TopTurniere Hintergrund 11.Partie: 1.c4 bringt Anand keinen vollen Erfolg Zum ersten Mal spielt der Weltmeister im ernsten Wettkampf die Englische Eröffnung - geht im Endspiel volles Risko, aber Topalov hält das dynamische Gleichgewicht
10.05.2010 - Weltmeister Viswanathan Anand hat in der 11.Partie den letzten Weißaufschlag in der normalen Bedenkzeit. 1.d4-Eröffnungen wählen mit forcierten Varianten oder eher nur "Spielen" mit dem Herausforderer Topalov. Der indische Schachstar wählt die zweite Option, aber der Bulgare kann auch hier standhalten. Anands Fans hätten gerne die Wiederholung der unglaublich spannenden 9.Partie mit gutem Ausgang für ihn gesehen, aber Vishy Anand wollte noch einmal zeigen, dass er der Allrounder schlechthin ist und quasi alles spielen kann. Kein einziges Mal hat er hier im WM-Kampf mit 1.e4 seinen härtesten Aufschlag gezeigt, wer weiß, vielleicht braucht er ihn noch in Sofia 2010. Die Last der Entscheidung für das Eröffnungssystem liegt jetzt beim Herausforderer aus Bulgarien: "Alles riskieren" oder wie bisher im Wettkampf mit "kontrollierter Offensive" ans Werk gehen?. Anand tat es, aber Topalov ist nicht Anand. Der von allen Experten in der ganzen Welt als "stärkster Schnellschachspieler" der Gegenwart eingeschätzte Inder, nicht zuletzt, weil er die Chess Classic in Frankfurt & Mainz bereits elf Mal gewann, hat jetzt nur noch zwei Chancen. Klug und geschickt die 12.Partie gegen den sicher "wie wild" angreifenden Herausforderer sauber zu verteidigen und dann im Mini-Schnellschach-Match seinen Nimbus unter Beweis zu stellen. Aber wo steht geschrieben, dass man nicht mit Schwarz auch ganze Punkte machen darf und kann? "Mach' es noch einmal, Anand" wie in Bonn mit Schwarz, erbitten und erflehen seine vielen Anhänger mit Blick gen Himmel.
"Nix ist passiert", bemerken einige kluge Journalisten. Die anderen reden vom "Weltuntergang für Indiens Superstar Anand", wobei sie keine konkrete Antwort auf die Frage haben, in welcher Weißpartie denn der Bulgare Topalov, Anand überspielt hätte. In der ersten Partie hat sich Schwarz mit 23. ... Sf6?? und in der 8.Partie mit 54. ... Lc6?? selbst umgebracht. Also wollen wir abwarten, wer in der 12.Partie den größeren Mut, die bessere Einstellung und die wertvolleren Erfahrungen mit in den Titanenkampf mitbringt. Es wird auch darauf ankommen, wer das effektivere Team, die wahren Freunde und das bessere Elternhaus hat. Es kommt jetzt nur noch auf die Grundwerte und -einstellungen an. Wessen Liebe ist größer zum Schach, wessen Intuition tiefer, wessen Nerven stärker und wessen Arbeit ehrlicher - spätestens im Stechen werden sich diese Fragen klären lassen. Wie spannend das im Military Club am Dienstag wird ist leicht zu erraten: es geht nur um den höchsten Titel im Weltschach und nicht um "Leben und Tod" wie im alten Rom.
Da am Dienstagabend der Stammtisch der Chess Tigers in Bad Soden am Taunus ist, bietet sich vorher an, mit GM Klaus Bischoff und IM Dr Eric Zude, die Entscheidungspartie im "Chess Tigers Training Center" in der Brunnenstr. 9 live-kommentiert gemeinsam mitzuerleben. Daumen drücken, Freunde!
Die Auswahl der elften Tür der Alexander Newski Kathedrale zeigt auf dem den linken Eingang drei Heilige.
Der indische Weltmeister Vishy Anand wollte heute seine dritte und letzte Gewinnpartie erreichen, leider ging das Vorhaben nur zur Hälfte in Erfüllung, allerdings mit einer gehörigen Portion Risiko und mutigem Weiterspielen bis zum möglichen Dauerschach. Im Übrigen nahm der Herausforderer Topalov das Remisangebot von Weltmeister Anand an, ohne die Schiedsrichter zu konsultieren. Eine kleine diplomatische Geste, die sicher nicht mit Manager Silvio Danailow abgestimmt war, aber Hoffnung auf Normalität gibt. Mögen sich Kramnik und Topalov auch wieder aussöhnen, damit die nacheifernde Jugend, sich das "Nicht-Hände-geben" nicht auch noch zum Vorbild nimmt.
Impressionen vom WM-Match im Military Club Sofia
Die elfte der zwölf Türen in der Alexander Newski-Kathedrale
11.Partie: der obligatorische Handschlag vor der Partie kurz vor der Berührung! Die zu den Feierlichkeiten zum europäischen Jahrestag begleitende Live-Band im Eingang der Newski-Kathedrale lockerte bis zum Ende der Partie die Stille im Turniersaal ein bisschen auf.
11.Partie: in Erwartung, dass es 15:00 Uhr Ortszeit wird
11.Partie: Gedenkminute für den 99-jährig verstorbenen GM Andor Lilienthal
Der Blick von ganz hinten im Military Club auf die Bühne ...
"Remidemi" rund um den Military Club.
Die Topalov-Sekundanten GM Jan Smeets und GM Ivan Cheparinov frohen Mutes
GM Ian Rogers im Gespräch mit Vishy Anand nach der Partie
Veselin Topalov bei seinen Statements in leiser aufgeregter Art.
Weltmeister Vishy Anand wie immer ganz sachlich: "Nichts ist verloren" meinte er nach dem Spiel, morgen ist ein Ruhetag und dann werden wir sehen"
Impressionen von Sofia und Umgebung
Sofia liegt in der Sofiaebene, einer weiten Hochebene im Westen des Landes, nahe der Grenze zu Serbien. Fünf Bergpässe führen in die Ebene und somit nach Sofia - der Iskar-Pass, der Wladaja-Pass, der Dragoman-Pass, der Petrochan-Pass und der Botewgrad-Pass. Die Stadt befindet sich am nördlichen Hang des 2290 m hohen Witoscha-Gebirges, das ein beliebtes Ausflugsziel der Sofioter ist und die Kulisse der ganzen Stadt beherrscht. Die Grundform des Witoschagebirges ist fast kreisrund mit einem Durchmesser von etwa 15 km. Im Westen grenzt die Stadt an das Ljulin- und Losen-Gebirge. Sofia mit Witoscha-Gebirge im Hintergrund, Im Norden und Nordosten verlaufen in ungefähr 50 Kilometer Entfernung das Sofia- und das Murgasch-Gebirge, die Teil des Balkangebirges sind, das in Ost-West Richtung durch ganz Bulgarien verläuft und das Land in eine Nord- und eine Südhälfte teilt. Dieses Gebirge ist der Namensgeber für die gesamte Balkanhalbinsel. Durch die östlichen Stadtviertel fließt der längste Fluss Bulgariens, der Iskar. Auch zwei seiner Zuflüsse, der Perlowska und Wladajska durchqueren die Stadt, sind im Stadtbild aber kaum zu sehen. Im Zentrum Sofias, wie in den Stadtvierteln Owtscha Kupel, Knjaschewo, Gorna Banja und Pantscharewo existieren Mineralquellen, deren Benutzung seit der Antike nachgewiesen ist. (Quelle: Wikepedia)
Ursprung Römischer Thermenbau, heute Georgs-Kirche Sofia blickt auf eine jahrhunderte alte Geschichte zurück. Sicher ist, dass die Stadt seit über 5000 Jahren besteht, und die neueren archäologischen Funde deuten darauf hin, dass hier sogar schon vor etwa 8000 Jahren eine steinzeitliche Siedlung war. Das würde bedeuten, dass Sofia eine der ältesten Städte Europas ist. Antike
Im Laufe des 7. Jahrhunderts v. Chr. entstand im heutigen Stadtzentrum eine Siedlung der thrakischen Serden, ein kriegerischer Volksstamm, der dieser Stadt den Namen ihres Stammes „Serdica“ gab.[5] 339 v. Chr. wurde die Stadt von Philipp II., König von Makedonien (382 v. Chr.-336 v. Chr.) erobert. Nach der Okkupation 29 v. Chr. legten hier die Römer ihr „Ulpia Serdica“ an, die Hauptstadt des Inneren Dakien, die sich unter Kaiser Marcus Ulpius Trajan zwischen 98 und 117 n. Chr. zu einer blühenden Metropole entwickelte. Auch die militärische Bedeutung war groß, hier kreuzten sich die antiken Straßen Via Militaris und die Via Trajana. Außer einem Münzhof entstanden zahlreiche ansehnliche öffentliche Gebäude (Forum, Theater, Bad), und Tempel. Ende des 2. Jahrhunderts umgab eine starke, zwölf Meter hohe Festungsmauer die Stadt. Kirchengeschichtlich bedeutend ist Serdica wegen der hier im Jahr 342 oder 343 durchgeführten Reichssynode von Serdica mit über 300 Bischöfen aus ganz Europa. Das Scheitern des Konzils gilt als einer der Ursachen für die Spaltung der christlichen Kirche. Mittelalter 447 plünderten die Hunnen unter der Führung Attilas die Stadt, denen bald die Goten folgten. Zur Zeit Justinians I. zwischen 527 und 565 wurde sie wieder aufgebaut (532 bis 537 Bau der Kirche Sv. Sofija) und mit starken Mauern und Wehrtürmen umgeben. Im 6. Jahrhundert eroberten zahlreiche slawische Stämme die Stadt und zerstörten sie größtenteils wieder. So geriet der Name Serdica in Vergessenheit.[5] 809 wurde die Stadt vom Heer des bulgarischen Khans Krum eingenommen und gehörte seitdem zum Ersten Bulgarischen Reich. „Sredez“ (Mitte), so nannten sie die Slawen wegen ihrer zentralen Lage auf der Balkanhalbinsel, entwickelte sich zu einem wichtigen strategischen und administrativen Zentrum.
Es folgten weitere Überfälle durch die Petschenegen und Kreuzritter, was erneut zu Verwüstungen führte. Unter der byzantinischen Herrschaft zwischen 1018 und 1194 hieß die Stadt „Triadica“. Während des Zweiten Bulgarischen Reiches wurde sie weiter befestigt und erhielt im 14. Jahrhundert nach der Kirche „Sweta Sofia“ ihren heutigen Namen „Sofia“. Dieser Name wird zum ersten Mal in der Witoscha-Schenkungsurkunde des bulgarischen Herrschers Iwan Schischman aus dem Jahre 1371 erwähnt, mit der er dem Dragalewzi-Kloster Boden übereignete. (Quelle: Wikepedia)
"Flachlandholländer" Eric van Reem in schwindelnder Höhe und immer mit Weitblick
... Hans-Walter Schmitt erobert gerne neue Terretorien!
... alles von hieraus gesehen!
Das Straßenschild am Military Club in Sofia
Das Straßenschild zwischen Military Club und Nikolai Kirche
Breite Straßen mit Bankhäuser - mit Blick auf den Military Club
Schöne klassische Bankhäuser für Leva & Euro
Herrliche Häuser ...
.... Fassaden mit Händen und Füssen ...
... im Detail mit Hinweisen auf den Abdruck!
Ein barockes Militärfahrzeug...
... von aufmerksamen Polizisten wird der Verkehr geregelt, genauso wie die tägliche Anreise der Spieler zum Milittary Club in Sofia
Die Stadt Sofia verändert sich von den Hauptstraßen aus...
... viele Kopfsteine und Bäume ...
... alt und renovierungsbedürftig ...
... neu und spiegelnd, genau gegenüber!
Filmangebote ohne Ende ...
... spiegelnd auch das Theater!
Andere Logik beim Werben für Produkte: Peugeot!
Verschiedene Perspektiven aus dem Hilton ... aufwärts zeigend ...
Verschiedene Perspektiven aus dem Hilton ... bei Sonnenschein ...
Verschiedene Perspektiven aus dem Hilton ... bei bedrohlichem Gewölk ...
Verschiedene Perspektiven aus dem Hilton ... beim Sonnenuntergang ...
Verschiedene Perspektiven ins Hilton ... "Staircase to Heaven" mirroring ...
Verschiedene Perspektiven aus dem Hilton ... die indische Fahne weht prächtig im Wind ...
Verschiedene Perspektiven aus dem Hilton ... und die anderen Fahnen auch ...
Verschiedene Perspektiven im Hilton ... Health Club ...
Verschiedene Perspektiven ins Hilton ... die neunte Etage ...