13.03.2007 - +++ Hessische Blitz-Mannschaftsmeisterschaft in Frankfurt-Bonames +++ Neues von der Hessenmeisterschaft in Erlensee +++ 3. Offene Hessische Senioren Meisterschaft in Bad Sooden-Allendorf +++ Mannschaftskämpfe 8. Runde: Hessenliga, Verbandsliga und Landesklasse +++ Leistungssport und Länderkämpfe +++
Hessische Blitz-Mannschaftsmeisterschaft in
Frankfurt-Bonames
Da kann der Schatzmeister einen Dauerauftrag fürs
Preisgeld einrichten: So sicher wie eine Bank fuhr der SV 1920 Hofheim
seinen nächsten Blitz-Team-Titel ein, und ließ den Verfolgern nicht so
richtig eine Chance. Probiert haben es sicherlich alle, doch nur die
unmittelbaren Verfolger, Vizemeister SC Steinbach und die drittplatzierten Schönecker Schachfreunde, sowie die VSG 1880 Offenbach
auf Platz sechs und Schlusslicht Sfr. Battenberg, konnten wenigstens ein
Unentschieden als Teamerfolg feiern. Ansonsten blieb der
Vorjahreschampion in der Aufstellung IM Arno Zude, IM Oliver Brendel,
Helmut Kaulfuss und IM Dieter Pirrot meisterlich ungeschlagen und
vertritt den Hessischen Schachverband nun erneut bei der Deutschen.
Herzlichen Glückwunsch! Gastgeber SC Brett vorm Kopp Frankfurt bot mit
dem Haus Nidda im Frankfurter Stadtteil Bonames einen mehr als würdigen
Rahmen für die Veranstaltung an, und 24 Teams folgten der Einladung in
den verkehrsgünstig gelegenen Norden der Großstadt. Fast alle Bezirke
waren vertreten, nur Rhein/Taunus und Osthessen fehlten; leider.
Mit IM Arno Zude und FM Horst Alber haben zwei
ehemalige hessische Einzelmeister den Kampf um den diesjährigen Titel
zugesagt und damit beste Chancen Nachfolger des Meisters der beiden
Vorjahre, GM Vitaly Kunin, zu werden; und auch die Quali zur Deutschen
Meisterschaft zu schaffen! Am meisten auf den Pelz rückt den beiden nach
ELO der A-Trainer und IM Stefan Reschke, der zum ersten Male Meister des
Verbandes würde. Die beiden Qualifikanten vom SK 1961 König Nied, Oliver
Uwira und Sebastian Gramlich, würden natürlich allen Dreien am liebsten
in die Suppe spucken, und bei dem bekannt rasanten Spielstil der Beiden
ist für die eine oder andere Überraschung sicherlich gesorgt! Aber da
ist ja noch Platz im Teilnehmerfeld! Im A-Turnier, das bekanntlich zur
Qualifikation für die Teilnahme am Meisterturnier des Folgejahres dient
und für Spieler einer DWZ zwischen 2100 und 2300 vorgesehen ist, wartet
aktuell nur ein Teilnehmer sehnlichst den Meldeschluss ab. Die Klassen B
bis F füllen sich so langsam mit Teilnehmern und spätestens am 25. März
werden die Schotten so langsam dicht gemacht. Ab dem 31. März gehen die
Einzelmeisterschaften dann los mit der ersten von neun Runden im
Meisterturnier...
Recht unterschiedlich entwickeln sich weiterhin die Anmeldestände in den
sieben Spielstärkeklassen der 61.Hessischen Einzelmeisterschaft in
Erlensee. Doch genau wie die ersten kräftigen Knospen vom vergangenen
Frühlingswochenende aus dem Boden gezogen wurden, so füllen sich jetzt
auch die Teilnehmerlisten; obwohl man natürlich noch den Winterschlaf
vieler sonst so Williger merkt!
So will noch immer keiner mit Kevin Felczer vom SK Gründau im Bezirk
Main-Vogelsberg um den Einzug in das Meisterturnier 2007, ein Preisgeld,
Pokal, Urkunde und Titel spielen, dabei liegt die Messlatte "nur" bei
DWZ 2100 bis 2300! Und nicht nur Turniersieger bekommt was!
Etwas mehr Gedränge herrscht dagegen in der Klasse darunter, das sind
die bis DWZ 2100; ab 1900. Favorit auf Preisgeld, Pokal, ... und den
ganzen Rest eben auch, ist bislang Torsten Täger vom SV Limburg aus dem
Bezirk Lahn. Aufgrund der jetzt schon erreichten Teilnehmerzahl ist die
Erhöhung des Preisfond für diese Klasse mehr als wahrscheinlich.
In der C-Klasse ist Igor Zuyev vom SC Ladja Roßdorf aus dem Bezirk
Starkenburg nach DWZ nicht unbedingt Favorit, aber wenn seine Gegner die
ELO sehen, freuen sie sich schon auf die Auslosung. Entwickelt sich auch
hier die Teilnehmerzahl noch wie zuletzt, dann sollte auch hier der
Preisfond noch ein Fine Tuning erfahren können.
Die Klassen A, B und C starten pünktlich(!) am Mittwoch, den 4. April um
14.30 Uhr mit der ersten Runde. Hier werden 7 Runden gespielt, wobei
weitere Details dem Rundenplan im Internet zu entnehmen sind. Die
Bedenkzeit beträgt 2 Stunden für 40 Züge und 30 Minuten für den
Abschluss der Partie.
Abweichend davon werden in den Gruppen D, E und F nur 5 Runden gespielt,
beginnend am Karfreitag, den 6. April um 9 Uhr (sorry, auch hier geht's
pünktlich los!). Alle Details zu allen Klassen in den jeweiligen
Ausschreibungen auf den separaten Turnierseiten im Internet!
Eindeutig in der Favoritenrolle in der Spielstärkeklasse D (1700 - 1500)
ist Rolf Plattner vom SK Langen. Schon seine ELO treibt dem Rest in der
Klasse die Schweißperlen auf die Stirn. Da aber noch nicht aller
Anmeldeschluß Abend ist, werden sicher noch einige dazustoßen, die dem
Favoriten aus dem Bezirk Starkenburg nicht den ersten Platz gönnen
werden; in rein sportlicher Hinischt, versteht sich!
In der Gruppe E, das sind die Spieler mit einer DWZ von 1300 - 1500,
halten sich die wahren Favoriten noch dezent im Hintergrund. Wie in
allen anderen Klassen (außer Meister, natürlich) geht es auch hier um
das gleiche Basispreisgeld. Und was noch? Genau: Pokal, Urkunde, Ruhm
und Ehre, der für den Rest des Lebens oder den Anfang der Schachkarriere
erst mal reicht. Also bloß nicht zieren!
Und obwohl hier das größte Potential an Spielern zu finden ist, haben
sich in der Spielstärkeklasse F zunächst nur die 3 Musketiere vom SK
Gründau zum gelegentlichen Zweikampf gemeldet. Doch auch hier geht noch
was...
Für das Meisterturnier entscheidet sich wohl erst nach der nächsten
Ober- bzw. Zweitligarunde am kommenden Wochenende, wer nicht mehr
zwingend für die darauf folgende Runde gebraucht wird. Diese findet
clevererweise genau während einer Landesmeisterschaft statt, und Hessen
sind nicht die einzigen die somit ein Problem haben. Aber einige Weichen
für unsere hessischen Vertreter sind schon gestellt, nicht immer zum
Besten, und so gilt auch hier für die Organisatoren: warten auf die
nächste Runde...
3. Offene Hessische Senioren
Meisterschaft in Bad Sooden-Allendorf
Der Seniorenreferent des Hessischen Schachverbandes, Helmut Escher, zu
Beginn des Jahres erst 70 Jahre jung geworden (Herzlichen Glückwunsch
übrigens noch an dieser Stelle), kann dann seine Party dieses Jahr in
Bad Sooden-Allendorf feiern, wenn es bei der 3. Offenen Hessischen
Einzelmeisterschaft der Senioren auch um die Qualifikation für höhere
Weihen geht. Anders als in den Vorjahren trägt der Verband keine
separate und geschlossene Einzelmeisterschaft der Senioren aus, sondern
vertraut ganz den bewährten Kräften aus Nordhessen.
In Gießen hat man sich davon überzeugt, dass es
doch viel schöner ist, erst im Jubiläumsjahr den Aufstieg in die
Oberliga zu schaffen, und das ganze Thema nach der knappen Niederlage in
Schöneck gegen deren Team 2 um eine Saison zu vertagen. Schöneck reicht
damit in der kommenden letzten Runde ein knapper Sieg, um sicher Meister
zu werden. Da Gießens Team 2 im Kampf um den Abstieg eher harten
Widerstand von Eppstein zum Abschluss erwarten kann, ist der Abstieg so
gut wie sicher. Punktgleich mit Eppstein sind derzeit noch Oberursel und
Frankfurt West, wobei Oberursel "nur" zum Tabellen-Fünften SK Marburg
reisen muss, und die Westler als Meistersahnetörtchen für Schöneck
herhalten müssen. Da wird es um Brettpunkte gehen.....
NORD Baunatal führt gemeinsam mit Fulda
die Tabelle an, wobei die Nordhessen lediglich mit 2,5 Brettpunkten
führen. Ob das reicht, da Fulda nur noch gegen Schlusslicht Biebertal
anzutreten hat? Damit stünde Biebertal bei "normalem" Verlauf als
sicherer Absteiger fest, und der Rest des Trios auf dem gemeinsamen
letzten Platz, Niederbrechen und Kasseler SK 2, treffen zum Showdown in
der letzten Runde direkt aufeinander. Ich tippe mal auf einen Absteiger
für die Landesklasse Nord, und einer für den Westen.
SÜD So richtig klar ist hier noch nicht,
wer aufsteigt, aber die allerbesten Chancen besitzt der SC König Nied.
Bad Nauheim kann lediglich auf einen Nieder Bauchplatscher hoffen, aber
alleine das reicht nicht. Es muss auch selbst noch und am besten hoch
gewonnen werden. Ganz sicher in die Landesklasse Ost absteigen werden
die Frankfurter SC's Matt im Park und Brett vorm Kopp, womit die LK Süd
dieses Jahr verschont bleibt.
NORD Na endlich steht mit Abschluss der
Vorschlussrunde ein weiterer Staffelsieger fest: überlegen sichert sich
Team 1 des SK Turm Bad Hersfeld die Meisterschaft der nördlichen
Landesklasse, d. h. ohne einen einzigen Mannschaftspunkt abzugeben;
bisher. Aber ob ausgerechnet die feststehenden Absteiger aus
Langenbieber das in der nächsten Runde ändern werden? Vielleicht bleibt
ja Team 2 des Meisters der Klasse erhalten? Die Chancen stehen gar nicht
so schlecht, das es Fulda 2 stattdessen trifft.
Heiliger St. Florian......
OST Die ersten 4 der Tabelle spielen in
der letzten Runde noch gegeneinander, wobei Dietzenbach als Gegner vom
aktuellen alleinigen Tabellenführer Obertshausen die wenigsten Chancen
auf den Aufstieg, nämlich gar keine, hat. Und wenn Obertshausen das
nicht vergeigt, haben Sfr. Frankfurt und Gelnhausen auch keine Chance
mehr. Aber die bleiben wenigstens drin! Raus Richtung Bezirksoberliga
geht's für Bergwinkel. Für Oberursel 3 ist die theoretische Chance auf
den Klassenerhalt so mikroskopisch klein, das man davon wirklich nichts
sehen kann. Eigentlich geht es nur noch darum, wer der diesjährige
dritte Absteiger ist: Eschbach/USI oder Heusenstamm, und die spielen in
der Schlussrunde gegeneinander.
SÜD Springer Bad König war ja schon seit
der letzten Runde am Ziel, heute wissen wir, das es auch TEC Darmstadt
geschafft hat. Bezüglich des Vermeidens des Abstiegs! Und das auch,
obwohl es in der Runde nur zu einer unrühmlichen kampflosen Niederlage
gereicht hat. Da aus der Verbandsliga nichts in den Süden absteigt,
kompensieren somit der Meister und nur zwei notwendige Absteiger, da
trifft es den SC Höchst und den SC Lorsch 2, die 3 Aufsteiger aus den
Bezirksoberligen 6, 7 und 10.
WEST Da hat es die SG Turm Idstein in
zwei Spieltagen doch tatsächlich geschafft, aus einem sicheren Vorsprung
verbunden mit allen berechtigten Hoffnungen auf den Aufstieg diesen
Gedanken für die letzte Runde ad absurdum zu führen. Ist da auch so eine
Jubiläums- Verschiebungs- Kiste am Laufen und man möchte das lieber auf
2007 verschieben?! Ich bin geneigt festzustellen, das es Braunfels in
die Verbandsliga Nord schaffen wird, auch wenn Taunusstein noch
punktgleich, aber mit den wesentlich schlechteren Brettpunkten, einen
Hauch einer Minichance besitzt.
Der Leistungssportreferent des Verbandes, FM Uwe Kersten, hat nicht
nur seinen Jahresbericht 2006 für die Veröffentlichung zum
Osterkongress eingeschickt, sondern wartet auch mit der Wiederbelebung
der Länderkämpfe auf und bittet die Schachfreunde, die sich nach
Durchlesen der Ausschreibung dazu berufen fühlen, um deren Bewerbung
für die Aufnahme in die hessische "Nationalmannschaft". Die Links zu
den Dokumenten befinden sich unter "Aktuelles..." unter dem Datum vom
8.März 2007 ab hier: