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Olympia 2010 - Die Spiele haben begonnen
Deutsche Teams zum Auftakt souverän
GM Klaus Bischoff täglich live on air im CTTC und bei ChessBase
21.09.2010 - Mit der gestrigen Eröffnungsfeier ist das größte Schachereignis des Jahres offiziell gestartet und heute wurden bei der 39. World Chess Olympiad 2010 dann zum ersten Mal auch die Figuren bewegt. Was man bisher aus dem sibirischen Khanty-Mansiysk vernimmt, ist es den Organisatoren bisher offenbar gelungen, eine logistische Meisterleistung zu vollbringen. Sowohl die Unterbringung als auch die Verpflegung soll ersten Stimmen zufolge gut sein, so dass heute um 15 Uhr Ortszeit (11 Uhr unserer Zeit) pünktlich die erste von insgesamt elf Runden gestartet werden konnte. Zum überwiegenden Teil erledigten die nominell besseren Teams ihre Aufgabe souverän, ihre Kämpfe gewannen sie allesamt. Die beiden deutschen Teams werden beide mit makelloser Bilanz in die zweite Runde gehen, sie siegten jeweils bestmöglich mit 4:0 gegen natürlich klar schwächere Gegner. Morgen treffen die deutschen Mannen bzw. Buben auf die schlagbaren Moldawier. Gelingt es Rainer Buhmann am Spitzenbrett, Top-GM Viktor Bologan zu neutralisieren, ist alles möglich. Auch dieses Duell wird Großmeister Klaus Bischoff live aus dem Chess Tigers Training Center kommentieren und Sie können mit dabei sein, wenn Sie möchten!

Offizielle Turnierseite
Ergebnisdienst bei Chess-Results.com
Live-Übertragung im CTTC



Alexander Grischuk

Natürlich wundert es nicht, dass die Favoritenteams ihren Job zum Großteil mit 4:0 erledigten, dennoch "entkamen" nicht alle völlig ungeschoren aus dem Duell gegen die Underdogs. So erwischte es gleich den Topfavoriten Russland I im Duell gegen die chancenlosen Iren. Während Brett 2 bis 4 der Russen locker punkteten, wehrte sich an Brett 1 IM Sam Collins (2431) mit Schwarz beharrlich und letztlich erfolgreich, gegen die Gewinnversuche von Top-GM Alexander Grischuk (2760). Vermutlich wird es danach nur ein glückliches Teammitglied bei Russland I gegeben haben, denn Frontmann Vladimir Kramnik hatte sich die undankbare Auftaktrunde erspart. Grischuk war jedoch nicht der einzige Weltklassespieler, der nicht voll punkten konnte, aber wie auch er konnten die allermeisten seiner Kollegen zumindest den Supergau abwenden. Nur das niederländische Spitzenbrett Jan Smeets (2669) gegen den Dominikaner IM Lisandro Munoz (2391) und der schwedische Großmeister Tiger Hillarp Persson (2517) gegen den titellosen Surinamen Dewperkash Gajadin (2179) mussten überraschend in den sauren Apfel der Niederlage beißen.

Gastgeber Russland übrigens ist mit bisher in der Olympia-Geschichte einmaligen acht(!) Teams vertreten. Üblicherweise darf das ausrichtende Land sowohl im Open als auch bei den Frauen zwei Teams melden. Sollte es dann zu einer ungeraden Anzahl an Teams kommen, ist es auch tolerabel, dass man jeweils ein drittes Team nachmeldet. Dieses „Kontingent“ hat man bei den Frauen voll ausgeschöpft, dort spielen also drei Teams mit. Somit wissen Sie schon, worauf es dann im Open herausläuft – ganz genau, dort tritt Russland mit fünf Teams an! Dabei nutzte man beispielsweise den recht kurzfristigen Rückzug der Rumänen. Zu diesem Zeitpunkt hatte man schon auf vier Teams aufgestockt, doch statt nun wieder auf drei zu reduzieren, es wäre ja auch gemein, den Spielern der Vierten mitzuteilen, dass sie nun doch nicht mittun dürfen, stockte man kurzerhand sogar auf fünf auf - getreu der russischen Weisheit „Die Wölfe sind satt und die Schafe unversehrt“.

Wie bereits erwähnt, werden in Khanty-Mansiysk sowohl im Open als auch bei den Frauen elf Runden Schweizer System gespielt. Die Bedenkzeit beträgt 90 Minuten/40 Züge + 30 Minuten + 30 Sekunden/Zug ab dem erstem Zug. Theoretisch wird die geistige Fehlkonstruktion namens „Null Toleranz-Regel“ angewendet, man hat sie jedoch merklich entschärft. So beginnt die Runde nicht mehr zu einer bestimmten Uhrzeit sondern dann, wenn der Hauptschiedsrichter das Zeichen gibt. Das erlaubt ihm, auf unvorgesehene Verzögerungen zu reagieren. Sollten Spieler bereits vor dem Beginn der Runde am Brett gewesen sein, dieses aber aus nachvollziehbaren Gründen nochmals verlassen müssen, kann dies der jeweils für das entsprechende Match zuständige Schiedsrichter gestatten. Aus "Null Toleranz" wurde also wenigstens "Etwas Toleranz".

Wenn Sie die weiteren Ereignisse bei Olympia live verfolgen möchten, dann gibt es dafür viele Möglichkeiten, doch den deutschen Live-Kommentar aus meisterlichem Munde erhalten Sie nur von den Chess Tigers in Zusammenarbeit mit der Firma ChessBase. Wie schon bei der Weltmeisterschaft in Sofia sitzt unser GM Klaus Bischoff täglich ab 11:30 Uhr am Mikrophon im Chess Tigers Training Center in Bad Soden am Taunus und kommentiert für Sie die Toppartien aus Khanty-Mansiysk, wobei er natürlich stets auch das Geschick des deutschen Teams verfolgt. Hören können Sie ihn, wenn Sie über einen Zugang zu dem Fritzserver von ChessBase verfügen, aber sehen und anfassen – na ja, letzteres natürlich nur in Maßen – können Sie Bischoff nur, wenn Sie persönlich bei uns in der Brunnenstraße 9 vorbeischauen. Beachten Sie dabei bitte, dass am 26. September und am 02. Oktober nicht gespielt wird!

Sowohl im Internet als auch live im CTTC kann
man den Kommentaren von Klaus Bischoff folgen

Auch die Tatsache, dass seine für das Frauen-Team Englands antretende Lebensgefährtin WIM Ingrid Lauterbach gegen die Japanerinnen
voll punktete, ließ Bischoff in der ersten Olympiarunde strahlen

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Mike Rosa

Published by Mike Rosa

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