Nachrichten Aktuelles Tagesschach 07/11 - Open-Zeit in Moskau Grachev und Kosteniuk gewinnen Moscow Open Kamsky ELO-Favorit bei Aeroflot Open Schachbundesliga, R9 - Baden-Baden setzt sich ab
07.02.2011 - Beim Moscow Open 2011 haben Boris Grachev und Alexandra Kosteniuk die beiden Hauptveranstaltungen gewonnen. Ersterer holte bei den Männern alleine 7,5/11, während die kürzlich entthronte Weltmeisterin dank besserer Zweitwertung mit 7/9 siegte. Und schon geht es der russischen Hauptstadt weiter mit hochklassigem Schach. Am Dienstag startet das weltberühmte Aeroflot Open, bei welchem es nicht nur um einen stattlichen Preisfonds geht, sondern auch um einen Platz im GM-Turnier des nächsten Sparkassen Chess-Meetings in Dortmund. In der Setzliste des A-Turniers führt Gata Kamsky vor einem erneut bärenstarken Feld.
Moskau (RUS) - Vom 29. Januar bis 06. Februar fand in Russlands Hauptstadt das Moscow Open 2011 statt, wobei es sich eher um ein Festival handelte, denn neben den Open-Turnieren waren die beiden geschlossenen Einladungsturniere die Hauptattraktionen. Streng nach Geschlecht getrennt fand ein elfrundiges Turnier für männliche "Young Grandmasters" und ein neunrundiges Turnier für weibliche "Young Grandmasters" statt. Bei den Männern siegte Boris Grachev mit 7,5 Punkten vor Sergei Zhigalko (7) und Sanan Sjugirov (7). Bei den Frauen hatte Alexandra Kosteniuk mit 7 Punkten nach Wertung das Näschen knapp vorn vor der punktgleichen Batkhuyag Munguntuul. Dritte wurde mit 5,5 Punkten Zhao Xue. Alle weiteren Fakten lassen sich der sehr übersichtlichen Veranstaltungsseite entnehmen - sogar in englischer Sprache, was für russische Turniere nicht unbedingt üblich ist.
Moskau (RUS) - Einige Teilnehmer des Moscow Open werden gar nicht dazu kommen, sich lange über ihre Sieger zu freuen oder sich über die Niederlagen zu grämen, denn schon steht in der Millionenstadt das nächste Großereignis an. Das berühmte Aeroflot Open öffnet seine Pforten und die Meister kommen wieder in Scharen. Allein 49 Großmeister über 2600 haben bisher für das A-Turnier gemeldet, und mit Gata Kamsky (2730), Sergei Movsesian (2721), Dmitry Jakovenko (2718), Maxime Vachier-Lagrave (2715), Nikita Vitiugov (2709) sind auch fünf 2700er dabei. Auf den Sieger warten runde 20.000,- Euro und das begehrte Ticket für das nächste Sparkassen Chess-Meeting in Dortmund Mitte diesen Jahres. Eigentlich ist das A-Turnier laut offizieller Ausschreibung für Spieler über ELO 2550 gedacht, aber diese Grenze hat man offenkundig für so genannte "Extra Class Players" bis 2450 herabgesetzt, denn exakt diese Wertung weist unser mitspielende Deutscher Meister Niklas Huschenbeth aus. Damit ziert er zwar das Ende des bisher 106-köpfigen Feldes, aber zugleich ist es natürlich die goldene Gelegenheit, einen Großteil der noch fehlenden ELO-Punkte zum GM-Titel abzusahnen.
Gespielt werden 9 Runden Schweizer System mit der Bedenkzeit 100 Minuten/40 Züge + 50 Minuten/20 Züge + 15 Minuten + 30 Sekunden/Zug ab dem ersten Zug. Es wird ohne Ruhetag bis zum 16. Februar durchgespielt, Rundenstart ist täglich um 13:00 Uhr unserer Zeit. Die Partien werden natürlich wieder live auf dem Fritzserver von ChessBase übertragen. Am 17. Februar dann wird noch vor der Abschlusszeremonie das Qualifikationsturnier für die nächste Blitz-Weltmeisterschaft ausgetragen. Falls die Übertragung klappt, können Sie auch dieses ab 8:00 Uhr verfolgen.
Das erste Schachbundesliga-Wochenende 2011 ist beendet, und besonders für den Titelverteidiger hätte es kaum besser laufen können. Nach dem 8:0 vom Samstag gegen Aue ließ Baden-Baden am Sonntag gleich noch ein 7,5:0,5 gegen die Bayern folgen. Vier Mannschaftspunkte und nur einen halben Brettpunkt abgegeben, Kapitän Sven Noppes konnte wahrlich nicht klagen, und es sollte aus seiner Sicht sogar noch besser kommen. Parallel kam Bremen in der 9. Runde gegen Emsdetten nicht über ein 4:4 hinaus und liegt nun schon zwei Mannschaftspunkte zurück auf dem zweiten Rang. Statt den Meister zu jagen, müssen sich die Werderaner nun gegen die Angriffe der Verfolger wehren. Eppingen ist bereits gleichgezogen, und Solingen und Mühlheim liegen nur einen Zähler zurück.