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Chess Tigers on Tour - Bilbao Masters
Wie präsentiert man Schach am besten: Kolosseum, Theater, Aquarium, Arena, Open Air, Strasse, ...
23.09.2008 - Die zwei häufigsten Fragen, die den "Chess Tigers on Tour" vor Ort in Bilbao gestellt wurden, waren: "Was haltet Ihr vom Glaskasten (Aquarium)" und "Warum spielt Weltmeister Viswanathan Anand nicht so gut wie sonst"? Die Antworten fallen ohne zu spekulieren selbst erfahrenen Schachszenebeobachter nicht so leicht, beziehungsweise profunde Kenner der internationalen Schach-Veranstaltungsgilde, ebenso wie jahrelange Begleiter des Weltmeisters müssen ein bisschen innehalten, um die Frage zu beantworten, wohin das Schach entwickelt werden soll oder wohin es der Markt, beziehungsweise der Wettbewerb "treibt". Die Veranstalter in Bilbao hatten mit dem Grand Slam Finale der Serie "Traditionelle GM-Turniere": Wijk aan Zee, Morelia/Linares und Sofia, die Gewinner, bzw. Vize-Sieger Anand (WRL No1), Aronian (No12), Ivanchuk (No4), Topalov (No5), Carlsen (No6) und Radjabov (No7) ein hochklassiges Feld unter der Beratungskompetenz von Silvio Danailov, Manager von Veselin Topalov und Ivan Cheparinov und Vordenker der ersten Grand Slam Serie, zusammengestellt. Ein Feld der absoluten Extraklasse in einem sechs gleichstarke Spieler umfassenden doppelrundigen Turnier.

Webseite des Veranstalters
Impressionen von Starfotograf Fred Lucas / ChessBase

Das Bilbao Chess Masters zeigte einige signifikante Neuerungen, über die es sicher Diskussionen geben wird, aber keine Diskussion kann es über die Qualität der Teilnehmer dieses Turniers geben. Die Sieger, bzw zweiten Sieger in den traditionellen Turnieren haben es verdient, dass ein "all over all" Sieger ausgespielt wird. Der Bulgare Veselin Topalov ist der überlegene Punktesammler mit 6,5 Punkten aus 10 Partien. Ihm folgen die drei punktgleichen Spieler Magnus Carlsen, Levon Aronian und Vassily Ivanchuk mit je 5/10 vor Teimour Radjabov mit 4,5/10 und dem Weltmeister Viswanathan Anand, der nicht nur den 6.Platz mit nur 4/10 belegte, sondern auch während des Masters in Bilbao zuerst den 1.Platz in der Weltrangliste an Carlsen, dann an Ivanchuk und zuletzt an Topalov abgeben musste.

Der Preisfonds von 400.000 Euro ist sehr attraktiv und auch die Großzügigkeit der Organisatoren, die wichtigsten Journalisten weltweit einzuladen und mit guter Betreuung, Kost und Logis zu verwöhnen ist hervorhebenswert. Die Punkteregelung mit den 3 Punkten für den Sieger der Partie und je einen Punkt für den remis Spielenden, sowie 0 Punkte für den Verlierer hat keine besonderen Verschiebungen in der Ergebniserzielung gebracht: 13 (43,3%) entschiedenen Partien stehen 17 Remis (56,7%) gegenüber. Die Bedenkzeitregelung ohne Inkrement anzuwenden, dabei auch die Basiszeit von 120min auf 90min für die ersten 40 Züge zu reduzieren und den Rest der Partie in 60min ganz zu absolvieren, stiess auf Unverständnis bei einigen Spielern und Journalisten - warum keine einheitliche Bedenkzeit im Grand Slam? Genauso wie die Bedingungen im Glaskasten (Aquarium), ein doppeltes Fensterglas, welches den Schallpegel von außen so dämpfte, dass die Spieler innen nichts von dem Lärmpegel der Zuschauer, beziehungsweise dem, die Zuschauer übertönenden Kommentare des ohne Unterlass sprechenden EL Pais Journalist Leonchxo Garcia und seinen eloquenten Co-Kommentatoren WM Boris Spassky, GM Francisco Vallejo Pons, vielen VIPs und natürlich den Spielern nach Beendigung der Partien, hören konnten. Dabei waren einige Spieler nicht begeistert, dass man beim wechseln im Aquarium in den Versorgungs- und Hygienebereich jedes Wort der Außensprechenden verstehen konnte. Ursprünglich waren viele internationale Beobachter nach der unsäglichen WM in Elista zwischen Kramnik und Topalov der Ansicht, dass der Einsatz des "Aquariums" hauptsächlich der "Hygiene" beim Cheaten dienen sollte, indem die Spieler in keinsterweise die Möglichkeiten haben optische oder akkustische Signale von außen zu empfangen. Von Innen konnte man bequem hinausschauen und im Versorgungstrakt auch hinaushören. Das es keine Pressemappe oder Bulletin gegeben haben soll, werten die Chess Tigers im Zeitalter von vorzüglicher Webinformationen, als unwichtig bis überflüssig. Ein anachronistischer, gewohnter Service meist nur von ein paar intressierten Besuchern, Sammlern oder der regionalen und örtlichen Presserepräsentanz gewünscht. Egal, wie man zu Neuerungen steht, uns erscheint es wichtig, dass diese Präsentationsform des Schachs kultiviert wird, damit mögliche Verbesserungen entwickelt werden können, denen Raum und Zeit gebührt.

Grand Slam Final Chess Masters Bilbao 2008
Das Turnier des Bulgaren Veselin Topalov und seiner Crew

Der Sieger mit 6,5/10: Veselin Topalov aus Bulgarien
Nach seinen +3 auch Nr.1 der Weltrangliste ab dem 1.Oktober 2008

GM Veselin Topalov mit seinem Manager Silvio Danailov

GM Veselin Topolov mit seinem Sponsor Mtel aus Sofia

IM Silvio Danailov bei der Computervorführung mit Dirk Poldauf

Sieger Veselin Topalov bei der Abschlusspressekonfrenz

Der Glaskasten (Aquarium) aus allen Perspektiven

Wir könnten es uns jetzt wirklich leicht machen und zu dieser Frage aus Gotthold Ephraim Lessings Ringparabel, Nathan den Weisen zitieren: Ist die Ringparabel eine Lehre auch für das heutige Schach?

Der Sultan Saladin steckte in Geldnöten. Daraufhin sollte Nathan ihm die wahre Religion zeigen oder sein Geld hergeben. Nathan erzählte ihm die Ringparabel. In dieser geht es darum, dass ein Vater einen kostbaren Ring besaß und diesen an einen seiner drei Söhne vererben wollte. Diese drei Söhne könnten symbolisch für die Anhänger der Weltreligionen Judentum, Christentum und Islam stehen. Da der Vater einen Streit in der Familie vermeiden wollte und sich außerdem nicht entscheiden konnte, ließ er den Ring dreimal nachfertigen, von denen jeder Sohn jeweils einen erhielt. Nach dem Tod des Vaters stritten sich die Söhne darum, wer den echten Ring besaß. Man ließ die Ringe prüfen, es stellte sich allerdings heraus, dass keiner der Drei echt war. Die Ringe könnte man mit den drei Weltreligionen vergleichen. Jeder der drei Söhne glaubte, sein Ring wäre der Wahre. Man könnte also sagen, dass sich die Anhänger der drei Religionen darum streiten, welche Religion die Beste sei. Alle denken, ihre Religion sei die Wahre.

In der Parabel sagt der Richter, dass keiner der Ringe, die die Söhne besitzen, der Echte sei. Wir denken, Nathan wollte folgendes damit ausdrücken: Dass keine Religion die Beste sei, sondern dass alle gleich sind. Außerdem wird in der Ringparabel erzählt, nur der echte Ring habe die Macht, seinen Besitzer vor Gott angenehm und beliebt zu machen. Da alle drei Söhne einen Ring besaßen, befanden sie sich alle in dem Glauben, sie seien somit bei Gott beliebt. Da ihre Ringe aber unecht waren, zeigt dies, dass nur der Glaube an eine Religion bzw. einen Gott wichtig ist und jeder auch ohne einen Ring von seinem Gott akzeptiert wird. Es geht nicht darum, welche Religion die beste ist, man soll nur fest an etwas glauben.

Und wir machen es uns leicht, die Ringparabel ist quasi die Lösung! Man setze den Vater = für den globalen Markt verantwortlich, den Ring / die Religion = Präsentationform des Schachs, die Söhne = die Schach-Veranstalter, als Inhalt ein. Beim Verständnis für die richtige "Dareichungsform" von Schach, kommt es natürlich darauf an, dass man die Diversifikation dieser Sportart, (langsames, Schnell-, und Blitzschach, Mannschaften) ins Kalkül zieht. Beim Sport ist das wichtigste Element "Emotionen" freizusetzen, die sowohl zwischen den Protagonisten, als auch zwischen Zuschauern entstehen und in der effektivsten Form dann zwischen diesen beiden Gruppen sich entwickeln. Da Emotionen sich am effektivsten über die natürlichen Antennen der Menschen, der fünf Sinne: Sehen, Hören, Riechen, Schmecken und Tasten erzeugen lassen, muss man besonderes Augenmerk auf die Beseitigung der Barrieren legen, die zwischen den Protagonisten und den Zuschauern bestehen. Das Live-Ereigniss ist ein sehr viel intensiver gestaltetes Produkt, als es das im Studio unter Ausschluss der Zuschauer wissenschaftlich erzeugte ist, die unvorhergesehen natürlichen Emotionen machen den Unterschied. Fussballspiele, Rockkonzerte, Theater, Oper, Boxkämpfe und Vorträge bestätigen dies immer aufs Neue. Und diese dramaturgische Fähigkeiten Emotionen zu erzeugen besitzt natürlich auch unser Schach - bildlich gesprochen ist es ein Gladiatorenkampf auf Leben und Tod mit der "Gnadenoption" remis, - auf die Inzenierung kommt es an. Egal ob im Aquarium, auf der Bühne oder in der großen Halle, Schach ist in der Lage Emotionen in der Breite freizusetzen, wenn es den Veranstaltern gelingt, den "Stream" der Erlebniskultur für Experten (zuschauende geübte Schachspieler) und Laien (begleitende Personen, Familie, Neugierige, Fans und Kinder) gleichberechtigt integrativ zu behandeln und darzubieten.

Die Vorderseite des überdachten Glaskastens (Aquarium)

Die Rückseite des überdachten Glaskastens (Aquarium)

Die Seitenansicht des überdachten Glaskastens (Aquarium)

Öffentliches Pressegespräch nach Beendigung jeder Partie

Veselin Topalov gegen Viswanathan Anand - 9.Runde Caro-Kann

Selbstspielen - Rund ums Aquarium

Vorne: Topalov gegen Anand
Hinten rechts: Carlsen gegen Radjabov
Hinten links: Aronian gegen Ivanchuk

Vorne: Veselin Topalov gegen Vassily Ivanchuk - 10.Runde 1:0
Hinten rechts: Carlsen gegen Anand remis
Hinten links: Aronian gegen Radjabov 0:1

Großer Andrang vor dem Aquarium - ca. 250 Leute

Journalistengilde vor dem Einmarsch der Gladiatoren

... aus Sicht der Schiedsrichter

Siegerehrung mit allen Teilnehmern - 1. Topalov +3
2. Carlsen +-0, 3. Aronian +-0, 4. Ivanchuk +-0,
5. Radjabov -1, 6. Anand - 2

"Warum spielt Weltmeister Viswanathan Anand nicht so gut wie sonst"?

Es ist eigentlich leicht zu verstehen, wenn man den Stil und die Skills des indischen Schach-Nationalhelden Vishy Anand genauer betrachtet. Der Brahmanensohn, aus einer Familie mit hohem Ansehen stammend, ist in seiner Spielweise äußerst seriös und ökonomisch zugleich, ohne allerdings Schärfe, Biss und Willen vermissen zu lassen, wenn es für ihn darauf ankommt - Weltmeisterschaften Teheran 2000 und Mexiko 2008. In seiner Ergebniserzielung bleibt er meistens pragmatisch und ganz selten maximalistisch, niemals sieht man ihn hasardieren in aussichtslosen Gefechten. Daraus ergibt sich seine Bilanz der letzten glanzvollen 20 Jahre. Mit "Leben und Leben lassen", könnte man seine Schachphilosophie beschreiben, niemals vergessend, wo er herkommt und niemals das Ziel aus den Augen verlierend, wo er hin will. In seinem 39.Lebensjahr ist sein hohes Ziel, dass noch fehlende Tüpfelchen auf dem "I" seiner Karriere, das Matchplay-Erlebnis gegen den von einschlägigen Experten hochstilisierten besten "Zweikämpfer" der Gegenwart, Vladimir Kramnik aus Russland, zu erreichen.

Der 2:0 Gewinnpartien-Sieg gegen Kasparow, die Titelverteidigung gegen Leko mit Gleichstand und der Sieg gegen Topalov nach Tiebreak im Vereinigungs-Skandalmatch in Elista zeigen eine imponierende Nervenstärke und eine solide Matchplay-Bilanz. Bei genauerem Hinsehen ist der Herausforderer Vladimir Kramnik vielleicht garnicht der so gefürchtete Zweikämpfer: gegen Shirov in Spanien und Adams in Las Vegas musste er sich in langsamen Partien in Duellen um die WM geschlagen geben und 1998 in Frankfurt und 2001 in Mainz genoss selbst Viswanathan Anand das Gefühl des Match-Winners bei der Schnellschach-WM gegen seinen Kollegen Vladimir Kramnik bei den Chess Tigers als Ehrenmitglied. Als amtierender Weltmeister muss er ihn nun schlagen, egal wie, ob in den 12 langsamen Partien oder im Schnellschach-Tiebreak. Auf das Privileg bei einem Unentschieden den Weltmeistertitel zu behalten, hat er auf Druck der Gegenseite und des Weltverbandes FIDE im Tausch gegen zukünftige Fairness und Sportlichkeit bei WM-Zweikämpfen verzichtet. Den bestmöglichen Stand seiner schachlichen Leistungsfähigkeit wird Anand sicher erst im WM-Kampf in Bonn zeigen, dabei haben sich alle Nebenkriegsschauplätze, wie das Masters in Bilbao, unterzuordnen. Dass sich allerdings der Unterschied zwischen Vollgas und Halbgas in diesem Turnier so drastisch zeigt, ist nicht seiner Spielstärke anzulasten, sondern für Kenner glasklar: er nahm kein hohes Risiko, spielte keine überscharfen Taktikpartien, war zuweilen viel zu ökonomisch, gar ein wenig abwesend auf die WM in Bonn konzentriert. Dies ist kein Erfolgsmodell bei 6 gleichstarken Teilnehmern.

Die Organisatoren und Sponsoren in Bilbao hatten extra den Termin des Turniers zwei Wochen nach vorne gezogen, damit der fließend spanisch sprechende Weltmeister in seiner zweiten Wahlheimat Spanien dem Turnier den rechten Glanz verleihen konnte - sein Selbstverständnis für die Pflichten eines Weltmeisters erfordert dies. Rückschauend hätte er mit einer, bei allen Beteiligten auf Verständnis getroffenen Absage, des Grand Slam Finale in Bilbao, die Weltranglistenposition Nr.1 behalten, den sechsten Platz in der Tabelle verhindert und 14 Tage mehr arbeiten können an der Vorbereitung für Bonn. Gestärkt kommt er sicher nicht mit dem Ergebnis aus Bilbao nach Bonn, aber mit der absoluten Gewissheit, dass er keine der vielen Vorbereitungen verpulvert hat und das zählt nur für Bonn - der Höhepunkt in Anands Jahresplan 2008. Jeder Sportler weiss, dass das Fixieren auf das übernächste Highlight Gift für das laufende ist, allein das Wissen darum und die Tatsache den Gegner mit den eigenen Waffen aus dem Gleichgewicht zu bringen, scheint amüsant und fuchsisch zugleich für den amtierenden Weltmeister zu sein, frei nach seinem Motto: "Immer weiter, nicht zurückschauen, ...".

Spieler, Organisatoren, Prominente, ...

Viswanathan Anand beim Interview - Managerin Aruna bisschen skeptisch

Dirk Poldauf (Schach) interviewt Weltmeister Vishy Anand

Pilar, Aruna und der OB von Linares

Die netten Damen in der Organisation: Pilar und Maite

Jeroen van der Berg (Wijk aan Zee) mit den netten Hostessen und der Organisationsspitze

10.Weltmeister Boris Spassky und Vassily Ivanchuk

Entertainerduo: Leonchxo Garcia und Boris Spassky beim Kommentieren

Familie Carlsen ohne die Mama

Jeroen van der Berg (Wijk aan Zee) & Hans-Walter Schmitt (Chess Classic)
Seelenverwandtschaft im Verantstaltungskonzept - Klassisches Schach und Schnellschach & Chess960

Eric van Reem (Chess Tigers on Tour) und Jeroen van der Berg (Corus/Tata)
The Netherlands Connection

Frei nach Spitzwegs "Der Poet"
Boris Spassky mit Dirk Jan ten Geuzendam (New in Chess)

Guggenheim Museum und Bilbao Stadt

Das Guggenheim-Museum Bilbao ist ein Kunstmuseum für Moderne Kunst in Bilbao im spanischen Baskenland. Es hat eine Ausstellungsfläche von 11.000 m² und zeigt sowohl eine Dauerausstellung sowie externe Wanderausstellungen. Das Museum ist eines von sechs der US-amerikanischen Stiftung Solomon R. Guggenheim Foundation: New York, Venedig, Bilbao, Berlin, Las Vegas und Guadalajara (im Entstehen).

Diego López V de Haro gründete die Stadt an der Mündung des Nervion auf dem Gebiet der Vorgängerkirche von Begona am 15. Juni 1300. Rechtliche Grundlage war der am 15. Juni 1300 in Valladolid geschriebene und am 4. Januar 1301, durch Ferdinand IV von Kastillien in Burgos bestätigte Gründungsbrief. Zuvor hatte hier u.a. schon eine römische Siedlung namens Bellum Vadum existiert. Daraus soll sich über die Zwischenstufe Bilbaum der heutige Stadtname abgeschliffen haben, so dass man bei Bilbao auf deutsch von Schönfurt sprechen könnte Zum Zeitpunkt der Gründung befand sich dort, wo heute Bilbao la Vieja steht, ein kleines Dorf von Eisenschmieden, Seeleuten und Bauern. Die Landwirtschaft verschwand mit der Zeit, aber das Eisen und das Meer haben sich als bestimmende Elemente Bilbaos im Laufe der Geschichte erhalten. Das hochwertige Eisen der nahen Bergwerke wurde schon von den Römern geschätzt und ausgebeutet. Die Tatsache, dass die Ria ein großes Stück weit schiffbar ist, machte es möglich, im darin gelegenen Hafen, der sicherer war als jene an der Küste, die Waren Kastiliens zur Ausfuhr nach Europa zu verladen.

Auch wenn schon Mitte des 19.Jahrhunderts mit dem Bau der ersten Hochöfen begonnen wurde, sollte die Entwicklung Bilbaos erst nach der letzten Belagerung im Karlistenkrieg in 1874 richtig anlaufen. Damals vereinigten sich die Gemeindebezirke von Abando und Begona, es erfolgte die sich Barcelona zum Vorbild nehmende planmäßige Erweiterung des Stadtkerns und so bedeutende Gebäude wie das Theater Arriaga, die Börse oder die Alhóndiga wurden erstellt. Die industrielle Entwicklung an der Ria, die Gründung von Eisenhütten und Schiffsbauunternehmen, trieben das Bankwesen und den Handel vorwärts und machte Bilbao zur Hauptstadt der baskischen Wirtschaft. Der industrielle Niedergang ab den siebziger Jahren des letzten Jahrhunderts hat sich in der Region bemerkbar gemacht. Allerdings auch mit positiven Folgen, da Bilbao seine Aktivitäten zu diversifizieren gewusst hat und seit Anfang der 1990er Jahre von seinem Image einer hässlichen, grauen, schmutzigen Stadt abgekommen ist, das es jahrzehntelang geboten hatte.

Der inzwischen "Guggenheim-Effekt" genannte Boom versetzte die arbeits- und hoffnungslos rostende Industriedeponie Bilbao in prosperierenden Taumel, riß das ganze Land mit, reißt Riesenlöcher in die Erde. Voraussetzung war die Integration der sich über fünfzehn Kilometer entlang der Trichtermündung des Nervión hinziehenden heterogenen Stadtteile, die zusammenhanglos wie im Wuppertal vor der Schwebebahn, kaum urbane Identität stifteten. Sir Norman Foster hatte mit seiner verbindenden Metrostrecke den Boden dafür bereitet. (Quelle: Wikepedia)

Pipo oder Puppy
Der Hund aus Blumen vor dem Museum

Spinne, Brücke und Treppe vor dem Guggenheim Museum

Skulpturen am Eingang des Guggenheim Museum

Chess Tigers mit "Schach" on Tour
Eric van Reem und Dirk Poldauf

Das Rathaus von Bilbao

Romanischer Einfluss auf die Gebäude der Stadt

Romanischer Einfluss auf die Gebäude der Stadt
Dem Guggenheim Museum gegenüber auf der anderen Flußseite des Nervion

Bahnhof in Bilbao

Brücke mit "Twin Towers"

Herrliche Innenhöfe und Plätze in Bilbao - hier kann man leben!

Wenn es Nacht wird in Bilbao - Aufwiedersehen!

Eric van Reem / Hans-Walter Schmitt

Published by HWS

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