Nachrichten Ruben Rittberger gewinnt 210 DWZ-Punkte Das 16.Karl-Mala-Gedenkturnier war bestes Training für die Chess Tigers Schüler ...
15.07.2013 - Traditionell findet das mittlerweile 16.Karl-Mala-Gedenkturnier in der ersten Woche der Sommerferien in Hessen statt. Grund genug, um mit einer kleinen Schülergruppe aus dem Chess Tigers Training Center neue Erfahrungen im "langsamen" Turnierschach zu sammeln, um sich so schon jetzt auf die Saison 2013/2014 vorzubereiten. Sieben Turnierpartien in nur vier Tagen zu spielen ist für Kinder nicht wirklich eine große konditionelle Herausforderung, aber sicherlich eine ganz besondere, mentale Aufgabe, wenn sie zum ersten Mal eine DWZ erspielen wollen oder ihre alte Zahl erheblich verbessern möchten. Die 7-jährigen Zwillinge Andreas und Christian Haller bekommen jetzt ihre erste Zahl und werden damit offiziell in die Spielstärken-Rating-Skala der Schachspielerwelt aufgenommen! Was für ein Schritt? Groß auftrumpfen konnten auch die erfahrenen Schüler, besonders die GS4-Schüler Ruben Rittberger vom SC Bad Soden mit einem Zugewinn von 210 DWZ-Punkten und Ioannis Papadopoulos vom SV Oberursel mit 117 DWZ-Punkten. Alles noch vorläufig, aber in den nächsten 14 Tagen wird es dann in der DWZ-Datenbank des Deutschen Schachbundes amtlich werden.
Einfach besser trainieren!
Schach lernen und die Spielstärke stetig und bequem am heimischen PC steigern dies bietet Ihnen die Chess Tigers Universität und baut ihr Angebot beständig aus. Vom Grundschulkind bis zum ambitionierten Turnierspieler, wir decken mit unseren erfahrenen Lehrern GM Artur Jussupow, GM Klaus Bischoff, IM Erik Zude, FM Uwe Kersten, Timo Schönhof und Mike Rosa kostengünstig die gesamte Breite des Schachtrainings ab. Mit über 40 Kursen und mehr als 1.600 Lektionen lehren wir alles, was das Schachspielerherz begehrt. Von den Regeln, über grundlegende Prinzipien, Strategie, Taktik, Eröffnungen, Endspiel, vollständig analysierte Partien und sogar Chess960 haben wir alles in unserem umfangreichen Portfolio. Und so geht's: Chess Tigers Universität - Überblick
Desto höher die DWZ - desto höher der Respekt ...
... höher, weiter, schneller, ... Jungs wollen sich immer wieder messen, am liebsten jeden Tag, jede Stunde. Nicht nur in jeder Partie, sondern auch in jeder Pause oder der generellen Wartezeit zwischen den einzelnen Runden. Manchmal kommt mit dem Tandemspielen oder anderen Entspannungsformen des Schachs der kurze Eindruck auf, dass das gescheiteste Spiel auf diesem Globus auch ein bisschen Zeitvertreib bedeutet, aber nicht wirklich, bemerkt der interessierte Beobachter nach kurzem Hinhören: "Hau den Springer raus - ich brauch' einen Bauer - stell Dich nicht so an - mach schon - die Uhr tickt - wir verlieren auf Zeit - noch einen Springer sofort und er ist matt". Das Wettkampffieber ist auch zwischen den Runden deutlich spürbar. Schaut man in die Kinderaugen, dann kann man die Neugierde auf die nächste Partie lesen. Wann gehts endlich los! Doch es gibt auch schon die erfahrenen Cracks unter den 8- und 10-Jährigen - nichts scheint unbeliebter bei den erwachsenen Spielern zu sein, als die Begegnung mit einem unbekannten kleinen menschlichen Wesen. Jahrgang 2004, DWZ 1861 und 2 Punkte aus 2 Partien im A-Turnier - das ist schon eine undankbare Aufgabe für einen 2200er in der 3.Runde. Wie soll man sich da auf den "Zwerg" einstellen, wie soll man da dem unbekannten "Schachgenie" begegnen? Hauptvarianten oder unbekannte zweischneidige Nebenvarianten, Tretminen legen oder still kommentieren: "Na, hat Dein Trainer Dir das schon gezeigt?" ... und dann gibt es noch die schönen Begegnungen bei den Schülern zwischen beiden Geschlechter und Remisangebote in geschliffenen ganzen Sätzen: "Ich biete Dir remis an" und "Ich lehne Dein Remisangebot ab". Herrlich, dreimal dürfen Sie raten, wer wem hier ein Remisangebot in objektiv schlechterer Stellung machte und wer es zurückgewiesen hat! Mädchen oder Junge?
Ruben (DWZ 1094) erwischt einen Traumstart und hielt durch ... !
2,5 Punkte aus 3 Partien, zuerst ein sicheres Remis gegen ein Mädchen DWZ 1503 und dann zwei Siege gegen gestandene Senioren mit DWZ 1240 und DWZ 1274. Wir hatten auf der Hinfahrt zum Turnier über die Erwartungen gesprochen, die so jeder Einzelne sich vorgenommen hatte: Leo wollte 3,5 Punkte machen, Ruben 2,5, Ioannis 4,0 und die zwei Jüngsten wollten mal zuerst gucken, aber so zwischen einmal und zweimal gewinnen wäre gut! Am dritten Tag traf Ruben dann auf Waldemar Grötzinger mit einer DWZ von 1599, spielte mit Schwarz gegen die Larsen-Eröffnung und ich wunderte mich sehr, wie gut er sich hinstellte, wobei ich dachte, dass er den Anzugsvorteil im 8.Zug schon mehr als ausgeglichen hätte - Houdini 3 kolportierte später -1,60. Mit einem schweren positionellen Fehler 12. ... a5 gab er dann die Initiative an den Gegner bis zum Ende ab. Ab diesem Zeitpunkt war mit klar, dass Ruben eine 1500er-Leistung genrell bringen kann, welches er mit den abschließenden drei Remis gegen DWZ 1412, DWZ 1594 bestätigte und auch gegen DWZ 1590 in eine studienartige Turm - Bauern-Struktur abwickelte, die er zur großen Verwunderung seines Gegners "einfach" remis hielt. Am Schluss hatte er eine DWZ-Performance in diesem Turnier von DWZ 1516 erzielt mit einem DWZ-Zugewinn von 210 auf seine alte Zahl von DWZ 1094. Damit stößt er in den 1300er-Leistungsbereich vor. Nebenbei erzielte er auch eine ELO-Halbwertung von 1656 - das war das beste Schach, dass Ruben in einem Turnier jemals zeigen konnte - Mannschaftspartien in der Kreisliga sind da völlig anders zu bewerten.
Rubens Erfolg in der Selbstkritik!
Im wöchentlichen 2-Stunden-Training ist die GS4-Gruppe - er ist Mitglied seit dem 02.02.2011 - bei den DWZ 1500 Lektionen aus dem Jahrgang 2004 & 2005 angekommen. Dieses umpfangreiche Chess Tigers Programm ist von GM Artur Jussupow entwickelt worden und steht auch Ruben zu Hause im Internet zur Verfügung als Teil der Chess Tigers Universität. Am meisten hätte ihn aber das letzte Seminar vom 29.-30.Juni 2013 von GM Michael Prusikin inspiriert und motiviert durch das Kennenlernen von "Strategischen Regeln" und deren berühmten Ausnahmen. Die 30 Seiten Papier lassen sich gut verwenden, um auch einmal kurz und knapp was nachzulesen. Die theoretische Remisstellung aus der 7.Runde kannte er aus der aktuellen Endspielserie der Chess Tigers Universität mit GM Dr. Karsten Müller und wann man in prekärer Partiesituation ein Remisangebot in gegnerischer Zeitnot abfeuert, hätte er ja bei mir gelernt und so dem erfahrenen Gegner Andreas Fichtl in der 6.Runde noch einen halben Punkt abgeluchst. Prima zu hören, man kann wirklich Schach systematisch lernen. Der 1er-Schüler aus der 8.Klasse des Albert-Einstein-Gymnasiums in Schwalbach am Taunus stellt dann auch den Zusammenhang zwischen Mathelernen und Schachlernen fest und hält die Note in Kunst für nicht allzu wichtig.
Ruben Rittberger (1094) - Hans-Jürgen Mook (1274) 1:0 Eine sehr gute Leistung vom Gymnasiasten der Albert-Einstein-Schule in Schwalbach am Taunus.
Studienartige Schlussstellung: Rittberger (1094) - Winkler (1590) 1/2
Diese Partie hatte Ruben nicht "voll" gespielt. Er glaubte mit guter Verteidigung das gewünsche Resultat "Remis" zu erzielen. Die Verteidigung ist schon passabel ausgebildet, aber ohne Gegenchancen zu generieren ist auf Dauer jede Verteidigung nur die "Hälfte" wert. Der nächste Schritt bei der Ausbildung für Ruben und Leo im Chess Tigers Training Center wird sein: "Angreifen"! Zum Schluss hatte Ruben 4 Punkte aus 7 Partien +2 / =4 / -1 und war 42. von 106 Teilnehmern im B-Open.
Ioannis Papadopoulos (Jahrgang 2003) mit einem DWZ +117 Der Spieler vom SV Oberursel hatte ein schweres Feld zu spielen und endete mit 3,5 Punkten (50%): gegen DWZ 1599, DWZ 0000, DWZ 1476, DWZ 1590, DWZ 1443, DWZ 1255 und DWZ 1469 zog er positive Bilanz. Selbst der Junge ohne DWZ hatte am Schluss 3,0 Punkte auf seinem Konto, sodass dieser auch mit einer guten Zahl von DWZ 1151 in seine Auswertung einfloss.
Ioannis Papadopoulos immer positiv ... Der Oberurseler ist während der Partie oft unterwegs. Wird er angesprochen auf seine Partie, wie er steht, antwortet er stets freundlich und meistens ohne zu zögern: "gut", "sehr gut" oder "auf Gewinn", nur selten hört man das sch..... -Wort.
Andreas Haller / Jahrgang 2005 / CTTC-Trainingsgruppe GS2 Ok, jetzt kommt das erste ernste Turnier, dabei gilt es die Züge aufzuschreiben und langsam zu spielen. "Versprochen und gleich wieder gebrochen". Das Schachfieber ergreift die neuen Blitzer immer wieder und sie vergessen, dass sie gut 4 Stunden Zeit haben, um sich gute Züge zu überlegen und genau zu schauen, was der Gegner machen kann. In einigen Partien hatten sie oft durch die additiven 30s pro Zug nach der Partie soviel Zeit wie vor der Partie.
Christian Haller / Jahrgang 2005 / CTTC-Trainingsgruppe GS2 Es ist am Anfang wirklich sehr schwer, die Kinder von der Tatsache zu überzeugen, das durch langsames Spielen und gut Nachdenken es viel leichter ist, gut zu spielen und auch einmal zu gewinnen. Bei den Zwillingsbrüdern dauert dies bis zur fünften Partie und wurde auch gleich wieder bei der 6. und 7.Runde vergessen. Das nennt man wohl: echter "Flow".
Tobias Lochmann (736) - Christian Haller (000) 0:1 Nach zwölf Zügen gab der erfahrene Spieler nach zwei Figurenverlusten auf. 1.Sieg für den Bad Sodener Spieler.
Navid Adilipour (762) - Andreas Haller (000) 0:1 Nach 76.Zügen setzte der Bad Sodener Spieler nach einigen Irrungen und Wirrungen matt. Nach der Partie erklärte Andreas stolz, dass er seinen Gegner mit fünf verschiedenen Zügen hätte mattsetzen können - Weltrekord verdächtig?
Ian Phillip (1000, SC West) - Andreas Haller (0000, SC Bad Soden) 0:1 Gleich nach seinem ersten Sieg kam der zweite dazu, damit erfüllte Andreas sich den Wunsch nach einer 1.DWZ von 848
Die Spieler vom SC Bad Soden halten zusammen I Hier kämpft Ruben Rittberger in der 2.Runde gegen Thomas Wöhl um den ganzen Punkt und Leo, Christian und Andreas rücken nicht aus seiner Nähe! Schließlich gewinnt Ruben zur großen Freude von allen.
Die Spieler vom SC Bad Soden halten zusammen II Dieses mal ist es anders. Hier versucht Andreas Haller seinen 1.Punkt in seiner Schachkarriere in einem ernsten Turnier mit langer Bedenkzeit zu erringen, was ihm auch gelingt unter den Augen seiner Mannschaftskollegen. In der gleichen Runde gelingt seinem Bruder Andreas ebenso sein 1.Sieg in einem ernsten Turnier - ein klarer Fall für die Zwillingsforschung. Die jüngsten Teilnehmer des Turniers in der B-Gruppe, Jahrgang 2005, haben ihr erstes Ziel erreicht.
Leo Max Deppe (1339) - Felix Hilgert (1666) 0:1 Zuerst mit Weiß zu passiv gespielt, danach heroisch verteidigt und eine Remisstellung erreicht, um nach Beendigung aller Komplikationen einen trivialen Springereinsteller auf g5 zu übersehen - eine gute Lehrstunde, um zu erfahren auf dem Niveau DWZ 1600-1700 mitspielen zu können! Das nächste Mal klappt das sicher schon ... !
Leo Max Deppe DWZ 1339 musste Punkte lassen ... Das DWZ-System ist keine Einbahnstraße nach oben, sondern es kann auch mal ein Plateau geben, so wie jetzt bei Leo. Ein bisschen haderte er auch mit dem Auslosungssysten, welches ihm Gegner in der Reihenfolge DWZ 1575, DWZ 736 (zu niedrig) DWZ 1469, DWZ 796 (zu niedrig), DWZ 1349, DWZ 1666, DWZ 1508 bescherte. Am Schlusstag versemmelte er dann zuerst eine finale Remisstellung nach heroischem Ausgleichskampf und in der finalen Runde sogar eine Gewinnstellung, wenn er unmittelbar den a-Bauer zur Umwandlung auf die Reise schickt, anstelle einen Sicherungszug mit dem Läufer zu machen.
Impressionen I - Spielerinnen Theresa Reitz, Jahrgang 2002, ging mit DWZ 1080 in Rennen und hatte nachher +65 auf dem Konto. Ihr älterer Bruder Phillip Jahrgang 1999, vom VfR Eintracht Koblenz startete mit nur DWZ 843 und hatte nachher ein schönes Plus von +215 eingesammelt auf DWZ 1058, genauso wie der Sohn des bekannten Schachtrainers FM Uwe Kersten, Kay Lukas, Jahrgang 2002, der mit DWZ 1114 startete und als Höchstperformer mit einem Zugewinn von +216 auf DWZ 1330 auf dem "Bestperformer"-Treppchen ganz oben stand.
Impressionen II - Spielerinnen Sehr selbstbewusster und bestimmender Blick - heutzutage doch ganz anmutige Perspektiven für junge gute Schachspieler.
Impressionen I - Spieler Jahrgang 2004, Vincent Keymer SK Gau-Algesheim, amtierender U8-Meister in Deutschland erzielte eine A-Turnierperformance von DWZ 2142 und verbesserte seine aktuelle DWZ auf 1930.
Impressionen II - Spieler Maximillian Vaintrup vom SK Mannheim-Lindenhof 1860 - Jahrgang 2002 - auf dem Weg nach oben! In Griesheim gewann er 112 DWZ-Punkte im A-Turnier dazu auf nunmehr DWZ 1723
Impressionen I - Spieler Marcel Palat ist bekennender Anand-Anhänger, kein Wunder, er kommt aus dem Schachclub Vorwärts Orient Mainz. "simply the best" gilt es zu bestätigen auch im kommenden WM-Kampf in Vishy Anands Heimatstadt Chennai (Madras). Mal sehen, wie scharf die Zähne des "Tigers von Madras" sein müssen, um den "Lachs aus Norwegen" zu fangen!
Impressionen II - Spieler Tandemspielchen in den Pausen gilt als beliebter Zeitvertreib, ist aber auch eine Wissenschaft für sich unter Gleichaltrigen!