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Happy Birthday, Hans-Walter Schmitt!
Der Obertiger wird 55
03.04.2007 - Am heutigen Tag begeht Hans-Walter Schmitt seinen 55. Geburtstag, und die Chess Tigers gratulieren ihrem Obertiger hiermit von ganzem Herzen! Nun schon im achten Jahr führt er als Vorstandsvorsitzender den Schachförderverein (Frankfurt) Chess Tigers 1999 e. V. an, und ihm verdanken wir, dass man nicht nur auf deutschem Boden den springenden Tiger und seine Bedeutung kennt. Selbst ein starker Vereins- und Turnierspieler treibt ihn die bedingungslose Liebe aber auch der Respekt vor dem königlichen Spiel jeden Tag aufs Neue an, sein Möglichstes zu geben, Schach für jedermann zugänglich zu machen. Kritiker und Bremser bringt er nicht nur mit großen Worten und seiner beeindruckenden Präsenz zum Schweigen, sondern vielmehr noch mit der konsequenten Umsetzung seiner Ideen.

Beruflicher Werdegang

Hans-Walter Schmitt

"HWS", wie ihn viele nennen, ist ein gebürtiger Rheinland-Pfälzer aus der Nähe von Trier. Seine erst kürzlich verstorbenen Eltern bewirtschafteten einen Hof in Oberzerf (ca. 20km von Trier), hatten zudem eine eigene Gastwirtschaft und ein Kolonialwarengeschäft. Als ältester Sohn von insgesamt fünf Kindern (drei Schwestern und ein Bruder) hatte HWS ursprünglich den logischen Gedanken, mal die Geschäfte des Vaters zu übernehmen, doch dieser hatte andere Pläne mit dem offenkundig begabten Filius. So kam es, dass er sich, nachdem er erfolgreich eine Lehre als Landmaschinenmechaniker abgeschlossen hatte, alsbald in Franfurt a. M. am Technischen Gymnasium wiederfand und über den zweiten Bildungsweg ein 1,4er-Abitur hinlegte. 1974 begann er in der Main-Metropole das Medizinstudium, machte das Physikum sowie das erste und zweite Staatsexamen, doch er musste sich selbst eingestehen, dass dies nicht das war, was ihm wirklich für seine Zukunft vorschwebte. Er selbst sagt: "Ich bin kein Helfer, sondern ein Macher!" Wie es so oft ist, konnte die eigene Familie nicht nachvollziehen, warum er das Studium abbrach, doch mit Cornelia traf er nicht nur die Liebe seines Lebens, er hatte fortan jemanden an seiner Seite, der ihn verstand und zusätzliche Kraft verlieh, um seinen weiteren Werdegang in die richtigen Bahnen zu führen. Er eignete sich an der European Business School und am Control Data Institute Wirtschafts- und Computerwissen an und entschied sich letztlich für Siemens als Arbeitgeber, wo er recht rasch ins obere Management aufstieg. Heute lebt Hans-Walter Schmitt als Unternehmensberater mit seiner Frau Cornelia in Bad Soden am Taunus.

Frankfurt-West, Chess Classic, Chess Tigers...

Wer mit HWS Schach spielt wird feststellen, dass der Mann durchaus eine Ahnung hat, wo die Klötzchen hingehören, aber - ohne ihm damit zu nahe zu treten - ein Meister auf den 64 Feldern wird er wohl nicht mehr werden. Mit dem SC Frankfurt-West ist das Taktikmonster, wie HWS sich bei Gelegenheit selbst bezeichnet, in die Hessenliga mit einem persönlichen Score von 7,5/9 aufgestiegen und hat in dieser Saison das Seinige getan, um die Klasse knapp aber letztlich erfolgreich zu halten. Seit gut 35 Jahren frönt HWS dem Schach, war zwischendurch der Vorsitzende des SC Frankfurt-West und hatte ursprünglich nur die Idee, zum 70. Vereinsjubiläum ein besonderes Turnier zu veranstalten. Was daraus wurde kennt die Schachszene heute als die größte Schnellschachveranstaltung der Welt. Die Chess Classic war geboren und fortan lernte HWS, mit den besten Spielern der Welt auf Augenhöhe zu verhandeln. Dabei traf er natürlich auch auf den indischen Top-GM Viswanathan Anand und war sofort beeindruckt von dessen Art und ELOquenz.

Selbstverständlich ließ es sich nicht planen, dass Anand mal das Markenzeichen der Chess Classic werden würde, doch genauso kam es. Im Laufe der Zeit ist zwischen den Ehepaaren Schmitt und Anand eine innige Freundschaft entstanden, die nur für wenige Tage im Jahr auf Eis gelegt wird. Exakt in den Tagen der Chess Classic muss und kann HWS vergessen, dass Anand ein enger Freund ist und trägt Sorge, dass sich der oder die Gegner des Inders zu keiner Zeit benachteiligt fühlen können. Sowieso hat HWS einen ausgeprägten Gerechtigkeitssinn, dem er, wann immer er Regelbrüche oder Schieberei wahrnimmt, geradeheraus nachgibt. Da kann es auch mal sein, dass ein gestandener Großmeister wie Espenlaub zittert, wenn der Organisator mit seiner Standpauke nach einem Kurzremis fertig ist.

Um noch effektiver an der Weiterentwicklung des Schachs arbeiten und die immer gigantischeren Ausmaße der Chess Classic besser kontrollieren zu können, gründete er am 09.09.1999 mit 9 Gleichgesinnten den Schachförderverein Frankfurt Chess Tigers. Der Verein hat das Hauptziel, die Förderung und Pflege des Schachsports als kulturelles Gut und als sportliche Disziplin. Zusammen mit einem ausgewählten Trainerstab, der von Deutschlands Top-Trainer Artur Jussupow angeführt wird, stellte er die Chess Tigers Universität auf die Beine. Nunmehr im dritten Studienjahr hat sich das in dieser Form einmalige Konzept durchgesetzt und die größten Vereine Deutschlands überzeugt, mit den Lektionen der Chess Tigers zu trainieren. Sogar der Mainzer Oberbürgermeister Jens Beutel, seines Zeichens bekennender Förderer und Schirmherr der Chess Classic, lässt es sich nicht nehmen, regelmäßig die Lektionen "DWZ 2100" zu studieren. In Annerkennung seiner Leistungen um den Schachsport hat HWS zuletzt die höchste Ehrung zugesprochen bekommen, die der Deutsche Schachbund zu vergeben hat - den Deutschen Schachpreis.

Chess960

Spricht man über HWS, dann kann man nicht an dem Thema Chess960 vorbei. Hinlänglich ist bekannt, dass Bobby Fischer zuerst die Idee hatte, es aus bekannten Gründen aber nur bei einer Theorie blieb, und HWS daraufhin den Geistesblitz des Amerikaners aufgriff. Er erkannte das Potential in Fischers Idee, auch dem Wenigzeitinhaber das Schachspielen schmackhaft zu machen, da man für Chess960 keine Eröffnungstheorie zu lernen braucht. Nach einigem Zögern lassen sich auch mehr und mehr Weltklassespieler dazu hinreißen, ihre Fähigkeiten in den 959 neuen Stellungen zu testen, und stellen fest, dass es sogar noch Spaß macht. Peter Svidler und Levon Aronian sind die prominentesten Beispiele bisher, aber schon hat HWS einen weiteren Meilenstein in Sachen Chess960 in petto. Bei den kommenden Chess Classic in diesem Jahr wird die Nr. 1 der Welt Viswanathan Anand höchstpersönlich in einem Turnier um die Chess960 Weltmeisterschaft spielen! Wenn man in Bad Soden am Taunus mitten in der Rhein-Main-Taunus Region, gelegentlich Tür an Tür lebt, ist es kein Wunder, wenn der Schachspieler mit der Nr. 1 auf seinen Schachveranstalter abfärbt und wahrscheinlich auch umgedreht - von Seelenverwandtschaft kann man da sicher nicht sprechen, aber für die gemeinsame Vorliebe, "schnelles" Schach zu zeigen, allemal.

Hans-Walter, zu Dir kann man sich die Finger wund tippen, und vermutlich hättest Du es sogar verdient, aber das spare ich mir dennoch für Deinen 60. auf. Schließlich weiß ich von Dir, das man stets darauf achten sollte, sich für das nächste Mal Steigerungsmöglichkeiten zu bewahren.

Alles Liebe und Gute zum 55., Hans-Walter!

Mike Rosa

Published by Mike Rosa

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