endgültig out und Chennai in ist, keiner weiß es so genau - am wenigsten die Verantwortlichen selbst, hat man den Eindruck. Das Beste wird sein, Sie machen sich selbst ein Bild von der Situation - die folgenden Links sollten Ihnen dabei helfen.

Offener Brief der FIDE

Ausführlicher Bericht bei ChessVibes.com

Bericht bei Chess in Translation

Artikel in The Times Of India

Artikel in Deccan Herald




Moskau (RUS) - Überraschend leichtes Spiel hatte Liem Quang Le in der vierten Runde des Aeroflot Open 2011 in seiner Partie gegen Gata Kamsky. Mit einer schönen Kombination im Mittelspiel knöpfte der Vietnamese seinem amerikanischen Gegenüber zwei Bauern ab, und nach nur 27 Zügen hatte letzterer genug gesehen. Somit führt Liem Quang Le weiterhin ohne Punktverlust die Tabelle an, aber mit Evgeny Tomashevsky und Mihail Kobaliia sind ihm mit nur einem halben Punkt Rückstand zwei Verfolger auf den Fersen, die sich ebenfalls in guter Form befinden. Noch immer sehr zufrieden darf Nicals Huschenbeth sein. Der Deutsche Meister remisierte zum vierten Mal und ist mit seiner Performance von 2625 auf dem besten Weg, wertvolle ELO-Punkte für den GM-Titel zu sammeln.

Gespielt werden in Moskau 9 Runden Schweizer System mit der Bedenkzeit 100 Minuten/40 Züge + 50 Minuten/20 Züge + 15 Minuten + 30 Sekunden/Zug ab dem ersten Zug. Es wird ohne Ruhetag bis zum 16. Februar durchgespielt, Rundenstart ist täglich um 13:00 Uhr unserer Zeit. Die Partien werden natürlich wieder live auf dem Fritzserver von ChessBase übertragen. Am 17. Februar dann wird noch vor der Abschlusszeremonie das Qualifikationsturnier für die nächste Blitz-Weltmeisterschaft ausgetragen. Falls die Übertragung klappt, können Sie auch dieses ab 8:00 Uhr live verfolgen.

Veranstaltungsseite

Aeroflot Open 2011
Top 30 nach 4 Runden




Ehsan Ghaem Maghami

Iran - Es gibt eine neue Untervariante im Schachsport - nämlich das Brechen von bestehenden Simultanrekorden. Nachdem 2009 der Bulgare Kiril Georgiev mit einem Simultan gegen 360 Gegner eröffnet hatte, folgte im August 2010 der Iraner Morteza Mahjoob gegen 500 Gegner dessen Spuren. Im Oktober des gleichen Jahres warf der Israeli Alik Gershon den völlig unpolitischen Fehdehandschuh gen Iran und steigerte diese Zahl auf 523. Im Februar diesen Jahres nun antwortete der Iran in Person von Ehsan Ghaem Maghami mit einem neuerlichen Guinness Weltrekord. Er spielte in über 25 Stunden 614 Partien, von denen er 590 gewann, 8 verlor und 16 unentschieden endeten. Kaum hatte Ehsan Ghaem Maghami die 55 Kilometer Wegstrecke hinter sich gebracht, kündigte Landsmann Morteza Mahjoob für den kommenden Sommer einen neuerlichen Rekordversuch an, was Alik Gershon seinerseits zu der gewagten Aussage verleitete, er könne auch 1.000 Gegner schlagen.

Der jüngste Rekord ist übrigens noch nicht offiziell, da noch geprüft werden muss, ob alle notwendigen Kriterien erfüllt wurden. So muss der Simultanspieler mindestens 80 Prozent der möglichen Punkte holen und recht neu ist die Klausel, dass die Gegner über eine Mindestspielstärke verfügen müssen. Das wurde wohl nötig, nachdem man herausgefunden hatte, dass Alik Gershon bei seinem Rekord teils gegen völlige Anfänger gespielt hatte. Weitere Informationen bieten die folgenden Links.

Bericht bei chessdom.com

Artikel bei The New York Times


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Mike Rosa

Published by Mike Rosa

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