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Aktuelles Tagesschach 40/10 - Tomashevsky zieht in Biel gleich
Irina Krush gewinnt U.S.-Meisterschaft der Frauen *** Sam Shankland holt U.S.-Titel der Junioren *** SV Werder Bremen fordert Gegendarstellung
20.07.2010 - Evgeny Tomashevsky hat sich beim Youngstars Großmeister-Turnier in Biel zu den führenden Wesley So und Maxim Rodhstein gesellt. Dem Russen gelang der einzige Sieg aller Teilnehmer in der zweiten Runde. Irina Krush und Samuel Shankland sind die Helden der diesjährigen amerikanischen Women's Closed Championships 2010 beziehungsweise Juniors Closed Championships 2010 und stellten damit jeweils die Turnierverläufe auf den Kopf. Unterdessen hat sich der Schachbundesligist SV Werder Bremen auf seiner Webseite vehement über Aussagen ihres einstigen Spielers GM Georg Meier in einem Interview mit dem Schach-Magazin 64 beschwert und fordert die Veröffentlichung einer Gegendarstellung.

Biel (SUI) - Sie mühten sich alle wirklich redlich und teilweise sogar länger als nötig, aber außer Evgeny Tomashevsky konnte kein weiterer Spieler in der zweiten Runde des Youngstars-Großmeisterturniers den vollen Punkt erzielen. Während der amtierende Europameister ein schwieriges Damenendspiel gegen Parimarjan Negi gewinnen konnte, mühte sich beispielsweise Anish Giri in einer Seeschlange bis zum 109. Zug gegen Dmitry Andreikin mit einer wertlosen Mehrqualität, bis er endlich ins Remis einwilligte. Aber auch für die anderen Unentschieden gilt, dass sie völlig ausgekämpft und nicht irgendeiner Turnierstrategie geschuldet waren.

Gespielt wird das Youngstars als ein Rundenturnier mit der fast schon nostalgischen Bedenkzeit 2h/40 Züge + 1h/20 Züge + 30 Minuten für den Rest der Partie. Der Altersdurchschnitt liegt bei knapp 19 Jahren und der Eloschnitt bei 2658, was die starke Turnierkategorie 17 bedeutet. Rundenbeginn ist täglich um 14:00 Uhr. Am 25. Juli wird der einzige Ruhetag eingelegt.

Tomashevsky – Negi 1:0
Caruana – Rodhstein ½:½
So – Vachier Lagrave ½:½
Nguyen – Howell ½:½
Giri – Andreikin ½:½

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Offizielle Turnierseite

Die Youngstars auf einen Blick

von links: Anish Giri, David Howell, Fabiano Caruana, Maxim Rodshtein,
Parimarjan Negi, Dmitry Andreikin, Evgeny Tomashevsky,
Maxime Vachier-Lagrave, Wesley So und Nguyen Ngoc Truong Son

Bild: © Offizielle Turnierseite




Irina Krush & Sam Shankland

Bilder: © Offizielle Turnierseite

St. Louis (USA) - Erstens kommt es anders und zweitens als man denkt ... Nach der vorletzten Runde schien das Szenario nach der Schlussrunde bei den Women's Closed Championships 2010 und den Juniors Closed Championships 2010 klare Sache. Bei den Frauen "sollten" Anna Zatonskih und Irina Krush in den Tie-Break, und bei den Junioren schien klar, dass Ray Robson seinen Titel in der regulären Spielzeit verteidigen würde. Tja, Pustekuchen, es kam völlig anders!

Die Damen werden keineswegs einen Tie-Break spielen, denn mit 8/9 und einer Performance von 2650 wurde Irina Krush nach 1998 und 2007 zum dritten Mal U.S.-Meisterin und verwies Titelverteidigerin Anna Zatonskih um einen halben Zähler auf den Vize-Rang. Während in der letzten Runde Krush gegen das Tabellenschlusslicht Abby Marshall keine nennenswerte Probleme hatte, kam Zatonskih trotz der weißen Steine gegen Sabina Foisor nicht über ein Remis hinaus. Punktgleich mit Zatonskih wurde Tatev Abrahamyan nach Wertung ausgezeichnete Dritte mit 3 satten Punkten Vorsprung auf den vierten Rang.

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Dass die Veranstaltung in St. Louis dennoch in die Verlängerung ging, ist Ray Robson beziehungsweise seinem Gegner der letzten Runde, Warren Harper, zu verdanken. Harper schlug den haushohen Favoriten und plötzlich war die Tür für eine waschechte Sensation ganz weit geöffnet. Denn parallel hatte sich Parker Zhao gegen John Bryant ein klar gewonnenes Endspiel mit zwei Mehrbauern erspielt und stand ganz kurz vor dem Coup seines jungen Lebens, doch dann versagten ihm die Nerven und er lief in einen bekannten Remistrick. Das genügte nur, um mit Robson gleichzuziehen, aber das war noch immer nicht alles! Der beinahe schon abgeschriebene Mit-Favorit Samuel (Sam) Shankland gewann nämlich gegen Conrad Holt und hatte plötzlich ebenso wie Robson und Zhao 6 Punkte vorzuweisen. Die Konsequenzen waren klar: Tie-Break!

Da Robson in der Zweitwertung der beste der Dreien war, wurde ihm die einzige frohe Botschaft des Tages mitgeteilt. Er durfte in der ersten Runde des Tie-Breaks zuschauen, denn Shankland und Zhao mussten unter sich ausmachen, wer zu guter Letzt gegen den Titelverteidiger spielen durfte. Und jetzt schlug endgültig die Stunde von Sam Shankland! Erst besiegte er Zhao und dann nahm er seinen Schwung gleich noch mit in die Partie gegen Robson. Er ließ dem 15 Jahre jungen Großmeister keine Chance und machte sich verdient zum U.S.-Meister der Junioren 2010, was ihm sowohl einen Platz in der U.S.-Meisterschaft 2011 der Erwachsenen als auch der nächsten Weltmeisterschaft der Junioren garantiert.

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Weitere Fakten, Bilder, Videos und mehr finden sich auf der offiziellen Turnierseite.




Bremen - Es war eine kleine Sensation, als die Meldung, dass Georg Meier vom SV Werder Bremen zur OSG Baden-Baden wechselt, durch die Presse ging. Doch nun ziehen über diesen Transfer ein paar dunkle Wolken auf, denn für die Juli-Ausgabe des Schach-Magazin 64 führte Meier ein langes Interview mit Hartmut Metz. Selbiges rief jedoch bei seinem alten Verein einiges Unverständnis hervor und nun fordert man seitens des Vorstandes von dem renommierten Blatt eine Gegendarstellung zu ziemlich vielen Punkten für die nächste Ausgabe. Angefangen bei der Tatsache, dass Meier vom SV Werder Bremen im September 2009 eine Freigabe für die SG Trier gefordert und erhalten habe, weshalb der gebürtige Trierer somit nicht von Bremen nach Baden-Baden, sondern von seiner alten Heimat an die Oos gewechselt sei. Darüber hinaus ist man der Meinung, dass der Deutsche in besagtem Interview die Abläufe und Zustände in Bremen verkehrt darstellt und zudem falsche Angaben zu seinem Vertragsverhältnis tätigt.

Wer nun die Wahrheit spricht, lässt sich ad hoc nicht belegen, aber Fakt ist, dass Meier Interna in die Öffentlichkeit getragen und seinen alten Arbeitgeber / Förderer ziemlich mies dargestellt hat. Die ebenso öffentliche Riposte aus Bremen gegen Meier und das Schach-Magazin 64 erfolgte mit etwas Verzögerung, umgehend nachdem Meier das ZMDI Open in Dresden gewonnen hatte. Falls so beabsichtigt, dann ist das eine durchaus faire Geste an den jungen Großmeister, um diesen nicht während eines laufenden Turniers abzulenken. Das letzte Wort ist in dieser Angelegenheit sicherlich noch nicht gesprochen beziehungsweise geschrieben.

Auszüge aus dem Interview bei ChessBase

Stellungnahme nebst Gegendarstellung des SV Werder Bremen

Homepage Schach-Magazin 64







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Mike Rosa

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