TopTurniere 76. Deutsche Meisterschaft in Altenkirchen gestartet!
18.02.2005 - Bis zum 26.02. wird ab heute in der Stadthalle von Altenkirchen der Titel "Deutscher Meister 2005" ausgespielt. 14 Großmeister, 8 internationale Meister, 13 Fide-Meister und 10 - vielleicht - angehende Meister geben sich in diesen Tagen die Ehre. Auf der Turnierseite werden jeweils die ersten 10 Paarungen live gezeigt.
Die nackten Fakten der 76. Deutschen Einzel-Meisterschaft in Altenkirchen:
/ 46 Teilnehmer / 22 GMs/IMs / Top10-Schnitt = ELO 2574 / Median = Elo 2397 /
Alexander Graf
Den Anfang der Favoriten machte der Titelverteidiger, GM Alexander Graf, der mit den schwarzen Steinen mit IM Stephan Solonar kurzen Prozess machte, so dass dieser nach 31. Zügen seine Bemühungen einstellte. Auch die Nr. 2 der Setzliste, GM Jan Gustafsson, konnte gegen FM Horst Alber zunächst die Qualität und dann die Partie gewinnen. Mit einem Springeropfer krönte unser V.I.P-Tiger, GM Artur Jussupow, seine nie gefährdete Weißpartie gegen FM Andreas Reuß, der nach der erzwungenen Annahme des Opfers den vorgerückten weißen Freibauer auf der d-Linie nicht mehr zu stoppen vermochte. Ebenfalls in die Siegerliste eintragen konnten sich die GMs Phillip Schlosser gegen FM Karl-Jasmin Muranyi, der junge Mitfavorit David Baramidze gegen FM Frank Krämer und der erfahrene Thomas Luther gegen Jurek Ljubarskij.
Doch nicht alle GMs der Top10 konnten mit einem vollen Punkt die erste Runde beenden. An Brett 3 erwischte es gleich einen heißen Kandidaten auf den Titel. GM Igor Khenkin musste nach dem Qualitätsopfer seines Gegners, Georg Meier, auf g6 einsehen, dass er dem Dauerschach nicht mehr entrinnen konnte. Und auch GM Klaus Bischoff schien nach nach 21 Zügen und trotz der weißen Steine gegen FM Ludwig Deglmann mit seiner Stellung unzufrieden zu sein und bot die Punkteteilung an, die sein Gegenüber dankend annahm. Noch schneller einigten sich nur GM Michael Prusikin und Eduard Schunk auf das Remis. Nach nur 15 Zügen war der Friedensschluß getätigt. Die längste Partie an den Spitzenbrettern hatte GM Leonid Kritz gegen FM Wolfgang Pajeken, dem im Endspiel Dame gegen Turm das Errichten einer Festung gelang und sich das Remis nach 82 Zügen verdient hatte.