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NEUES aus dem HESSENLAND 2007 #14
29.05.2007 - +++ Hessische Blitzeinzelmeisterschaft: IM Sven Telljohann zum Dritten +++ Hessische Frauen-Einzelmeisterschaft: Jutta "Hattrick" Ries +++ Frankfurter Stadtmeisterschaft mit ersten Überraschungen +++ Open-Turniere ohne Ende im Juni +++ Terminkalender ergänzt +++ Einmal "Dies und Das" aus dem Internet +++ Thema Versicherungen +++

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Hessische Blitzeinzelmeisterschaft: IM Sven Telljohann zum Dritten

IM Sven Telljohann von den Schönecker Schachfreunden konnte sich bei den hessischen Landesmeisterschaften im Blitzschach erneut durchsetzen und holte sich den dritten Titel in dieser Disziplin in Hessen. Von den 21 Partien konnte Telljohann 19 gewinnen, und musste lediglich gegen den Vizemeister, Ahmad Siar Wahedi, sowie den Vorjahressieger, Arnd Janoszka, beide vom SC Steinbach, aufgeben. Der Titelfavorit nach ELO, IM Boris Margolin vom SV Oberursel, erwischte nicht den besten Tag und landete abgeschlagen auf Rang 3. Gegenüber den Turnieren der jüngeren Vergangenheit war diese Blitz- Einzelmeisterschaft sowohl quantitativ als auch qualitativ eindeutig schwächer besetzt. Aus den Bezirken war nur Osthessen nicht vertreten, obwohl gerade aus dieser Region der Veranstaltungsort Nidderau gut mit dem PKW erreichbar ist. Einige andere Kandidaten hatten wohl von den Hessischen Einzelmeisterschaften noch die Probleme mit der Anreise mittels öffentlicher Verkehrsmittel im Hinterkopf und blieben dann doch zu Hause. Erstaunen kann einen zudem das Niveau einzelner Qualifikanten aus nicht gerade kleinen Bezirken, die sicherlich in ihrer Region verdient den Erfolg hatten (wer nicht kommt ist schließlich selbst Schuld), aber den Spielstärke- Spagat bei der Landesmeisterschaft nichts oder eher wenig entgegenzusetzen hatten. Egal, an der Spitze setzten sich in Nidderau zumindest die durch, die auch den Landesverband würdig und im Rahmen der Möglichkeit erfolgreich vertreten werden. Herzlichen Glückwunsch jedenfalls und alles Gute bei den Deutschen Meisterschaften!

Ergebnis, Kreuztabelle und Foto unter
http://www.hessischer-schachverband.de/hsv/20062007/hbem/50bem_ergebnis.htm


Hessische Frauen-Einzelmeisterschaft: Jutta "Hattrick" Ries

Einen lupenreinen Turniersieg-Hattrick erreichte Jutta Ries vom SC Fallender König Babenhausen und wurde wie schon in den beiden Vorjahren Hessische Einzelmeisterin der Frauen. Herzlichen Glückwunsch! Jutta Ries siegte in 5 Runden nach Schweizer System mit 4,5 Punkten. Das Remis gab sie gegen die Vize-Meisterin Manon Blanke vom SK Gernsheim ab. Blanke wiederum gab noch ein weiteres Remis gegen die Drittplatzierte Vanessa Hiller vom SC Taunusstein ab. Der Turniersieg von Jutta Ries kommt bei Gesamtbetrachtung des Feldes nicht überraschend, auch wenn mit Christa Kaulfuss vom SV Hofheim die eigentliche Turnierfavoritin nach Wertung nur auf dem vierten Platz landete.

Endstand



→ http://www.schachbezirk-nordhessen.de/html/frauenschach_im_hsv.html

Frankfurter Stadtmeisterschaft mit ersten Überraschungen

Die 4. Runde hatte es auch in den Vorjahren schon immer in sich, auch wenn sich der eine oder andere Turnieroldie noch an Auftaktniederlagen von Favoriten in den Jahren zuvor erinnern kann. Zur 5. Runde liegen jedenfalls nur die beiden noch titellosen Nieder Spieler Oliver Uwira, immerhin bereits Stadtmeister von 2004, und Sebastian Gramlich, designierter FIDE-Meister, ohne jeglichen Punktverlust an der Spitze. Den Rest, und da gibt es einige Titelträger, hat es bereits erwischt; mehr oder weniger! Bei herrlichen Wetterbedingungen ließ es sich angenehm auf der Spielerterrasse auf die Ergebnisse warten, und wer konnte und wollte, hatte Gelegenheit bis weit nach Mitternacht einen Blick am Analysebrett auf die verpassten Chancen zu werfen. Wie in all den Jahren zuvor wird an Pfingsten keine Runde ausgetragen und erst am 4. Juni geht es somit weiter.

Alle Informationen rund um das Turnier, das schließt nicht nur Tabellen und Einzelergebnisse, sondern auch alle Partienotationen und schon einige Fotos mit ein, sind auf der Turnierseite im Internet abrufbar:

http://www.hessischer-schachverband.de/bezirk-5-frankfurt/20062007/fsm/fsmaus.htm

Open-Turniere ohne Ende im Juni

Ein Blick in einige allgemeine Turnierkalender zeigt für Anfang Juni für ganz Deutschland ein absolutes Überangebot an Open-Turnieren über die ganze Republik verteilt an. Das liegt natürlich auch an dem vor uns liegenden Brücken-Wochenende, das in der zweiten Woche nach Pfingsten folgt. Eine kleine Auswahl gefällig?! Bitte sehr:

Noch einigermaßen ohne Konkurrenz bleibt das 5-rundige Eschborner Open, das am 1. Juni beginnt und auch nur 3 Tage andauert. Doch dann mindestens über das Fronleichnams-Wochenende laufen


* das Rhein-Main-Open in Bad Homburg
* das MVS open in Hanau Großauheim
* die Jugendopen in Erlensee, Hattersheim (und Würzburg)


Überregional bedrohen die Solinger Schachwoche, das Open in Großenseebach, und nicht zuletzt die von der ECU geförderte Europameisterschaft der Senioren in Hockenheim die hiesigen Teilnehmerlisten. Alle diese Veranstaltungen werden sich gegenseitig Teilnehmer wegnehmen und der Katzenjammer wird anschließend groß sein. Dabei sind solche Überschneidungen leicht zu vermeiden, wenn man denn will! Die ECU Veranstaltung der Senioren ist dabei sicherlich außen vor, denn weder eine Europäische Schachunion, noch der DSB scheren sich insbesondere um diese Form des Kannibalismus. Erinnert sei nur zusätzlich an die Ansetzung der Dresdner Europameisterschaft an Ostern, oder jetzt auch die Verschiebung des Finales der Deutschen Amateurmeisterschaften auf dieses lange Wochenende...

Bis in den Januar 2002 reicht der "ewige" Veranstaltungskalender des Hessischen Schachverbandes zurück, und wie leicht kann man sich informieren, was in den Vorjahren jeweils um diese Zeit, die man selber in die Planung einbeziehen möchte, los war. Die am weitesten gängigste Ausrede: "Wir haben den Saal (die Halle oder was auch immer) für unser Turnier für keine andere Zeit bekommen können". Glaube ich gerne, doch hat man auch früh genug nach Terminen gefragt? Wie dem auch sei, der Schnitt ins eigene Fleisch wird noch immer am leichtesten verkraftet und so wollen wir denn mal sehen, wie sich die Teilnehmer verteilen. Bei Jugend und Senioren-Turnieren ist es leicht, dafür oder dagegen zu entscheiden, das macht mitunter der Blick in den Schüler- oder Personalausweis schon.

Wie steht es aktuell heute, Samstag, also fast 14 Tage vor Beginn, um die beiden Open in Bad Homburg und Hanau-Großauheim? In der Kurstadt ist der Teilnehmerschnitt der letzten Jahre bei knapp 120, Tendenz abnehmend, für das MVS-Open in Hessens mitgliederstärkstem Bezirk ist es erst die zweite Auflage für dieses Jahr (2006 > 110 Teilnehmer). Für Bad Homburg haben sich bereits fast 60, für Hanau erst ca 25 Spieler fest entschieden. Wo liegen die Unterschiede? Der Preisfonds in Bad Homburg zum Jubiläum in Höhe von 4.400 Euro hat sicherlich dazu beigetragen, das jetzt bereits 3 GM, 5 IM und 2 FM ihre Teilnahme zugesagt haben. Genaue Zahlen aus Hanau sind nicht bekannt, aber an diese Klasse wird man nicht herankommen. Der Preisfonds liegt hier bei 1.500 Euro, es gibt außer für Ratinggruppen keine weiteren Sonderpreise. Aufgrund des Preisfonds pokert man auf 100 bzw. 60 Teilnehmer. Viel Glück!

Beide Turniere haben natürlich unterschiedliche Höhen an Startgeldern, und während GM und IM stets startgeldfrei sind, müssen zum Beispiel FMs voll zahlen. Das heißt, immerhin 40 Euro in der Kurstadt, und 15 Euro in Hanau. Beide erhöhen die Startgelder ab 1.Juni, also eine Woche vor dem eigentlichen Start, um 10 bzw 5 Euro. Jugendliche werden in Bad Homburg, aber nicht in Hanau, mit einem ermäßigten Startgeld geködert. Die Räumlichkeiten unterscheiden sich wie der Preisfonds und die Startgelder: gehobenes Ambiente im Bad Homburger Kurhaus, klimatisierte Räume und die zentrale Lage direkt an der Fussgängerzone, wo man Speisen aus verschiedenen Kontinenten verabreicht bekommt, aber auch kein einziger Parkplatz, der nicht horrend teuer ist. In Großauheim dagegen die günstige Verköstigung vor Ort, wer früh kommt hat zumindest den kostenlosen Parkplatz sicher, und bei den Gaststätten rundherum geht's halt weniger extravagant zu. Die Bedenkzeit in Großauheim ist eher klassisch zu nennen, 40 Züge in 2 Stunden plus 15 Minuten für den Rest treten an gegen die "Ausdrück- sichere" additive Bedenkzeit in der Kurstadt. Das heißt, es müssen an allen Brettern digitale Uhren zum Einsatz kommen und wahrscheinlich wird mit Holzfiguren auf Holzbrettern gekegelt werden. In Hanau ist die Partie also schon nach 4,5 Stunden spätestens vorbei, In Bad Homburg dauern Seeschlangen etwas länger, 7 Stunden plant man dort bei Doppelrunden zwischen zwei Partien ein. Der Veranstalter des Opens im Kurhaus, der 80-jährige SK Bad Homburg, blickt auf eine langjährige Tradition hochkarätiger Schachveranstaltungen innerhalb der Stadtgrenzen zurück. Niemals wäre man damals im Rahmen der Europäischen Seniorenmeisterschaft 2005 auf die Idee gekommen, das ganze parallel zu einem großen Open zu veranstalten. Weder Davos 2006 noch Hockenheim 2007 konnten bzw. werden den Teilnehmerrekord knacken. Erfahrung zeigt sich auch bei der Informationspolitik: Bad Homburg glänzt via Internet mit übersichtlichen Informationen vor dem Turnier, und wer das Ganze aus den Vorjahren kennt, weiß, das es auch während der Veranstaltung stets aktuell bleiben wird. Beide Turniere werden sowohl DWZ, als auch ELO gewertet. In Bad Homburg könnte man fast auf Normenjagd gehen, tja, aber eben nur fast.

Ausschreibung Rhein-Main-Open

Ausschreibung MVS-Open

Terminkalender ergänzt

In diesem Zusammenhang habe ich die Monatsseiten des Veranstaltungskalenders um die aktuellen Links zum DSB Terminkalender und der einer aktuellen Turnier- Suchmaschine ergänzt. Außerdem bietet sich jetzt per Mausklick der direkte Sprung zurück um 1, 2, 3 oder gar 4 Jahre an, um zu sehen, was im gleichen Monat zu diesen Vorjahren veranstaltet wurde. Diese Rückwärts- Links stehen direkt unter den Richtlinien, also oben rechts auf jeder Monatsseite der neueren Zeit. Praktisch hat man das zwar auch jetzt schon machen können, aber man benötigte ein paar mehr von diesen tonnenschweren Mausklicks. Ohne EPO war das vom Kraftaufwand her nicht zu bewältigen!

http://www.hessischer-schachverband.de/hsv/20062007/termine/05.htm

Einmal "Dies und Das" aus dem Internet

Dann schauen wir doch mal an, was das Internet sonst noch so zu bieten hat:

Wer kennt nicht die Weltpokalsieger-Besieger vom FC St. Pauli. So oder ähnlich lässt sich jetzt eine Kette zum großen Gary Kasparov konstruieren. Nach dem Motto: ich habe Müller geschlagen, der hat FM Schmidt geplättet, der IM Bayer umgehauen, ja und der, der hat mal den großen Gary geschlagen, dann hat man nur 3 Stationen zwischen sich und dem besten schachspielenden Demonstranten Russlands. Natürlich gibt es dafür eine Webseite und getestet habe ich das am ältesten noch lebenden Hessischen Meister Archipoff: der schlug einmal Karl Gilg (1949), der wiederum zerlegte Max Eisinger (1953), und dieser brachte Robert Hübner (1965) zur Strecke. Na ja, und den kennt der Garry ja sicher noch (aus 1992). Probiert's mal aus und bedankt Euch bei Hans-Joachim Schrader für diesen tollen Zeitvertreib!

http://ibeatgarry.com/

Von meinem persönlichen Internet Scout Connie Cameron bekam ich aus Florida den folgenden Link geschickt:

http://turbulence.org/spotlight/thinking/

Einfach mal auf diese Seite gehen, die Engine ist nicht allzu streng mit Euch, aber die Liniengrafiken sollen die Berechnung der Stellung einigermaßen transparent machen. Ist sicher auch mal was für die Mittagspause, um die Nebendarsteller einen Schreibtisch weiter schwer zu beeindrucken.

Thema Versicherungen

1. von Werner Fehres, Vizepräsident Hessischer Schachverband:

"Inzwischen haben sich keine weiteren Gesichtspunkte zu dem beim Kongress besprochenen Unfall-Versicherungsvertrag des LSB mit der ARAG mehr ergeben. In jedem Fall bleibt es dabei, daß Fahrer, die keine aktiven Vereinsmitglieder sind, als passive beim LSB und HSV zu melden sind.

Über eine Empfehlung zum Abschluss zusätzlicher Versicherungsarten wie zum Beispiel Kraftfahrzeug-Zusatz-Versicherung entscheiden Präsidium oder Finanzausschuss bei einer nächsten Sitzung. Solange gilt, dass eine Notwendigkeit vorerst nicht erkennbar ist"


2. von Mirko Humme, Ausbildungsreferent Hessischer Schachverband:

"Das vorherrschende Thema beim HSV-Kongress am 01.04.2007 waren wohl die Versicherungen. Nicht nur in der Versammlung des LSB Hessen am 23.05.2007 in Großen Buseck, sondern auch in nachfolgenden persönlichen Gesprächen mit dem Bereichsleiter Michael Silz, wurden die noch bestehenden Fragen geklärt.

Die Antworten entnehmt Ihr bitte dem von mir angefertigtem Protokoll der Info-Veranstaltung am 23.05.2007.

Ich möchte von daher die Mitglieder des erweiterten Präsidiums bitten, dieses Protokoll an alle Vereine in Ihrem Bezirk zu senden sowie auf Ihre Homepage zu setzen."

Protokoll Infoveranstaltung

Hans-Dieter Post


Euer

Hans-Dieter Post

Published by Mike Rosa

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