TopTurniere Aeroflot-Festival in Moskau / Open A1, A2, B und C unterwegs! A1-Open in die höchste Turnier Klasse S&P COFI AAA !! eingestuft - 101 GM/IM
18.02.2005 - Die vier Aeroflot Open in Moskau gehören zu den qualitativ mächtigsten Open Veranstaltungen die man im alljährlichen Schachkalender jeweils im Februar finden kann. Mit der Bewertung AAA+ ordnet unser Chef-Analysist Tim M. Relta das A1-Turnier mit 102 Teilnehmern bei 101 GMs/IMs in die höchste Stufe der Open Turnierklasse ein. Der Top10 Durchschnitt liegt bei sehr guten 2689 Elo-Punkten und der Median ist mit Elo 2598 sensationell hoch. (Elo des mittleren Spielers / 51. der Setzliste = also 51 Spieler sind besser und 51 Spieler sind schlechter geratet. Prominenteste Teilnehmer sind die Super GMs Etienne Bacrot (Frankreich), Vasily Ivanchuk und Ruslan Ponomariov (beide Ukraine). Wir werden Sie hier auf dem Laufenden halten...
Jedes Jahr macht es die Fluggesellschaft Aeroflot möglich - vier hochdotierte Open mit insgesamt 673 Teilnehmern bei 288 Int.Großmeister (GM) und Int. Meister (IM) stellen alles in den Schatten, was meines Erachtens so nirgendwo anders auf der Welt produziert werden könnte. Russland, und da besonders die Hauptstadt. Die westlich gelegene, zentrale Metropole Moskau ist der Schmelztiegel für Hochleistungsschach. Die Ansammlung, bzw. die Konzentration von Schachmeistern jedweder Coleur pro einer Million normaler Menschen wird wohl nirgendwo auf der Welt übertroffen werden können.
B / 183 Teilnehmer / 46 GMs/IMs / Top10 Schnitt = 2396 / Median = 2306
C / 221 Teilnehmer / 4 GMs/IMs / Top10 Schnitt = 2195 / Median = 2035
Vasili Ivanchuk
Einer der großen Favouriten Vasily Ivanchuk (Elo 2715) startete furios mit 3/3 Punkten. Der ehemalige Superstar bekommt momentan keine Einladungen mehr zu den Grand Slam Turnieren nach Wijk aan Zee, Linares, Sofia, Biel oder Dortmund und muss in diesem "Mörder-Open" beweisen, dass er noch hungrig ist, um wieder Einladungen zu geschlossenen Turnieren zu bekommen.
Ziemlich provozierend hatte er in Wijk aan Zee 2004 seine Kurzremisen produziert und damit die Veranstalter und Zuschauer auf die Palme gebracht, ehe er dann in der Schlussrunde mit einer fast 7-stündigen Seeschlange seinen Landsmann Ponomariov niederrang, was dann die Zuschauer, Journalisten und die Veranstalter auch nicht mehr versöhnte, sondern kontraproduktiv die anwesend Beteiligten zu lange auf die wohlverdiente Erbsensuppe warten ließ - manchmal gilt wirklich die Redensart: "Wie man es auch macht, es ist immer falsch".
Ganz anders startet er hier in Moskau - im Gegensatz starteten seine 2700+ Kollegen Etienne Bacrot (2715) und Ruslan Ponomariov (2700) eher normal bis verhalten - mit kompromisslosem Spiel räumte er seine GM-Kollegen, A. Riazantsev (2596/RUS), A. Fedorov (2603/BLR) und S. Volkov (2612/RUS) scheinbar mühelos mit glatten Siegen aus dem Weg. Mit zwei Weiss- und einem Schwarzsieg trifft er heute auf Sergey Kharlow (2614/RUS), der ebenfalls mit dieser Farbverteilung gestartet ist! Mit einem Schwarzsieg wäre er dann alleine an der Spitze des Feldes - die Gunst der Stunde könnte aber Kharlov nutzen, er hat im vierten Spiel zum dritten Mal Weiß - auch Auslosungsglück genannt - diesen Umstand sollte man vor allem in so stark besetzten Open gnadenlos nutzen, bzw. ausnutzen.
Untenstehend die Ergebnisse an den ersten 10 Brettern und der aktuelle Stand: