Nachrichten Aktuelles Tagesschach 06/11 - Keine WM in London 2012? Ivanchuk gewinnt auf Gibraltar Schachbundesliga 8. Runde - Baden-Baden siegt 8:0 Deep Chess!!! Media - unbedingt merken!
05.02.2011 - London sollte 2012 Austragungsort des nächsten WM-Matches sein, aber da sich die FIDE und der hauptverantwortliche Organisator Malcolm Pein (Bild) nicht im gesteckten Zeitrahmen einigen konnten, zog letzterer die Bewerbung der englischen Hauptstadt zurück. Unterdessen hat Vassily Ivanchuk souverän das Masters beim Tradewise Gibraltar Chess Festival 2011 gewonnen. Er verwies den ebenfalls ausgezeichnet aufspielenden Nigel Short auf den zweiten Rang.
In der Schachbundesliga wurden am Freitag die letzten beiden Paarungen der 7. Runde ausgetragen und heute durften dann endlich wieder alle Teams zur 8. Runde an den Start. Dank eines 8:0 gegen die zweite Garde von Nickelhütte Aue konnte Meister OSG Baden-Baden die Führung in der Tabelle bestätigen. Zweiter bleibt der SV Werder Bremen vor dem SC Eppingen. Am Sonntag steht die 9. Runde an, welche ab 10:00 Uhr live übertragen wird.
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Malcolm Pein und Vishy Anand bei der London Chess Classic 2010
London (ENG) - Es schien nur noch reine Formsache zu sein, dass das WM-Match 2012 zwischen Viswanathan Anand und einem noch zu bestimmenden Herausforderer in Englands Hauptstadt ausgetragen werden würde, aber dies steht nun in den Sternen. Grund ist, laut "Chess Promotion" unter der Leitung von Malcolm Pein (Organisator der London Chess Classic), dass der Weltschachverband wissentlich die nötige Deadline (29. Januar 2011) verpasste, bis zu welcher Pein eine von FIDE Präsident Kirsan Ilyumzhinov unterschriebene Zusage benötigte. Daraufhin gab Pein in einer Presseerklärung bekannt, dass es jetzt zu spät sei, eine Weltmeisterschaft vor der Olympiade im Mai 2012 zu organisieren. Offenbar war besagte Olympiade ohnehin ein Streitthema zwischen der FIDE und der Chess Promotion, denn wie Pein in einem weiteren Kommentar bei ChessVibes.com ergänzte, habe man wohl seitens des Weltschachverbandes geplant, die WM "im Schatten" der Olympiade auszutragen. Für weitere Informationen empfehlen wir die folgenden Links:
Gibraltar (ENG) - Vom 24. Januar bis 03. Februar fand auf dem Affenfelsen, wie man Gibraltar wegen der dort lebenden Berberaffen auch nennt, das Tradewise Gibraltar Chess Festival 2011 statt. Gewonnen wurde das zehnrundige Masters von Vassily Ivanchuk mit beeindruckenden 9 Punkten. Der Ukrainer verlor keine Partie und erspielte die gigantische Perfomance von 2968, was ihm fast 15 ELO-Punkte und den fünften Rang in der Live Top List bescherte. Ärgster Konkurrent um den Turniersieg war die ganze Zeit über Nigel Short, der letztlich auch mit nur einem halben Punkt weniger alleiniger Zweiter wurde. Lediglich Ivanchuk musste sich der Brite in der sechsten Runde beugen. Insgesamt nahmen 232 Schachfreunde teil, was naturgemäß zu sehr vielen Punktgleichen führte. Als Zweitwertung wurde - gerecht oder nicht - die erzielte Perfomance genommen. Bester Deutscher wurde auf Rang 19 wurde Daniel Fridman mit der höchsten Perfomance der 6,5-Punktler-. Rainer Buhmann wurde mit identischer Punktzahl 23.
Tradewise Gibraltar Chess Festival 2011 Top 30 Masters
Endlich ist die Tabelle wieder im "Gleichgewicht", denn die 7. Runde, in welcher die Reisepartner aufeinander treffen, ist seit dem vergangenen Freitag komplett gespielt. Mühlheim hatte beim 6:2 gegen Katernberg wenig Probleme wie auch Solingen beim 5,5:2,5 gegen Remagen. In der heutigen 8. Runde konnte sich die OSG Baden-Baden mit einem glatten 8:0 gegen Nickelhütte Aue durchsetzen, wobei die Sachsen ohne ihre ersten Acht antraten und an sämtlichen Brettern rund 300 bis 400 Punkte weniger vorzuweisen hatten. Dennoch muss man die "Höchststrafe" erstmal hinbekommen. Es war übrigens das zweite 8:0 in der laufenden Bundesligasaison, denn am 5. Spieltag hatte Aue dies bereits erlebt, allerdings hieß der Gegner dort Delmenhorst und Aue gewann! Die OSGler konnten mit dem Kantersieg ihre Führung in der Tabelle gegenüber Bremen ausbauen, allerdings nur um einen Brettpunkt. Die Werderaner schlugen nämlich parallel mit 7:1 gegen Wattenscheid zu und dürfen nach wie vor vom Titel träumen. Auf der Suche nach Überraschungen, fällt sicherlich das 4:4 der Solinger gegen Griesheim in diese Kategorie. Die Hessen profitierten unter anderem davon, dass das Solinger Spitzenbrett Jan Smeets sein altes Leiden auch nach den Erfahrungen in Wijk aan Zee nicht ablegen konnte. Der Niederländer fand in horrender Zeitnot gegen den polnischen Großmeister Aleksander Mista nicht die korrekte Verteidigung gegen dessen Angriff und ward alsbald sehenswert austaktiert.
Samstag, 05. Februar - 8. Runde
SC Eppingen - FC Bayern München 5½ : 2½
OSG Baden-Baden - Nickelhütte Aue 8 : 0
SV Wattenscheid - Werder Bremen 1 : 7
SK Turm Emsdetten - Delmenhorster SK 5 : 3
SC Remagen - SG Trier 3½ : 4½
SG Solingen - SV Griesheim 4 : 4
SV Mülheim Nord - Hamburger SK 4½ : 3½
SF Katernberg - SF Berlin 4 : 4
Sonntag, 06. Februar - 9. Runde
FC Bayern München - OSG Baden-Baden
ESV Nickelhütte Aue - SC Eppingen
Werder Bremen - SK Turm Emsdetten
Delmenhorster SK - SV Wattenscheid
SG Trier - SG Solingen
SV Griesheim - SC Remagen
Hamburger SK - SF Katernberg
SF Berlin - SV Mühlheim Nord
7. Runde
Werder Bremen - Delmenhorster SK 5½ : 2½
SV Wattenscheid - SK Turm Emsdetten 5 : 3
ESV Nickelhütte Aue - FC Bayern München 6 : 2
SC Eppingen - OSG Baden-Baden 4 : 4
SF Berlin - Hamburger SK 4 : 4
SV Griesheim - SG Trier 3½ : 4½
SC Remagen - SG Solingen 2½ : 5½
SV Mülheim Nord - SF Katernberg 6 : 2
Deep Chess!!! Media ist eine deutschsprachige Schachseite mit nach eigener Aussage "alternativer Schachkultur". Deep Chess das sind Bernard Verfürden (Marketing Webseite), Andreas Hecker (Moderator), FM Sven Mühlenhaus (Archiv) und Christian Killmann (Recherche), die auf unterhaltsame Weise regelmäßig das aktuelle Schachgeschehen präsentieren. Highlights sind natürlich die "On Air"-Videoberichte wie zuletzt vom Tata Steel Chess Tournament in Wijk aan Zee. Ebendort interviewte man beispielsweise Weltmeister Vishy Anand (auf Deutsch!), Levon Aronian und natürlich auch den einzigen deutschen Teilnehmer Sebastian Siebrecht. Und selbstverständlich haben die Jungs auch ein Auge auf das Geschehen im deutschen Schach, weshalb sie jüngst ein Interview mit dem Vize-Präsidenten des DSB, Dr. Hans-Jürgen Weyer, welcher als Nachfolger von Präsident Robert von Weizsäcker gehandelt wird, veröffentlichten. Die erwähnten Videos finden Sie in der Folge, für mehr sollten Sie unbedingt die Homepage besuchen und diese am besten gleich zu Ihren Favoriten hinzufügen!