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Aktuelles Tagesschach 57/10 - Anand Nr. 1 der Weltrangliste
Nachtrag aus Nanjing *** Lagrave gewinnt in Hoogeveen *** Carlsen hat eine neue Webseite *** Ivanchuk gewinnt in Cap d'Agde *** Erste Frankfurter Chess960 Stadtmeisterschaft gestartet
02.11.2010 - Weltmeister Viswanathan Anand hat die Führung in der Weltrangliste der FIDE vor Magnus Carlsen übernommen. Dritter und erstmals mit einer ELO über 2800 ist Levon Aronian. Allerdings wurde das am Samstag beendete Nanjing Pearl Spring Chess Tournament, welches Carlsen souverän gewann, nicht einbezogen. Wir liefern ihnen die Fakten und Partien zur Schlussrunde in China hiermit nach. Ebenso wie die Ergebnisse der Kroongroep beim 14. Univé Schaaktoernooi 2010, welche der Franzose Maxime Vachier-Lagrave dominierte und gewann. Seit Kurzem gibt es eine neue interessante Webseite - nämlich die von Magnus Carlsen höchstpersönlich! Wurde aber auch Zeit, oder? Deweil hat Vassily Ivanchuk in Frankreich das Schnellschachturnier 9th Cap d'Agde International 2010 gewonnen. Er besiegte im Finale den zuvor übermächtigen Hikaru Nakamura - seines Zeichens Chess960-Weltmeister. Was für eine geniale Überleitung zum letzten Punkt dieses Tagesschachs, denn in Bad Soden am Taunus ist am Montag mit (vorerst) 18 Teilnehmern die erste Offene Frankfurter Chess960 Stadtmeisterschaft gestartet. Alle Ergebnisse und ein paar Impressionen finden Sie im weiteren Text.

Das laufende Jahr neigt sich rasch dem Ende entgegen, und gerade noch rechtzeitig ist es Viswanathan Anand gelungen, einem ohnehin schon phantastischen Jahr die Krone aufzusetzen. In der jüngst aktualisierten FIDE-Weltrangliste wird der Inder auf Position eins geführt und löste damit Magnus Carlsen an der Spitze ab. Der Norweger leistete sich eine für seine Verhältnisse katastrophale Olympiade und wird zumindest für das restliche Jahr mit Rang 2 leben müssen. Allerdings sollte man so fair sein zu erwähnen, dass das kürzlich beendete Top Turnier in Nanjing (siehe weiter unten) nicht mehr für die November-Liste ausgewertet wurde. Natürlich hat dies jedoch Hans Arild Runde in seiner Live Top List getan, und diese sieht Carlsen dadurch wieder / weiterhin in der Führungsposition. Man darf sich also streiten, welche Liste einem besser gefällt, muss man aber nicht, denn - frei nach einem bekannten Fussball-Motto - Entscheidend is auf'm Brett! Mindestens ein Mal werden die beiden erfolgreichsten Spieler 2010 in diesem Jahr nochmals aufeinander treffen - nämlich bei der 2. London Chess Classic vom 08. bis 15. Dezember.

Neben Anand und Carlsen gibt es in der absoluten Weltklasse noch einen weiteren Spieler, der Geschichte geschrieben hat. Levon Aronian ist angekommen - angekommen im elitären Kreis der Spieler, denen es gelungen ist, die ELO-Barriere von 2800 zu durchstossen. Damit nimmt er zu gleich mit 2801 den dritten Rang in der Weltrangliste ein, denn Veselin Topalov ist von 2803 auf 2786 (und nach Nanjing noch weiter) abgerutscht. Am dichtesten dran an der 2800 ist mit Vladimir Kramnik jemand, der das Gefühl bereits kennt, die "Zwo-sieben" hinter sich zu lassen.

FIDE-Weltrangliste (Top 100)

Live Top List




Nanjing (CHN) - Der frühe Start der letzten Runde des Pearl Spring Chess Tournament hielt die Spieler nicht davon ab, nochmals alles zu geben. Ziemlich kurzen Prozess machte Viswanathan Anand mit seinem Baden-Badener Mannschaftskollegen Etienne Bacrot und sicherte sich so den alleinigen zweiten Rang. Nach 33 Zügen musste sich der Franzose ergeben und damit mit dem immer noch sehr guten dritten Rang zufrieden sein. Magnus Carlsen, der bereits vor der Schlussrunde als Turniersieger feststand, schonte weder Gegner Vugar Gashimov noch sich selbst und spielte die längste Partie der letzten Runde. Erst nach 71 Zügen und einigen spannenden Momenten gönnte der Norweger seinen Gegner den halben Punkt, was zu gleich bedeutete, dass er das Turnier letztlich mit einem vollen Zähler Vorsprung gewann. Im Duell der Kellerkinder stand Wang Yue gegen Veselin Topalov so kurz vor seinem einzigen Sieg, wie in keiner der Partien zuvor, aber auch eine Mehrfigur reichte dem unglücklichen Chinesen nicht zum Erfolg. Schlimmer noch, er verlor die Partie sogar und wurde abgeschlagen Letzter.


Turnierseite

Partien zum Nachspielen und Downloaden

Bilder und Videos bei ChessVibes.com




Maxime Vachier-Lagrave

Bild © offizielle Turnierseite

Hoogeveen (NED) - Maxime Vachier-Lagrave hat die Kroengroop beim 14. Univé Schaaktoernooi 2010 souverän gewonnen. Ein voller Punkt Vorsprung bei nur sechs Runden, das ist schon eine Marke. Da hat man keine Zeit, eine Partie zu verlieren, entsprechend ist der junge Franzose der einzige der vier Teilnehmer, der ungeschlagen blieb. Zweiter wurde Alexei Shirov vor Anish Giri. Völlig von der Rolle war Sergei Tiviakov, welcher mit 1/6 durchweg als Punktelieferant herhalten musste. Ob er bei der nächsten Auflage des Turniers 2011 wieder dabei sein wird, dürfte aktuell fraglich sein.


Partien zum Nachspielen und Downloaden

Offizielle Turnierseite




Sich als Schachprofi eine eigene Homepage zuzulegen, ist nicht erst seit gestern ein probates Mittel, Kontakt mit der übrigen Schachwelt zu halten, man kann sich so auch den Spronsoren gegenüber erkenntlich zeigen und zugleich versuchen, sich selbst als Marke zu promoten. Letzteres hat Magnus Carlsen schon längst nicht mehr nötig, dennoch wird es besonders seine Sponsoren und natürlich seine Fans freuen, dass Norwegens bester Schachspieler aller Zeiten jetzt auch eine eigene Seite im World Wide Web hat, auf welcher man sich über Bekanntes und Neues aus dem Leben Carlsens informieren kann. Und selbstverständlich hat er auch schon längst die Plattform Twitter für sich entdeckt. Magnus Øen Carlsen zwitschert dort regelmäßig kleine Nachrichten, die ab und an durchaus amüsant sind.

Homepage Magnus Carlsen

Magnus Carlsen bei Twitter




Nakamura vs. Ivanchuk

Bild © Europe-Echecs

Cap d'Agde (FRA) - Eigentlich konnte es beim Schnellschachevent 9th Cap d'Agde International 2010 nur einen Sieger geben - Hikaru Nakamura. Zu dominant war der Amerikaner in der Vorrunde und den darauf folgenden Finals gewesen, doch im letzten und entscheidenden Duell fand der amtierende Chess960-Weltmeister dann doch seinen Meister in Vassily Ivanchuk. Dabei hatte es dieses Duell an gleicher Stelle bereits ein Jahr zuvor gegeben! Damals siegte Nakamura, doch in diesem Jahr lief es gleich von Beginn des Finales an ganz und gar nicht gut für ihn. Gleich zweimal kam das Königsgambit auf's Brett und dort war ihm der urige Ukrainer einfach über. Mit 1,5 zu 0,5 revanchierte sich Ivanchuk für die Niederlage von vor einem Jahr und war entsprechend glücklich darüber, wie man beispielsweise in dem letzten der zahlreichen Turnier-Videos von Europe-Echecs sehen kann.

Offizielle Turnierseite

Ergebnisse, Bilder & Videos bei Europe-Echecs




SP 363
Die Startposition der ersten Runde

Bad Soden a. Ts. - Am Montag ist die erste Offene Frankfurter Chess960 Stadtmeisterschaft mit "langer Bedenkzeit" gestartet. Gespielt werden fünf Runden Schweizer System mit der Bedenkzeit 90 Minuten für die gesamte Partie plus 30 Sekunden Bonus pro Zug und das ohne jegliche Eröffnungstheorie, wenn nicht zufällig die Stellung 518 ausgelost werden sollte, welche unter Chess960-Kennern als die Grundstellung des traditionellen Schach bekannt ist. Spieltage sind jeweils die Montage im November und ausgetragen wird das Turnier im Chess Tigers Training Center (CTTC) in Bad Soden am Taunus. Favorit auf den ersten Chess960-Titel der Stadt Frankfurt am Main ist IM Erik Zude, welcher unter anderem zusammen mit GM Klaus Bischoff bereits 2009/10 einen Chess960-Kurs mit analysierten Meisterpartien herausgebracht hat, welchen man wiederum bei der Chess Tigers Universität buchen kann. Neben Hausherr Zude sind im CTTC besonders IM Stefan Reschke, FM Igor Zuyev und FM Tilmann Vogler Favoriten auf den Turniersieg. Letzterer musste sich gegen den Vorsitzenden des hessischen Bezirks 5 (Frankfurt) Thorsten Ostermeier zum Auftakt allerdings mächtig strecken, um sein frühes Damenopfer in der Eröffnungsphase letztlich zum knappen Sieg zu führen. Zuyev hingegen hatte weniger Glück gegen den Bad Sodener Gerolf Dietz, er musste einen halben Punkt hergeben. Allerdings war dies wiederum doch durchaus glücklich, denn zwischendurch hätte ihn sein Gegner mit einer kleinen Kombination sogar den Garaus machen können. Unter dem Strich blieb dies die einzige Überraschung der ersten Runde, es setzten sich ansonsten alle Favoriten durch.

Insgesamt nehmen bisher 18 Spieler teil, wobei es noch Hoffnung gibt, dass Turnierleiter Hans-Dieter Post vielleicht doch mitspielen kann, falls sich kurzfristig noch ein 20. Teilnehmer findet. Einfach Kontakt über die offizielle Turnierseite aufnehmen und bis zum kommenden Montag die erste Runde gegen Herrn Post nachholen, falls Sie sich ohnehin schon ärgern, dass sie dieses Turnier verpasst haben!

Ergebnisse der ersten Runde

Offizielle Turnierseite

Chess Tigers Training Center


Unmittelbar vor jeder Runde wird die zu spielende Startposition per PC (hier mit Fritz 12) ausgelost. Zum Start durfte der Vater des jüngsten Teilnehmers Alexander Kornilov Glücksfee spielen...

...und dies war das Ergebnis - Startposition 363

Ein paar erklärende Worte noch von Hans-Walter Schmitt...

...und Turnierleiter Hans-Dieter Post

Dann wurde gespielt!

Hans-Walter Schmitt gewann gegen Youngster Alexander Kornilov im Mattangriff

Nicht mit jedem Zug des Obertigers war Chess960-Weltmeister
Levon Aronian (im Hintergrund) einverstanden

Unter den Augen der Weltmeister schlug Berthold Engel (links) Simon Kletzerman

Thorsten Ostermeier (links) haderte nach der Partie mit sich selbst.
Da war mehr drin gegen Fidemeister Tilmann Vogler!

IM Stefan Reschke (rechts) ist unter anderem Experte für Königsindisch. Dass er
auch ohne Eröffnungsbuch spielen kann, bekam Dr. Reiner Martin zu spüren.

IM Erik Zude kombinierte sich gegen...

...Turniersenior Ferdinand Niebling zum Sieg

Andreas Haasler (links) schlug per Damenopfer Thomas Meisegeier

FM Igor Zuyev mit Glück im Unglück

Bülent Aydin streckte nach 13 Zügen die Waffen gegen den Verfasser dieser Zeilen, nahm es aber sportlich, als er erfuhr, dass er gegen den Autor des Schachkurses verloren hatte, welchen er bei der Chess Tigers Universität gebucht hat.

Bilder: Mike Rosa (Chess Tigers)


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Mike Rosa

Published by Mike Rosa

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